Notarzt schickt kranken Patienten heim

Schönen guten Tag,

Kurze Geschichte: Samstag Nacht bekomme ich starke Bauchschmerzen. Den kompletten Sonntag versuche ich diese auszuhalten, entschied mich aber dann Abends um 21 Uhrdie nächste Notfallambulanz des Krankenhauses in meiner Nähe aufzusuchen. Das tat ich und nach etwas längerem warten wurde ich von einer ziemlich angenervten älteren Ärztin aufgerufen. Da ich dachte es würde sich um meine alljährliche. Blasenentžündung handeln, hab ich versucht meine Symptome dementsprechend zu beschreiben. Dies wurde sofort abgetan, und bauch grob und ohne viel Lust abgetastet und auch ein Ultraschall gemacht. Und auch sagte ich das meine von Rechten unterbauch ausgehenden schmerzen schon in die Nieren ausstrahlen ( auch deswegen bin ich von einer Blasenentžündung ausgegangen); Nein da sind keine Nieren. Aja… Nicht’s erkannt, auf Nachfrage wollte ich gerne einen urintest machen. Durfte ich, auf dem weg nach draußen sagte sie mir: das hier ist eine Notfallaufnahme bzw. ( ich kann den Wortlaut nicht mehr wieder geben), wieso ich mit so etwas denn bitte da wär. Ich verwies auf meine schmerzen und ging total genervt zur Toilette. Als ich wieder da war, kam im laufe der urin Untersuchung wieder so ein Spruch, und ich musste mich wieder rechtfertigen das ich mit diesen schmerzen nicht schlafen konnte. Daraufhin sagte sie das so was nur halb so wild wäre und was ich beruflich mache. Ich beantwortete die Frage mit Student und bekam zu hören, das ich dann dafür ja Zeit hätte… Absolut unglaublich. Naja, weil im Urin bischen rote Blutkörperchen waren, habe ich ein Antibiotikum bekommen.

Es folgte eine Höllennacht, mit unbeschreiblichen schmerzen und entschied mich dann morgens 8 Uhr zu meinen Hausarzt zu gehen. Dieser machte einen Handgriff und verwies mich ins nächste Krankenhaus, wo mir gestern ein völlig vereiterter Blindarm entfernt wurde. Eben bei der Visite sagte mir der Arzt nochmal, das es 5 vor 12 mit dem Blindarm war. Jetzt lieg ich hier bis Ende der Woche, bekomme Antibiotika und bin heilfroh, noch zu meinen Hausarzt gegangen zu sein, vielleicht wäre ich jetzt nicht so haar fein von etwas schlimmeren davon gekommen!!

Nun meine Frage: in wie weit kann ich jetzt gegen das Krankenhaus bzw. Dem Arzt ran gehen? Ein einfacher Beschwerdebrief reicht mir nicht, dafür waren mir die Höllen schmerzen und die unglaubliche Fahrlässigkeit und Unverschämtheit des Arztes zu viel!!! Ichhabe mir jetzt überlegt zur verbraucherschutzzentrale zu gehen. Oder was sagt ihr?

Danke schonmal!

Hallo,

schonmal hier reingeschaut?
http://www.helpster.de/beschwerde-ueber-einen-arzt-e…
Die zuständige Ärztekammer wäre diese hier:
http://www.aekno.de/

Gruß und gute Besserung!
M.

Hallo,
ich bin nur zahni aber ich weiss noch dass die Symptome beim Blinddarm nicht immer gleich erkennbar sind.
Normalerweise gibt es zwei Positionen an denen der Blinddarm normalerweise liegt:
http://de.wikipedia.org/wiki/McBurney-Punkt
http://de.wikipedia.org/wiki/Lanz-Punkt
Daher wird an dieses Stellen der Bauch abgetastet.
Tut dort nichts weh vermutet der Arzt vielleicht ein anderes Problem, nämlich Deine von Dir auch mehrfach während der Untersuchung angesprochenen Blasenentzündung.
Also vermutete die Ärztin eine Blasenentzündung und gab Dir ein Antibiotikum.
Ich sehe keinen Fehler der Ärztin, sie war sich sicher denn offensichtlich sprach alles für eine Blasenentzündung und man kann nun mal nicht jeden Patienten mit unklaren Beschwerden nachts ins CT legen.
Sei froh dass es Dir jetzt besser geht.
Grüsse

Vergiss es
Hallo,

Blinddarm ist nicht leicht zu erkennen zum einen, das andere ist, du hast ja selbst den Arzt auf Blase hingewiesen, Blutkörperchen waren da.

Aber das alles zusammen ist eigentlich egal. Du hast keine Chance da irgendwas zu ändern etc. Die Lobby ist stark.

Gruß
Kati

Hallo,

Ichhabe mir jetzt
überlegt zur verbraucherschutzzentrale zu gehen.

Verbraucherschutzzentrale? Also ich würde den Arzt wegen unterlassener Hilfeleistung anzeigen.

Schöne Grüße

Petra

Also ich finde schon, dass die Ärztin hier schuld ist. Es ist zwar nicht immer leicht eine Blinddarmentzündung bei einer einfachen Abtastung zu erkennen, aber wie du schon gesagt hast, haben sie auch Ultraschall gemacht. Da sollte man den Blinddarm schon erkennen, egal wie spät in der Nacht. Also ich würde auf jeden Fall bei der Ärztekammer Beschwerde einreichen.

Gute Besserung!

ot
Wäre der „Notarzt“ freundlich gewesen, gäb’s bei gleicher Erstdiagnose jetzt wohl nicht so ein „Rambazamba“.

Hallo,

erst einmal hat es sich hier nicht um einen Notarzt gehandelt sondern um eine Diensthabenden Krankenhausarzt.

Es ist leider nicht sicher möglich eine Blinddarmentzündung per Ultraschall zu diagnostizieren. Eine solche OP ist quasi immer ein Verdacht auf. Erst bei Inaugenscheinnahme kann eine sichere Aussage getätigt werden.

Es ist hier für Aussenstehend auch schwer eine Aussage zu treffen da wir nicht dabei waren und hier auch nur die Sicht der Pat. geschildert wird. Sicherlich müsste man hier beide Seiten anhören und dann läge die Wahrheit wohl irgendwo in der Mitte.

Es ist, auch für den besten Mediziner, nicht immer möglich eine eindeutige Diagnose zu treffen zu dem verändern sich Symptome auch im Verlauf, hier ist auch die Mithilfe des Patienten gefragt.

Warum ist es den nicht möglich bei einen Termin mit der Ärztin über das vermeintlich erlebte zu Sprechen?
Kann mir vorstellen das sie auch gerne etwas dazu sagen möchte und wenn man anständig miteinander redet haben beide etwas davon und am Ende lernt man noch was daraus.
Warum müssen denn heut zu tage alle immer gleich einen anderen „Ankacken“ und am besten noch so das auch möglichst viel Wind gemacht wird?

Noris

Ganz eine freundliche! Immer gleich anzeigen, geht schon.

Das diese Anzeigerei selbst zu mehr Fehlern im KH führt ist euch bewusst? Ärzte müssen heutzutage immer den Weg gehen, der rechtlich am besten abgesichert ist. Dass das nicht immer der für den Patienten besste Weg ist, ist klar.

Habt ihr schon mal mit einem Nachtdienst schiebenden Ambulanzarzt gesprochen? Das soll jetzt in diesem Fall nicht als „Ausrede“ gelten, aber die Situation von einer anderen Seite beleuchten:
In so einer Ambulanz kommen Haufenweise leute, die wirklich NICHTS haben, was akkut ist. Und selbst wenn: Was die Leute dort fuxt, sind genau solche Aussagen am Sonntag in der Nacht: " Ich hab seit drei Tagen Bauchweh, da komm ich jetzt zu ihnen!"

Die berechtigte Gegenfrage des Arztes wäre: „Warum sind sie nicht am Freitag in die normale Ambulanz gekommen, wo wir eine volle Dienstmanschaft sind und keinen Stress haben? Oder am Freitag zum Hausarzt gegangen?“

Man sollte mal versuchen, sich ein bisschen in andere hineinzuversetzen anstattt imer gleich „Klagen!!!“ zu rufen.

Nochdazu sollte man sich überlegen, wie andere zum Glück schon geschrieben haben, wie sicher sowas mit den Zusatzangaben des Patienten zu diagnostizieren war. „unterlassene Hilfeleistung“ ist der größte Schwachsinn den ich jemals gehört habe.

Das wars.

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Hi

Ach komm. Schmerzen werden auch mal stärker und wenn jemand mit „ich habe da ein leichtes Ziepen in der linken Hüfte“ zum Arzt kommt, wird der doch auch nicht ernst genommen und es heißt, jemand verschwendet die kostbare Zeit des Arztes für Zipperlein.

lg
Kate

haben sie auch Ultraschall gemacht. Da sollte man den
Blinddarm schon erkennen, egal wie spät in der Nacht. Also ich
würde auf jeden Fall bei der Ärztekammer Beschwerde
einreichen.

Gute Besserung!

Größter Bullshit! Ja klar kann ein geprobter Arzt einen Apendix sehen. Aber die Apendizitis kann man im Ultraschall nicht sehen, und/oder nur arg schwer.

Die Ärztin hat sich hier nichts zu Schulden kommen lassen. Sie hat dir eine Therapie verschrieben, die auf von dir mehrfach erwähne Entzündung der Blase, sehr gut anschlägt.

Mach dir mal bitte Klar was du jetzt hier erwartest. Du hast bist mitten in der Nacht zum Dr. in die ZNA. Hast die Medizinerin die sowieso schon total im Stress war mit einer Selbstdiagnose konfrontiert und deine Symptomatik (Schmerzen im bereich der Blase, Hämaurie) passten eben auch zu dieser.

Jetzt willst du Sie verklagen weil du kurz vor einem Blinddarmdurchbruch, den jeder andere Mediziner auch nicht gleich erkannt hätte, standest?

Merkste Selbst oder?

Gruß

der Schma

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Danke für alle Antworten!
Nein, es geht sich darum, dass diese Ärztin mit der richtigen Einstellung und dem richtigen Vorgehen ( ich sehe doch wie die Ärzte mich hier abtasten und wie schludrig sie es gemacht hat aus ihrer vollen Unlust heraus) eine korrektere Diagnose hätte gestellt werden, wenn nicht sogar die Richtige!! Darum geht es in dieser Verbindung, nicht ausschließlich darum das eine falsche Diagnose gestellt wurde! Zum anderen war es halb l0, wie schon beschrieben, halb 10 und das Argument, das ich sie durch meine Beschreibungen der Blasenentžündung auf die falsche Fährte gelockt habe hinkt: Eine gute Ärztin lässt sich durch einen Laien bestimmt nicht von so Aussagen komplett abbringen!

Und zu guter letzt: selbst wenn ich nur einen kleinen Dorn im Finger habe und um 3 Uhr morgens dort bin, will ich zum einen menschliche und zum anderen professionell behandelt werden! Sie hat sich selbst ausgesucht Ärztin zu werden und auch( von meiner Seite zollt es sicherlich viel Respekt) wenn sie noch in solch einer schlechten Lage ist, muss ich angemessen behandelt werden.

Du sagst es selber: Ein Medizinischer Laie.

Wie willst du beurteilen ob Sie dich richtig abgetastet hat, wenn du davon selber Null Ahnung hast?

Nochmal, auch Erfahrene Medizinmänner/Frauen können eine Apendizitis nur schwer sehen/Fühlen/Riechen/Schmecken etc.

Hallo,

Größter Bullshit!

Ist das, was du hier verzapfst.

Ja klar kann ein geprobter Arzt einen Apendix sehen.

Jetzt willst du Sie verklagen weil du kurz vor einem
Blinddarmdurchbruch, den jeder andere Mediziner auch nicht
gleich erkannt hätte, standest?

Ich wundere mich, wie du zu der zweiten Aussage kommst vom Sofa aus. Aber dass die beiden Aussagen in jedem Fall voll krass im Widerspruch stehen:

Merkste Selbst oder?

Woher meinst du eigentlich zu wissen, dass die Ärztin sich nichts hat zu Schulden kommen lassen?

Die Ärztin arbeitet in einer Notambulanz. Da gehört es zu ihrem Job, dass sie kritische von unkritischen Fällen zu unterscheiden hat und alles nötige zu veranlassen muss, dass sie die kritischen Fälle SICHER ausfiltern. Dafür ist sie ausgebildet worden und wird dafür bezahlt. Es ist wichtig den Patienten zu fragen, sich aber auf die „Diagnose“ eines Patienten zu verlassen reicht, den Patienten mal zu fragen, ob er sich auch an die eigene Nase fasst und sowas beim nächsten Mal lässt. Das würde aber vor Gericht nie den Arzt aus einer Verantwortung zu entlassen, die er aufgrund seiner Ausbildung, seines Berufsethos und auch direkt vor dem Gesetz hat! Der Arzt darf sich nicht einmal auf die Selbstdiagnose eines fachkundigen Patienten verfassen: http://www.christmann-law.de/neuigkeiten-mainmenu-66…
Als Sani darfsse dich übrigens auch nicht auf die Selbstdiagnose eines Patienten verlassen. Pass also auf, dass du nicht auch mal vorm Kadi landest mit der Einstellung. Dann is abba nicht der Patient Schuld.

Betroffene Patienten können sich wie schon vorgeschlagen an die Schlichtungsstelle Ärztekammer oder Unabhängige Patientenberatung wenden. Die sind in der Lage, einen sachkundigen Rat abzugeben.

Bei den geschilderten Symptomen war eine Blinddarmentzündung und anderes unerquickliches nicht mit Sicherheit auszuschließen. Es hätten nötige Untersuchungen sofort veranlasst werden müssen und schon bei Verdacht und unklarer Lage eine Aufnahme erfolgen müssen. Oder etwas tiefer gehängt wäre gewesen, den Patienten zu fragen, wie die Betreuung in den nächsten Stunden gesichert ist, bei welchen Symptomen er sein Hinterteil sofort wieder zu einem Arzt bewegen oder die Rettung anrufen muss und was er am nächsten Morgen zu tun hat.

Geschätzte Grüße

Uli

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Nochmal, auch Erfahrene Medizinmänner/Frauen können eine
Apendizitis nur schwer sehen/Fühlen/Riechen/Schmecken etc.

Dafür haben sie aber lustige Maschinchen und kleine Vampire, mit deren Hilfe sie ihren Job tun können, richtig zu diagnostizieren. Wir sind schließlich nicht im Urwald.

Hallole !

ich seh das etwas anders : ein einfaches Blutbild hätte darüber Aufschluss reteilt, ob eine Entzündung vorliegt. Ein genaues Abtasten und Untersuchen hätte sicher zu dem Verdacht auf Appendizitis führen können. Das weiß jede gut ausgebildete Pflegekraft, da darf ich das wohl von Ärzten erwarten.
Akute starke Bauchschmerzen haben Gründe und denen muss man nachgehen wenn der Patient kommt.
Und wenns der Hausarzt raufinden kann, warum dann nicht die Diensthabende im Krankenhaus ?
Vom Menschlichen mal ganz abgesehen, da war man ja nun nicht dabei aber nicht alle Ärzte sind auch dauernd angemessen im Umgang mit den Patienten, wird wohl auch keiner abstreiten.

Grüße !

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Hallo,

Das diese Anzeigerei selbst zu mehr Fehlern im KH führt ist
euch bewusst?

Die „ganze Anzeigerei“ hat nachweislich zu weniger Fehlern geführt. Mach dich mal kundig!

Ob es immer sinnvoll ist, gleich zum Anwalt zu gehen und vor Gericht anzuzeigen, steht auf einem ganz anderen Blatt. Genau deshalb gibt es aber SCHLICHTUNGSSTELLEN!
Gute Ärzte sind übrigens daran interessiert, dass solche Fälle transparent gemacht werden.

Die berechtigte Gegenfrage des Arztes wäre: „Warum sind sie
nicht am Freitag in die normale Ambulanz gekommen, wo wir eine
volle Dienstmanschaft sind und keinen Stress haben? Oder am
Freitag zum Hausarzt gegangen?“

Ey Doc, hasse nich zugehört? Die Schmerzen hatte ich Freitag noch nich.

Nochdazu sollte man sich überlegen, wie andere zum Glück schon
geschrieben haben, wie sicher sowas mit den Zusatzangaben des
Patienten zu diagnostizieren war. „unterlassene Hilfeleistung“
ist der größte Schwachsinn den ich jemals gehört habe.

Sagt der Hobby-Experte (technischer Student der Physik) und das sagt der Rechtsexperte zu dem Thema:
http://www.christmann-law.de/neuigkeiten-mainmenu-66…

Viele Grüße

Uli

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Wäre der „Notarzt“ freundlich gewesen, gäb’s bei gleicher
Erstdiagnose jetzt wohl nicht so ein „Rambazamba“.

Und die gleiche Erstdiagnose bei strunzfreundlichem Arzt wäre auch nicht fachlich besser gewesen. Führt das jetzt sachlich irgendwie weiter?

Grüße

Uli

Hallo,

ich bin nur zahni

Dann müsstest du in der Lage sein, dass hier grob zu verstehen.
http://www.aerzteblatt.de/archiv/64648/Abklaerung-de…

Versuch mal, die geschilderten Symptome, das was die Ärztin überhaupt und was davon aus eigenem Antrieb gemacht mit dem zu vergleichen, was in dem Artikel vorgeschlagen wird und mit dem, was du hier geschrieben hast. Fallen dir Unterschiede auf?
Weißt du zum Beispiel, ob die Ärztin nach dem Stuhlgang gefragt hat? Du weißt, wieso bei OB Ultraschall und Urinprobe und unklarer Diagnoselage nicht eine gynäkologische Untersuchung veranlasst wurde? Sagt dir der Begriff „engmaschige Reevaluation“ etwas und findest du dafür Ansätze im Verhalten der Ärztin?

Wieso bist du dir sicher, dass sie keinen Fehler gemacht hat?

Grüße

Uli

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Hallo Uli,

ach so, du warst bei der Untersuchung anwesend!
Sorry, das muss ich überlesen haben.

oder wie kommst du zu diesen definitiven Aussagen?
Wir wissen alle nicht was der Pat was der Arzt gesagt, getan hat.
Wir haben hier nur eine Sicht der Lage!

aber noch einmal miteinander zu reden (Arzt/Pat.), bevor man sich typisch deutsch den Amtsschimmel sattelt, wäre doch keine schlechte Idee oder!?

Gruß
Noris

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