Notebook als berufl. Arbeitsmittel

Hallo, ist es sinnvoll bei einer nebenberuflichen Tätigkeit die privaten Angelegenheiten generell auf einen Zweit-PC auszulagern?
Dadurch würde man doch eine einwandfreie Trennung von Privat- und beruflicher Nutzung erreichen. Der beruflich genutzte PC müsste dann doch zu 100% als berufl. Arbeitsmittel anerkannt werden-oder?

Danke- hm

Hallo

ist es sinnvoll bei einer nebenberuflichen Tätigkeit die privaten Angelegenheiten generell auf einen Zweit-PC auszulagern?
Dadurch würde man doch eine einwandfreie Trennung von Privat- und beruflicher Nutzung erreichen. Der beruflich genutzte PC müsste dann doch zu 100% als berufl. Arbeitsmittel anerkannt werden-oder?

Jein. Die FA-Mitarbeiter haben manchmal auch Langeweile und führen Plausibilitätsprüfungen durch. Dabei fragen die sich dann, ob der neue 3.000€ teure PC mit dem neuesten Schnickschnack tatsächlich ausschließlich betrieblich genutzt wird, während für das Private usschließlich der 10 Jahre alte in genutzt wird. Auf jeden Fall erleichtern zwei Geräte die Argumentation, dass es sauber getrennt werden kann. Ob das dann aber z.B. wirtschaftlich sinnvoll ist, wäre schon wieder eine andere Frage.

Grüße

Oh-Danke für das schnelle Feedback.
Warum soll es nicht plausibel sein, wenn der bessere Rechner als „Grafikmaschine“ beruflich und der langsamere die private Korrespondenz macht oder als Surve-Maschiene langweilt?
Das könnten doch nicht ernsthafte und bestimmende Argumentationen bei einem Finanzbeamten sein oder?
hm

Oh-Danke für das schnelle Feedback.
Warum soll es nicht plausibel sein, wenn der bessere Rechner als „Grafikmaschine“ beruflich und der langsamere die private Korrespondenz macht oder als Surve-Maschiene langweilt?

Na in diesem Falle wäre ja plausibeler. Kommt eben auch auf die Art des Berufes/Gewerbes und den Umfang usw. an. Da wird hier niemand harte Abgrenzungskriterien nennen können. Die Problematik bei allgemeinen Fragen sind eben auch allgemeine Antworten.

Hallo,

zuerst einmal: DU musst nachweisen dass der evtl. bessere Rechner tatsächlich (neben)beruflich genutzt wird. Das steckt im „Werbungskosten müssen nachgewiesen werden“ drin. Wenn du es nicht wirklich nachweisen kannst dann hast du nicht sooo gute Karten.
weiterhin hängt es doch auch davon ab, welchen Umfang diese Nebentätigkeit hat. Schreibst du nur aller 2 Wochen ein Makro oder paar Texte wird es einen High-End-Rechner wohl kaum glaubwürdig erscheinen lassen dass dieser nur für diese Tätigkeiten da sind.
Auch die Tätigkeit welche du nebenberuflich durchführst ist von Belang. Bist du z. B. hauptberuflich Grafikdesigner und erstellst nebenher noch Flyer, Visitenkarten etc. oder machst Videobearbeitung … dann sieht das schon ganz anders aus.
Dann solltest du dir noch eins ausmalen: Finanzbeamte sind nicht dumm. Selbst wenn sich dieser Kollege nicht so mit PC auskennt, kennt er garantiert einen der ihm sagen kann ob dieser Rechner wirklich notwendig erscheint oder nicht. Oder wenn auf der Rechnung kryptische Ausdrücke verwendet werden … der Telefonhörer zum Anbieter ist nicht weit. Und der wird wissen was er dir verkauft hat :smile: Also - versuche erst gar nicht so zu tun als wenn das Finanzamt dir alles abkauft.

Und dann gibt es noch ein schönes Argument. Ausgaben werden immer nur mit dem Steuersatz tatsächlich in bare Münze umgewandelt. Sprich: Kostet dein Rechner 3000 € und dein Steuersatz liegt bei 15 % (und du hast auch so viel Steuer gezahlt) UND der Rechner wird (auf 3 Jahre) zu 100% anerkannt erhälst du in jedem der 3 Jahre 150 € zurück (450 € gesamt). Und das ist jetzt schon hoch angesetzt. Das heißt dass du - trotz allem - (mind.) 2550 € selbst trägst. Wenn ICH Geld ausgeben müsste um einen Rechner nebenberuflich zu nutzen für „billige“ Aufgaben (bisschen programmieren, schreiben, Recherche) dann würde ich definitiv keine 3000 € ausgeben dafür. Da gibts auch einfache Rechner, die genau die selben Aufgaben erfüllen. Natürlich bleibt der %-Satz, den ich selbst bezahlen muss genauso groß (85% in meinem Beispiel), aber der bare Wert ist wesentlich geringer. Nehmen wir an dass ich mir für 400 € einen Laptop kaufe (für Nebenberuf), dann bekomme ich (über 3 Jahre hinweg) 60 € wieder. Der Laptop kostet mich also nur 340 €. Wenn ich jetzt das Geld hätte dann könnte ich mir ohne Probleme immer noch einen High-End-Rechner für 2660 € kaufen (was mir lieber wäre als „offiziell“ auf einer alten Möhre zu spielen etc.)

Ach ja: ein Argument fällt mir noch ein: Ehrlich währt am längsten.

LG

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