Hallo,
ich habe ein Problem mit meinem Notebooklüfter. Wenn ich
nichts an meinem Notebook mache dann läuft der Lüfter immer
eine Zeit lang, dann hört er wieder auf und nach einer weile
springt er wieder an. Mich stört nicht das Geräusch des
Lüfters, sondern mich stört, dass er immer wieder an und aus
geht. Gibt es eine Möglichkeit irgendetwas umzustellen, so
dass der Lüfter die ganze Zeit läuft und nicht ständig an und
aus geht? Habe Windows Vista.
Ich denke, Du bist mit einem Laptop gesegnet, das gut mit stromfressenden und hitzerzeugenden Komponenten gefüllt ist und deshalb auch im Leerlauf immer wieder den Lüfter anmachen muss um die Hitze wegzukühlen. Was tun, sprach Zeus, das ist konstruktionsbedingt. Besonders die schnieken, flachen Designerteile haben ihre liebe Not die Abwärme aus dem verwinkelten Gehäuse zu bekommen.
Der Lüfter wird m.E. nicht vom Betriebssystem gesteuert, sondern von den Temperatursensoren in der Hardware. Beim manchen Mainboards kann man die Schaltschwellen im BIOS selber festlegen, aber das ist selten. Und Du läuft Gefahr, dass irgendwas überhitzt, wenn Du den Lüfter mutwillig abschaltest, er läuft ja nicht ohne Grund, und das führt dann oft zu nicht nachvollziehbaren Abstürzen. Durchlaufen lassen finde ich auch keine gute Idee, auf Dauer nervt das, und es schadet dem Lüfter (Lagerschaden).
Einige Ideen hätte ich doch:
* Es ist schon vorgekommen, dass blöd programmierte Treiber und/oder Betriebssystemfehler verhindern, dass der Prozessor jemals in den Stromsparmodus kommt. Gerade bei Vista liegt da noch vieles im Argen. CpuZ ist Freeware un zeigt Dir an, mit welchem Takt der Prozessor wirklich läuft. Wenn er im Leerlauf nicht heruntertaktet obwohl er könnte hast Du einen Ansatz zur Fehlersuche.
* das Innenleben, vor allem die Kühlkörper, peinlich sauber halten Druckluft oder Staubsauger). Abgesetzter Staub behindert die Kühlung. Vor allem bei Geräten, die schon ein paar Jahre auf de Buckel haben.
* Stromfresser eliminieren. Vor allem ältere Festplatten werden manchmal brüllend heiß, obwohl sie vergleichsweise langsam sind. Austausch gegen ein modernes, stromsparendes Exemplar macht den Rechner schneller und reduziert die Hitze. Wenn das Gerät ein eingebautes Netzteil hat müsste es auch besser werden wenn Du - soweit möglich - einen externen Monitor verwendest, der interne frisst ordentlich Strom, und das lässt das Netzteil heiß werden.
* Ein einzelner Speicherriegel säuft weniger als zwei kleinere Speicherriegel (das macht aber, unter uns gesagt, fast nichts aus …).
* Laptops „kühlen“ sich teilweise über das Gehäuse, teilweise sogar durch die Tastatur hindurch. Displaydeckel zugeklappt kann das behindern, und der Lüfter läuft öfter an als wenn der Displaydeckel oben ist.
* Es gibt Notebook-Kühler zum Drunterlegen. Ich denke zwar dass das Kinderkram ist, aber es wäre einen Versuch wert, vor allem dann wenn das Gehäuse sich von außen warm anfühlt. Hitze die über das Gehäuse weggeht muss der interne Lüfter nicht rausblasen.
* Ein BIOS Update. Eventuell ist das an und aus auch auf ein fehlprogrammiertes BIOS zurückzuführen, und der Hersteller hat nachgebessert.
* Hauptheizkörper ist der Prozessor. Es ist weder trivial noch üblich, aber für geübte Bastler nach sorgfältiger Recherche manchmal möglich, dass Du auf ein weniger stromfressendes Exemplar umsteigst. Notfalls auch um den Preis einer etwas geringeren Taktfrequenz - der Unterschied zwischen 1,8 GhZ und 2,0 GhZ wird oft weit übertrieben, die Leistungsaufnahme der höher getakteten Prozessoren steigt aber überproportional. Und von manchen älteren Prozessorserien gibt es pin- und spannungskompatible Nachfolger aus modernerer Fertigung mit geringerer Stromaufnahme.
…Armin