Uih, danke. Das ging ja richtig schnell.
Allerdings habe ich mich glaube ich nicht richtig ausgedrückt.
Ich hatte über 7 Jahre Orgel- und Keyboardunterricht, ohne daß jemand gemerkt hat, daß ich gar keine Noten lesen kann. Das Problem ist, daß ich eigentlich schon seit ewig und drei Tagen alles nach Gehör spiele, aber jetzt so langsam nicht mehr auf andere angewiesen sein möchte. Außerdem ist Einzelunterricht immer soooo teuer. Ich möchte bloß gemütlich zu Hause vor mich hin klampfen können. Ich dachte, man könnte die Sache vielleicht irgendwie behandeln, so wie Legasthenie.
Naja, die Idee mit dem Computerprogramm klingt ja schon mal ganz gut.
sich auf sein musikalisches Gehör verklassen zu können, ist ein wertvoller Schatz, den viele (!!!) Unterhaltungsmusiker nicht ihr Eigen nennen.
Das bischen Notenlesen wirst du schon irgendwie reinkriegen.
Gruss,
ich unterrichte selbst seit fast 10 Jahren Klavier und habe immer wieder sehr kleine Schüler, die sich mit dem Notenlesen schwer tun.
Denen erkläre ich es so, dass es nicht auf den absoluten Wert der Noten ankommt (also ob da jetzt ein a oder ein e steht), sondern auf die Beziehung der Noten zueinander: Geht es nach oben oder nach unten, sind die Noten weit auseinander oder nahe beisammen. Das kann man aus dem Notenbild sofort erkennen, und es hilft einem später beim Vom-Blatt-Spielen auch, Notengruppen als Ganzes zu erfassen.
Du kannst es damit vergleichen, wie wenn Du jemandem einen Weg erklärst: Da zählst Du auch nicht die Straßennamen auf, sondern beschreibst es als „geradeaus, dann links, dann wieder rechts“ usw., also in Relationen.
Das begreifen meine Kleinen immer sofort (sonst lasse ich mir den Weg zum besten Freund erklären *g*). Wenn wir dann neue Stücke machen, spiele ich sie erst vor, und dann lasse ich mir vom Schüler - mit Hilfestellung - erklären, wie der Melodieverlauf geht: einen Schritt nach oben, dann bleibt es gleich, dann zwei Schritte nach unten usw.
Der Vorteil beim Klavier ist natürlich, dass die „hohen“ Töne auf dem Notenblatt oben und auf dem Klavier rechts sind; bei der Gitarre ist das nicht ganz so offensichtlich. Auf jeden Fall schwöre ich auf diese Methode.
Viel Erfolg wünscht
Katharina
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