Hallo Anja,
das weiß ich natürlich auch!
Aber der Arzt kann nicht sicher sein, dass die Patientin die Wahrheit erzählt.
Bei uns wird auf jeden Fall ein Test gemacht.
Gruss,
Daggi
Hallo Anja,
das weiß ich natürlich auch!
Aber der Arzt kann nicht sicher sein, dass die Patientin die Wahrheit erzählt.
Bei uns wird auf jeden Fall ein Test gemacht.
Gruss,
Daggi
hi,
- 112 anwählen & notdienst benennen lassen (adresse,
anfahrtsweg und telefonnummer )
Das ist leider falsch.
Rettungsdienst ist Sache der Länder, dabei ist die Rettungsleitstelle fast überall für die Koordination von Rettungsdienst- und Feuerwehr-Einsätzen zuständig.
In manchen Gegenden (z. B. in NRW) hat jeder Kreis seine eigene Leitstelle, anderswo (z. B. Rheinland-Pfalz) gibt es landesweit nur 3 oder 4 Leitstellen.
Aufgabe der Leitstellen ist es
Es liegt auf der Hand daß eine Leitstelle, die die Hälfte eines Bundeslandes betreuen muß wenig Zeit und „Lust“ hat als Telefonzentrale und Auskunftsstelle für den hausärztlichen Notdienst zu fungieren. Außerdem sollte die 112 möglichst für „echte“ Notrufe freigehalten werden und nicht durch Fragen nach dem KV-Notdienst belegt werden.
NICHT zu den Aufgaben einer Leitstelle gehört daher die Auskunft über den hausärztlichen Notdienst / KV-Notdienst oder die Organisation von Erste Hilfe-Kursen.
Solche Anrufe laufen zwar auch immer wieder in Leitstellen auf, gehören dort aber definitiv nicht hin. Der Bürger hat mit der Leistelle nur dann persönlich zu tun wenn er über die 112 einen medizinischen Notfall, Unfall oder Feuer melden will.
Es mag sein daß es irgendwo auch ein Arrangement gibt nach dem die Rettungsleitstelle zusätzlich Telefonzentrale für den KV-Notdienst spielt. Das ist dann aber eine Sonderabsprache, die eine Ausnahme darstellt.
Noch ein Wort zu den Hausärzten / dem KV-Notdienst: Die Leute machen als Hausärzte in aller Regel einen sehr guten Job. Im Bezug auf echte Notfälle haben Hausärzte in Rettungsdienst-Kreisen aber keinen guten Ruf.
Die meisten sind zu lange aus dem Klinikalltag weg und schlicht nicht mehr auf der Höhe der Zeit, nicht ausreichend in Übung um Notfälle nach heutigen Maßstäben gut zu managen. Sie haben oft auch keine Ahnung von der Organisationsstruktur und der Vorgehensweise des modernen Rettungsdienstes.
Deswegen wirkt sich die Einflußnahme von Hausärzten auf den Ablauf von Rettungseinsätzen oft eher hinderlich aus.
Nebenbei: Ich habe auch den Eindruck daß Malte wirklich keinen guten Tag gehabt zu haben scheint… 
Schöne Grüße,
MecFleih
Hi Malte,
Wie schon weiter oben bemerkt, wäre das illegal, weil die
Pille danach nicht ohne eingehende Untersuchung verabreicht
werden darf, oder ist dem nicht so?
Dem ist nicht so - habe ich oben beschrieben…
Gruß, Anja
Hallo MecFleih,
Danke für die allgemeinen Informationen!
Durch diese Notrufdiskussion ist mir eine Frage wieder eingefallen, die immer mal wieder aufkommt, wenn ich Betrunkene, Alkoholiker in der Stadt umherirren sehe.
Stimmt es, daß man unter Umständen Kosten für die Krankenwagenanfahrt im Falle eines Notrufs selbst übernehmen muß?Ich nehme an, daß die Kostenregelung für solche Fälle keine Ländersache ist, oder?
Als Beispiel: Was ist, wenn ein Betrunkener an der Straße liegt, man über den Notruf Hilfe ruft, der Betrunkene sich aber in der Zwischenzeit wegbewegt? Mir ist gesagt worden, daß es besser wäre in solch einem Fall die Polizei anzurufen, da man unter Umständen (siehe Bsp.) die Kosten sonst selbst übernehmen müßte.
Wünsche Euch allen noch schöne Weihnachtstage!
Grüße von Charlotta
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo,
ich hatte mal den Fall, dass wir einen Mann auf der Straße liegend fanden. Wir versuchten ihn anzusprechen und aufzuwecken, aber er reagierte nicht. Daraufhin riefen wir die 112 an (ist auch die einzige Nummer, die bei einem Handy Sinn macht).
Im Endeffekt war es doch nur ein Besoffener, der nicht mehr weiter konnte und eingeschlafen war. Aber hätten wir das wissen können? Darf einem Laien zugemutet werden, den Unterschied zwischen Suff und Schlaganfall zu erkennen?
Sollte dem Ersthelfer die Kosten für die Notarzt Fahrt aufgedrückt werden, würde das IMHO dazu führen, dass noch weniger Menschen sich trauen würden zu helfen. Schliesslich will keiner ein finanzielles Risiko eingehen.
Ciao
Kaj
Raster-Guideline
Tach Malte,
hilfe suchen zu müssen, darf kein handicap sein.
weder bei notruf noch bei erlebter bedrohung.
Was ist „der Notdienst“? Der rettungsdienst? Die
Rettungsleitstelle, auf der die 112 aufläuft? Keineswegs. Das
ist eine Notfalleinrichtung, und nicht dafür da, Auskunft zu
spielen oder das Denken abzunehmen. Ich verstehe, daß es
Menschen gibt, die nicht immer alle Möglichkeiten im Blick
haben, und das daher auch viele die 112 anrufen, die
eigentlich etwas anderes brauchen - lieber einmal zuviel als
einmal zu wenig.
Ich hab es selten als einengend erlebt, sich engmaschig abzusprechen. Auch per 110 und 112. Vieles wird dann simpel und überschaubar. Besonders in Situationen mit verstärktem Zeitdruck. Überlastung ist Organisationsverschulden.
112 als Ersatz für die Telefonauskunft
Die 112 ist der strukturierteste Online-Zugriff auf kassenärztliche Service-Hotlines, die ich kenne. Rettungsdienst ist Sozialarbeit.
Der Kassenärztliche Notdienst steht im Telefonbuch.
Stoppschilder stehen am Straßenrand, Autos auch.
Die Auskunft kennt den auch.
Der Taxifahrer auch. Wenn er überlegt.
und die 112-gegenüber kennen den auch.
Die haben aber Besseres zu tun, als Telefonnummern zu verteilen.
Hm, zum Beispiel abzusichern, dass sich durch Überlappen mit Ehrenamtlichen keine doppelten Wege ergeben. Telefone sind wichtig. Nur weil ein Dispatcher überlastet ist, verlernt er nicht zu delegieren. Auch das Verteilen von Telefonnummern lässt sich delegieren. Und das nicht nur an Zivis.
Zum Beispiel echte Notrufe bearbeiten, in denen es um Menschenleben geht.
Das erinnert mich an den Notarztkatalog: Wann ist der Gegenüber ein Notfall? Wenn ich ihn intubiere oder wenn er mir harmlos Hallo sagt?
in manchen bundesländern arbeiten naw und dringlicher
hausbesuchsdienst sehr harmonisch zusammen.
Das hat in den seltensten Fällen mit dem Bundesland zu tun,
sondern hängt in der Regel vom diensthabenden KV-Arzt ab. Wenn
es zu einer Zusammenarbeit von KV-Arzt und Rettungsdienst
kommt, ist der Arzt meistens ein Problem. Aber das nur am
Rande.
So viel zur Pille danach.
da kann es dir sogar passieren, dass
du, falls du wegen der dich überraschenden situation kein so
sicherer fahrer bist, um einen unfall zu vermeiden, dich zu
hause besuchen lassen kannst. ein polytrauma weniger.
Ich sehe hier im Thread keine überaschende Situation. Und wie
gesagt: Nach Hause kommt der Kassenärztliche Notdienst. Und
wenn man nicht fahren möchte, gibt es Taxis.
Sex kann überraschen. Sogar am Morgen danach, wenn der Auslöser schon weit weg ist.
Wie schon weiter oben bemerkt, wäre das illegal, weil die
Pille danach nicht ohne eingehende Untersuchung verabreicht
werden darf, oder ist dem nicht so?
das vertrauensverhältnis zwischen behandler und klienten
kannst du als dritter schlecht einschätzen. es geht um eine
telefonnummer, nicht um die anzahl der gespräche, die die
beiden vor dem miteinander hatten.
Ich kann nicht erkennen, daß Du hier irgendetwas ansprichst,
wovon in diesem Thread die Rede war.
Wie verabreichst du?
Bei solchen Tips und Google-Paranoia wundert mich erfolglose
Arbeitssuche nicht wirklich. *hrmpf*
bei so viel aggressivität …
Wo siehst Du Aggressivität?
Wo siehst du Google-Paranoia?
Gruß.
Spezielle Patientenvermittlung
hi,
- 112 anwählen & notdienst benennen lassen (adresse,
anfahrtsweg und telefonnummer )Das ist leider falsch.
Du kannst sogar über die 112 eine Personensuche ordern, wie beim Paketdienst die Paketsuche. Oder Zuständigkeiten. Schließlich ist es kein Auschwitzexpress. Neben der Transparenz der durch den Notdienst verursachten Kosten lässt sich Patientenrecht dadurch leichter wahren. Egal wie groß der Topf ist, aus dem sich dein Mister Superhuper bedient.
Rettungsdienst ist Sache der Länder, dabei ist die
Rettungsleitstelle fast überall für die Koordination von
Rettungsdienst- und Feuerwehr-Einsätzen zuständig.
Und für Sex ist in der Regel die eigene Hand zuständig. Je anonymer Tarzan pfuscht, umso mehr kann er vertuschen.
In manchen Gegenden (z. B. in NRW) hat jeder Kreis seine
eigene Leitstelle, anderswo (z. B. Rheinland-Pfalz) gibt es
landesweit nur 3 oder 4 Leitstellen.
Und den Notarzt recherchierst du über die regionalen Speicheldateien?
Aufgabe der Leitstellen ist es
- Notrufe anzunehmen,
- zu entscheiden welche Einsatzkräfte alarmiert werden müssen,
- Rückmeldungen zu verarbeiten und ggf. weitere Einsatzkräfte
oder auch die Polizei zu alarmieren,- den Kontakt zur Bahn, zum E-Werk oder zum Gaswerk
herzustellen wenn nötig- bei Bedarf Rettungshubschrauber zuzuführen und einzuweisen,
- Einsatzablauf und Zeitabläufe zu koordinieren und zu
dokumentieren- Anmeldungen von Patienten in Krankenhäusern vorzubereiten
- spezielle Patientenvermittlung (Intensivstation, Stroke Unit
bei Apoplex, Schwerbrandverletzen-Station, etc.) vorzunehmen.
Womit der Begriff Behinderung für Deutschland vollständig definiert ist. Spezielle Patientenvermittlung meint nicht nur das PsychKG, hoffe ich.
Es liegt auf der Hand daß eine Leitstelle, die die Hälfte
eines Bundeslandes betreuen muß wenig Zeit und „Lust“ hat als
Telefonzentrale und Auskunftsstelle für den hausärztlichen
Notdienst zu fungieren. Außerdem sollte die 112 möglichst für
„echte“ Notrufe freigehalten werden und nicht durch Fragen
nach dem KV-Notdienst belegt werden.
Bist du zu DDR-Zeiten schon mal im Osten gewesen? Du redest wie ein gelernter Grenzer, aber nicht wie ein Vater. Geschweige denn wie ein großer Bruder.
NICHT zu den Aufgaben einer Leitstelle gehört daher die
Auskunft über den hausärztlichen Notdienst / KV-Notdienst oder
die Organisation von Erste Hilfe-Kursen.
Solche Anrufe laufen zwar auch immer wieder in Leitstellen
auf, gehören dort aber definitiv nicht hin. Der Bürger hat mit
der Leistelle nur dann persönlich zu tun wenn er über die 112
einen medizinischen Notfall, Unfall oder Feuer melden will.
Womit auch das geklärt war.
Es mag sein daß es irgendwo auch ein Arrangement gibt nach dem
die Rettungsleitstelle zusätzlich Telefonzentrale für den
KV-Notdienst spielt. Das ist dann aber eine Sonderabsprache,
die eine Ausnahme darstellt.
Es ist eine gewaltige Ressource, die umso wichtiger wird, je weniger Zivis für dich springen, sobald ein Wehwehchen, das dich tatsächlich interessiert, angekündigt wird.
Noch ein Wort zu den Hausärzten / dem KV-Notdienst: Die Leute
machen als Hausärzte in aller Regel einen sehr guten Job. Im
Bezug auf echte Notfälle haben Hausärzte in
Rettungsdienst-Kreisen aber keinen guten Ruf.
„Bitte buchstabieren Sie das Wort URGENT jetzt…“ Mir wird gleich wieder ganz multikulti. Fast hindimäßig deutsch.
Die meisten sind zu lange aus dem Klinikalltag weg und
schlicht nicht mehr auf der Höhe der Zeit, nicht ausreichend
in Übung um Notfälle nach heutigen Maßstäben gut zu managen.
Ayurveda ist in solchen Kreisen ein Schimpfwort, hab ich mir erklären lassen.
Sie haben oft auch keine Ahnung von der Organisationsstruktur
und der Vorgehensweise des modernen Rettungsdienstes.
Fließbänder, Achsennähe und Drehmomente…
Deswegen wirkt sich die Einflußnahme von Hausärzten auf den
Ablauf von Rettungseinsätzen oft eher hinderlich aus.
Taxifahrer kippen ihre Kunden auch lieber ab als ihnen das Gepäck nachzutragen.
Schöne Grüße,
Hi Biggi,
es ging um die „Organisation“ der Aufgaben des Rettungsdienstes durch Leitstellen in den einzelnen Bundesländern der BRD. Mit Anonymität und Vertuschung hat dies zunächst nichts zu tun. Was Du weiter unten ansprichst, ist das Problem, daß Geld bei der Personalbereitstellung eingespart wird, und die sich daraus ergebenden Folgen für Patienten.
Grüße von Charlotta
Rettungsdienst ist Sache der Länder, dabei ist die
Rettungsleitstelle fast überall für die Koordination von
Rettungsdienst- und Feuerwehr-Einsätzen zuständig.Und für Sex ist in der Regel die eigene Hand zuständig. Je
anonymer Tarzan pfuscht, umso mehr kann er vertuschen.In manchen Gegenden (z. B. in NRW) hat jeder Kreis seine
eigene Leitstelle, anderswo (z. B. Rheinland-Pfalz) gibt es
landesweit nur 3 oder 4 Leitstellen.Und den Notarzt recherchierst du über die regionalen
Speicheldateien?Aufgabe der Leitstellen ist es
- Notrufe anzunehmen,
- zu entscheiden welche Einsatzkräfte alarmiert werden müssen,
- Rückmeldungen zu verarbeiten und ggf. weitere Einsatzkräfte
oder auch die Polizei zu alarmieren,- den Kontakt zur Bahn, zum E-Werk oder zum Gaswerk
herzustellen wenn nötig- bei Bedarf Rettungshubschrauber zuzuführen und einzuweisen,
- Einsatzablauf und Zeitabläufe zu koordinieren und zu
dokumentieren- Anmeldungen von Patienten in Krankenhäusern vorzubereiten
- spezielle Patientenvermittlung (Intensivstation, Stroke Unit
bei Apoplex, Schwerbrandverletzen-Station, etc.) vorzunehmen.Womit der Begriff Behinderung für Deutschland vollständig
definiert ist. Spezielle Patientenvermittlung meint
nicht nur das PsychKG, hoffe ich.Es liegt auf der Hand daß eine Leitstelle, die die Hälfte
eines Bundeslandes betreuen muß wenig Zeit und „Lust“ hat als
Telefonzentrale und Auskunftsstelle für den hausärztlichen
Notdienst zu fungieren. Außerdem sollte die 112 möglichst für
„echte“ Notrufe freigehalten werden und nicht durch Fragen
nach dem KV-Notdienst belegt werden.Bist du zu DDR-Zeiten schon mal im Osten gewesen? Du redest
wie ein gelernter Grenzer, aber nicht wie ein Vater.
Geschweige denn wie ein großer Bruder.NICHT zu den Aufgaben einer Leitstelle gehört daher die
Auskunft über den hausärztlichen Notdienst / KV-Notdienst oder
die Organisation von Erste Hilfe-Kursen.
Solche Anrufe laufen zwar auch immer wieder in Leitstellen
auf, gehören dort aber definitiv nicht hin. Der Bürger hat mit
der Leistelle nur dann persönlich zu tun wenn er über die 112
einen medizinischen Notfall, Unfall oder Feuer melden will.Womit auch das geklärt war.
Es mag sein daß es irgendwo auch ein Arrangement gibt nach dem
die Rettungsleitstelle zusätzlich Telefonzentrale für den
KV-Notdienst spielt. Das ist dann aber eine Sonderabsprache,
die eine Ausnahme darstellt.Es ist eine gewaltige Ressource, die umso wichtiger wird, je
weniger Zivis für dich springen, sobald ein Wehwehchen, das
dich tatsächlich interessiert, angekündigt wird.
Hi Charlotta,
es ging um die „Organisation“ der Aufgaben des
Rettungsdienstes durch Leitstellen in den einzelnen
Bundesländern der BRD. Mit Anonymität und Vertuschung hat dies
zunächst nichts zu tun.
doch. sobald du anrufst, ohne namen, job und nummer des gegenübers zu notieren und die information trotzdem weiterverwenden willst, spürst du das. so kriegst du nicht mal innerhalb der struktur einen zettel, auf dem steht, dass du da warst. der anteil des notdienst-personals mit namenschildern ist verschwindend gering. und wer bestätigt dir schon, dass du jemanden getroffen hast, den er nicht kennt.
Was Du weiter unten ansprichst, ist
das Problem, daß Geld bei der Personalbereitstellung
eingespart wird, und die sich daraus ergebenden Folgen für
Patienten.
was im einzelnen spart geld?
Grüße von Christine
Entschuldigen Sie die Störung, darf ich Sie…
Hallo Charlotta,
Durch diese Notrufdiskussion ist mir eine Frage wieder
eingefallen, die immer mal wieder aufkommt, wenn ich
Betrunkene, Alkoholiker in der Stadt umherirren sehe.
So anders sich der andere auch verhält, in seinen Handlungsablauf darfst du erst eingreifen, wenn er sich oder andere gefährdet. Und wenn du sein Selbstgefährdungsrisiko anders einschätzt als er, aber trotzdem Hilfe rufst, kann es sein, dass er die Kosten, die dir dadurch entstehen, nicht übernimmt. Alles andere ist in einer Demokratie außerhalb der Familie und außerhalb deines Arbeitsplatzes schwer umzusetzen.
Einen Betrunkenen kannst du als Notarzt erst als willensunfähig begrenzen, wenn er suizidal agiert oder bewußtlos wird. Selbst beim epileptischen Anfall hast du nur begrenzte Möglichkeiten, ihn „vor sich selbst“ zu schützen. Nicht umsonst wird der Tonus im Orgasmus oft mit eben diesem Zustand verglichen. Er friert weniger, als dir scheint. Dass er trotzdem schneller auskühlt als du, wird er dir kaum glauben.
Stimmt es, daß man unter Umständen Kosten für die
Krankenwagenanfahrt im Falle eines Notrufs selbst übernehmen
muß?
Sobald du DEINE Daten nennst, bist du nicht mehr anonym. Alkoholisierte sind ja selten misstrauisch. Vielleicht nennst du seine Daten. Das entspräche eurem Miteinander.
Ich nehme an, daß die Kostenregelung für solche Fälle
keine Ländersache ist, oder?
Hilflosigkeit ist ein unscharfer Begriff.
Als Beispiel: Was ist, wenn ein Betrunkener an der Straße
liegt, man über den Notruf Hilfe ruft, der Betrunkene sich
aber in der Zwischenzeit wegbewegt?
Dann hast du früher reagiert als er. Zeitnot streut.
Mir ist gesagt worden, daß
es besser wäre in solch einem Fall die Polizei anzurufen, da
man unter Umständen (siehe Bsp.) die Kosten sonst selbst
übernehmen müßte.
110- und 112-Kostenbilanzen 
Gruß.
Hallo Manor,
die meisten postings habe ich gelesen und ich wuensche Dir nur, dass Du nie in Irland in „A&E“ musst - Wartezeiten von 8 Stunden sind hier normal…
Ausserdem laeuft hier gerade eine Kampagne „Keep Accident & Emergency Departments free for the real emergencies“, denn z.B. selbst mit einem gebrochenen Kiefer 6 Stunden warten zu muessen ist nicht so toll.
Im UK soll’s etwas schneller gehen, in groesseren Staedten ist es wohl aehnlich chaotisch - Euch „jeht’s in Deutschland schon noch Jold“…
)
liebe Gruesse von der gruenen Insel,
Astrid
P.S.: *diegottseidanknochniesolangewartenmusste*
zeit ist geld
so,
jetzt weißt du, warum du fast ein drittel deines gehaltes in die weißkittelzone investiert hast. vielleicht wechselst du doch die versicherung, privatpatienten werden anders betreut.
herzlich,
Hallo Manor,
natürlich muss man in einer Notaufnahme immer mit langen Wartezeiten rechnen. Natürlich weiss einn Laie das nicht immer einzuschätzen.
Man meint die Damen imEmpfang lassen das Rezept aus dem PC, der zuständige Arzt unterscheibt und man ist raus.
Fast alle die auf dein Posting geantwortet haben sind pro
Krankenhauspersonal. Ich nicht, da nachweislich und leider ganz andere Situation erlebt habe.
Hier nur ein Fall:
Mit einem Beinbruch kam ich in´s KH. Wurde sofort operiert, darüber kann ich nicht klagen. Aber danach, kaum einmal war eine Kr.´schw. zu sehen. Alle „beschäftigt“ und voll im „Stress“…Irgend wann haben sie dann, wegen eines Zeitungsartikels bemerkt, daß ich Kartenlegerin bin. Von dem Tag an konnte ich mich vor Krankenschwestern nicht mehr retten. Sie hatten mit einmal mehr Zeit für mich als mir lieb war. Zum Teil waren 5 Schwestern in meinem Zimmer. Da habe ich mir viele Fragen gestellt… Es war ein lachen und scherzen, kein Stress keine Hektik!! Ich wurde wie eine Königin behandelt.
Also dein Gefühl hat dich nicht ganz betrogen. Vielleicht wollte dir dort wirklich einer zeigen, daß man so etwas nicht tut…
Achte künftig besser auf das was du tust. Dann kannst du vieles an Abhängikeiten vermeiden.
Viele Grüße von Sonja
Hallo Biggi,
wenn Du ein Drittel Deines Gehalts für die Krankenversicherung abdrücken mußt, dann wäre wirklich ein Wechsel dringend angesagt. Konkret: Wieviel zahlst Du denn jetzt wirklich im Moment? Zumal Du auf Jobsuche bist?
Hallo Manor und alle anderen,
ich bin nicht in einer gesetzlichen Krankenkasse (los, auf mich mit Gebrüll). Wem die - teilweise, das bestreite ich nicht - „schlechtere“ Behandlung als GKV-Patient nicht paßt, kann sich einfach helfen: Wechseln, wenn die Kohle dafür reicht und man sich die möglichen Konsequenzen gut durchdacht hat.
Es mag ungerecht erscheinen, daß PKV-Patienten „bevorzugt“ behandelt werden, und ich finde es auch völlig übertrieben, wenn es unterschiedlich ausgestattete Wartezimmer gibt. Was aber z.B. Chefarzt-Behandlung, Zweibettzimmer usw. angeht, finde ich, daß für mehr Geld (und das bekommen die Mediziner definitiv durch höhere Abrechnungssätze oder kürzere Wartezeit durch Rechnungsausgleich, die bei den GKV wohl bis zu einem halben Jahr dauern) auch andere Ansprüche gestellt werden dürfen. Bevor das Geheule losgeht: Damit meine ich definitiv NICHT eine schlechtere medizinische Versorgung, sondern eben solche Dinge wie Terminkoordinierung, Zeitaufwand usw., also das Drumherum.
Im übrigen stimme ich Malte zu: Im Supermarkt, wo ich an der Kasse stehe, ist für jeden ersichtlich, was läuft und daß es nach der Reihe geht. Aber da Gottseidank die medizinischen Behandlungen etwas diskreter ablaufen, kann niemand beurteilen, wie der organisatorische Ablauf effizient geregelt werden kann, also ob benötigte Gerätschaften eine bestimmte Terminierung erforderlich machen, ob ein bestimmter Arzt durch sein „Spezialgebiet“ sinnvollerweise die Behandlung übernehmen sollte und das auch koordinieren muß usw. Das hat mit der Krankenkasse mal gar nichts zu tun.
Wenn es um das Vorziehen stationierter Patienten geht, dann liegt es auf die Hand, daß sie einen Termin hatten. Und da hätte ich Dich, Manor, mal gern gesehen, wie Du an deren Stelle reagiert hättest, wenn Du hättest warten müssen, weil jemand anderes just fünf Minuten vor Dir auf der Bildfläche aufgetaucht wäre.
Richtiger wäre es, konkret in einer freien Stunde im Krankenhaus nachzufragen, wie es zu diesem Sachverhalt kam, anstatt hier - so muß ich es leider ausdrücken - nur zu erwarten, daß Dir hier alle beipflichten und aufs Krankenhaus schimpfen.
Ich weiß, daß ich mir mit meinen Ansichten zu GKV/PKV garantiert mehr Feinde als Freunde mache, aber Tatsache ist: Habe ich 50 Cent, kann ich mir nur eine Tafel Alpia kaufen, habe ich 1,50 €, ist eine Tafel Lindt drin. Hat das auch was mit Service zu tun? Ich denke nicht!
Ich selbst bekam vor ein paar Jahren eine Dreibettzimmer-Patientin zu mir ins Zweibettzimmer, in dem ich zufällig gerade allein lag, weil die „Dame“ die Station aufmischte: Wegen ihres Tinnitus könne sie es im Dreibettzimmer nicht aushalten. Wenn ich nun so auf meine Rechte pochen würde, wie manch einer es tut, dann hätte ich mich eigentlich fragen können, warum ich jeden Monat reichlich Kohle für Tagegeld- und Zusatzversicherung löhne, um mir den Komfort während eines stationären Aufenthalts leisten zu können, während andere es mit Dreistigkeit ohne diese Zusatzkosten genauso weit bringen. (Die Stationsschwester fragte mich, ob es mir sehr viel ausmache und wand sich wie ein Aal genau wegen dieser Argumentation - ich konnte so den Stationsfrieden retten. War aber auch nur für eine Nacht, weil sie die benötigten Voruntersuchungen verschlampt hatte und die OP nicht durchgeführt werden konnte.)
Lang die Rede, kurz der Sinn: Nicht immer ist alles so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht.
Gruß
mowei
Hi,
nein, das stimmt natürlich nicht! Brenzlig wird es nur dann wenn man vorsätzlich und wissentlich einen Fehlalarm auslöst.
Wenn man aber in guter Absicht handelt und sich nachher herausstellt daß der Einsatz nicht nötig gewesen wäre wird einem das selbstverständlich nicht in Rechnung gestellt.
Jedes andere Vorgehen wäre auch fatal.
Ich weiß auch nicht wieso sich die Sorge bzw. das Gerücht man könne haftbar gemacht werden so hartnäckig hält.
Ich habe in 10 Jahren Rettungsdienst nicht 1 Mal erlebt daß selbst bei einer noch so zweifelhaften Alarmierung wirklich jemand finanziell zur Verantwortung gezogen worden wäre. Ich denke auch daß man recht schnell merkt ob es jemand ernst gemeint hat oder sich - auch nach Maßstäben, die ein Laie ansetzen muß - so überaus doof angestellt hat daß man zu Recht nachfragt was das nun sollte.
Wenn jemand plausibel erklärt warum er sich Sorgen gemacht hat - und das ist ja in der von Dir gedachten Situation der Fall - und deswegen einen Notruf abgesetzt hat wird das immer auf Verständnis stossen und nie dazu führen daß der Melder haftbar gemacht wird.
Es wird im Gegenteil immer wieder gepredigt daß man lieber einmal zuviel als einmal zu wenig Hilfe rufen soll. Und das ist auch gut und richtig so.
Vergiß alle anderen Horrorgeschichten.
Schöne Grüße,
MecFleih
Aerzte - Warum Goetter in Weiss??
Hallo,
warum werden Aerzte staendig als Goetter in Weiss beschrieben? Ich fuer meinen Teil habe bisher keinen Arzt getroffen der wirklich ein Gott war, bisher waren alle richtige Menschen!
Koennen nicht auch Aerzten mal Fehler in dem Sinne unterlaufen dass sie einen Patienten zuerst drannehmen der spaeter ankam und dafuer den Patienten der frueher kam spaeter untersuchen?
Ich glaube auch Aerzte vergessen ab und zu etwas und wenn es um ein Rezept fuer die Pille danach geht kann ich das durchaus verstehen. Und wer sagt denn das der Arzt von vornherrein wusste weshalb Du da bist? Oft passiert es dass der arzt erst den Grund des Besuches erfaehrt wenn er den Patienten danach fragt.
Wer weiss denn schon wie lange der Arzt und auch die Schwester schon Dienst hatte? Nur weil es morgens 9:15 ist heisstd as noch lange nicht dass das Krankenhauspersonal erst vor einer Stunde den Dienst angetreten hat.
Ich schliesse mich den Vorpostern an und gebe Dir den Rat vorher die Pille zu nehmen, ein Kondom zu benutzen oder irgendeine andere Verhuetungsmethode zu benutzen. Dann kommst Du nicht in die Lage ins Krankenhaus fahren zu muessen um dann dort auch noch auf ein Rezept zu warten.
Was genau ein medizinischer Notfall ist hat Malte im uebrigen sehr schoen erklaert!
Gruss,
Stefanie
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hi …
Hier die offizielle Definition eines med. Notfalls:
Ein Notfall ist dann eingetreten, wenn eines oder mehrere der drei „Systeme“ Bewusstsein, Atmung, Kreißlauf ausgefallen sind oder auszufallen drohen.
Grüße
Jonas
Hi Biggi,
es ging um die „Organisation“ der Aufgaben des
Rettungsdienstes durch Leitstellen in den einzelnen
Bundesländern der BRD. Mit Anonymität und Vertuschung hat dies
zunächst nichts zu tun.doch. sobald du anrufst, ohne namen, job und nummer des
gegenübers zu notieren und die information trotzdem
weiterverwenden willst, spürst du das. so kriegst du nicht mal
innerhalb der struktur einen zettel, auf dem steht, dass du da
warst. der anteil des notdienst-personals mit namenschildern
ist verschwindend gering. und wer bestätigt dir schon, dass du
jemanden getroffen hast, den er nicht kennt.
Das Fazit wäre also, bei jedem Telefonat, den Namen des Gegenübers zu erfragen und zu notieren.
Was Du weiter unten ansprichst, ist
das Problem, daß Geld bei der Personalbereitstellung
eingespart wird, und die sich daraus ergebenden Folgen für
Patienten.was im einzelnen spart geld?
Warum wird Geld wie verteilt?
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Biggi,
Durch diese Notrufdiskussion ist mir eine Frage wieder
eingefallen, die immer mal wieder aufkommt, wenn ich
Betrunkene, Alkoholiker in der Stadt umherirren sehe.So anders sich der andere auch verhält, in seinen
Handlungsablauf darfst du erst eingreifen, wenn er sich oder
andere gefährdet. Und wenn du sein Selbstgefährdungsrisiko
anders einschätzt als er, aber trotzdem Hilfe rufst, kann es
sein, dass er die Kosten, die dir dadurch entstehen, nicht
übernimmt.
MecFleih hatte seiner Praxiserfahrung nach geschrieben, daß zunächst beim Eingehen eines Notrufs überprüft werden würde, ob es sich um einen Fake handelt, ob der Anrufer sich ernsthaft Sorgen macht, was demnach im Ermessen des Gegenübers liegt, der den Notruf entgegennimmt, und daß ihm kein Fall bekannt wäre, der als Notruf angenommen worden war, bei dem die entstandenen Kosten vom Anrufer selbst zu tragen gewesen wären. - Du bist anderer Meinung?
Alles andere ist in einer Demokratie außerhalb der
Familie und außerhalb deines Arbeitsplatzes schwer umzusetzen.
Einen Betrunkenen kannst du als Notarzt erst als
willensunfähig begrenzen, wenn er suizidal agiert oder
bewußtlos wird. Selbst beim epileptischen Anfall hast du nur
begrenzte Möglichkeiten, ihn „vor sich selbst“ zu schützen.
Nicht umsonst wird der Tonus im Orgasmus oft mit eben diesem
Zustand verglichen. Er friert weniger, als dir scheint. Dass
er trotzdem schneller auskühlt als du, wird er dir kaum
glauben.
Stimmt es, daß man unter Umständen Kosten für die
Krankenwagenanfahrt im Falle eines Notrufs selbst übernehmen
muß?Sobald du DEINE Daten nennst, bist du nicht mehr anonym.
Alkoholisierte sind ja selten misstrauisch. Vielleicht nennst
du seine Daten. Das entspräche eurem Miteinander.
Danke für den Tip!
Ich nehme an, daß die Kostenregelung für solche Fälle
keine Ländersache ist, oder?Hilflosigkeit ist ein unscharfer Begriff.
Der war gut, Biggi!
Deshalb aber ja auch meine Nachfrage zur Kostenregelung im Allgemeinen!
Als Beispiel: Was ist, wenn ein Betrunkener an der Straße
liegt, man über den Notruf Hilfe ruft, der Betrunkene sich
aber in der Zwischenzeit wegbewegt?Dann hast du früher reagiert als er. Zeitnot streut.
Mir ist gesagt worden, daß
es besser wäre in solch einem Fall die Polizei anzurufen, da
man unter Umständen (siehe Bsp.) die Kosten sonst selbst
übernehmen müßte.110- und 112-Kostenbilanzen
Gruß.
Ich habe mal die Polizei angerufen, weil ein Betrunkener auf dem Boden lag. Jemand anders hat ihn „wachgerüttelt“. Der Betrunkene ist dann weggetaumelt, woraufhin ich noch mal bei der Polizei angerufen habe. Die war, obwohl die Polizeistation in der Nähe lag, innerhalb von ca. 45 min nicht gekommen und die Beamten meinten, als ich gesagt habe, daß sie nicht mehr zu kommen bräuchten, daß sie trotzdem noch kommen wollten… Wann und wozu denn?..
Grüße von Charlotta