Notfall! bitte schnell eine antwort

guten abend

meine freundun leidet seid einem jahr unter starken berührungsängsten in gewissen
situationen.

heute war es so, dass wieder mal ne heftige situaion war und sie rannte dann
davon und kam verstört zurück.

jetzt hat sie krämpfe und kann NICHT mehr sprechen. sie schreibt mir alles auf.
also eine sprachblokade. ihre angst ist, dass sie nicht mehr sprechen kann
sofort. und auch die krämpfe.

ein arzt kommt im moment nicht in frage. was kann man gegen die blockade tun?

werden dann aber in der nächsten zeit mit psychologen kontakt aufnehmen für
behandlung.,

Hallo Modoni,

wenn Krämpfe im Spiel sind, kontaktiere bitte sofort den psychiatrischen Notdienst bzw. den Kriseninterventionsdienst (die Nummern findest Du im Telefonbuch bzw. bekommst sie bei der Auskunft) oder - wenn es in Deiner Stadt keinen gibt - das nächste psychiatrische Krankenhaus (laß Dich mit dem diensthabenden Arzt verbinden) und schildere dort die Situation. Wenn es nicht geht, muß der Notarzt ran. Krämpfe sind kein Spaß.

Bis dahin kannst Du es vorsichtig mit Entspannungsübungen oder - wenn sie es zuläßt - einer Rückenmassage mit warmen Öl versuchen; eventuell auch mit einem warmen Bad (Achtung! Wenn sie krampft, die Wanne nicht voll machen und auf gar keinen Fall allein lassen!!!). Frag Deine Freundin auch, was ihr im Augenblick am angenehmsten wäre - bloß nichts auf Teufel komm raus versuchen…

Beste Grüße

Tessa

salut modoni,

ich hab wenig ahnung wo hilfe geholt werden kann in der schweiz, aber wenn sie reden will/kann/mag oder EBEN AUCH NICHT ! „die dargebotene hand“ war auch mir schon eine hilfe! ohne dass ich wusste was sagen / fragen.

ok, sind z.t. keine profis… kannste ihr mal vorschlagen.

ansonsten ists schwierig jemanden der nicht will zu reden zu bringen.

schreiben kann sie dir, einem therapeuten, und auch uns (gemeint hier die leute bei www z.b. auch ich chat da ist auch schreiben …) sonst mail wir (die meisten wir die hier antworten sicher sind für sie da).

leider kann ich nicht viel sagen…

BA

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RTW rufen!
Guten Morgen Modoni,

Zuallererst:
Ich rate Dir folgendes - und alle anderslautenden Ratschläge sind hier auch nicht angebracht: Verbringe die Patientin zu einem Arzt, so schnell wie möglich, denn Krämpfe und Aphasien sind Hinweise auf neurologische Ausfälle. Aus diesem Grunde solltest Du Dich möglichst beeilen, ich empfehle ggf. einen Rettungswagen zu rufen.

Des Weiteren muss ich Dir leider sagen, dass eine Art „Feuerwehr“ in diesem Forum nicht möglich sein wird - vor allem, da Ferndiagnosen und Onlineberatungen keinen Ersatz für eine diagnostische Begutachtung darstellen können.

Gerade in dem von Dir geschilderten Fall können durch die Angaben nur sehr schwer bestimmte Störungs- oder Krankheitsbilder als in Frage kommend eingegrenzt werden.

Du schreibst von Krämpfen und berichtest, dass die Patientin nicht in der Lage ist, zu sprechen - dies kann alles Mögliche sein und muss nicht in jedem Fall auf eine psychische Störung hinweisen, sondern deutet soger zunächst auf eine möglicherweise schwere neurologische Erkrankung hin.

Ich fürchte, die Patientin kommt um einen Besuch bei einem Arzt nicht herum - denn auch ein Psychotherapeut wird sie zunächst zu einem Arzt schicken, der klärt, ob es sich nicht um eine medizinische Erkrankung handelt - denn die kann natürlich nicht durch Psychotherapie behandelt werden.

Viele Grüße und Gute Besserung an die Patientin,
Der Captain

Hallo Captain,

auch wenn wir beide wissen, daß in einem solchen Fall ‚RTW anrufen‘ das übliche Procedere sein sollte: was tust Du, wenn Dir das Mädel aufschreibt - ist ja wohl in dem Moment die einzige Verständigungsmöglichkeit gewesen - ‚ich will keinen Arzt‘. Du kannst sie ja nicht zwangseinweisen lassen, wenn sie sich verständigen kann und von den Krämpfen wissen wir ja auch nicht viel - es können genauso gut hysterische Spasmen gewesen sein. Modoni hat ja nichts Genaues zu den Krämpfen geschrieben; nur daß es keine ‚Premiere‘ war…

Was meinst Du?

Beste Grüße

Tessa

PS.
Ich finde es ohnehin eigenartig, daß sich jemand um halb zwei Uhr morgens bei w-w-w anmeldet, um dringend und in einem Notfall Hilfe für seine krampfende Freundin zu suchen…

Hi Tessa,

was tust Du, wenn
Dir das Mädel aufschreibt - ist ja wohl in dem Moment die
einzige Verständigungsmöglichkeit gewesen - ‚ich will keinen
Arzt‘.

Trotzdem den RTW rufen.

Du kannst sie ja nicht zwangseinweisen lassen, wenn sie
sich verständigen kann

Naja… Könnte man schon (Selbstgefährdung?). Aber davon ab: „Zwangseinweisung“ und „gegen den Willen einer ärztlichen Behandlung zuführen“ sind AFAIK zwei Paar Schuhe. Letzteres ist recht leicht.

und von den Krämpfen wissen wir ja auch
nicht viel - es können genauso gut hysterische Spasmen gewesen
sein. Modoni hat ja nichts Genaues zu den Krämpfen
geschrieben; nur daß es keine ‚Premiere‘ war…

Lies nochmal genau - die Krämpfe schienen schon Premiere gewesen zu sein.

Ich finde es ohnehin eigenartig, daß sich jemand um halb zwei
Uhr morgens bei w-w-w anmeldet, um dringend und in einem
Notfall Hilfe für seine krampfende Freundin zu suchen…

Das ohnehin.

Gruß,

Malte.

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Hilfe im Netz [halb off topic]
Hallo Tessa,

Ich finde es ohnehin eigenartig, daß sich jemand um halb zwei Uhr morgens bei w-w-w anmeldet, um dringend und in einem Notfall Hilfe für seine krampfende Freundin zu suchen…

naja, die Ausgangssitution hat Modoni ja schon vor ein paar Tagen geschildert: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarticl…

Das Internet ist heute manchem in doppeltem Sinne vertrauter als die Örtlichen Gelben Seiten. Gleichzeitig anonym und doch persönlich. Wie dem auch sei, müßig, darüber zu spekulieren - die etwas fragen/die verdienen Antwort.

Viele Grüße
Diana

heftige situaion
guten abend

meine freundun leidet seid einem jahr unter starken
berührungsängsten in gewissen
situationen.

heute war es so, dass wieder mal ne war und
sie rannte dann
davon und kam verstört zurück.

jetzt hat sie krämpfe und kann NICHT mehr sprechen. sie
schreibt mir alles auf.
also eine sprachblokade. ihre angst ist, dass sie nicht mehr
sprechen kann
sofort. und auch die krämpfe.

offensichtlich eine begründete befürchtung. mit schreiben nimmt sie tempo aus der situation, stabilisiert sich aber noch nicht gegen trigger. wenn die per gefäßspasmus einengendes beschleunigen, ist der auch situativ bildgebend. allerdings ist die diagnostik dann eine zusatzbelastung, die ihr entscheidungsspielräume nimmt: dann wird über sie geredet und mit ihr gemacht. das kann traumatisieren.

ein arzt kommt im moment nicht in frage.

ist das psychotrauma, durch das du díe veränderung provozierst, denn so massiv und der stoffwechsel so ausgeglichen, dass du einen arzt als hilfe situativ ausschließen kannst?

was kann man gegen
die blockade tun?

zeitlupe leben. nähe geben, ohne einzuengen. herzliche wärme. konfliktarme, hoffnungsgebende distanz.

werden dann aber in der nächsten zeit mit psychologen kontakt
aufnehmen für
behandlung.,

monarchoider plural, grusel. knuddel,

liebe grüße

soap
Hallo krampf,

warum muss ich grad an das vertuschen einer stattgehabten vergewaltigung durch den täter denken? mir wird elend. das kommt mir irgendwie vertraut vor. hoffentlich verwechsle ich da was, grusel.

cu

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