ich habe immer einen Notfallausweis bei mir, welcher nur relevant ist, wenn ich einen Unfall habe und Blut benoetige.
Mich interessiert, ob im Falle eines Unfalles bei dem ich bewusstlos bin die Ambulanz/Aerzte entweder bei meinem Hausarzt nachfragen ob es etwas gibt, das sie wissen muessen wenn ich Blut benoetige oder ob jemand am Unfallort nach einem eventuellen Notfallausweis meine Sachen durchsucht. Oder gibt es eine zentrale Datenbank auf die die Krankenhaeuser Zugriff haben und die solche Daten ueber uns alle enthalten?
ob jemand am Unfallort nach einem
eventuellen Notfallausweis meine Sachen durchsucht.
Das wäre sinnlos und wird - jedenfalls im Hinblick auf die Blutgruppe - nicht praktiziert. Denn die Angabe z. B. einer Blutgruppe in irgendeinem gefundenen Notfallausweis hätte keinerlei therapeutische Konsequenz. Niemand würde dir eine Blutkonserve infundieren, ohne vorher eine „Kreuzprobe“ gemacht zu haben. Am Unfallort stehen ohnehin keine Blutkonserven zur Verfügung - und eine falsche hätte fatale Folgen.
Es geht schon damit los: Wer sollte denn (auf Leben und Tod) die Annahme verantworten, dass ein eventuell gefundener Notfallausweis auch wirklich deiner ist? Reine Vermutungen sind in der Notfallmedizin völlig inakzeptabel.
Hallo Kris !
Wenn jeman bewußtlos aufgefunden wird, so holen sich die Rettungskräfte (Polizei, Sanitäter oder Ärzte) Informationen
von Angehörigen bzw. Zeugen vor Ort. Zusätzlich werden in aller
Regel auch sämtliche Taschen und Kleidungsstücke nach Ausweispapieren
durchsucht, damit die Personalien festgestellt werden können. Dabei werden dann auch Organspende- und Notfallausweis gefunden, wenn der
Patient diese bei sich trägt.
Ein Notfallausweis mit Angabe der Blutgruppe ist dann auch eine feine
Sache, aber nicht unbedingt zwingend erforderlich. Denn Blut der
Gruppe „0-Rhesus negativ“ kann im absoluten Notfall jeder Person problemlos gegeben werden. Oftmals hat man im klinischen Alltag aber
doch noch genug Zeit, die Blutgruppe zu bestimmen und verträgliche Blutkonserven mittels Kreuzprobe herauszusuchen.
Eine zentrale Datenbank gibt es meines Wissens nicht, allerdings speichern Kliniken die Blutgruppen von Patienten, die sie selbst mal bestimmt haben über viele Jahre.
eine Freundin war schwer Asthmakrank und allergisch gegen Schmerzmittel. Sie hatte immer einen Allergiepaß bei sich und auch entsprechende Medikamente.
Sie ist in der WG zusammengebrochen, der Notarzt hat ihr ??? gespritzt. Sie ist dann an einem anphylaktischen Schock gestorben.
Ich vermute, dass der Notarzt die Situation als so bedrohlich einschätzte, dass eben keine Zeit mehr war um irgendwelche Infos zu finden. Dann lieber „Das hilft fast immer!“, als garnichts machen.
Man kann dem Notarzt wohl keinen Vorwurf machen, die Situation ist auch nie wirklich geklärt worden.
Ich hatte schon gehofft, dass ich meinen Notfallausweis nicht umsonst mitschleppe! Um die Blutgruppe geht es nicht, ich habe einen seltenen Gendefekt. Das ergibt sich aber nur aus dem Notfallausweis (kann nicht schnell mal getestet werden) und ich habe mich gefragt, wie hoch die Chancen stehen, dass der ueberhaupt gefunden wird.
Sie ist in der WG zusammengebrochen, der Notarzt hat ihr ???
gespritzt. Sie ist dann an einem anphylaktischen Schock
gestorben.
Ich vermute, dass der Notarzt die Situation als so bedrohlich
einschätzte, dass eben keine Zeit mehr war um irgendwelche
Infos zu finden. Dann lieber „Das hilft fast immer!“, als
garnichts machen.
Hallo Volker!
Genau so ist es… und Respekt vor deiner Einstellung dazu! Da habe ich in meiner Rettungsdienstzeit schon ganz andere Kommentare zu hören bekommen.
Bei einer Medikamentengabe in Notfallsituationen ist das Risiko einer Unverträglichkeit sehr gering und wird deshalb auch eingegangen. Bei der Gabe einer Blutkonserve dagegen beträgt das Risiko eins zu . Das wäre unverantwortlich.
Abgesehen davon stehen am Notfallort niemals Blutkonserven zur Verfügung.
Ich wünsche dir noch einen schönen Tag!
das hier finde ich für den Zweck recht sinnvoll: wenn Du selbst von Deinem Handy (oder ein anderer von Deinem Handy) den Notruf absetzt, kannst Du übers Handy a) geortet werden und b) auch Deine eventuellen Daten hinterlegen. Die Leitstelle gibt diese dann auch an den Notarzt weiter.