Hallo.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich mit meiner Frage im richtigen Forum bin, sollte dies nicht der Fall sein, bitte ich vorab um Entschuldigung.wüßte aber nicht , wo ich die Frage sonst noch stellen könnte.
Habe heute meine Nachbarin, Witwe, mit sehr geringer Rente ,( keine Sozialhilfe ) zum ärztlichen Notdienst gebracht, wegen großen Abszesses in der Achsel.Der behandelte Arzt hat einen Verband mit Ilon Abzesssalbe gemacht. Weiterhin soll die Frau 2 -3 mal täglich neuen Verband anlegen, ( mit dieser Salbe).Dies soll mehrere Tage andauern, bis der Abzess vollständig entleert ist. Am Mittwoch soll sie dann zu ihrem Hausarzt gehen, zur Kontrolle und Weiterbehandlung( wenn entleert) mit Beta-Salbe. Auf die Frage, ob sie keine Salbe und Verbandsmaterial verschrieben bekommt, sagte der Arzt, daß dies die Kassen nicht mehr bezahlen.Meine Frage: Wird in so einem Fall, wo die Salbe doch notwendig ist, und es keine Alternative gibt dies nicht bezahlt ? Oder soll die Dame warten, bis es so schlimm ist, daß es operiert werden muß? Schade ist, daß der Hausarzt auch leider nicht am Ort wohnt, sonst hätte ich gesagt, sie soll doch zum Verbinden jedes mal dort hin gehen. 2 - 3 mal am Tag 16 km dort hin fahren ist auch nicht billiger.
Mich würde interessieren, ob wir schon so weit sind, daß ein notwendiges Medikament wenn ich nicht zahlen kann, verweigert wird.
MFG
Josef
Hallo,
nein, soweit sind wir noch nicht: Die Verbandsstoffe sind verschreibungs- und erstattungsfähig. Die Salbe selbst ist frei verkäuflich und kann (am besten vorher nachfragen) von der Kasse übernommen werden.
Gruß,
Manticor
Guten Tag,Danke für die schnelle präzise Antwort. Hab es so an die Dame weitergegeben. Sie hat mit der Kasse telefoniert. Das mit dem Verbandsmaterial geht klar. Die Salbe wird aber nicht erstattet, da frei verkäuflich. Ich verstehe nur nicht, was es ausmacht, ob es frei verkäuflich ist oder nicht. Die Salbe wird zur Behandlung gebraucht. Ohne diese Salbe geht es nicht.So sollte doch m.E die Kasse auch zahlen. Ich habe auch so ein Problem. Brauche vom Augenarzt Tropfen gegen Allergie. Arzt verschreibt sie aber nicht. Anruf bei der Kasse. Kann verschrieben werden. Arzt lehnt aber ab, da sein Budget für das Quartal schon ausgeschöpft ist. Bei 3 weiteren Augenärzten angefragt, keiner verschreibt mehr die Tropfen. Was bleibt: selbst zahlen oder mit geschwollenen Augen -rum-laufen. Dafür habe ich 50 Jahre eingezahlt.
Nochmals Danke, für deine Antwort
MFG
Josef
Tja, Augentropfen ist ein klassisches Beispiel. Aufgrund einer Erkrankung mit Folge „trockene Augen“ muss ich dauerhaft tropfen - mit guten und teuren Tropfen. Kosten mich gut 10 € jeden Monat.