Notwendige Untersuchungen während der Schwangersch

Hallo,

welche Untersuchungen sind auf jeden Fall in einer Schwangerschaft anzuraten?

Ist z. B. die Untersuchung notwendig, ob das Kind unter dem Down-Syndrom leidet, wenn es weder in der Verwandtschaft der Frau noch in der Verwandtschaft des Mannes jemand darunter leidet?

…???

Bitte um eure Antworten.

Vielen Dank im Voraus.

Schöne Grüße

Marcel

Wir hatten diese Entscheidung vor gut einem Monat zu treffen. Wir haben es nicht gemacht - sie ist nicht notwendig. ABer natürlich kann man sie machen lassen. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass wenn etwas auf das Downsyndrom schliessen lässt eine weiterführende Untersuchung genau das Gegenteil beweist. Ob der Unzuverlässigkeit der Untersuchung würde ich mir sehr genau überlegen einen evtl. Stress der werdenden Mutter anzutun.

Im übrigen sollte man sich klar darüber sein, was man aus dem Ergebnis der Untersuchung schliesst. Abtreibung? Entscheide ich mich auch für ein krankes Kind?

Grüße
Jesch

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Hi Marcel -

es wäre hilfreich wenn Du sagen könntest um welche Untersuchung es geht…
Ein Bluttest (Tripelteslt) oder die Fruchtwassser bzw. Chorionzottenuntersuchung.

Bei Trisomie ist übrigens eher das Alter der Mutter einer der entscheidenden Faktoren pro oder contra Fruchtwasseruntersuchung.

Viele Grüße
Sue

Hallo,

bin ja selber schwanger und 29 Jahre alt! Bei mir wurde die Nackenfalte auf dem Ultraschall kontrolliert, sonst nichts! Habe aber auch schon einen gesunden Sohn und in dem Alter wird wohl auch nicht mehr gemacht!

Habe am Anfang ganz normal Blut untersucht bekommen, ist beim nächsten Termin wieder fällig (bin jetzt in der 24. Woche)!

Einen Zucker-Belastungstest (glaube hieß so) habe ich noch gemacht, da muss man so schrecklich süßes Zeug trinken und eine Stunde warten wie der Zucker dann ist!

Wie alt ist denn deine Frau/Freundin?

Gruß Ines

Untersuchungen (achtung lang)
Hallo auch :smile:

Du hast ja schon einige gute Antworten bekommen, jetzt geb ich auch noch meinen Senf dazu :smile:

Vor zwei Wochen ist unser quietschgesunder Sohn auf die Welt gekommen, und da ich „nicht mehr die Jüngste“ bin, wurde ich in der Schwangerschaft sehr verunsichert mit all diesen schönen Untersuchungen. Es ist gar nicht so einfach zu entscheiden, welche Untersuchungen nun sinnvoll sind und welche nicht. Das hängt auch immer von den Eltern ab.

Auf jeden Fall finde ich es sinnvoll, gleich am Anfang einen Toxoplasmosetest machen zu lassen, um zu prüfen, ob Immunität gegen Toxoplasmose gegeben ist.

Weil mein Freund unsicher war wegen etwaiger Behinderungen des Kindes hab ich mich zu einer Nackenfaltentransparenzmessung inkl. Serumstest entschieden. Bei dem Serumstest kam ein schlechter Hormonwert raus, der eventuell auf eine Trisomie 21 hätte deuten können. Und schon steckten wir mitten drin im Horror der Pränataldiagnostik. Es handelt sich nämlich bei den meisten dieser Untersuchungen (Nackenfalte, Tripletest etc.) nicht um diagnostische Untersuchungen, es handelt sich um Werte, die mit anderen Werten statistisch verglichen werden, um wiederum ein statistisches Risiko darzustellen, nicht aber - wie gesagt - eine Diagnose. Will heißen, die Werte können schlecht sein, das Kind aber gesund, oder auch anders herum, die Werte können top sein, das Kind aber nicht gesund. Einmal in diese Maschinerie reingeraten, wurde ich dann gleich ein paar Wochen später zum feindiagnostischen Ultraschall zitiert, wo wiederum sogenannte Softmarker (ein kleiner Kalkleck am Herzchen und ein an diesem Tag nicht so gut gefüllter Magen) für Trisomie 21 für höchste Unruhe sorgten. Dann sollte es gleich weitergehen zur Fruchtwasseruntersuchung, aber das hab ich dann nicht mehr mitgemacht. Ich bekam dafür aber Sprüche zu hören von meiner Frauenärztin, das Kind könne ja dennoch mit einer kleinen Chance ganz gesund sein. Mir hat das viel von meiner großen Freude an der Schwangerschaft genommen, und ich brauchte lange Zeit, um die große Angst abzubauen. Ich würde diese Untersuchungen nie wieder machen lassen.

Es wird einem vorgegaukelt, dass auch diese Untersuchungen schon Aufschluss über etwaige Erkrankungen geben können, und das ist nicht richtig. Dies kann nur über Fruchtwasseruntersuchung oder aber über die Chorionzottenbiopsie geschehen, welche nicht ganz ungefährlich sind. Auch entsteht der Trugschluss, dass diese Untersuchungen quasi ausschließen, ein erkranktes Kind auf die Welt zu bringen. Tatsächlich können aber die meisten Schädigungen eines Kindes überhaupt auf diese Weise gar nicht erkannt werden. Es wird so dargestellt, als wenn die Trisomien fast die einzigen schlimmen Erkrankungen sind, die einem Kind drohen können. Es wird auch so dargestellt, dass die Ergebnisse einer Fruchtwasseruntersuchung absolut sicher sind, was ebenfalls nicht der Fall ist.

Ganz abraten würde ich auf jeden Fall davon, Nackenfaltenmessung oder Feindiagnostik vornehmen zu lassen, weil da zwar „nichts sein wird, aber das ja so schönes Baby-TV ist“. Dann ist nämlich der Schock groß, wenn doch Auffälligkeiten gefunden werden.

Wie auch schon ein Vorschreiber schrieb, man sollte sich wirklich im Vorwege klar sein, wie die Konsequenzen einer solchen Untersuchung aussehen würden. Eine Fruchtwasseruntersuchung wird z.B. meist erst in der weiter fortgeschrittenen Schwangerschaft vorgenommen. Es gibt einen Schnelltest, bei dem das Ergebnis nach ein bis zwei Tagen vorliegt, der ist aber nicht so zuverlässig. Sonst wartet man einige Wochen, so dass die Schwangerschaft noch weiter ist. Man kann in diesem Stadium dann nicht mehr von einer Abtreibung des Fötus sprechen. Es wird vielmehr eine fast normale Geburt eingeleitet, nur dass das eventuell behinderte Kind schon im Mutterleib getötet wird. Dies kann eine enorme Belastung der Eltern darstellen.

Ich möcht hiermit keinen moralischen Zeigefinger erheben, das waren nur Erfahrungen, die ich für mich gemacht habe. Da bei mir ansonsten keine Auffälligkeiten waren, bin ich außer den geschilderten Dramen mit den vorgeschriebenen drei Ultraschall-Untersuchungen und einer Vorsorge, bei der sich Hebamme und Ärztin abwechselten, dann insgesamt besser gefahren.

Ich wünsch Euch jedenfalls eine schöne Schwangerschaft!

Liebe Grüße
Rosa :smile:

Hallo,

welche Untersuchungen sind auf jeden Fall in einer
Schwangerschaft anzuraten?

Ist z. B. die Untersuchung notwendig, ob das Kind unter dem
Down-Syndrom leidet, wenn es weder in der Verwandtschaft der
Frau noch in der Verwandtschaft des Mannes jemand darunter
leidet?

Die Beantwortung ist einfach.

Im Falle der Feststellung z.B. eines Down-Syndroms beim heranwachsenden Kind wäre es möglich, dem Leben des Kindes bereits JETZT ein Ende zu setzen.

Wer sich mit dem Gedanken, sein eigen Fleisch und Blut umbringen zu lassen, eher abfinden kann als mit dem Gedanken, sein evtl. behindertes Kind zu lieben und zu versorgen, der wird die entsprechende Entscheidung treffen.

So einfach und so schwer ist das mit der Notwendigkeit der Untersuchungen.

Ich habe lediglich die Ultraschalluntersuchungen, Blut- und Urinuntersuchungen bei mir gestattet, obgleich ich zu den so genannten „Spätgebärenden“ zählte.

Meine Kinder sind glücklicherweise gesund, aber ich hätte auch den anderen „Fall“ akzeptiert.

Vergessen sollte man auch nicht, dass sich Ärzte nicht selten auch IRREN können!

Man sollte vielleicht nach seinem „Bauchgefühl“ gehen. Niemand würde es als gesundheitsfördernd ansehen, eine Fruchtwasserbiopsie durchführen zu lassen, wenn die Gefahr dabei besteht, dass die lange Nadel das Kind verletzen kann. Die Gefahr ist einfach da, ob man sie nun als gering beurteilt oder nicht. Sie ist da und damit auch die Gefahr, eine Fehlgeburt zu erleiden.

Es ist meiner Meinung nach auch nicht normal, dass man die schützende Hülle des Kindes, die Fruchtblase, einfach mit einer riesengroßen Nadel zersticht. Die moderne Medizin ist nicht immer ein Segen…

Von der Nackenfaltenmessung des Kindes halte ich auch nichts, denn ich bin der Meinung, dass man auf dem Ultraschallbild ausreichend erkennen kann, ob beim Kind diesbezüglich etwas vorliegt oder nicht. Dazu muss man nicht einmal Fachmann sein. Man muss nur die Augen offen halten und sich vorher etwas sachkundig gemacht haben.

Auch diese Zuckeruntersuchung ließ ich nicht durchführen, obwohl sie mir soooo dringend ans Herz gelegt wurde. Ich war während der ganzen Zeit der Schwangerschaft kerngesund, alle Werte waren bestens, in der Familie gab es nie Zucker, also hielt ich diesen Test für überflüssig, was er letztlich ja auch war.

Man muss eben selbst mitdenken und überlegen, wo für einen persönlich Risiken bestehen und wo eben nicht. Das kann man selbst oft besser einschätzen als der Arzt, der einen gerade mal nur von den paar wenigen Terminen „kennt“.

Wenn man sich dann noch kurze Zeit vor dem Entbindungstermin von seiner Hebamme regelmäßig die Wehentätigkeit messen lässt, dann ist man bestimmt ausreichend versorgt. Man muss es ja nicht übertreiben. Schließlich ist man als werdende Mutter kein Patient!

Selbstverständlich ist nicht zu vergessen, dass man, wenn man viel Eigenverantwortung übernehmen will, natürlich auch sehr auf sich achten muss, was Ernährung betrifft, ausreichenden Schlaf, Verzicht auf Alkohol, Zigaretten sowieso. Dann minimiert man von vornherein die Risiken. NOCH besser, wenn man bereits vor der Schwangerschaft ein gesundes Leben geführt hat, so gesund, wie es in dieser Welt eben noch möglich ist…