Hallo,
welche Untersuchungen sind auf jeden Fall in einer
Schwangerschaft anzuraten?
Ist z. B. die Untersuchung notwendig, ob das Kind unter dem
Down-Syndrom leidet, wenn es weder in der Verwandtschaft der
Frau noch in der Verwandtschaft des Mannes jemand darunter
leidet?
Die Beantwortung ist einfach.
Im Falle der Feststellung z.B. eines Down-Syndroms beim heranwachsenden Kind wäre es möglich, dem Leben des Kindes bereits JETZT ein Ende zu setzen.
Wer sich mit dem Gedanken, sein eigen Fleisch und Blut umbringen zu lassen, eher abfinden kann als mit dem Gedanken, sein evtl. behindertes Kind zu lieben und zu versorgen, der wird die entsprechende Entscheidung treffen.
So einfach und so schwer ist das mit der Notwendigkeit der Untersuchungen.
Ich habe lediglich die Ultraschalluntersuchungen, Blut- und Urinuntersuchungen bei mir gestattet, obgleich ich zu den so genannten „Spätgebärenden“ zählte.
Meine Kinder sind glücklicherweise gesund, aber ich hätte auch den anderen „Fall“ akzeptiert.
Vergessen sollte man auch nicht, dass sich Ärzte nicht selten auch IRREN können!
Man sollte vielleicht nach seinem „Bauchgefühl“ gehen. Niemand würde es als gesundheitsfördernd ansehen, eine Fruchtwasserbiopsie durchführen zu lassen, wenn die Gefahr dabei besteht, dass die lange Nadel das Kind verletzen kann. Die Gefahr ist einfach da, ob man sie nun als gering beurteilt oder nicht. Sie ist da und damit auch die Gefahr, eine Fehlgeburt zu erleiden.
Es ist meiner Meinung nach auch nicht normal, dass man die schützende Hülle des Kindes, die Fruchtblase, einfach mit einer riesengroßen Nadel zersticht. Die moderne Medizin ist nicht immer ein Segen…
Von der Nackenfaltenmessung des Kindes halte ich auch nichts, denn ich bin der Meinung, dass man auf dem Ultraschallbild ausreichend erkennen kann, ob beim Kind diesbezüglich etwas vorliegt oder nicht. Dazu muss man nicht einmal Fachmann sein. Man muss nur die Augen offen halten und sich vorher etwas sachkundig gemacht haben.
Auch diese Zuckeruntersuchung ließ ich nicht durchführen, obwohl sie mir soooo dringend ans Herz gelegt wurde. Ich war während der ganzen Zeit der Schwangerschaft kerngesund, alle Werte waren bestens, in der Familie gab es nie Zucker, also hielt ich diesen Test für überflüssig, was er letztlich ja auch war.
Man muss eben selbst mitdenken und überlegen, wo für einen persönlich Risiken bestehen und wo eben nicht. Das kann man selbst oft besser einschätzen als der Arzt, der einen gerade mal nur von den paar wenigen Terminen „kennt“.
Wenn man sich dann noch kurze Zeit vor dem Entbindungstermin von seiner Hebamme regelmäßig die Wehentätigkeit messen lässt, dann ist man bestimmt ausreichend versorgt. Man muss es ja nicht übertreiben. Schließlich ist man als werdende Mutter kein Patient!
Selbstverständlich ist nicht zu vergessen, dass man, wenn man viel Eigenverantwortung übernehmen will, natürlich auch sehr auf sich achten muss, was Ernährung betrifft, ausreichenden Schlaf, Verzicht auf Alkohol, Zigaretten sowieso. Dann minimiert man von vornherein die Risiken. NOCH besser, wenn man bereits vor der Schwangerschaft ein gesundes Leben geführt hat, so gesund, wie es in dieser Welt eben noch möglich ist…