Novell + Telnet = langsam ?

Moin

Ich versuche rauszufinden wieso telnet in einem bestimmten Netzwerk sehr langsam läuft. Anhaltspunkte gibt’s reichlich (Mehrere 8-Port Hub’s, 10Mb/s, 300MHz-Rechner,…) aber irgendwie scheint mir doch der Punkt „Novell“ das Kernproblem zu sein:

ping liegt quer durch’s Netz bei 30 ms. Nicht gut, aber erträglich.

Die Reaktionszeit von Telnet liegt bei 5000 ms. D.h. es dauert 5 Sekunden bis ein Tastendruck umgesetzt wird. Erstaunlicherweise ist es dabei völlig egal ob der Tastendruck „nur“ einen Buchstaben auf dem Schirm erscheinen lässt oder ob der ganze Schirm umgebaut wird.

Mein Verdacht: Novell blockiert/verzögert zu kurze TCP-Packete. D.h. der Tastendruck geht nicht sofort auf’s Netzwerk raus.

Kann das stimmen ? Kann man das abstellen ?

Ausserhalb des Novell-Netzwerks läuft der Telnetserver und client auf der gleichen Hardware problemlos.

Danke.

Moin,

Ich versuche rauszufinden wieso telnet in einem bestimmten
Netzwerk sehr langsam läuft. Anhaltspunkte gibt’s reichlich
(Mehrere 8-Port Hub’s, 10Mb/s, 300MHz-Rechner,…) aber
irgendwie scheint mir doch der Punkt „Novell“ das Kernproblem
zu sein:

Junge, junge. Was hast du denn ausgefressen, dass man dich so drakonisch bestraft.

ping liegt quer durch’s Netz bei 30 ms. Nicht gut, aber
erträglich.

Nee du. Im 3. Jahrtausend n. Chr. muss das schneller gehen.

Die Reaktionszeit von Telnet liegt bei 5000 ms. D.h. es dauert
5 Sekunden bis ein Tastendruck umgesetzt wird.

Zu Fred Feuersteins Zeiten ging der Datentransport per gemeisselter Steinplatte schneller.

Erstaunlicherweise ist es dabei völlig egal ob der Tastendruck
„nur“ einen Buchstaben auf dem Schirm erscheinen lässt oder ob
der ganze Schirm umgebaut wird.

Also ein globales Problem.

Mein Verdacht: Novell blockiert/verzögert zu kurze
TCP-Packete. D.h. der Tastendruck geht nicht sofort auf’s
Netzwerk raus.

Doch, aber du hast was wichtiges vergessen. Die Netzwerktopologie.
Bei den Reaktionszeiten wette ich meinen Hintern, dass hier ein Ring am werkeln ist.

Kann das stimmen ? Kann man das abstellen ?

Jo. Bau um auf Stern und reines TCP/IP mit 20/200 Switches (bei 300er „Monsterwaffen“ macht Gbit keinen echten Sinn).
Und denk dran, dass bei DHCP nur 32 Clients in einem Subnet sein dürfen. Wenns mehr werden sollen, nimm statische IP’s.

Ausserhalb des Novell-Netzwerks läuft der Telnetserver und
client auf der gleichen Hardware problemlos.

Beschreib mal bitte, wie die theoretische collision-Domain aussieht?

Danke.

Bitte

widecrypt

Moin

Ich versuche rauszufinden wieso telnet in einem bestimmten
Netzwerk sehr langsam läuft. Anhaltspunkte gibt’s reichlich
(Mehrere 8-Port Hub’s, 10Mb/s, 300MHz-Rechner,…) aber
irgendwie scheint mir doch der Punkt „Novell“ das Kernproblem
zu sein:

Junge, junge. Was hast du denn ausgefressen, dass man dich so
drakonisch bestraft.

Hab bei dem falschen Laden angefangen. Aber das lässt jetzt so nicht mehr ändern.

Die Reaktionszeit von Telnet liegt bei 5000 ms. D.h. es dauert
5 Sekunden bis ein Tastendruck umgesetzt wird.

Zu Fred Feuersteins Zeiten ging der Datentransport per
gemeisselter Steinplatte schneller.

Das ist ja mein Problem. Das muss um einige Jahrtausende schneller werden.

Erstaunlicherweise ist es dabei völlig egal ob der Tastendruck
„nur“ einen Buchstaben auf dem Schirm erscheinen lässt oder ob
der ganze Schirm umgebaut wird.

Also ein globales Problem.

Eben nicht: Alle anderen Anwendungen laufen „schnell“. Eine normale Server-Client-Software die auch über TCP/IP Daten verschickt funktioniert und kommt (subjektiv) sogar an die 30ms ping-Zeiten ran.

Sogar Dateitransfers laufen schneller als es die 5 sek. Reaktionszeit vermuten lassen. D.h. im Burst-Modus läuft das Netzwerk.

Mein Verdacht: Novell blockiert/verzögert zu kurze
TCP-Packete. D.h. der Tastendruck geht nicht sofort auf’s
Netzwerk raus.

Doch, aber du hast was wichtiges vergessen. Die
Netzwerktopologie.
Bei den Reaktionszeiten wette ich meinen Hintern, dass hier
ein Ring am werkeln ist.

Also die Verkabelung ist Sternförmig. Und die Hubs (DLink & Co) sehen nicht so aus als ob da was anders als normales Ethernet drauf läuft. In der Netzwerkkonfig der Rechner steht (ausser Novell) auch nichts aussergewöhnliches (Novell Client + TCP/IP). OK, wenn Novell das in Software macht… wo könnte man das einstellen ?

Kann das stimmen ? Kann man das abstellen ?

Jo. Bau um auf Stern und reines TCP/IP mit 20/200 Switches

Bei der „Preisvorstellung“ des Kunden ist noch nicht mal ein ordentlicher 32’er-Switch drin.

(bei 300er „Monsterwaffen“ macht Gbit keinen echten Sinn).
Und denk dran, dass bei DHCP nur 32 Clients in einem Subnet
sein dürfen. Wenns mehr werden sollen, nimm statische IP’s.

War schon statisch bevor ich angekommen bin. (Sind etwa 30-35 Rechner an dem Netz)

Ausserhalb des Novell-Netzwerks läuft der Telnetserver und
client auf der gleichen Hardware problemlos.

Beschreib mal bitte, wie die theoretische collision-Domain
aussieht?

? Was meinst du ? Denk dran: Ich nix verstehe Netzwerk.

Wenn ich die 2 Rechner frisch (auf andere Platten) installiere und dann in einem stinknormalen TCP/IP-Netzwerk per CrossOverKabel verbinde läuft das Zeug schnell. Dann sind auch die pingzeiten aus diesem Jahrhundert. Stell ich um auf deren Orginalinstallation (die ich nicht ändern darf) finden sich die 2 Rechner nicht (weil der Novell-Server noch beim Kunden steht).

Hast du noch eine Idee welche „typschen“ Einstellungsfehler bei dem Novell-Zeug gemacht werden ?

Danke

Und denk dran, dass bei DHCP nur 32 Clients in einem Subnet
sein dürfen. Wenns mehr werden sollen, nimm statische IP’s.

Ähm, wie meinen? Hab ich diese Zahl in den letzten Jahren irgendwo übersehen?

Stefan

Moin

Beschreib mal bitte, wie die theoretische collision-Domain
aussieht?

? Was meinst du ? Denk dran: Ich nix verstehe Netzwerk.

Als collision-domain wird der Bereich bezeichnet, den ein Daenpaket abläuft, wenn es von Rechner A nach B geschickt wird.
Hast du Beispielsweise nen 4er Hub um 4 Rechner (A,B,C,D) zu vernetzen,
läuft das Paket an alle Rechner, weil der Hub sie alle verbindet.
Hast du einen 4er Switch beschränkt sich die collision-domain auf Sender und Empfänger (source destination), weil der Switch die beiden direkt miteinander verbindet und andere aussen vor lässt.

Tausch mal den Hub gegen einen Switch aus. Nach deiner Schilderung der Lage, nehme ich stark an, dass hier der Hund begraben liegt.

Gruß

widecrypt

Moin,

Und denk dran, dass bei DHCP nur 32 Clients in einem Subnet
sein dürfen. Wenns mehr werden sollen, nimm statische IP’s.

Ähm, wie meinen? Hab ich diese Zahl in den letzten Jahren
irgendwo übersehen?

Nein. In irgendwelchen Regelwerken wirst du es nicht finden, aber die Praxis zeigt, dass selbst beim größtmöglichen Subnet (10.0.0.0) - auch mit teuren DHCP-Servern - der Traffic bei mehr alss 32 Clients merklich zurückgeht. Deswegen rate ich es jedem.

Gruß

widecrypt

Moin,

Nein. In irgendwelchen Regelwerken wirst du es nicht finden,
aber die Praxis zeigt, dass selbst beim größtmöglichen Subnet
(10.0.0.0) - auch mit teuren DHCP-Servern - der Traffic bei
mehr alss 32 Clients merklich zurückgeht. Deswegen rate ich es
jedem.

Das deckt sich absolut nicht mit meinen Erfahrungen. Wir haben hier Subnetze mit z.T. 800 Clients, die auf einen einzigen DHCP-Server zugreifen - ohne irgendwelche Leistungseinbrüche.

Gruß
Stefan

Hi,

Ich versuche rauszufinden wieso telnet in einem bestimmten
Netzwerk sehr langsam läuft. Anhaltspunkte gibt’s reichlich
(Mehrere 8-Port Hub’s, 10Mb/s, 300MHz-Rechner,…) aber
irgendwie scheint mir doch der Punkt „Novell“ das Kernproblem
zu sein:

Bitte liefere noch folgende Infos nach:

  • Novell Version mit Patchlevel?
  • Welches BS läuft auf den Clients?
  • Welcher Novell-Client ist installiert? Version?
  • Welches Protokoll wird zwischen Novell-Server und Client benutzt? IPX? IP?
  • Welcher Telnet-Client wird benutzt?
  • Mit was für einen Telnet-Server wird kommuniziert?

Gruß
Stefan

Moin

  • Novell Version mit Patchlevel?

SMB 6.0, näheres frühstens Samstag

  • Welches BS läuft auf den Clients?

windows XP SP2

  • Welcher Novell-Client ist installiert? Version?

k.A. sollte aber auch aus Version 6.0 stammen.

  • Welches Protokoll wird zwischen Novell-Server und Client
    benutzt? IPX? IP?

IPX. Installiert ist aber auch TCP/IP.

  • Welcher Telnet-Client wird benutzt?

Verschiedene. Das normale windows XP telnet, aber auch Linux telnet und selbst gebastelte (zur Kontrolle ob auch wirklich auf’s Netz geschrieben wird).

  • Mit was für einen Telnet-Server wird kommuniziert?

Georiga Softworks. Der ist an sich zuverlässig und schnell.

cu

Moin

Als collision-domain wird der Bereich bezeichnet, den ein
Daenpaket abläuft, wenn es von Rechner A nach B geschickt
wird.

Jetzt wird’s klarer: das wären dann rund ein dutzend windows XP Rechner.

Tausch mal den Hub gegen einen Switch aus.

Werd ich beim nächsten Kundenbesuch tun. Der ist erst Samstag…

Danke für die Tipps.