Hallo Bonifatius,
also, so wie ich es im Moment sehe, ist diese Verfassungsschutz-Mitarbeit kein Grund, den Prozeß platzen zu lassen. Ich vermute schlicht, daß man fürchtet, ein schlauer NPD-Verteidiger könnte über irgendwelche Hintertürchen einen Formfehler im Prozeß konstruieren um denselbigem zu einem vorzeitigem Ende bringen. Das will man wohl vermeiden, und „glättet“ die Sache jetzt erstmal wieder, um hundertprozentig sicher zu sein.
Das Innenministerium wußte ja schon lange bescheid, und sie fanden diese Entdeckung nicht weiter schlimm. Wenn das Beiläufig als Medieneldung gelaufen wäre, hätten doch auch die meisten von uns gedacht: „Prima, der Vefassungsschutz hat seine Leute gut positioniert.“ Nur durch die Vorsichtsmaßnahme der Vefassungsrichter ist das ganze doch zu solch einer Schlagzeile geworden, die die Angelegenheit nun aussehen läßt wie ein Versäumnis. Aber es ist, so wie ich es eben sehe, nur eine Vorsichtsmaßnahme und nicht mehr.
Oliver