Null Bock Sohn

Hallo Leute,
wir haben zwei Söhne die unterschiedlicher nicht sein können. Der eine immer unterwegs(13 J.),so das man ihn bremsen muß-der andere(16J) ein absoluter Stubenhocker der zu nichts Lust hat. Dabei leidet er darunter das niemand ihn anruft,keiner kommt und keiner ihn mag(Obwohl er ein „netter“ Kerl ist-höflich,manchmal zuvorkommend und nicht dumm)! Er hat zur Zeit keine Probleme in der Schule -auch nicht mit den Mitschülern.Er schwimmt halt einfach so mit, ohne sich an irgend etwas zu beteiligen oder sich zu interessieren.Genau so ist es Zuhause :Er kommt manchmal nur zum Essen aus dem Zimmer oder vom PC/Fernseher(Obwohl wir versuchen das schon etwas zu "regeln"damit er nicht auch nicht noch davor schläft)!Er hat sich so richtig in der Rolle des „Leidenden“ eingefunden: Die ganze Welt ist schlecht und alle wollen mir nichts Gutes.Leider trennen sich meine Frau und ich jetzt was die Situation natürlich noch schwieriger macht.Alle Vorschläge unserer Seite ob modern, flippig oder konservativ-ob allein oder mit anderen oder gar nicht drum kümmern-bis jetzt ohne Erfolg.Das frustet schon ganz schön in letzter Zeit.Jetzt hat er für 2005 eine Lehrstelle und wir haben Angst das er jetzt ganz einschläft.
Für Ideen,Erfahrungen und Tipps sind wir Dankbar

Michi

Hallo Michi,

sehr viel direkten Einfluss kann man in dem Alter ja nicht mehr nehmen.

Ich glaube, dass es am besten wäre, wenn er die Gelegenheit hätte, die Folgen seines Verhaltens ohne zusätzlichen Stress durch die Eltern zu erleben.

Also so ungefähr: Wenn er sich beispielsweise beklagt, dass ihn keiner anruft (ich hab das so verstanden, dass er das ab und an tut), dann könnte man sagen: So, und dann fühlst du dich einsam. (so ungefähr) Mehr nicht. So eine Darstellung der Situation mit eigenen Worten wirkt so, als würde man ihm sozusagen einen Spiegel vorhalten, und das stärkt ihn.

Tipps habt ihr ihm wohl schon genug gegeben. Dann wäre es wichtig, wenn ihr es mal wirklich und ehrlich es ganz und gar ihm überlässen würdet, ob er die Tipps befolgen will.

Es geht dabei auch darum, dass ihr ihm vertraut, dass er es schafft, sein Leben in die Hand zu nehmen. Wenn ihr das tut, wird er es schaffen. Vielleicht wird er sich noch eine Weile durchhängen lassen, weil er ausprobieren muss, ob ihr ihm wirklich die Verantwortung für sein Leben überlasst, oder ob ihr ihm nicht nach einem halben Tag sofort wieder Ratschläge gebt und ihm dadurch die Verantwortung für sein Leben aus der Hand nehmt.

Es ist jetzt nicht so wichtig, dass er sich nach euren Wünschen verhält. Es ist wichtig, dass er selbst die Verantwortung dafür übernimmt.

Wenn er erwachsen ist, wird er sich wahrscheinlich sowieso so verhalten, wie ihr das möchtet.

Und noch eine Sache ist wichtig: Wenn er sich jetzt so wie beschrieben verhält, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass einer seiner beiden Elternteile sich auch irgendwann in seinem/ihren Leben ähnlich verhalten hat. Wenn das zutrifft, wäre es sehr hilfreich, wenn der betreffende Elternteil sich damit auseinandersetzen und es für sich selbst akzeptieren würde, dass er/sie sich so mal verhalten hat. Der nächste Schritt wäre, dem Sohn zu sagen: Ich hab mich mal genauso verhalten wie du jetzt.

Also ich meine, einfach nur sagen, wie es war, möglichst kurz, in ein oder zwei Sätzen höchstens. Sowas hilft unwahrscheinlich viel.

Das ist schade, dass ihr euch trennt, aber ich finde es gut, dass ihr offensichtlich als Eltern weiter zusammenarbeiten wollt, macht jedenfalls den Eindruck, und dass ihr euch gegenseitig respektiert.

Viele Grüße
Thea

Hallo,

Es scheint mir, als macht euer Sohn im Moment eine schwere (aber normale :wink: ) pubertaere Phase durch.
Er ist viel mit sich selbst und seiner Identitaetsfindung beschaeftigt und leidet denk ich auch unter dem familiaeren Stress (Trennung der Eltern).
Jugendliche neigen dazu, sich in solchen Lebenslagen voller Veraenderungen, in ein Schneckenhaus zurueckzuziehen, ueber den Sinn des Lebens nachzudenken und ueber ihre Identitaet.
Jeder Jugendliche reagiert in dieser Phase etwas anders - Maedchen erleben sie meist frueher als Jungen.
Wichtig ist, das ihr ihn mit nichts draengt, sondern ihm einfach das Gefuehl gebt, dass ihr jederzeit fuer ihn da seid. Euer Sohn wird dies schaetzen, er braucht euch, auch wenn er es wahrscheinlich nicht zeigt.
Ich bin mir fast sicher, dass er die Phase spaetestens zu seiner Lehre naechstes Jahr ueberwunden hat, dort neue Freundschaften schliesst und Faehigkeiten in sich entdeckt, die ihm neues Selbstvertrauen geben.

Hallo Leute,

wir haben zwei Söhne die unterschiedlicher nicht sein können.
Der eine immer unterwegs(13 J.),so das man ihn bremsen muß-der
andere(16J) ein absoluter Stubenhocker der zu nichts Lust hat.
Dabei leidet er darunter das niemand ihn anruft,keiner kommt
und keiner ihn mag(Obwohl er ein „netter“ Kerl
ist-höflich,manchmal zuvorkommend und nicht dumm)! Er hat zur
Zeit keine Probleme in der Schule -auch nicht mit den
Mitschülern.Er schwimmt halt einfach so mit, ohne sich an
irgend etwas zu beteiligen oder sich zu interessieren.Genau so
ist es Zuhause :Er kommt manchmal nur zum Essen aus dem Zimmer
oder vom PC/Fernseher(Obwohl wir versuchen das schon etwas zu
"regeln"damit er nicht auch nicht noch davor schläft)!Er hat
sich so richtig in der Rolle des „Leidenden“ eingefunden: Die
ganze Welt ist schlecht und alle wollen mir nichts
Gutes.Leider trennen sich meine Frau und ich jetzt was die
Situation natürlich noch schwieriger macht.Alle Vorschläge
unserer Seite ob modern, flippig oder konservativ-ob allein
oder mit anderen oder gar nicht drum kümmern-bis jetzt ohne
Erfolg.Das frustet schon ganz schön in letzter Zeit.Jetzt hat
er für 2005 eine Lehrstelle und wir haben Angst das er jetzt
ganz einschläft.
Für Ideen,Erfahrungen und Tipps sind wir Dankbar

Michi

hallo micha,

das klingt ganz nach zu geringem selbstwertgefühl.
da das nur meine laienmeinung ist, aber ich es nicht für ein temporäres problem halte, poste doch bitte ein verweis auf deine frage im psychobrett! die können ja hier antworten. da sind echte fachleute.

strubbel
§:open_mouth:)