Null-Gewinn-Gewerbe sinnvoll?

Hi Leute!

Ich bin Hobby-Musiker und in meiner neuen Stadt gerade auf der Suche nach einem Proberaum. Prompt habe ein interessantes Angebot erhalten: einen Keller in einem Hinterhof-Haus, in dem früher ein Hausmeister-Service seinen Betrieb hatte. Der Raum wäre top, aber so für mein Hobby ist der Preis einfach ein wenig zu hoch, als dass ich gleich zuschlagen würde…

Idee Nr. 1 war, dass ich einfach den Raum untervermiete an Bands, damit wir uns den Raum teilen, aber in der Beziehung bin ich schon geheilt – leider musste ich lernen, dass sich nicht jeder an sein Wort hält und die Miete auch zahlt. Und der Miete nach zu rennen ist echt unangenehm.

Der Vermieter sagte, er würde mir einen Gewerbe-Vertrag ausstellen, und so kam mir folgende Idee: Ich miete den Raum, gründe ein Gewerbe (keine Lust auf Schwarzarbeit!) und biete Dienstleistungen an, um die Mietkosten einigermaßen einzudämmen. Zum Beispiel könnte ich für günstiges Geld meine PA (Musikanlage) für nen Tag lang vermieten oder in diesem Raum Demotapes für junge Bands aufnehmen. Ich bräuchte kein Startkapital, weil ich die Ausrüstung ja schon habe. So ließen sich doch einige Kosten steuerlich bestimmt auch abschreiben (v.a. Miete, Ersatzteile, etc.).

Jetzt kommt der Punkt: Ich hab halt keine Ahnung, was bei der Gründung eines Gewerbes noch so alles beachtet werden muss. Ob es überhaupt rechtmäßig (oder sinnvoll) ist, von vornherein (bestenfalls) eine Null-Gewinn-Bilanz anzustreben oder betrügt man damit das Finanzamt? Oder sind da noch weitere Kosten versteckt, so dass man am besten die Finger davon lassen sollte?

Naja, diese Idee hatte ich gestern. Ich habe keine Ahnung, ob das nur ne Schnappsidee ist… Vielleicht hat ja jemand von Euch Erfahrung…? :smile:

Vielen Dank und liebe Grüße,
Joe Key

Hi,

ein Gewerbe muss im allgemeinen das Ziel haben, Gewinn zu erwirtschaften. Sonst wird es mangels Erfolg und auch Erfolgserwartung irgendwann vom Finanzamt nicht mehr als solches anerkannt, sondern als „Liebhaberei“ eingestuft. Die Verluste sind dann nicht mehr steuerlich wirksam, und in der Vergangenheit bereits geltend gemachte „Liebhabereiverluste“ können zu Steuernachzahlung führen.

Siehe z.B. da: http://de.wikipedia.org/wiki/Gewinnerzielungsabsicht

Grüße,
Sebastian

Jetzt kommt der Punkt: Ich hab halt keine Ahnung, was bei der
Gründung eines Gewerbes noch so alles beachtet werden muss.

Steht (fast) alles hier: http://www.klicktipps.de/gewerbe.php

Ob :es überhaupt rechtmäßig (oder sinnvoll) ist, von vornherein
(bestenfalls) eine Null-Gewinn-Bilanz anzustreben oder betrügt
man damit das Finanzamt?

So lange man Gewinn ehrlich angibt, ist alles OK.
Was passiert, wenn kein Gewinn erwirtschaftet wird wurde schon beantwortet.

Ich würde aus dieser Idee aber Gewnn machen.
Die Chance, Gewinn zu haben, und das aber zu lassen wäre doch zu schade.

Grüße,
JoKu