Nullstellen

Es isz zum verzweifeln. Wollte mal eben jemandem bei den Hausaufgaben helfen und schon bin ich selber am schwitzen :smile:

Ich soll die Nullstellen folgender Funktion bestimmen:

f(x) = 1 + sin(kx)

Eine Nullstelle bekomme ich bei

x1=-Pi/(2k)

Die Periodizität der Sinusfunktion ist mir zwar bewusst, wie bekomme ich jedoch mathematisch die anderen Nullstellen heraus. Für k=1 wäre die die anderen Nullstellen x2(n)=n*2Pi-Pi/2.

So weit, so gut. Wie kann ich aber allgemein alle Nullstellen der Funktion f(x) ausdrücken? Wenn mir jemand den Weg aufzeigen könnte, wäre ich sehr dankbar.

Gruß,

Pere

Hallo Pere,

Ich soll die Nullstellen folgender Funktion bestimmen:

f(x) = 1 + sin(kx)

jede dieser Funktionen hat eine Nullstelle bei -Pi/(2k) und die Nullstellen folgen im Abstand 2 pi/k aufeinander. Die Menge aller Nullstellen kannst Du folglich so spezifizieren:

{-pi/(2k) + z \* 2 pi/k mit z € ZZ}

oder noch etwas vereinfacht

{(2 z - 1/2) pi/k mit z € ZZ}

Gruß zurück
Martin

Hallo Martin,

jede dieser Funktionen hat eine Nullstelle bei -Pi/(2k)

Das habe ich auch herausgefunden, und zwar in dem ich die Gleichung sin(kx)=1 gelöst habe. Soweit ist es ja noch nachvollziehbar.

die Nullstellen folgen im Abstand 2 pi/k aufeinander.

Wie kommst Du auf den Ausdruck „2Pi/k“?

Da Du ihn sicherlich nicht erraten hast, wäre ich Dir sehr verbunden, wenn Du mir den mathematischen Weg zeigen würdest.

Gruß,

Pere

Hallo,

jede dieser Funktionen hat eine Nullstelle bei -Pi/(2k)

Das habe ich auch herausgefunden, und zwar in dem ich die
Gleichung sin(kx)=1 gelöst habe. Soweit ist es ja noch
nachvollziehbar.

die Nullstellen folgen im Abstand 2 pi/k aufeinander.

Wie kommst Du auf den Ausdruck „2Pi/k“?

Die Funktion hat Nullstellen bei

 kx=-Pi/2+z\*2Pi

nach x aufgelöst

 x=-Pi/(2k)+z\*2Pi/k

Gruß

Sebastian

Hi Sebastian,

vielen Dank für Deine Mühe. Mir geht es nicht darum einfach eine Lösung zu bekommen, sondern der Weg zu dieser Lösung ist mir wichtig.

Die Funktion hat Nullstellen bei

kx=-Pi/2+z*2Pi

Woher weißt Du das denn? Geraten?

Bitte versteh mich nicht falsch, aber Du bringst mir einfach eine Lösung, ohne dass ich den Rechenweg nachvollziehen kann.

Der Ausgangspunkt ist

1+sin(kx)=0
sin(kx)=-1
kx=-pi/2
x=-pi/(2k)

Wie geht der Rechenweg für die anderen Nullstellen? Wäre schön, wenn es mir jemand ERKLÄREN könnte.

Gruß,

Pere

Hallo Pere,

ich glaube, Du erwartest noch mehr… :wink:

Also.
Die Aufgabe sei:
Finde für ein reelles a alle Lösungen x mit
sin x = a.

Herangehensweise:

  1. Mit der Periodizität von sin weiß ich, daß mit jeder Lösung x auch
    die Zahlen x + n*2Pi mit beliebigem ganzen n Lösungen sind.

Also genügt es, „Fundamentallösungen“ im Intervall [0,2Pi[ zu suchen.

  1. Jetzt muß man ein Buch der Elementarmathematik bemühen, was beweist, daß sin x = a

für |a|=1 genau eine Lösung in [0,2Pi[

und

für 0

Hallo Pere,

die Nullstellen folgen im Abstand 2 pi/k aufeinander.

Wie kommst Du auf den Ausdruck „2Pi/k“?

angenommen, Du hast irgendeine Funktion f(x). Diese Funktion möge drei Nullstellen haben, und zwar bei x = -4, x = 5.3 und x = 9.8.

Nun gebe ich Dir eine zweite Funktion g(x). Sie unterscheidet sich von der obigen Funktion f(x) nur dadurch, daß überall dort, wo im f-Term ein „x“ steht, im g-Term dort „12 x“ steht. Das heißt, Du könntest den g-Term aus dem f-Term gewinnen, indem Du alle 29 „x“, die im f-Term auftreten, ausradierst, und „12 x“ in die Lücke schreibst (und noch gegebenenfalls Klammern drum setzt).

Mathematisch ausgedrückt: g(x) = f(12 x).

Frage: Wo hat die Funktion g(x) Nullstellen?

Die Antwort kannst Du sofort geben: g(x) hat Nullstellen bei x = -4/12, x = 5.3/12 und x = 9.8/12! Den Grund dafür erkennst Du, wenn Du Dir die Graphen von f(x) und g(x) plotten würdest: der Graph von g(x) sieht genauso aus wie der von f(x), er ist bloß um das 12-fache in x-Richtung „zusammengequetscht“! Und mit dem Graphen quetschen sich natürlich auch alle Nullstellen um das 12-fache zusammen.

Allgemein gilt: Wenn f(x) eine Nullstelle bei x0 hat, dann hat die Funktion f(a x) eine Nullstelle bei x0/a.

Angewendet auf Deinen Sinus: Da 1+sin(x) Nullstellen hat bei -pi/2 + z 2 pi, hat 1+sin(k x) Nullstellen bei (-pi/2 + z 2 pi)/k. Das ist alles.

Ist es jetzt klargeworden?

Gruß
Martin