Nur Depression oder mehr?

Hallo zusammen,

vor ca. 14 Tagen schilderte ich, daß meine 74 jährige Bekannte mit der Depression, versucht hat sich mit Schlaftabletten das Leben zu nehmen. Nach einer Nacht Intensivstation ist sie dann freiwillig in die Psychatrie gegangen. Dort bekommt sie nun Remergil. Ich konnte beobachten wie ihr Apptetit zurückkehrt. Sie ist aber auch immer sehr angespannt und nervös, besorgt (und richtig „kiebig“ geworden, was ich so von ihr nicht kannte) und bekommt dafür ein Beruhigungsmittel (weiß leider den Namen nicht). Ihrem Empfinden nach wird die Unruhe dadurch schlimmer. In den letzten Tagen mußte sie sich nach der Einnahme auch immer übergeben. Aber - jetzt kommts - dann waren alle ihre Symptome für 36 Stunden komplett weg. Sie war entspannt, fröhlich, voller Antrieb, bekam einen Tag „Klinikurlaub“, hat mit der Taxe ihren Mann auf dem Friedhof besucht, ist zu Fuß und mit Bus und Bahn einkaufen gegangen, mit dem Taxi nachhause, hat den Kühlschrank gefüllt und sich gefreut heute oder morgen entlassen zu werden um endlich wieder selbst zu kochen und zuhause zu sein. Dazu kommt, daß sie mir früher schon erzählte, daß jede ihrer vorangegangenen Depressionen auf diese oder eine ähnliche Weise endeten. Nur, heute morgen rief sie mich an und alles war wieder beim alten. Die Depri-Symptome wieder da, mutlos kraftlos, völlig verzweifelt. Ist das ein Hinweis auf eine Art „manische“-Phase?

Liebe Grüße

Avera

Hi,

normalerweise fühlt man sich meist mehr oder weniger gut und fällt ab und zu in ein „Loch“.
Bei der Depression ist es sher anders herum.
Wenn man depressiv ist, fühlt man sich meist mehr oder weniger schlecht. Man kann sich aber durchaus ab und zu auch mal gut fühlen und genießt dieses dann auch.

Das muss nichts mit manischen Phasen tun haben.
Ggf. ist es auch ein Zeichen für die einsetzende Wirksamkeit des Medikaments.

a.

Hallo Avera,

wie ich aus deinem Text entnehmen konnte ist deine Bekannte seit 14 Tagen in ärztlicher Behandlung und bekommt seit dem Zeitpunkt an das Remergil.
Nun ist es bei diesem Medikament so, das aus der Gruppe der NaSSA stammt, der beruhigende Effekt tritt in der Regel sehr schnell ein, während die stimmungsaufhellende Wirkung erst nach etwa zwei Wochen einsetzt. Das würde erklären warum deine Bekannte jetzt so einen Höhenflug erlebt, und am nächsten Tag wieder anders drauf ist, dieses Medikament muss sich erstmal auf den Körper einspielen da er ja die Produktion der Botenstoffe Noradenalin und Serotonin und erhöht. Wenn du aber trotz all dem der Meinung bist das dies nicht der einzige Grund für Ihr Verhalten ist und du Übereinstimmungen zu dem Unteren Text findest solltest du vielleicht mal mit ihr oder dem Bahndelten Arzt reden.

Hier noch ein kleiner Auszug aus dem www.
Quelle: http://www.netdoktor.at/krankheiten/fakta/manisch_de…

Was ist die Manisch-depressive Erkrankung?

„Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“, so übersetzt der Volksmund die Diagnose: Manisch-depressive Erkrankung. Es ist ein Kaleidoskop menschenmöglicher Stimmungslagen zwischen Euphorie und abgrundtiefer Niedergeschlagenheit.

Die Krankheit ist durch abwechselnde Episoden von Stabilität, Depression und euphorischer/dysphorischer Stimmung (Manie) gekennzeichnet. Das persönliche Erleben der Umwelt verändert sich, der Patient verliert den Realitätssinn.

Die Zahl der Episoden ist von Person zu Person verschieden. Manche haben nur eine einzelne Episoden, andere haben viele. Zwischen den Episoden ist der Patient im Prinzip psychisch gesund. Schätzungsweise sind ein bis zwei Prozent der Bevölkerung von der manisch-depressiven Erkrankung betroffen.

Gründe für das Entstehen der manisch-depressiven Erkrankung

Familien- und Zwillingsstudien haben gezeigt, dass erbliche Faktoren für die Entstehung der Krankheit von Bedeutung sind. Forscher bemühen sich herauszufinden, welche Gene konkret für die krankhaften Stimmungsänderungen verantwortlich sind.

Vieles deutet darauf hin, dass die Fähigkeit der Regulation wichtiger Signalstoffe (Überträgersubstanzen) im Gehirn (Serotonin, Noradrenalin, Dopamin) gestört ist. Eine Therapie zielt deshalb darauf ab, eine kontrollierte Ausschüttung dieser Signalstoffe zu erreichen.

Symptome der Manisch-depressiven Erkrankung

Das Krankheitsbild der Depression:

* Herabgestimmtheit
* Starke Hoffnungslosigkeit
* Mimik und Sprache sind gehemmt (also langsam und starr)
* Patient leidet an fehlendem Selbstbewusstsein
* ausgeprägte Entscheidungsschwäche
* Die Gedanken kreisen oft um Tod und Selbstmord.
* Körperliche Symptome (z.B. Appetitverlust, Gewichtsabnahme)

(Mehr zum Krankheitsbild der Depression können sie hier nachlesen.)

In den manischen Perioden ist das Krankheitsbild genau entgegengesetzt. Der Betroffene hat Lebenskraft und das Bedürfnis, etwas auszurichten. Die wichtigsten Symptome sind:

* Gehobene/euphorische Stimmung, Aggression, Reizbarkeit
* Stark gesteigerter Antrieb und Energie mit Bewegungs- und Aktivitätsdrang
* Drang zu Reden; die Stimme ist kräftiger und man spricht schneller als sonst.
* Meist keine Krankheitseinsicht
* Man ist nicht müde, hat kaum das Bedürfnis zu schlafen.
* Hemmungsloses und unkritisches Verhalten; Impulsivität, Spontaneität
* Erhöhtes Selbstbewusstsein bis zum Größenwahn

Im Rahmen schwerer sowohl depressiver als auch manischer Perioden können Wahnvorstellungen auftreten. Dabei neigt der Patient in der manischen Episode eher zur Selbstüberschätzung bis hin zum Größenwahn; der Patient glaubt beispielsweise, „Gottes Auserwählter“ zu sein oder eine große Erfindung gemacht zu haben oder über höhere Einsichtigen zu verfügen. Dagegen neigt der depressive Patient eher dazu, sich selbst abzuwerten. Innerhalb schwerer depressiver Episoden kann es zur Ausbildung eines sog. „nihilistischen Wahns“ kommen; der Patient empfindet sich dann als vollkommen wertlos.

Ich hoffe das ich helfen konnten?

LG Manuela

Hallo Manuela,

in Behandlung ist sie seit Beginn der depresiion, also seit Sept. In der Zeit hat sie bereits Citalopram und Opipramol ohne jeden Erfolg bekommen. Sie ist seit 2 Wochen im Krankenhaus und bekommt seitdem Remergil. Wenn sie etwas nicht ist, dann ist das ruhig. Deshalb bekommt sie ja auch noch ein zusätzliches Beruhigungsmittel, das sie aber eher noch unrihiger macht.

Es war für sie sehr schlimm, sich heute morgen wieder in der entsetzlichen Verfassung vorzufinden, nachdem sie einen Tag lang wieder „gesund“ war. Und sie hat ja auch fest geglaubt, die Depression jetzt hinter sich zu haben, da sie auch früher schon immer auf diese plötzliche Weise aufhörte. Einen „Rückfall“ wie heute hatte sie da nie.

Vielen Dank auch noch für den Link!

Liebe Grüße

Avera

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Hallo Avera,

eine manisch-depressive Erkrankung ist aus dem, was Du schreibst, nicht zu entnehmen. Denn die Symptome der Manie sind viel schwerwiegender als das, was Du beschreibst. Die Dauer der Stimmungsnormalisierung ist auch zu kurz. Allenfalls kommt eine hypomane Episode in Frage.

Was mir wichtiger ist als die Spekulation, in welche psychopathologische Kategorie das Zustandsbild Deiner Bekannten paßt, ist, daß ich den Glauben für den falschen halte, die Depression werde - wie früher auch - so mir nichts, Dir nichts vorbeigehen. Zur Überwindung einer depressiven Phase und zur Rückfallprävention bedarf es mehr als nur dieses Glaubens, auch wenn´s früher gut gegangen ist. Mit jeder depressiven Phase wächst das Risiko, wieder in eine depressive Phase zu gelangen.

Man muß es sich klar vor Augen führen: Deine Bekannte wollte sich vor kurzem noch das Leben nehmen. Eigentlich sollte es nicht überraschen, daß die Gefahr für einen Rückfall (falls man das bei dem Verlauf überhaupt schon so nennen kann) erhöht ist, wenn sie nach so kurzer Zeit in ihr altes, „unbewußt“ mit der Depression verknüpftes Umfeld zurückkehrt. Sie hat in der kurzen Zeit ihres Klinikaufenthalts sehr wahrscheinlich keine Bewältigungsstrategien dafür entwickeln können. Man könnte auch salopp sagen: Und deshalb ist ihr zu Hause die Decke auf den Kopf gefallen.

Bester Grüße,

Oliver Walter

Hallo Avera,

ist deine Bekannte auch in Gesprächstherapie. Eine Altersdepression, wie es ja die deiner Bekannten zu sein scheint, ist ein wenig komplizierter. Die Unruhe die deine Bekannte jetzt im Moment verspürt, könnte auf zwei Sachen hinweisen:

zum einem, wie bereits geschrieben verändert das Medikament die Ausschüttung der Botenstoffe, was ja eine Veränderung der Gemütslage mit sich bringt. Bei dem meisten Patienten verschlimmern sich am Anfang der Einnahme die Krankheitssymptome dieses Medikament braucht schon ein wenig Zeit sich auf den Körper einzuspielen.

zum zweiten, könnte es aber auch sein das deine Bekannte das Medikament nicht verträgt, aber das hätten die Ärzte bestimmt schon festgestellt, wenn es dem entspricht.

Was aber jetzt sehr wichtig für deine Bekannte ist, viel Nähe und nicht das Gefühl allein zu sein.

LG Manuela

Hallo Manuela.

Hallo Avera,

ist deine Bekannte auch in Gesprächstherapie.

In diesem Krankenhaus in dem sie ist, zumindest auf dieser Station gibt es kein Geswprächstherapieangebot.

Eine
Altersdepression, wie es ja die deiner Bekannten zu sein
scheint, ist ein wenig komplizierter.

Der Begriff „Altersdepression“ ist ja wohl eher umstritten. Sie ist jetzt 74 und hatte ihre erste Depression vor ca. 14 Jahren.

Die Unruhe die deine
Bekannte jetzt im Moment verspürt, könnte auf zwei Sachen
hinweisen:

zum einem, wie bereits geschrieben verändert das Medikament
die Ausschüttung der Botenstoffe, was ja eine Veränderung der
Gemütslage mit sich bringt. Bei dem meisten Patienten
verschlimmern sich am Anfang der Einnahme die
Krankheitssymptome dieses Medikament braucht schon ein wenig
Zeit sich auf den Körper einzuspielen.

zum zweiten, könnte es aber auch sein das deine Bekannte das
Medikament nicht verträgt, aber das hätten die Ärzte bestimmt
schon festgestellt, wenn es dem entspricht.

An dieser Stelle kann ich aus meiner Beobachtung der Situation nur sagen, daß auf die Äußerungen der Patienten nicht besonders deutlich gehört wird. Sie verträgt das Beruhigungsmittel ganz offensichtlich nicht gut. Wie anders soll man es nennen, wenn das Mittel, welches ihr dabei helfen soll sie ruhiger zu machen und einschlafen zu können, das Gegenteil bewirkt? Außerdem muß sie sich mittlerweile fast regelmäßig einige Zeit nach dem sie es genommen hat übergeben. Auch das wurde nicht ernst genommen, es hieß, daß sei ein auf der Station grassierender Virus!

Was aber jetzt sehr wichtig für deine Bekannte ist, viel Nähe
und nicht das Gefühl allein zu sein.

Und auch das ist ein Problem. Ich bin die einzige nahe Bezugsperson
die sie z.Zt. hat und ich bin überfordert. Ich kann den sich beinahe schon monoton wiederholenden Wellen der Niedergeschlagenheit, Negativität und Hoffnungslosogkeit (die ja alle durch die Krankheit entstehen) nichts mehr entgegenhalten. Es drückt mich runter, meine Kraft, ihr gut zuzureden ist aufgebraucht.

Danke und LG
Averag

Hallo Oliver,

ich konnte ja auch nicht so recht daran glauben, daß nun alles wieder gut sei, eben weil sie ihren absoluten Tiefpunkt erst vor so kurzer Zeit hatte.

Wo soll sie auch „Bewältigungsstrategien“ erlernen. Gewiß nicht auf dieser Station. Ich hoffe, daß sie in Kürze auf eine andere Station kommt, die im „Zentrum für Ältere“ liegt und sich ausschließlich mit Depressiven älteren (meist Frauen) beschäftigt. Diese Station hatte ich mir ja schon mit ihr angesehen. Aber zu dem Zeitpunkt kam Krankenhaus für sie ja gar nicht in Frage. Dort gibt es dann auch Gesprächsangebote. Ihre beiden Hauptargumente derzeit dort nicht hinzugehen sind: „Das sind doch nur alte Leute, was soll ich da!“ und sie hätte kein Zimmer mehr für sich allein (was jetzt der Fall ist, weil die Station auf der sie ist, zu weniger als der Hälfte belegt ist.

Sie war sehr, sehr froh wieder in „gesundem“ Zustand Zuhause sein zu können, für diese paar Stunden. Sie hat ihren Kühlschrank wieder gefüllt und sich darauf gefreut, sich endlich wieder etwas kochen zu können. Ungern Zuhause war sie in der letzten Zeit ihrer Depression, weil ihr alles wie ein Gefängnis vorkam, da sie kaum noch in der Lage war, das Haus zu verlassen.

Ich hoffe, sie kommt bald auf die andere Station, von der ich glaube, daß sie besser für sie ist.

Vielen Dannk für Deine Antwort und liebe Grüße

Avera

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Hallo Avera,

das hört sich ja richtig schlimm an! Da muss irgendwas geschehen.

Um auf den Begriff Alterdepression zurück zu kommen, bezeichnet das nicht nur Menschen fern der 70 mit dieser Form der Depression.
Eine Altersdepression kann auch schon mit 60 Jahre entstehen. Diese Art der Depression wird durch Verlust der nächsten Angehörigen, Freunde und den Umfeld ausgelöst, wenn Menschen älter werden und der Sozialkontakt, entschuldige den Ausdruck, wegsterben. In diesem Fall ist es wichtig das diese Menschen nicht das Gefühl haben das sie alleine sind.

Unterstützend in dieser Lage sind, Sport (na ja soweit der Körper das zu lässt) wie Wandern, Schwimmen, Gymnastik, viel Sonnenlicht und frische Luft.
Ist es aber schon so weit gekommen wie bei Ihrer Bekannten, ist eine medikamentöse Behandlung wichtig, aber die Medikamente müssen zu der Form der Depression passen und richtig dosiert angewandt werden, d. h bei ältern Menschen sollte man Antidepressiva mit geringen Nebenwirkungen (was remergil eigentlich ist)nehmen und sehr langsam die Dosis steigern, da der Stoffwechsel langsamer geht als bei einem jungen Patienten.

Dann ist es sehr! wichtig das Ihre Bekannte eine Gesprächstherapie macht, weil Medikamente alleine keine Krankheit dieser Art heilen können, es ist wichtig raus zubekommen warum und weshalb es so weit gekommen ist. Eine Depression kommt ja nicht von heute auf morgen, und deswegen kann sie auch nicht von heute auf morgen verschwinden.

Wenn die Möglichkeit besteht, sollte Ihre Bekannte in eine Klinik in der Ihre Krankheit ernst genommen wird, ich weiß das ist leichter gesagt als getan da unsere Krankenkassen ja den Sparkurs halten ohne an die Patienten zu denken. Ältere Menschen dürfen nicht abgeschoben und unmündig gemacht werden.

LG Manuela

PS. Kopf hoch, ich kann mir gut vorstellen wie es Ihnen jetzt im Moment geht. Wenn sie das Gefühl haben keine Kraft mehr zu haben. Holen Sie sich Hilfe, z. B auch eine Gesprächstherapie, dafür muss sich niemand schämen.

Hallo Manuela,

zunächst einmal bin ich etwas irritiert, daß Du mich plötzlich siezt :smile:.

Nach allem was ich so gehört und gelesen habe, gibt es durchaus Stimmen, die meinen, es gäbe keinen Unterschied zwischen der Depression älterer oder jüngerer Menschen, vom verlangsamten Stoffwechsel einmal abgesehen.

„Sport“ ist für meine Bekannte nicht drin. Sie hat mehr als zehn Kilo abgenommen, die sie trotz wieder gesteigertem Appetit bei der Krankenhauskost auch nicht wieder drauf kriegt. Wo ich nur kann brimge ich ihr was zu Essen mit, kann leider nur nicht immer. Auch zu gesunden Zeiten ist sie maximal spazieren gegangen. Und sie ist für Action noch viel zu antriebsschwach. Da müßte man sie schon zwingen.

Eine Gesprächstherapie hätte bei ihr höchstens einen Beschäftigungseffekt, mal ein bißchen quatschen können (was ich durchaus begrüßen würde). Schaden würde es vermutlich nicht, aber ich halte Depressionen eher für ein massives chemisches Ungleichgewicht des Gehirnes, wodurch auch immer ausgelöst und würde hier immer an erster Stelle auf Medikamente setzen.

Ich habe in der Tat im Moment nicht mehr sehr viel Kraft und eben auch nicht genügend Zeit um ihr „beizustehen“. Eine Gesprächstherapie brauche ich wohl gerade nicht :smile:, habe außerdem meine Therapieeinheiten für die nächsten Jahre aufgebraucht :wink:).

Liebe Grüße und noch mal Danke!

Avera

Guten Abend Avera,

entschuldige ich wollte dich nicht siezten, das kommt automatisch bei mir. es gibt schon einen Unterschied zwischen Alterdepression und Depression in jüngeren Jahren, und die Sache mit dem Stoffwechsel hat ja nur was mit dem Medikamentenabbau im Körper zu tun. Da ich kein Arzt bin kann ich dir das auch nicht so genau erklären.

Mit Sport meine ich ja auch nicht absoluten Leistungssport. Es gibt z. B. Seniorentreffen die von der Volkshochschule oder den Krankenkassen angeboten werden. Ein Spaziergang ist doch auch schon mal nicht schlecht nur raus aus der Wohnung und wenn es nur für eine Stunde am Tag ist.

Eine Gesprächstherapie hätte bei ihr höchstens einen
Beschäftigungseffekt, mal ein bisschen quatschen können (was
ich durchaus begrüßen würde).

das ist eben das was ich meine. Sie fühlt sich einsam und alleine gelassen, mit ihrer Krankheit.

ich halte Depressionen eher für ein massives
chemisches Ungleichgewicht des Gehirnes, wodurch auch immer
ausgelöst und würde hier immer an erster Stelle auf
Medikamente setzen.

das sehe ich eh genauso, und dafür sind ja auch die Medikamente da, man sollte sie nicht als die süchtig machenden Drogen sehen, so lange man richtig damit umgeht.

Ich habe in der Tat im Moment nicht mehr sehr viel Kraft und
eben auch nicht genügend Zeit um ihr „beizustehen“. Eine
Gesprächstherapie brauche ich wohl gerade nicht :smile:, habe
außerdem meine Therapieeinheiten für die nächsten Jahre
aufgebraucht :wink:).

Dann hoffe ich das du bald wieder genügend Kraft findest.

Liebe Grüße Manuela