Hallo Avera,
wie ich aus deinem Text entnehmen konnte ist deine Bekannte seit 14 Tagen in ärztlicher Behandlung und bekommt seit dem Zeitpunkt an das Remergil.
Nun ist es bei diesem Medikament so, das aus der Gruppe der NaSSA stammt, der beruhigende Effekt tritt in der Regel sehr schnell ein, während die stimmungsaufhellende Wirkung erst nach etwa zwei Wochen einsetzt. Das würde erklären warum deine Bekannte jetzt so einen Höhenflug erlebt, und am nächsten Tag wieder anders drauf ist, dieses Medikament muss sich erstmal auf den Körper einspielen da er ja die Produktion der Botenstoffe Noradenalin und Serotonin und erhöht. Wenn du aber trotz all dem der Meinung bist das dies nicht der einzige Grund für Ihr Verhalten ist und du Übereinstimmungen zu dem Unteren Text findest solltest du vielleicht mal mit ihr oder dem Bahndelten Arzt reden.
Hier noch ein kleiner Auszug aus dem www.
Quelle: http://www.netdoktor.at/krankheiten/fakta/manisch_de…
Was ist die Manisch-depressive Erkrankung?
„Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“, so übersetzt der Volksmund die Diagnose: Manisch-depressive Erkrankung. Es ist ein Kaleidoskop menschenmöglicher Stimmungslagen zwischen Euphorie und abgrundtiefer Niedergeschlagenheit.
Die Krankheit ist durch abwechselnde Episoden von Stabilität, Depression und euphorischer/dysphorischer Stimmung (Manie) gekennzeichnet. Das persönliche Erleben der Umwelt verändert sich, der Patient verliert den Realitätssinn.
Die Zahl der Episoden ist von Person zu Person verschieden. Manche haben nur eine einzelne Episoden, andere haben viele. Zwischen den Episoden ist der Patient im Prinzip psychisch gesund. Schätzungsweise sind ein bis zwei Prozent der Bevölkerung von der manisch-depressiven Erkrankung betroffen.
Gründe für das Entstehen der manisch-depressiven Erkrankung
Familien- und Zwillingsstudien haben gezeigt, dass erbliche Faktoren für die Entstehung der Krankheit von Bedeutung sind. Forscher bemühen sich herauszufinden, welche Gene konkret für die krankhaften Stimmungsänderungen verantwortlich sind.
Vieles deutet darauf hin, dass die Fähigkeit der Regulation wichtiger Signalstoffe (Überträgersubstanzen) im Gehirn (Serotonin, Noradrenalin, Dopamin) gestört ist. Eine Therapie zielt deshalb darauf ab, eine kontrollierte Ausschüttung dieser Signalstoffe zu erreichen.
Symptome der Manisch-depressiven Erkrankung
Das Krankheitsbild der Depression:
* Herabgestimmtheit
* Starke Hoffnungslosigkeit
* Mimik und Sprache sind gehemmt (also langsam und starr)
* Patient leidet an fehlendem Selbstbewusstsein
* ausgeprägte Entscheidungsschwäche
* Die Gedanken kreisen oft um Tod und Selbstmord.
* Körperliche Symptome (z.B. Appetitverlust, Gewichtsabnahme)
(Mehr zum Krankheitsbild der Depression können sie hier nachlesen.)
In den manischen Perioden ist das Krankheitsbild genau entgegengesetzt. Der Betroffene hat Lebenskraft und das Bedürfnis, etwas auszurichten. Die wichtigsten Symptome sind:
* Gehobene/euphorische Stimmung, Aggression, Reizbarkeit
* Stark gesteigerter Antrieb und Energie mit Bewegungs- und Aktivitätsdrang
* Drang zu Reden; die Stimme ist kräftiger und man spricht schneller als sonst.
* Meist keine Krankheitseinsicht
* Man ist nicht müde, hat kaum das Bedürfnis zu schlafen.
* Hemmungsloses und unkritisches Verhalten; Impulsivität, Spontaneität
* Erhöhtes Selbstbewusstsein bis zum Größenwahn
Im Rahmen schwerer sowohl depressiver als auch manischer Perioden können Wahnvorstellungen auftreten. Dabei neigt der Patient in der manischen Episode eher zur Selbstüberschätzung bis hin zum Größenwahn; der Patient glaubt beispielsweise, „Gottes Auserwählter“ zu sein oder eine große Erfindung gemacht zu haben oder über höhere Einsichtigen zu verfügen. Dagegen neigt der depressive Patient eher dazu, sich selbst abzuwerten. Innerhalb schwerer depressiver Episoden kann es zur Ausbildung eines sog. „nihilistischen Wahns“ kommen; der Patient empfindet sich dann als vollkommen wertlos.
Ich hoffe das ich helfen konnten?
LG Manuela