Nur noch Ja Sager, Radfahrer gefragt?

Hallo,

nach dem heutigen Tag kann ich diese Frage mit einem entschiedenen JA beantworten. Wie schaut es denn in anderen Firmen aus? Wer es wagt auch nur ein Widerwort (in meinem Fall Ablehnung der Mitarbeiterbeurteilung)zu sagen, wird knallhart unter Druck gesetzt. Beispiel: Ältere Fehler werden bei dem Gespräch (MA der Personalabteilung ist mit übergeordneten Chef dabe9) hochgekocht und es wird behaupet 30 Prozent Fehler wären an der Tagesordnung und das Betriebsklima leidet da die Kollegen die Fehler ständig ausbessern müssen.
Es läuft im mehr in Richtung Mobbing, damit Platz für junge, schöne, gesunde, studierte Mädchen geschaffen werden kann. Eine Kollegin muss jetzt 3 Leute vertreten obwohl sie wegen ihrers Kindes nur halbtags arbeiten kann. Den Chefs ist das egal. Traurige Zeiten :frowning:

Gruß

Roland

hallo roland,

ich weiß nicht, in welcher wolke du bisher gelebt hast. herzlich willkommen in der ausbeutergesellschaft.
du ärmster, tröst!
im plauderbrett jammern sich einige andere auch aus, bist nicht allein.

strubbel
E:open_mouth:)

hallo roland,

ich weiß nicht, in welcher wolke du bisher gelebt hast.
herzlich willkommen in der ausbeutergesellschaft.
du ärmster, tröst!
im plauderbrett jammern sich einige andere auch aus, bist
nicht allein.

strubbel

Hallo E:open_mouth:),
klingt interessant. Na dann erzähl doch mal wie Du Dich mit der heutigen Berufswelt arrangiert hast. Bist ja anscheinend auch in der IT tätig.
Schon mal unverschuldet arbeitslos geworden? Immer auf der Seite der starken, erfolgreichen und dynamischen Erfolgsmenschen? Allzeit anpassungsfähig? Oder einfach nur zynisch?

P.S. Selbstgefällige Larmoyanz geht mir übrigens auch auf’n Keks

Gruß bobesch

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hallo bobesch,

jepp, schon mehrere male.
aber ich unterliege nicht der illusion einer sozialpartnerschaftlichen gemeinschaft zwischen unternehmer und angestelltem.
das ist nun mal so. hat nichts mit zynismus zu tun, daß wir im kapitalismus leben. es hat keinen sinn, sich was vorzumachen.
es geht nie um den menschen, sondern um den profit. das ist das grundprinzip der gesellschft und hat nichts mit IT zu tun.
in der sog. dotcom-ära dachten auch schon einige, eine neue, bessere gesellschaft wäre über nacht ausgebrochen. das ist aber eine illusion. für jeden einzelnen ist es immer eine entäuschung, wenn eine täuschung nicht mehr besteht und daher schmerzhaft.
das wird so weitergehen und noch viel schlimmer werden.
ach nein, wir ham ja jetzt ne kanzlerin. jetzt wird alles super!

strubbel
$:open_mouth:)

Hallo $:open_mouth:),

aber ich unterliege nicht der illusion einer
sozialpartnerschaftlichen gemeinschaft zwischen unternehmer
und angestelltem.

Ähem, darum ging’s auch nicht. Das System ist ein bisschen komplizierter. Der Unternehmer wer soll das sein? Herr Ackermann? Herr Zetsche? Herr Kagermann? Oder doch eher die Kapitaleigner, die großen Fonds, die Pensionskassen, die „Heuschrecken“?

das ist nun mal so. hat nichts mit zynismus zu tun, daß wir im
kapitalismus leben. es hat keinen sinn, sich was vorzumachen.
es geht nie um den menschen, sondern um den profit.

==> Plauderbrett!

in der sog. dotcom-ära dachten auch schon einige, eine neue,
bessere gesellschaft wäre über nacht ausgebrochen.

Wie kommst Du darauf? Bessere Gesellschaft weil alle (Shareholder in den reichen Industrieländern) ganz schnell ganz reich werden? Da hab ich andere Vorstellungen von gerechterer Gesellschaft und die kann auch nicht an den Landesgrenzen enden, weil es immer irgendwo einen armen Schlucker gibt, der für einen Bruchteil Deines Gehaltes Deine Arbeit gerne übernimmt.
Und ich bin einfach (noch)nicht bereit dieses System als Gott gegeben hinzunehmen.

Amen, bobesch

hallo bobesch,

du bist bei mir an der falschen adresse.
ich hänge keinerlei illusionen über unserer gesllschaft nach. da bringst du etwas durcheinnader.
ich wundere mich nur ein wenig, daß, nachdem es millionen leute in diesem lande so ging, jemand so erschüttert ist.

strubbel
V:open_mouth:)

hallo Strubbel,

das wir nicht auf Wolke 7 leben ist mir schon sehr lange klar. Auch das uns der Ostblock mächtig unter Druck setzt und teilweise (Betonung liegt auf teilweise) die Arbeitsplätze wegnimmt. Was mich ank… ist die Arroganz und Unfähigkeit diverser Vorgesetzter die Teamfähigkeit von ihren Mitarbeitern verlangen selbst aber introvetiert sind. In ihrer Selbstgefälligkeit umgeben sie sich nur mit Ja Sagern und Duz Freunden. Wenn Du nur ein kritisches Wort von Dir gibst bist Du dran.

Das beunruhigende daran ist, 99 Prozent der Mitarbeiter halten den Mund und lassen sich alles gefallen. Wenn die Leute solidarischer wären, könnten die Zustände ein bisschen besser werden hier auf Erden. Wunschträume, ich weiß.

Gruß
Roland