'Nur' schwaches Immunsystem?

Hallo,

mein Name ist Susanne und ich bin fast 40 Jahre alt. Bevor ich zu meinen Blutwerten komme, muss ich vorab schon einmal etwas weiter ausholen.
Ich habe seit einigen Jahren neurologische Symptome. Manifestiert hat sich das ganze Ende 2004, Anfang 2005.
Im Februar 2005 wars dann so schlimm, dass ich freiwillig in ein KH ging. Symptome: Kraftlosigkeit in den Beinen, schlecht gehen können, Missemfindungen im Gesicht (pelzige Stellen), Gedämpftes Gefühl bei Berührung auf der Haut. Treppensteigen war besonders katastrophal.
Die Untersuchung in der Notaufnahme ergab, dass ich dableiben musste zwecks weiterer Untersuchungen. Man erklärte mir, in meinem Alter könne das nur eine Entzündung sein und man habe den Verdacht auf MS.
Sämtliche Standardtests wurden gemacht, aber es fand sich kein Hinweis auf diesen Verdacht. Lediglich eine kleine Läsion im Kopf, die man aber vernachlässigen könne.
Ein Kontroll MRT 3 Monate später (diesmal mit Kontrastmittel) ergab, dass die Läsion inaktiv ist (keine Kontrastmittelaufnahme).

Meine HA beobachtete das ganze weiter. Anfang 2006 wies sie mich erneut in eine Klinik ein, das ich zu diesem Zeitpunkt immer mal wieder Fieber hatte (mehrere Wochen), mich nur noch krank fühlte und sie eine Grippe/grippalen Infekt ausschloss.
Wieder die ganze Prozedur, inklusive MRT und Nervenwasseruntersuchung.
Die Läsion ist immer noch da, unverändert und inaktiv. Bei einer Nervenmessung im Bein (rechts) stellte man fest, das ein Nerv teilweise denerviert ist. Es besteht eine Fußheberschwäche. Im rechten Fuß habe ich allerdings auch eine Arthrose (OSG, Zustand nach Bänderplastik 1992). Das rechte bein wurde gar nicht mehr richtig durchgemessen. Beim Mrt fand man auch 4 vorgewölbte Bandscheiben, und Blutschwämme an Wirbeln. Man erklärte mir, dass man duer Läsion keine Beachtung schenken brauche, da 30 Prozent aller gesunden Menschen sowas haben und auch nicht krank seien. Die bandscheiben könne man auch vernachlässigen. Nebendiagnose: teilweise, schlaffe Lähmung beider Beine. Therapieempfehlung: dauerhaft (lebenslang) KG.
Da ich mich dann irgendwann im Krankengeldbezug befand, forderte meine KK einen Bericht an. Erstaunlicher Weise erhielt die KK einen anderen Bericht. Die Nebendiagnose war aufgehoben (!!) und stattdessen stand dort nun, es sei psychosomatisch… Ich fühlte mich sowas von verarscht, denn aufgrund des anderen Berichtes wurde bei mir eine Muskelbiopsie im rechten bein vorgenommen. Und das sogar 2 mal -.-… 2 mal deshalb, weilö die erste schief ging, was man mir aber erst nach 2 Monaten mitteilte (das Gewebe wurde formalifixiert ins Labor geschickt, 5 Tage nach der Entnahme und war somit für eine chemische Untersuchung nicht geeignet). Die 2. Biopsie lies ich woanders machen. Diese war erfolgreich. Jedoch brachte sie auch keinen Hinweis darauf, auf welche Erkrankung meine Beschwerden zurückzuführen sind. Einige Muskelfasern haben sich zurück gebildet, andere sind dafür überentwickelt. Eine Erkrankung des zentralen Nervensystems kommt in Frage.

Soweit, so gut… oder auch eben nicht. Im April diesen Jahres unterzog ich mich dann einer teilstationäre Psychotherapie für 6 Wochen. Meine Beschwerden hatten sich ausgeweitet. Allerdings wurden diese weder besser noch schlechter während der Therapie.

Im august Diesen Jahres ging meine HA dann noch mal meine vorliegenden Blutbilder druch und ihr fiel nach über 3 Jahren dann mal auf, dass damit etwas nicht stimmt. Zudem habe ich öfter Wasser in den Beinen und nehme dann zwischendurch was zum Entwässern.
Zu diesem Zeitpunkt war es dann schon so, dass ich Nachts ständig schwitze, was ich natürlich zunächst auf sommerliche Temperaturen zurück führte. Ich habe diese Problem aber immer noch. Ich schwimme sehr oft Nachts im Schweiss. Zudem bin ich nur noch müde, fühle mich grippig. Ich habe seit längerer Zeit verstärkt Wadenkrämpfe, die ich nicht mehr einfach so durch überstrecken lösen kann. Magnesium und Caciumspiegel sind ok, habe dennoch beides verordnet bekommen. Ausser Durchfall nach 3 Tagen hat sich aber nichts geändert. Desweiteren leide ich seit Monaten immer wieder an Durchfall.

Ich bin Allergikerin (Hausstaub, Pollen, Schimmelpilze) und habe Asthma Bronchiale und eine chronische Bronchitis. Das Asthma habe ich aber seit Jahren völlig im Griff und nehme Medikamente nur bei Bedarf und das sehr selten. Ich bin Raucherin (ja ich weiss, äusserst ungesund)

Hier nun meine Blutwerte:

11.02.205
Leukozyten - 9,1
Segmentkernige - 75,1 (%)
Lymphozyten - 17,7 (%)
Fibrinogen - 406 (mg/dl)
Eisen im Serum - 28,5
IgG - 797 (mg/dl)
IgM - 55
C-reakt. Protein - 0,7

30.08.2007 (4 Wochen nach Muskelbiopsie)
Leukozyten - 11,7
Seegmentkernige - nicht untersucht
Lymphozyten - nicht untersucht
Fibrinogen - 474
Eisen im Serum - 19,9
IgG - 723
IgM - 52
C-reakt. Protein -

Hallo Susanne !

Wurde eigentlich einmal eine Borreliose ausgeschlossen ? Diese
Erkrankung wird ja (nicht selten auch durch unbemerkte) Zeckenbisse
übertragen und kann sich durch Fieber, Abgeschlagenheit und
Schädigungen im peripheren Nervensystem (siehe Fußheberschwäche)
bemerkbar machen. Allerdings bestehen dann auch häufig Gelenk-
schmerzen, die Du ja nicht beschrieben hast. Trotzdem gibt es
ja auch atypische Verläufe, so dass man hier mal nachsehen sollte.

Deinen Laborwerten kann man eigentlich nur entnehmen, dass sie
keine aktive (floride) Entzündung anzeigen. Es ist aber auch nicht
viel, was da bestimmt wurde.

Wichtig wären an sich noch folgende Werte / Untersuchungen:

  • Differentialblutbild
  • Proteinelektrophorese
  • Ferritin
  • Nierenwerte (Kreatinin + Harnstoff)
  • Gesamteiweiß
  • Albumin
  • Autoimmun-Antikörper (ANCA, ANA, DSNA, C3C).
  • Untersuchung des Nervenwassers (Liquor-Diagnostik).

Mit der Diagnose MS wäre ich noch zurückhaltend.
Einerseits müssen mehrere Läsionen im Verlauf mittels MRT
nachgewiesen werden und dann müssen die Läsionen im Gehirn
auch noch zu der Symptomatik passen. Solange dies nicht
der Falls ist, kann man an sich nicht von einer gesicherten
MS reden.

Hoffe, die Infos helfen erstmal weiter.

Gruß
Kai (Arzt für Innere Medizin)

Hallo Kai,

ich danke dir für die schnelle Antwort.
Borreliose wurde ausgeschlossen. Ich habe auch längst nicht alles an Symptomen aufgezählt, weils einfach zuviele sind. Muskelschmewrzen, Gelenkschmerzen und Rückenschmerzen prägen allerdings auch meinen Alltag.
Nervenwasser wurde 2 mal untersucht, dort war alles ohne Befund, also tip top.
Mir liegen noch einige andere Blutwerte vor, jedoch alle im Normbereich. wollte nur nicht alle aufführen :smile:
An eine MS denke ich ohnehin nicht, die wurde ja eh ausgeschlossen, mangels an Beweisen. ich bin nur mittlerweile etwas hilflos.

Autoimmun-Antikörper weiss ich nicht wirklich, ob diese überprüft wurden, gehe aber davon aus. Denn ich war in einer neurologischen Fachklinik. Die Blutbilder, welche mir hier vorliegen in Kopie sind solche, die meine HA hat machen lassen.
Die kleine Läsion befindet sich im Marklager der Insel rechts (sie ist signalintens). Ansonsten fraglich diskrete winzige flaue Signalstörungen im Putamens beidseits unspezifisch.

Ich habe mir mal den Bericht von diesem KH aus meinem Schrank gekramt und dort stehen doch Blutwerte… Laut Labor (15.02.2007) gabs auch dort Auffälligkeiten im Differenzialblutbild und erhöhter CRP. Vitamim B12 und Folsäure im unteren Normbereich. Alle anderen Werte waren wohl normal. Man hat nur pathologische Werte aufgezeigt.
Untersucht wurden insgesamt: Blutbild und Differenzial BB, Thrombozyten, AST (vorher GOT), ALT (vorher GPT), Gamma-GT, ALP (vorher AP), Gesamt Billi, Kreatinin, Triglyceride, Cholesterin, AHDL, RISK, ALDL, Natrium, Kalium, Chlorid, Calcium, IgA, IgG, IgM, Quick, PTT, CRP, Nüchtern-Glukose, TSH-basal, Beta-HCG und TPHA im Serum, Vitamin B12 und Folsäure… Ich kenne die ganzen Faktoren da nicht, aber sehe auch nicht die Autoimmun-Antikörper dort, welche du aufgeführt hast.

Liquordiagnostik (19.02.2007): Zellzahl: 1 Lymphozyt/mikrol? (ich hab das zeichen net auf der Tastatur), Keine Blut-Liquor-Schrankenstörung, keine intrathekale Immunglobulin-Synthese im Quotientenschema. Keine oliglokonalen Banden nachweisbar. Keine Borrelien-Antikörper in Liquor und Serum.

Vitamin B12 war im unteren Normbereich und Folsäure auch. Habe Spritzen bekommen und der Wert wird ab und zu kontrolliert. Er sackt immer wieder mal ab. Bekomme dann wieder Spritzen.

Laut dem KH damals kann die Läsion wie gesagt vernachlässigt werden. Desweiteren erklärte man mir, dass eine MS zb schon nicht in Frage kommen kann, weil die Immunglobuline im Blut dann erhöht sein müssten. Der Liquor war ja auch ohne Befund. Von daher könne man eine MS ausschliessen.

LG, Susanne

Hallo Susanne,

mi kommt da nur gerade dies in den Kopf: http://www.gesundheit.de/krankheiten/infektionskrank…

Bei mir wurde das festgestellt, obwohl ich mich an keine Durchfallerkrankung erinnern konnte. Es war mehr eine Zufallsdiagnose - aber einfach mal kontrollieren kann ja nicht schaden.

Ansonsten drücke ich dir die Daumen, dass du bald den Grund findest.

Gruß Maren

Hallo Susanne,

du schreibst da was von einem MRT, was wurde denn aufgenommen? Nur der Schädel oder auch das Rückenmark?

Dann schreibst du von einer Läsion, die kein Kontrastmittel aufgenommen hat. Das ist ja kein Wunder, wenn du die Symptome mehrere Monate vor der Aufnahme hattest.

Zu den Blutwerten kann ich auch nichts sagen, aber wenn du hier keine Antwort auf deine Fragen findest, dann schau doch mal z.B. zu:

http://www.ms-lebensbaum.de
http://www.ehrliche-hamster.de

Dort kannst du eine Frage an den Arzt stellen oder dir einfach die Postings durchlesen. Es gibt da eine Krankheit, bei der die peripheren Nerven geschädigt werden, aber mir fällt der Name jetzt gerade nicht ein. Ich glaube Polyneuropathie. Kannst ja mal danach googeln.

Was ich damit sagen will: Die Ärzte in diesen Foren wissen auch mit der Differentialdiagnose Bescheid. Es kommen oft Leute dort vorbei, die seltsame Symptome haben und nicht wissen, ob das nun MS ist oder was anderes.

Schöne Grüße

Petra

ZU Autoimmunantikörper
Hallo Susanne, es kann sein, dass die nicht untersucht wurden, weil man da auf jeden Fall eine Veränderung sehen könnte, da du eh schon Allergiker bist, der Test würde also nix bringen.
Aber dennoch kann man an was Autoimmunes denken, denn wer eine Allergie hat, neigt auch zu anderen Autoimmunerkrankungen.
Ansonsten hab ich dennoch auch an eine MS gedacht als ich das las, oder eben an Borrelliose und vermutlich gibts noch eine Menge mehr Neuroerkranungen, die In Frage kommen.
Das Ding in deinem Kopf ist sicher nicht psychosomatisch und drückt evtl irgendwogegen, auch wenn es nicht bösartig ist.
Hast du eine Kopie von deinen Berichten, die kannst du doch auch bei der KV einreichen, wenn die dir mit Psychosomatisch kommen.
Gruß
dito :wink:

Hallo Petra,

vielen Dank für deine Antwort.
Im ersten KH (2005) wurde lediglich ein MRT vom Kopf gemacht, ohne Kontrastmittel. Ein Kontroll MRT 3 Monate später wurde mit Kontrastmittel von Kopf und Halswirbelsäule gemacht.
Das zweite Krankenhaus (2007)hat ein MRT von Kopf, Halswirbelsäule und Brustwirbelsäule gemacht (mit Kontrastmittel). Laut Bericht: HWS UND BWS -Keine intramedullären Läsionen im normalkalibrigen Myelom abgrenzbar. KOPF - Keine E.D. (MS) typischen Läsionen.

Also keine MS…Ich werde mich aber dennoch mal auf den von dir vorgeschlagenen Seiten umschauen :smile:

LG, Susanne

Hi Susanne :smile:

Danke für deine Antwort.
Also ich habe ja schon eine Psychotherapie hinter mir. Meine Krankenkasse hat ja einen Bericht und kein Interesse an dem Bericht, den ich habe :smile:
Zu der Läsion sagte man mir wie gesagt, dass sie nichts zu bedeuten hat, da 30 Prozent aller gesunden Menschen so etwas haben (laut Statistik). Das sagte man mir dort.
Die gestellte Nebendiagnose teilte man mir vor Ort nicht mit, ebenso wenig, das Nervenmessungen im Bein nicht 100 Pro in Ordnung waren. Im Grunde genommen wurde ich als physiologisch gesund entlassen.
Als meine HA den Bericht bekam, konnte sie es dem Bericht entnehmen und die Nebendiagnose war eben die teilweise, schlaffe Lähmung beider Beine mit Empfehlung der dauerhaften KG.
Den Bericht, welche die Krankenkasse hat (meine HA hat eine Kopie bekommen), besagt etwas anderes. Dieser Bericht wurde 5 Monate nach meiner Entlassung geschrieben und enthielt weder die Nebendiagnose, noch die Therapieempfehling. Statt dessen der Hinweis auf Psychosomatik… Mit einem Psychiater hatte ich allerdings dort nie das Vergnügen.

Ich wehre mich nicht gegen eine Psychosomatik, alles ist schliesslich möglich. Aber ich wehre mich gegen solch eine Behandlung.
Das Problem an der Sache: Wann immer ich nun zu einem Arzt sage, ich habe dieses und jenes (ausser meine HA!!) schaut man sofort auf die Psychosomatik und ich werde belächelt.
Ich habe nichtmal ein adäquates Schmerzmittel für die Rückenschmerzen und meine Arthrose im Fuß. Die Arthrose ist eine gesicherte Diagnose. Ich kann meinen Fuß auch nicht mehr richtig ranziehen und der Fusshebermuskel funktioniert nicht mehr richtig, weshalb der Fuß beim gehen net richtig abrollt. Und ebenso sicher ist es, dass 4 Bandscheiben (2 in HWS und 2 in BWS) vorgewölbt sind und mindestens eine davon auch aufs Rückenmark drückt. Da die Aufnahmen aber im Liegen gemacht wurden, kanns durchaus sein, dass unter Bewegung oder im Sitzen eben mehr als nur eine daraufdrückt… Interessiert aber nicht wirklich jemanden.

Laut Psychotherapeuten soll ich, wenn ich Schmerzen habe, immer erst zu einem Psychiater gehen. Ein Psychiater kann aber an Arthroseschmerzen nichts machen, oder? ich bin seit Jahren keinen einzigen Tag ohne Schmerzen.

und zu meiner KK: Ich selber habe 2007 mehr als einmal um Beratung für eine Rehabehandlung gebeten, um Gespräche mit dem medizinischen Dienst gebeten, Kontaktaufnahme zur Sozialarbeiterin…usw usw. Da kam aber leider nichts. Nur ein Gespräch mit einer Sozialarbeiterin die mir nach dem Gespräch sagte (sie ist für psychisch Kranke zuständig), sie könne keinen psychischen Auffälligkeiten an mir feststellen und ich sei bei ihr eigentlich falsch. Da sie den Fall aber intern nicht weiter geben möchte, damit die Bearbeitung sich nicht verzögert usw, behält sie meinen Fall. Ich bin zu 20 Prozent seit zig Jahren schwerbehindert und sie füllte mit mir einen Verschlimmerungsantrag aus. Sie schrieb da rein: Schädigung des Rückenmarks, Verdacht auf MS usw. Diesen Antrag habe ich aber bis heute nicht abgegeben, denn von Schädigungen des Rückenmarks steht in keinem Bericht etwas, auch habe ich sowas nie erwähnt und mit Verdacht MS bei den bisherigen Befunden kann man auch nichts anfangen. Desweiteren empfahl sie mir, einen Antrag auf EU-Rente zu stellen. Als ich nach Hause fuhr, wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte… Ja und das wars dann auch schon. Dabei hatte sie mir telefonisch zuvor emfohlen, einen Psychiater aufzusuchen. Sie rief dann 3 Tage später nach dem persönlichen Termin nocheinmal an und ruderte wieder rückwärts, was die Berentung anging. Sie hätte sich das nochmal überlegt, ich solle das nicht tun. Ich wäre viel zu jung dafür. Und wieder wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte…
Mehr kam an Unterstützung von der KK nicht.

Mittlerweile bin ich psychisch angeschlagen und da stehe ich auch zu. Aber Freunde und meine Kinder geben mir Halt und immer wieder neue Kraft.

LG, Susanne

Hallo Susanne,

hast Du denn da mal nachgehakt wie es zu den beiden unterschiedlichen Berichten gekommen ist? Lass Dir doch Kopien aller Untersuchungsergebnisse ausstellen (das mache ich grundsätzlich, für meine Akten) einige Berichte scheinst Du ja aber zu haben.

Gruß
Maja

PS Und wenn Du Dich bei einer anderen Stelle nochmal unabhängig von den bisherigen Ergebnissen/Untersuchungen duchchecken lässt?

Hallo Susanne,

gerade in den letzten Wochen nahm ich eine Patientin an, die mit den gleichen Symptomen in unserer Uniklinik gelandet war, auch auf MS untersucht wurde und auch nichts gefunden wurde.

Ich war ehrlich zu ihr, das ich nicht wüsste, ob ich ihr helfen kann, und doch gingen die Taubheitsgefühle sofort zurück.
Die Behandlung war individuell angepasst an die Befunde, die sie mir so mitbrachte (sie in Person).
Was genau das sein könnte, kann man bei Dir deshalb nicht von Ferne sagen. Desweiteren suchte sie Hilfe bei meinem Leib- und Magenarzt, wie ich zu sagen pflege und siehe da: Lamblien, Gardia Lamblia. Ich fand, vorher, ohne es zu wissen, u.a. auch den Dünndarm als auffällig und die Behandlung dort brachte das halbseitige Taubheitsgefühl der Bauchhaut weg, z.b.

Die Antibiotische Behandlung zusammen mit meiner osteopathischen Behandlung haben gut angeschlagen, sie ist sehr glücklich und hat ihren vollen Lebensmut wieder, allerdings war sie auch erst wenige Monate krank, bevor sie diese Hilfe gefunden hat, was doch eine große Rollen spielt.

Was ich damit sagen möchte, ist, das es Gründe für Deine Symptome gibt und das Du jemanden finden mußt, der bereit ist, sich auf die Suche zu machen und das ist schwierig genug.

Allein Deine Arthrose rechts muß behandelt werden, man kann sie zumindest lindern, das weiß ich aus Erfahrung von vielen Patienten, die eigentlich wegen ganz anderen Symptomen kommen, z.b. auch Rückenschmerzen mit Taubheitsgefühlen und Schwäche (leichte Lähmungen) und die auch z.b. alte Fuß- und Sprunggelenkverletzungen haben und die Beschwerden besser werden, wenn ich den vor Ewigkeiten verletzten Fuß behandel und beweglich mache.

Das sollen nur ein paar Beispiele sein und Mut machen.
Ich arbeite als Physiotherapeutin, z.b. nach Brügger und mit Osteopathie, der Arzt, der mir geholfen hat, kombiniert applied Kinesiology mit Schulmedizin.

Viel Glück

Kathy

Hallo SuzyMcLeod,

nachdem mir die Kiste gerade abgestürzt ist und ich dadurch meinen langen Text an Dich leider verloren habe, hier (leider) nur noch die Kurzform:

ich würde die Borre nicht ausschließen, da die ganze Serologie extrem unzuverlässig ist. Im Gegenteil, nachdem was Du schilderst, halte ich es für ausgesprochen wahrscheinlich, dass Du an dieser heimtückischen Krankheit leidest. Mit Fortschreiten der Krankheit werden die Patienten sehr häufig berufsunfähig, manche landen sogar im Rollstuhl.

Ich empfehle Dir, Dich im BorrelioseForum des Deutschen Borreliose Bundes anzumelden und dort mal einige der ca. 1000 Krankengeschichten zu lesen. Ich bin mir sicher, dass Du Dich gänzlich wiedererkennst.

http://www.borreliose-forum.de/cms/html/index.php

dort sitzen die wahren Experten, während dessen die Weißkittel sich in der riesigen Mehrzahl überhaupt nicht auskennen. Die verstehen von dieser Krankheit so viel wie eine Kuh von der Mathematik, nämlich gar nichts. Deutschlandweit gibt es gerade mal eine Handvoll Ärzte, die sich nach heutigem (sehr geringen) Wissensstand über diese Krankheitsgruppe (es gibt ca. ein Dutzend verschiedene Erreger, die allesamt durch Zecken übertragen werden und welche alle sehr ähnliche Symptome auslösen, ca. 130 Symptome sind bekannt) wirklich auskennen. so ist beispielsweise in ganz München kein einziger dieser Ärzte zu finden.

Die nach bisherigem Wissenstand wirksamste Behandlung besteht in einer langandauernden, hochdosierten und kombinierten Antibiotika-Therapie. Ein halbes Jahr Dauereinnahme ist keine Seltenheit, um Resistenzen zu vermeiden, braucht man mindestens 4-5 mg je kg Körpergewicht und Tag und das kombiniert, d.h. man nimmt - ähnlich wie bei der Malaria - verschiedene Antibiotika gleichzeitig. Viele Ärzte verschreiben aber nur ABs für 20 Tage und oftmals viel zu gering dosiert (100 mg pro Tag wollte man mir mal andrehen, 400 mg brauche ich aber!). Mit einer derart falschen Therapie züchtet man sich förmlich Resistenzen.

Etlich andere und auch ich haben schon mehrfach ausführlich hier in wer-weiss-was über die Borre geschrieben, suche einfach mal im Archiv.

Den einzigen psychischen Rat, den ich Dir geben kann: Glaube den Weißkitteln prinzipiell NICHTS! Du bist der Experte für Deinen Körper, nicht die! Du weißt am Besten, was beunruhigend ist und was nicht. Lass Dich nicht von blöden Sprüchen dieser unwissenden aber oft hochnäsigen Spezies nicht unterkriegen. Die verwechseln nämlich sehr oft Ursache (Borre) und Folgeerkrankung (z.B. psychische Probleme).

Du kennst ja den Spruch: An Borreliose stirbt man nicht, sie tötet nur das Leben.
aber auch den: Wer kämpft, kann verlieren (gegen die Krankheit und die Unwissenheit der Ärzte), wer aber nicht kämpft, der hat schon verloren.

Also: Nie den Mut verlieren, auch wenn’s schwer fällt

Viel Glück

Alexander, dessen Frau schon seit 2,5 Jahren an dieser heimtückischen Krankheit leidet.

Hallo !
Muß mal zu einer Äußerung Stellung beziehen:

Den einzigen psychischen Rat, den ich Dir geben kann: Glaube
den Weißkitteln prinzipiell NICHTS!

Diesen Ratschlag halte ich für sehr bedenklich !
Es mag ja sein, dass es im Land viele Ärzte gibt, die sich nicht
bis ins letzte Detail mit der Borreliose auskennen. Und es stimmt
auch, dass der serologische Nachweis einer Borrelien-Infektion
nicht einfach ist und auch nicht immer gelingt.

Dennoch scherst Du hier eine ganze Berufsgruppe über einen Kamm.
Und das halte ich für unangebracht. Was Du schreibst, spiegelt
letztlich nur Deine Erfahrungen bzw. die Deiner Ehefrau wider.

Das bedeutet nicht, dass man hin und wieder auch mal skeptisch
sein darf, wenn Diagnose und Therapie eines Arztes seltsam
anmuten und nicht zu passen scheinen. Aber die ganze Schulmedizin
anzuzweifeln ist dann doch wenig empfehlenswert.

Gruß
Kai (Arzt für Innere Medizin)

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Hallo

und zu meiner KK: Ich selber habe 2007 mehr als einmal um
Beratung für eine Rehabehandlung gebeten, um Gespräche mit dem
medizinischen Dienst gebeten, Kontaktaufnahme zur
Sozialarbeiterin…usw usw. Da kam aber leider nichts. Nur ein
Gespräch mit einer Sozialarbeiterin die mir nach dem Gespräch
sagte (sie ist für psychisch Kranke zuständig), sie könne

Sie schrieb da rein: Schädigung
des Rückenmarks, Verdacht auf MS usw. Diesen Antrag habe ich
aber bis heute nicht abgegeben, denn von Schädigungen des
Rückenmarks steht in keinem Bericht etwas, auch habe ich sowas
nie erwähnt und mit Verdacht MS bei den bisherigen Befunden
kann man auch nichts anfangen. Desweiteren empfahl sie mir,
einen Antrag auf EU-Rente zu stellen. Als ich nach Hause fuhr,
wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte… Ja und
das wars dann auch schon.

Könnte das ihr Versuch gewesen sein, dir aus dem Psychoteufelskreis rauszuhelfen und wieder etwas rein somatisches als Verdachtsdiagnose zu haben? Ob es sich in den Berichten wiederspiegelt, ist dabei unerheblich, es gibt aber dennoch einige Hinweise, dass deine Krankheit zumindest eine Ähnlichkeit mit MS hat, auch wenn MS bisher schon mal ausgeschlossen war. Eine Verdachtsdiagnose ist ja nichts weiter als ein Verdacht. Und eine Ausschlussdiagnose ist auch nicht unbedingt immer endgültig. Durch deine Multimorbiditaät fällt es eben schwer, die Symptomenkomplexe richtig zusammenzufassen und zuzuordnen.
Und MS ist für die Reha-BEdarfsanmeldung quasi besser/glaubwürdiger als zB. die „Modekrankheit“ Borreliose
(sorry an alle Betroffenen, aber es gibt in diesem Bereich doch eine große Panikmache durch Presse und TV, die auch zu gewissen Hypochondrien führt, regelmässig nach entsprechenden Berichten, damit möchte ich wirklich Betroffene nicht angreifen, ich hoffe ihr versteht das so wie ich es meine)

Also gib den Antrag ab, wenn es noch geht oder sieh zu dass du von ihr einen neuen bekommst.

So kommst du zu deiner Kur und weiterer KG (bei MS gibt es KG, nicht aber bei „nixgenauesweißmannicht“).

Gruß Susanne

Hallo Kai, guten Abend,

leider fühlen sich durch solche (meine) Äußerungen immer die falschen Leute angegriffen.

Leute (egal ob Ärzte oder nicht), die sich hier in einem Forum freiwillig bereiterklären, anderen Leuten Ratschläge und Tipps zu geben, diese Leute machen das uneigennützig und um der Sache willen. So wie Du, so wie ich. Du bekommst nichts dafür, ich auch nicht (Sternchen ausgenommen).
Wenn Du, Kai, von Beruf Arzt, Dir hier die Mühe machst um andere und ratsuchende Mitmenschen an Deinem Wissen teil haben zu lassen, so ist das mehr wie löblich. Damit hebst Du Dich schon von der großen Mehrzahl Deiner Berufskollegen ab. Es zeigt (nicht nur mir), dass für Dich der Beruf noch eine Berufung ist. Und genau so sollte es auch sein. Und noch viel hervorstechender ist die Tatsache, dass Du als Arzt VON DIR AUS die Borreliose (oder eine der Co-Erreger-Erkrankungen) als mögliche Ursache deutlich benannt hast. Dafür danke ich Dir wirklich von ganzem Herzen. Denn Du bist ja nicht erst seit gestern hier im Forum, genau so wie ich auch, und somit weißt Du, dass ich hier schon des öfteren über die Borre als Antwort auf Anfragen geschrieben habe. Meine Kenntnisse über diese Krankheitsgruppe beruht aber eben nicht nur auf der Erkrankung meiner Frau, sondern auch auf den Erfahrungsberichten der Mit-Leidensgenossen meiner Frau. Auf dieses Borreliose-Forum weise ich auch in meinen Beiträgen in schöner Regelmäßigkeit hin.

Und bei ca. 2,5 Mio chronisch Borreliose-Kranker allein in Deutschland, die sich zu Tausenden die dummen Sprüche Deiner Berufsgenossen anhören müssen (Willst Du ein paar Zitate, die meiner Frau schon - von verschiedenen Ärzten - um die Ohren gehauen wurden? Kann ich Dir gerne liefern, als e-mail oder hier im Forum, wie Du willst), die sich von diesen Personen in weiß von oben herab demütigen lassen müssen, von ihnen nicht ernst genommen werden, völlig falsch behandelt werden oder sogar gar nicht behandelt werden - für viele Ärzte gibt es die Borreliose schlicht nicht, geschweige denn chronische Borreliose -, für all diese bedauernswerten Geschöpfe ist es doch mehr wie verständlich, wenn diese (und deren Angehörigen) den Glauben an „die Ärzteschaft“ verlieren. Die Anführungszeichen sollen die Gesamtheit, das Kollektiv ausdrücken. Wir beide kennen aber auch den Spruch: „keine Regel ohne Ausnahme“. Natürlich gilt dieser Spruch auch bei den Ärzten. Und Dein Hinweis auf die Borre zeigt doch schon, dass Du gar nicht zu dieser großen Masse, zu dem „Kollektiv“ gehören kannst. Für Dich ist das Helfen und Heilen noch im Mittelpunkt Deiner Tätigkeit. Schau doch mal in die Weiten der bundesrepublikanischen Republik als Arzt mit offenen Augen und die Borreliose im Fokus: Warum gibt es denn in ganz Deutschland nur eine gute Hand voll Ärzte, welche sich mit dem heutigen (sehr geringen) Kenntnisstand über diese Krankheitsgruppe wirklich gut auskennt und dieses Wissen auch anzuwenden wissen? So findest Du in der Millionenstadt München nicht einen Einzigen, der als Spezialist gelten kann. Ich rede nicht von selbsternannten Spezialisten, die sich aber bei näherer Begutachtung als Flop und Sicherheitsrisiko herausstellen. Gäbe es mehr von Deiner Sorte, Kai, (wirklich und ehrlich: Du warst mit meiner Kritik wahrlich NICHT gemeint!), dann hätten wir vielleicht 25.000 chronisch Borreliose-Kranker, aber nicht 2,5 Mio. Und wir könnten so unserem Gesundheitswesen viele Millionen Euro ersparen bei gleichzeitiger Steigerung der Heilung und Gesunderhaltungsrate der Bevölkerung. Ich bitte Dich daher hier an dieser Stelle: Wenn Du auch nur einen Funken Einfluss auf Deine Kollegen hast, dann vermittle ihnen das Wissen, welches Du Dir ziemlich schnell im Borreliose-Forum des Deutschen Borreliose Bundes im Internet anlesen kannst. Du könntest damit vieeeeeel unnötiges Leid den ohnehin schon genug geplagten Patienten mit dieser Krankheit ersparen. Es gilt, die 20-Tage-Antibiotika-Therapie-und-dann-hast-Du-gesund-zu-sein-"Be"handler endlich als Scharlatane zu entlarven, und in die Ecke zu stellen und statt dessen die „Ärzte aus Berufung um des Helfens und Heilens willen“ wieder die Oberhand gewinnen zu lassen. Wenn Du dazu beitragen könntest, so wäre das absolut super.

Allein mir fehlt der Glaube, dass Du genügend Einfluss hast. Nur ein Bruchteil Deiner Kollegen hat diese "Berufung"s-Einstellung so wie Du.

Thema Schulmedizin: Die wenigen Ärzte, die sich mit der Borre wirklich gut auskennen, sind allesamt Ärzte, welche nach der klassischen Schulmedizin behandeln. Möglicherweise mit ein paar unterstützenden naturheilkundlichen/homöopathischen/alternativen Aspekten, aber die Basisbehandlung beruht auf schulmedizinischem Einsatz von Antibiotika. Aber in Kombination von mehreren Präparaten, hochdosiert und relativ lang andauernd. Denn eines scheint nach bisherigem Kenntnisstand klar: Ohne Antibiose geht nichts zum Besseren voran bei dieser Krankheit (sofern man nicht gerade Protozoen oder Mykoplasmen oder andere Nicht-Bakterien-Viecher sich eingefangen hat, welche ja keine Bakterien sind und somit auch nicht auf ABs ansprechen). Damit stelle ich ausdrücklich fest, dass ich nicht die Schulmedizin in Frage stelle, sondern die Personen, welche trotz ihrer medizinischen Ausbildung diese Krankheitsgruppe (ähnlich wie übrigens auch die Candida-Erkrankung, welche häufig als Folgekrankheit bei Borre-Patienten auftritt) in ihren Schwere - um nicht zu sagen: Gefährlichkeit - völlig unterschätzen und verharmlosen. So sagte der erste Internist (Zitat:smile: „Was wollen Sie eigentlich, Sie sind doch nicht schwer krank, Ihnen läuft doch nichts davon“ - sagte’s und ging in Urlaub, ohne Antibiose für meine Frau, trotz positiver Serologie!!! Ergebnis: sie ist seit 2,5 Jahren Chronikerin und kämpft immer hart am Limit einer Berufsunfähigkeit. Die gesamte Ärzteodyssee erspare ich Dir. Auf alle Fälle kamen von den verschiedensten Ärzten (unterschiedlichster Couleur) teilweise derart haarsträubende Aussprüche, dass ich mich immer sehr zurück halten muss, dass ich nicht noch negativer über diese Personengruppe „als Kollektiv“ schreibe. Die Wenigen, die besser oder gar gut sind, die bestätigen nur diese Regel. Und zu diesen Wenigen gehörst sicher Du auch.

Auch Dir kann ich nur empfehlen, Dich mal im Borreliose-Forum umzuschauen, dort gibt es sogar eine eigene Rubrik „Dumme Ärztesprüche“. Allen diesen Sprücheklopfern wünsche ich diese heimtückische Krankheit - und dass ihnen dann die anderen auch so blöde Sprüche an den Kopf knallen und so krottenfalsch behandeln. Dann erst könnten diese Ärzte wirklich mitreden. Wie sagte man vor ca. 4 Monaten hier im Medizin-Brett: „Medizin ist eine ERFAHRUNGswissenschaft“. Aha. Also keine Naturwissenschaft. Also sollen die Ärzte, die sich nicht auf die Behandlung von Borreliose und deren Co-Erkrankungen spezialisiert haben, auch die Finger davon lassen, da sie ja damit keine ERFAHRUNG haben. Bitte Kai, helfe mit, dass sich viel mehr Ärzte mit diesem wirklich wichtigen Krankheitsfeld intensiv auseinander setzen. Denn für einen schwer kranken Patienten ist es unzumutbar, 9 Monate auf einen Termin bei einem der wenigen Ärzte warten zu müssen und dann noch fast 400 km einfach durch die halbe Republik reisen zu müssen, weil es sonst einfach weit und breit keine ERFAHRenen Ärzte auf dem Gebiet gibt. Der Arzt, bei dem wir diese 9 Monate auf einen Termin warten mussten, ist übrigens auch Internist. Wir waren von diesem Menschen und seinem Wissen über die sehr komplexen Zusammenhänge sehr angetan, ebenso wie von seiner Art uns dieses schwierige medizinische Wissen in einer laienverständlichen Sprache verständlich und anschaulich zu vermitteln. Als Patient ist man selbst der Experte für seinen eigenen Körper. Und da kann man dann sehr schnell sehr gut einschätzen, ob der Mensch in Weiß gegenüber von einem selbst, ob der Plausibles oder Geschwafel von sich gibt. Und heute, mit den technischen Möglichkeiten wie dieses Borreliose-Forum, können sich halt Patienten sehr viel einfacher und schneller austauschen, weshalb bei so schwierigen Krankheiten in aller Regel die Patienten mehr wissen als die meisten Ärzte (Ausgenommen die schon erwähnte Hand voll Spezialisten).

So, lassen wir es für heute wieder mal gut sein.

Sei bitte nochmals versichert: Du bist derjenige, den ich mit meinem Satz am allerwenigsten angegriffen habe. DU hast von Dir aus die Borre ist Spiel gebracht! Andere Ärzte denken noch nicht mal bei einer offensichtlichen Wanderröte an diese Krankheit. Mache bitte allen Dir möglichen Einfluss bei Deinen Kollegen geltend, damit sich da in deren Köpfe was zum Positiven hin verändert. Wenn das gelingt, dann sind solche Sätze wie der von mir (hoffentlich) irgend wann einmal überflüssig.

In diesem Sinne,

ich wünsche Dir ein schönes Wochenende

viele Grüße

Alexander

Muß mal zu einer Äußerung Stellung beziehen:

Den einzigen psychischen Rat, den ich Dir geben kann: Glaube
den Weißkitteln prinzipiell NICHTS!

Diesen Ratschlag halte ich für sehr bedenklich !

Dennoch scherst Du hier eine ganze Berufsgruppe über einen
Kamm.
Und das halte ich für unangebracht. Was Du schreibst, spiegelt
letztlich nur Deine Erfahrungen bzw. die Deiner Ehefrau wider.

Das bedeutet nicht, dass man hin und wieder auch mal skeptisch
sein darf, wenn Diagnose und Therapie eines Arztes seltsam
anmuten und nicht zu passen scheinen. Aber die ganze
Schulmedizin
anzuzweifeln ist dann doch wenig empfehlenswert.

Grüß Dich Susanne,

Und MS ist für die Reha-BEdarfsanmeldung quasi
besser/glaubwürdiger als zB. die „Modekrankheit“ Borreliose
(sorry an alle Betroffenen, aber es gibt in diesem
Bereich doch eine große Panikmache durch Presse und TV, die
auch zu gewissen Hypochondrien führt, regelmässig nach
entsprechenden Berichten, damit möchte ich wirklich Betroffene
nicht angreifen, ich hoffe ihr versteht das so wie ich es
meine)

Nein, Susanne, tut mir leid. Die 2.5 Mio chronisch Borreliose-Kranker lassen Deinen Satz als reinsten Hohn erklingen! Es bilden sich also 2,5 Mio Menschen in Deutschland das alles nur ein. Aha. Mit dieser Aussage rettest Du sicher einen Großteil davor, endgültig berufsunfähig zu werden - wenn sie es nicht sowieso schon sind. Auffällig ist doch, dass sich genau die Beschwerde-Berichte „Hilfe- was kann das sein?“ hier im wer-weiss-was im späteren Frühjahr/Frühsommer sowie im Herbst häufen. Es ist genau die Zeit, in denen die Zecken am aktivsten - und somit am gefährlichsten - sind.

Aber das ist in Deinen Augen sicher alles nur Zufall oder bestenfalls noch „mediengesteuert“. Auch Dir empfehle ich das Mitlesen in der Internet-Selbsthilfegruppe Borreliose-Forum des Deutschen Borreliose Bundes.

http://www.borreliose-forum.de/cms/html/index.php

Und vor allem ist die Diagnose „Sie haben MS“ ja so wunderbar einfach für den Arzt: jeder weiß, dass MS nicht heilbar ist und man zwangsläufig im Rollstuhl landet, früher oder später. Und mit dieser niederschmetternden Diagnose, so ohne jeglichen Hoffnungsschimmer, bricht man auch sehr einfach den Kampfwillen des Patienten: Er fügt sich seinem Schicksal und fragt auch gar nicht mehr nach oder hinterfragt gar diese Aussage. Nun hat die SuzyMcLeod ja Gott sei Dank bescheinigt bekommen, dass sie KEINE MS hat. Und Du willst sie unbedingt - völlig kontraproduktiv - auf MS behandeln lassen. Na wunderbar! Die Pharmafirmen freuen sich gleich doppelt: MS-Präparate verkauft, die bei Borre mehr schaden als nützen und dadurch eine Zustandsverschlechterung - wodurch weitere Medis notwendig werden. Der Traum eines jeden Pharma-Konzerns. Und der Alptraum für jeden Patienten und unser gesamtes Gesundheitssystem.

Wahrscheinlich ist Dir entgangen, dass sich eine Reha-Klinik in NRW (Landesteil Ostwestfalen) mittlerweile auf Kuren/Rehas von Borre-Patienten spezialisiert (ist gerade im Aufbau, wie weit es im Augenblick schon ist, weiß ich nicht). Vorraussetzung für eine erfolgreiche Kur/Reha ist aber eine entsprechend vorher richtiggestaltete Therapie, so dass die Borre als Grunderkrankung zumindest weitgehend zurückgedrängt/eingedämmt/zum Stillstand gebracht ist. Und das ist ein äußerst schwieriges Unterfangen, da die Serologie derart ungenau ist (mit Fehlerquoten je nach Verfahren bis zu 65%).

So kommst du zu deiner Kur und weiterer KG (bei MS gibt es KG,
nicht aber bei „nixgenauesweißmannicht“).

dieser Satz klingt in unseren Ohren wie blanker Hohn. Kämpfe lieber dafür, dass diese heimtückische Krankheit endlich in den Köpfen der Ärzte ankommt und als schwere Krankheit erkannt und behandelt wird.

Trotzdem ein schönes Wochenende

Alexander

Hallo!
Ich wüsste ehrlich gesagt nicht, was deine Symptome mit dem Immunsystem zu tun haben sollten (google mal nach Immundefekt, da findest du Symptome die du haben müsstest). Bei einem schwachen Immunsystem wären IgG und eventuell IgA vermindert, was bei dir aber nicht der Fall ist.
Grüsse Ali

HAllo Alexander

Und vor allem ist die Diagnose „Sie haben MS“ ja so wunderbar
einfach für den Arzt: jeder weiß, dass MS nicht heilbar ist
und man zwangsläufig im Rollstuhl landet, früher oder später.
Und mit dieser niederschmetternden Diagnose, so ohne jeglichen
Hoffnungsschimmer, bricht man auch sehr einfach den
Kampfwillen des Patienten: Er fügt sich seinem Schicksal und
fragt auch gar nicht mehr nach oder hinterfragt gar diese
Aussage. Nun hat die SuzyMcLeod ja Gott sei Dank bescheinigt
bekommen, dass sie KEINE MS hat. Und Du willst sie unbedingt -
völlig kontraproduktiv - auf MS behandeln lassen. Na
wunderbar!

Wenn du bitte nochmal genau schaust, hier ging es um eine Krankenkassenmitarbeiterin, die darüber zu entscheiden hatte, ob für eine schon als „Psycho“ abgestempelte Patentin noch Krankengymnastik bezahlt wird. KG wird durchaus auf individuelle Symptomatik ausgerichtet und da es hier noch keine klare Diagnose gibt, kann mit dem „wird weiter bezahlt“-Stempel das ganz individuelle Problem angegangen werden. Und „Verdacht auf MS“ heißt eben noch nicht „endgültig MS“. Daher kann damit dann auch weiter nach körperlichen Ursachen geforscht werden, und dabei dann womöglich auch eine Borrelliose endlich erkannt werden.

Wenn es um ärtzliche Behandlung gegangen wäre, hätte ich mich durchaus anders ausgedrückt. Ebenso wenn es um Medikamente gegangen wär.
Allerdings lebe ich in einem Gebiet mit geringer Zeckenbelastung und dennoch gibt es hier Patienten die durch entsprechende Berichte auf Borreliose eingestellt werden und die dann das Ärztehopping anfangen, nur weil der Arzt wegen der Symptomzusammenstellung erst mal MS oder Rheuma oder andere genauso mögliche und schlimme Krankheiten ausschliessen will. Auch bei diesen eigentlich unheilbaren Krankheiten ist eine zügige Diagnose wichtig, um ihren Verlauf abmildern zu können. Und bei vielen Diagnosemethoden kann man gleichzeitig auf Borreliosehinweise untersuchen (Wenn der Pat schon mit der vorgefassten Meinung das wird ne B. sein kommt und der Arzt möchte ihm nur deutlich machen, dass da noch x und y in Frage kommen, dann bleibt beim PAt. oft einfach hängen, dass sich der Arzt nur für x und y interessiert und sich nicht um die B kümmert, dem ist aber nicht so.)

Wahrscheinlich ist Dir entgangen, dass sich eine Reha-Klinik
in NRW (Landesteil Ostwestfalen) mittlerweile auf Kuren/Rehas
von Borre-Patienten spezialisiert (ist gerade im Aufbau, wie
weit es im Augenblick schon ist, weiß ich nicht).

Wenn die UP aber gar keine Borreliose hat, dann nützt ihr die genausowenig wie MS-Therapie bei Borreliose oder?
Die UP hat eine noch immer ungeklärte Diagnose und an der Unklarheit ändert auch ein Eintrag „VERDACHT AUF…“ nix. Drum wird für sie eher eine Neurologische Reha angedacht sein, bei der wenn da steht „VERDACHT AUF…“ eben nicht nur MS typisch therapiert wird, sondern Symptomspezifisch.

Vorraussetzung für eine erfolgreiche Kur/Reha ist aber eine
entsprechend vorher richtiggestaltete Therapie, so dass die
Borre als Grunderkrankung zumindest weitgehend
zurückgedrängt/eingedämmt/zum Stillstand gebracht ist.

Und vor jeder Therapie steht erst mal die Diagnose und die ist hier immer noch nicht endgültig geklärt. Dennoch ist es sicher sinnvoll, schon mal lindernde MAssnahmen wie Massagen oder KG anzuwenden, die die Bewegungsfähigkeit erhalten, zumindest so wie sie jetzt ist.
Und wenn sie als Psycho abgestempelt wird, dann wird sie nicht mal mehr diese bekommen.

So kommst du zu deiner Kur und weiterer KG (bei MS gibt es KG,
nicht aber bei „nixgenauesweißmannicht“).

dieser Satz klingt in unseren Ohren wie blanker Hohn.

Dieser Satz war auch gar nicht auf Borreliose gemünzt sondern auf

-MS (oder sonst eine passende Diagnose, MS war schon ausgeschlossen, was also ein Freibrief für die Ärzte ist, nach was anderem zu suchen, hätte sie Verdacht auf Borreliose geschrieben, wären die Ärzte festgelegt erst mal nur danach zu suchen, was evtl kontraproduktiv sein kann, denn es gibt noch andere Krankheiten ausser Borreliose)
-vs. „Psychisch bedingt“.

Kämpfe
lieber dafür, dass diese heimtückische Krankheit endlich in
den Köpfen der Ärzte ankommt und als schwere Krankheit erkannt
und behandelt wird.

Ich kümmer mich um meine Krankheiten, einverstanden, da sind auch einige dabei, die sich die Symptome mit Borreliose teilen und ich bin froh drum, dass meine Ärztin erst nach diesen anderen geguckt hat und nicht in die Borreliose-Panik verfiel, wie einige meiner Heilpraktiker-Bekannten.

Trotzdem ein schönes Wochenende

War nicht schön, passenderweise hat mich ein Bazillus befallen.
Noch ein Gruß
Susanne