Hi!
Ich kann ihn, wie beschrieben, vorbeilassen, habe somit einen
ausgesprochen großen Einfluß auf meine Sicherheit.
wie gesagt ist das mit entsprechender Gefahr verbunden.
Niels, das ist Unfug. Anhalten und Vorbeilassen ist normalerweise nicht gefährlich. Man setzt das vorgeschriebene Handzeichen und fertig.
Wenn das aufgrund der Straßenverhältnisse nicht sicher möglich ist, sollte man dort dann ohnehin nicht Radfahren.
Das ist doch eigentlich ganz einfach, was soll also dieses Insistieren auf völlig unrealistischen Sonderfällen oder Extremsituationen, die ja auch leicht auflösbar sind, wie ich schrieb?
Bei solchen Straßenverhältnissen schiebt man ein Fahrrad.
Wenn Bremsen zu unsicher ist, darf man nicht fahren. Das ist
ganz einfach.
Die Gefahr entsteht aber nicht dadurch, dass ich mit dem
Fahrrad fahre sondern durch das dichte Auffahren. Selbst wenn
ich es schaffe zu bremsen: reagiert der hinter mir fahrende
auch nur eine halbe Sekunde zu spät kommt es zum Unfall.
Ich verstehe nicht, weshalb Du auf diesem Unfug bestehst.
Rechter Arm raus und ausrollen lassen. Ganz einfach.
Eine Vollbremsung wäre hier nicht geboten und somit auch illegal. Weshalb ist es so schwierig, den anderen, auch wenn er sich falsch verhält, einfach vorbeizulassen? Warum müssen mit Gewalt die fadenscheinigsten Gründe konstruiert werden, das nicht zu tun?
Das Problem wäre übrigens schiebenderweise nicht anders
gewesen. Nur dass ich, neben den Fahrrad gehend noch mehr
Platz in Anspruch genommen hätte. Ausrutschen hätte ich auch
zu Fuss können.
Jetzt wird´s wild…
Und? Vielleicht ist es ein eiliger Wasserwerksmitarbeiter im
Noteinsatz. Und selbst wenn nicht: das geht Dich gar nichts
an.
Selbst die Feuerwehr im Noteinsatz darf die Verkehrsregeln nur
mit größter Vorsicht und Einsatz des Blaulichts übertreten.
Kommt es zum Unfall sieht es nicht gut für die Feuerwehr aus.
…und v.a. nicht für den zermatschten Radler.
Warum gefährdest Du Dich also mit Gewalt selbst, nur um Dein vermeintliches Recht durchzusetzen?
Warum nicht einfach mal nachgeben und den anderen in seiner von mir aus ganzen Dummheit und gefährdender Fahrweise vorbeilassen?
Das ist deutlich sicherer für Dich, zumal Du durch Deine insistente Haltung die Welt sicherlich keinen Deut verbessern wirst. Eher im gegenteil, denn es ist keinem geholfen, wenn Du plattgefahren wirst, außer vielleicht dem einen oder anderen Autofahrer, der dann freiere Bahn hat… 
Du bist schon ein toller Typ. Solcherlei Anzeigen im
Straßenverkehr sind überflüssiges DDR-Gehabe.
Wäre es das erste Mal gewesen, würde ich dir recht geben. Da
er das aber mehrfach machte hielt ich das für meine Sicherheit
für notwendig.
Was für die Sicherheit vernünftig und m.E. auch notwendig wäre, habe ich ja nun ausreichend ausgeführt, denke ich.
Du wirst nicht alle asozialen Autofahrer von der Straße bekommen. Keine Chance. Also achte lieber etwas mehr auf Dich…
Das nächste Mal
fährt er Dich dann vielleicht über den Haufen.
Oh, er fährt immer noch diesen Weg. Nur benimmt er sich jetzt
anständig. Deswegen halte ich es auch nicht für notwendig, ihn
nochmal anzuzeigen (das wären dann deine „DDR“-Methoden).
Du bist schon ein echter Gutmensch… 
Ein voller Erfolg…
Ja, so sehe ich das auch.

Nochmal: es gibt Situationen, da hast du deine Sicherheit
praktisch gar nicht mehr in der Hand. Wie bei meinem Unfall
auf dem Radweg. Klar kannst du mit 5 km/h fahren. Das würde
aber dem Sinn des Radfahrens widersprechen.
Lies die StVo. Da steht alles drin.
Ich spreche nicht von umstrittenen Gummiparagraphen sondern
von der Realität. Und der kannst selbst du dich nicht
entziehen.
Angepasste Fahrweise. Das steht da drin und ist, zumindest für mich, Realität im Straßenverkehr.
Dass für mich persönlich „angepasst“ auch mal 70 in der Stadt bedeutet, steht auf einem anderen Blatt. Aber ich passe auf und denke für die anderen nach Möglichkeit mit. Deswegen wurde ich auch noch nicht umgefahren, obwohl ich schon auf der ganzen Welt Motorrad und Fahhrad fuhr. Selbst Athen und die griechischen Autobahnen mit der Vespa habe ich überlebt, obwohl das Ding bepackt blöderweise etwas langsamer war, als die LKW…
Ich bin dann eben mal rüber gefahren.
Es ist schon eine sehr zynische Argumentation, den Opfern die
Schuld am Fehlverhalten des Täters zuzuschreiben.
Mache ich das?
Ich denke nicht. Vielmehr plädiere ich dafür, durch etwas Mitdenken das Opfer-Werden zu vermeiden, da im Straßenverkehr die Täter nur in den allerseltensten Fällen bewusst als solche auftreten.
Wird aber in
allen Bereichen gerne gemacht, vom Diebstahl bis zur
Vergewaltigung und wie man hier sieht auch im Straßenverkehr.
Schöne Vergleiche. Fehlt nur noch, dass Du mich neben einem Dieb und Vergewaltiger auch noch einen Nazi heisst. Dann wäre die forenübliche Argumentationsschwachsinnskette geschlossen…
Grüße,
Mathias