Hallo,
ich habe gestern wieder einen Bericht über Grosskampfschiffe angesehen. Unter anderem wurde die Yamato aus Japan erwähnt, das gewaltigste Schiff des 2WK. Deren Ausmasse waren so gewaltig dass mit dem gleichen Aufwand ja auch viele Zerstörer hätten gebaut werden können. Wären 100 Zerstörer nicht schlagkräftiger gewesen als 1 Grosskampfschiff oder ging es hier nur um das Prestige?
Gruss Christian
…Unter anderem wurde die Yamato aus Japan erwähnt,
das gewaltigste Schiff des 2WK. Deren Ausmasse waren so
gewaltig dass mit dem gleichen Aufwand ja auch viele Zerstörer
hätten gebaut werden können. Wären 100 Zerstörer nicht
schlagkräftiger gewesen als 1 Grosskampfschiff oder ging es
hier nur um das Prestige?
Naja, soooo Gewaltig war die „Yamato“ mit rd. 70.000 BRT nun auch nicht.
Die Bismarck lag auch schon bei rd. 50.000 BRT.
Wenn du aus ihrem Material gleich 100 „Schiffe“ haettest bauen wollen, haettest du Hafenbarkassen bekommen 
Besser waeren 2 mittelgrosse Flugzeugtraeger gewesen, zu der Erkenntnis kam jedenfalls das japanische OKM im nachhinein.
Ueberhaupt markierte der 2. WK die Wende im Grossschiffsbau weg von den grossen gepanzerten Schlachtschiffen hin zum Flugzeugtraeger.
Sinnbildlich dazu:
Die letzte Versenkung eines Grossschiffes durch ein Schlachtschiff war die Versenkung der Hood durch die Bismarck.
Drei Tage spaeter war das Schicksal der Bismarck besiegelt, als ein Torpedoflugzeug, gestartet von einem Traeger, die Ruderanlage der Bismarck per Torpedo zerstoerte.
Erst dadurch war die Bismarck fuer ihre Verfolger wieder erreichbar geworden, woraufhin Sie zusammengeschossen wurde. (Nachdem man dann viel spaeter das Wrack fand, stellte sich heraus, dass die genaue Ursache fuer den Untergang das Sprengen der Bodenventile war und nicht eventuelle Loecher durch Beschuss. Die Zitadelle ist naemlich nach wie vor intakt. Aendert aber nichts an der Tatsache, dass die Zeit der Schlachtschiffe abgelaufen war.)
mfg, Vera
Hallo !
Große Schiffe = Große Kaliber = Große Reichweite.
Das galt damals, als es noch keine Raketen gab.
Man brauchte einen stabilen Untersatz für große Kaliber.
Heute hat ein Zerstörer bzw Fregatte die gleiche Zerstörungskraft, deshalb sind sie überflüssig.
Bis zur Raketenzeitenwende waren Großkampfschiffe schon von Vorteil. Man konnte aus Entfernungen schießen, ohne bei kleineren gegnerischen Einheiten in Gefahr zu geraten.
Heute sind sie Saurier.
mfgConrad
Hallo,
Tach
ich habe gestern wieder einen Bericht über Grosskampfschiffe
angesehen. Unter anderem wurde die Yamato aus Japan erwähnt,
das gewaltigste Schiff des 2WK. Deren Ausmasse waren so
gewaltig dass mit dem gleichen Aufwand ja auch viele Zerstörer
hätten gebaut werden können. Wären 100 Zerstörer nicht
schlagkräftiger gewesen als 1 Grosskampfschiff oder ging es
hier nur um das Prestige?
Ich fürchte du vergleichst Äpfel mit Birnen. Das Schlachschiff war bis zum ersten und Anfangs des zweiten WKs noch das Rückrad der Marine. Mit Ausnahme von Torpedos waren Schlachtschiffe eigentlich nur von anderen Schlachtschiffen bedroht.
Zerstörer hatten da ganz andere Aufgaben. Die deutschen Zerstörer mit ihren Torpedos waren darauf ausgelegt schnelle Angriffe gegen den feind zu fahren. Die Briten bauten ihre anfangs nur um die deutschen zerstörer abzuwehren. Die Amerikaner brauchten sie um ihre Handelsschiffe zu sichern.
Auch stimmt die relation mit 100:1 nicht. Die Yamato und ihr Schwesterschiff die Musashi verdrängt beide je 72.089 t. Ein deutscher Zerstörer vom Typ 34 dagegen bis zu 3700. Ist also etwa 20 mal so viel. In einem Gefecht könnte eine Yamato 20 Zerstörer von Typ 34 auf eine Entfernung ausschalten bei der die Zerstörer das Schiff kaum sehen konnten (Reichweite war 42 km). Zumal die Yamato so stark gepanzert war, dass sie sogar Treffer vom Kalber 40,6 locker wegstecken konnte.
Man sieht also, dass die Schlachtschiffe bis zum Auftreten der Flugzeugträger durchaus ihre Daseinsberechtigung hatten.
Kleine geschichte am Rande: Die USS Missouri (immerhin 57540 t) wurde im januar 1944 in Dienst gestellt. Sie kämpfte im 2. Weltkrieg und darüber hinaus noch im Korea und Vietnamkrieg. Sie war sozusagen eine mobile Artillerieeinheit. Später wurde sie noch mit Marschflugkörper nachgerüstet und war 1991 beim 1. Golfkrieg dabei. Sie wurde erst 1998 außer Dienst gestellt!
Ich hoffe das war jetzt nicht zu Offtopic 
Gruss Christian
MfG
Christoph
Sinnbildlich dazu:
Die letzte Versenkung eines Grossschiffes durch ein
Schlachtschiff war die Versenkung der Hood durch die Bismarck.
Das stimmt so nicht.
- Die „Bismarck“ selbst wurde unter anderem von den Schlachtschiffen „King George V“ und „Rodney“ versenkt
- Die „Scharnhorst“ wurde von einer Taskgroup unter der Leitung der „Duke of York“ am 26. Dezember 1943 versenkt.
- Die „Yamato“ versenkte noch am 26. Dezember 1944 einen amerikanischen Hilfsflugzeugträger
Und das sind nur Ereignisse an die ich mich im Stehgreif erinnern konnte.
Auch gabe es im Mittelmeer zahlreiche Gefechte zwischen schweren Einheiten der italienischen und britischen Marinen bei denen Flugzeuge keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielten.
Ansonsten hast du natürlich Recht wenn du meinst, dass mit Einführung der Flugzeugträger die Schlachtschiffe ausgedient hatten…
mfg, Vera
MfG
Christoph
Das stimmt so nicht.
- Die „Bismarck“ selbst wurde unter anderem von den
Schlachtschiffen „King George V“ und „Rodney“ versenkt
Nein, siehe meine Anmerkung oben in Klammern. Ist aber letztendlich egal.
- Die „Scharnhorst“ wurde von einer Taskgroup unter der
Leitung der „Duke of York“ am 26. Dezember 1943 versenkt.
Das ist allerdings richtig, die Scharnhorst war ja auch rd. 37.000 BRT gross.
- Die „Yamato“ versenkte noch am 26. Dezember 1944 einen
amerikanischen Hilfsflugzeugträger
?? Weihnachten 1944 lag Sie in Kure in der Werft.
Vielleicht meinst du den 24.10.44? Naja, Begleittraeger „Gambia“, 7900 BRT.
Da hatten die Deutschen schon groessere Hilfskreuzer…
mfg, Vera
Hallo, ich als Laie gehe aber davon aus dass Treffer über Reichweiten von mehr als 5 oder 10 km auf kleinere bewegliche Ziele kaum möglich sind oder??
In dem Bericht sind die Zerstörer ja auch in Schussnähe zu den grösseren Schiffen gekommen und da jeder Zerstörer 10 Torpedoabschussrohre hatte (also keine Rohre sondern so Überdeckrampen) wären meiner Vorstellung nach 20 angreifende Zerstörer einem Grosskampschiff überlegen. Klar sind die ja alle in einem Verband gefahren aber es geht ja auch nur um den damaligen Sinn Grosskampschiffe zu bauen und nicht dafür jetzt 20 Zerstörer oder 5 Fregatten oder 100 U-Boote etc… Ich vermute dass Grosskampfschiffe wesentlich grössere Aktionsradien hatten und weniger auf externe Versorgungen angewesen waren um Operationen weiter von der Heimatfront operieren zu können. Vielleicht waren dass ja auch Gründe?
Oder vielleicht waren Grosskampfschiffe nötig um Befestigungsanlagen an der Küste zu zerstören, schliesslich betrug das Gewicht einer Granate von so einem Zerstörer gerade mal 25 KG wohingegen die Granaten von der Yamamoto bis zu 1,5 Tonnen wiegen konnten.
Grüsse Christian
Das stimmt so nicht.
- Die „Bismarck“ selbst wurde unter anderem von den
Schlachtschiffen „King George V“ und „Rodney“ versenktNein, siehe meine Anmerkung oben in Klammern. Ist aber
letztendlich egal.
Sie wurde von den Schlachtschiffen zu klump geschossen. Was nutzt ein intakter Panzergürtel wenn die gesamte Bewaffnung sowie ein Großteil der Aufbauten zerstört ist? Das einzige was sie hätten tun können wäre sich zu ergeben…oder eben sich selbstversenken.
- Die „Scharnhorst“ wurde von einer Taskgroup unter der
Leitung der „Duke of York“ am 26. Dezember 1943 versenkt.Das ist allerdings richtig, die Scharnhorst war ja auch rd.
37.000 BRT gross.
Groß genug um als Großkampfschiff durchzugehen 
- Die „Yamato“ versenkte noch am 26. Dezember 1944 einen
amerikanischen Hilfsflugzeugträger?? Weihnachten 1944 lag Sie in Kure in der Werft.
Vielleicht meinst du den 24.10.44? Naja, Begleittraeger
„Gambia“, 7900 BRT.
Da hatten die Deutschen schon groessere Hilfskreuzer…
Mein Fehler. Meinte den 25.10.44. Bei der Schlacht von Samar (nicht bei Leyte die am 24.10 war). War zwar ein kleiner Flugzeugträger („USS Gambier Bay btw“) aber immer wurde er von einem Schlachschiff versenkt…
mfg, Vera
MfG
Christoph
Hallo Christian,
der „Sinn“ von Großkampfschiffen (Schlachtschiffen) lag einmal darin,
durch ihre „Panzerung“ dem Angriff kelinerer Einheiten widerstehen zu können und durch ihre „Großkaliber-Waffen“ (Schiffsgeschütze bis zum Kaliber von 46 Zentimetern bei der Yamamoto) eine enorme Reichweite zu entwickeln und somit andere Schiffe bzw. Landziele außerhalb von deren eigener Geschützreichweite bekämpfen zu können.
Dieses wurde aber spätestens ab dem 2.Weltkrieg durch das Auftreten der
„Luftwaffen“ bei den Streitkräften illusorisch…
Zahlreiche dieser „Schwimmenden Festungen“ (wie z.B.die deutsche Bismarck) wurden ein „Opfer“ von Flugzeugen…
Und spätestens seit der Einführung von „Raketenwaffen“ auf kleinen
„Trägerschiffen“ bzw. durch U-Boote sind Schlachtschiffe „Schnee“ von gestern…
>Hallo, ich als Laie gehe aber davon aus dass Treffer über
Reichweiten von mehr als 5 oder 10 km auf kleinere bewegliche
Ziele kaum möglich sind oder??In dem Bericht sind die Zerstörer ja auch in Schussnähe zu den
grösseren Schiffen gekommen und da jeder Zerstörer 10
Torpedoabschussrohre hatte (also keine Rohre sondern so
Überdeckrampen) wären meiner Vorstellung nach 20 angreifende
Zerstörer einem Grosskampschiff überlegen.
Sie wurde von den Schlachtschiffen zu klump geschossen. Was
nutzt ein intakter Panzergürtel wenn die gesamte Bewaffnung
sowie ein Großteil der Aufbauten zerstört ist? Das einzige was
sie hätten tun können wäre sich zu ergeben…oder eben sich
selbstversenken.
Zitadelle != Panzerguertel (komisch, dass du das Verwechselst)
Gut, das hier ist der Streit um Kaisers Bart, deshalb hier eine letzte Anmerkung zu dem Aspekt: Streng genommen war die Bismarck trotz stundenlangem Beschuss schwimmfaehig, was ich BTW fuer eine beeindruckende Ingenieursleistung halte.
Die _Versenkung_ an sich leitete die Besatzung mittels Sprengung der Bodenventile selbst ein.
(nicht bei Leyte die am 24.10 war). War zwar ein kleiner
Flugzeugträger („USS Gambier Bay btw“)
Ah, danke. Den Namen der Nussschale hatte ich ohne Angstgoogeln aus der Erinnerung gekramt; die Begebenheit ist mir sowieso nur im Kopf geblieben wegen des einzigen effektiven Kampfeinsatzes von 46cm-Schiffsartillerie im 2. WK.
mfg, Vera
Der Wert eines Großkampfschiffes war schon im 1.WK, mit Aufkommen der ersten frontreifen U-Boote und der Marineluftfahrt, fraglich. Im 2.WK waren sie auf jeden Fall veraltet und der Bau eines Flugzeugträgers wäre für die Japaner zweckmäßiger gewesen.
Für ein Großkampfschiff hättest Du übrigens nur ca. 10 Zerstörer bauen können, mit denen man aber nicht die Aufgaben eines Großkampfschiffes/ Flugzeugträgers hätte bewältigen können.
Gruß
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
heraus, dass die genaue Ursache fuer den Untergang das
Sprengen der Bodenventile war
Was ist denn das? Sprengung der Bodenventile?
mfgConrad
Gutes Fazit! Danke! owT.
owT
Hallo !
Warum etwas sprengen, wenn man es viel schneller und sicherer öffnen kann?
Bodenventile sind Ventile, die auf den Seekästen montiert sind.
Seekästen sind an der Bordwand liegende, nach innen, in den Maschinenraum ragende Kästen. Außen durch grobe Filter vor Schmutzeindringung geschützt. Das Material der Seekästen ist auf einem Kriegsschiff mindestens so dick, wie die Außenhaut. Wahrscheinlich sehr viel dicker und durch Streben verstärkt, da sie durch die eckige Bauart sehr druckempfindlich sind. Eine Sprengung wäre deshalb kaum möglich.
Aus diesen Seekästen saugt man mit Bodenventilen Seekühlwasser für die Kühlung des Frischkühlwassers und bei Dampfturbinenanlagen, für die Kondensatoren. Und man läßt hier, bei Eisfahrt, dass angewärmte Seewasser zurücklaufen.
Bodenventile, die geöffnet werden, um ein Schiff zu fluten, sind ebenfalls auf den Seekästen angeordnet und mit einem Flansch zur Sicherheit abgedichtet. Dieser Flansch, bei einem Schlachtschiff sicher um die 1000 mm und mehr im Durchmesser, wird abgebaut und das Ventil geöffnet.
Zusätzlich sind im gesamten Seekühlwassersystem (Rohre großen Durchmessers in der gesamten Anlage) Blindflansche angebracht. Diese dienen sonst der Reinigung und der Kontrolle der Leitungen. Diese Blindflanschen werden ebenfalls abgenommen.
Dazu stehen in jeder Abteilung zwei Notlenzpumpen, die direkt bei Wassereinbruch aus der Abteilung das eingedrungene Wasser ablenzen. Diese Pumpen werden wasserseitig geöffnet und vorher die Rückschlagventile blockiert, sodass das Wasser von See direkt einfließen kann.
Weiter öffnet man an den Dampfkondensatoren die Kontrollflansche von Durchmessern weit über 1000 mm.
Nach Öffnen sämticher Ventile und Flanschen kann die Maschinenbesatzung in Ruhe die Maschinenräume verlassen. Rückgängig machen kann man das Fluten dann nicht mehr.
Versenkt wurde die Bismark durch den Befehl des ältesten überlebenden Offiziers. Er ließ die Munitionskammern sprengen. Um 10.36 legte sich die Bismarck langsam zur Seite und versank.
Noch etwas zu Zerstörern gegen Schlachtschiffe :
Der brit. Zerstörerverband (5 Zerstörer) unter Capt. Vian auf der „Cossack“ fuhr nachts mehrere Angriffe auf die Bismarck, um sie durch Torpedos zu beschädigen. Nicht einer gelang. Im Gegenteil, sämtliche Angriffe wurden abgeschlagen. Sie kamen gar nicht erst in die notwendige Nähe.
Die Bismarck wurde nicht von den Engländern versenkt, sondern von ihrem bornierten Kommandanten Lütjens, nach dem später sogar ein Zerstörer der Bundesmarine benannt wurde. Borniert und führergläubig. Aber, wer war das nicht!
mfgConrad
Hallo !
Die Bismarck wurde nicht von den Engländern versenkt, sondern
von ihrem bornierten Kommandanten Lütjens, nach dem später
sogar ein Zerstörer der Bundesmarine benannt wurde. Borniert
und führergläubig. Aber, wer war das nicht!
IIRC war das Problem vor allem
die „2 x 25min Funkberichte“ von
Lütjens an die Leitstelle, die er
genau dann absetzte, als die Briten
ihn schon verloren hatten (nach der Hood-Aktion).
Die Briten konnten ihn wunderschön
2x einpeilen und den Kurs bestimmen.
Das wars dann.
Das war sowas wie: „hier sind wir, fangt uns doch“.
Oder irre ich mich … ?
Grüße
CMБ
Oder irre ich mich … ?
Grüße
CMБ
Du hast recht!
Hier Auszüge aus dem Gefechtsbericht aus dem Werk „Seemacht“. Herausgegeben von „Arbeitskreis für Wehrforschung“.
Geschrieben von Elmar B. Potter und Flottenadmiral Chester W. Nimitz. Zwei wirklichen Experten.
Die Bismarck hatte im ersten Gefecht zwei schwere Treffer erhalten, von denen einer die Höchstgeschwindigkeit herabsetzte. Und sie verlor Öl aus einem Bunkertank, was sie gleichsetzte mit einem Fuchs auf der bekannten englischen Fuchsjagd. Man schloß auf der Bismarck eine Versorgung auf See nicht aus.
Lütjens entschloß sich die „Prinz Eugen“ zu detachieren und dann mit seinem Schiff St. Nazaire anzulaufen. Die Bismarck legte sich noch kurz mit der „Suffolk“ an, um der „Prinz Eugen“ das Entkommen zu ermöglichen.
Die Briten verloren in der Nacht den Radarkontakt, was Lütjens nicht wußte. Er glaubte, sie hielten weiterhin Fühlung. Er glaubte auch, nichts zu riskieren, wenn er längere Funksprüche an die Marineführung absetzte. Er gab sogar die Schäden detailliert durch, damit man die Werftreparatur schon mal vorbereitete. Diese Funksprüche wurden von britischen Funkpeilstellen angepeilt.
Ein Admiral, der etwas glaubt!!
Durch einen Irrtum des deutschen Navigationsoffiziers wurde die Position der Bismarck jedoch zu weit nördlich angegeben, so dass der Eindruck bei den Briten entstand, die Bismark habe kehrt gemacht. So gingen die Briten auf Gegenkurs, bis eine weitere Einpeilung ihnen den Irrtum klarmachte. Jetzt sahen sie am Standort der Bismark, dass sie nach Frankreich wollte.
Die Bismarck hatte einen Vorsprung von 5 bis 8 Stunden, als die Briten endlich den richtigen Kurs raus hatten.
Die brit. Kreuzer und der Träger „Vichtorious“ mußten wegen Brennstoffmangels nach England abdrehen. Die „Repuls“ mußte aus dem gleichen Grund zurück nach Halifax. Die beschädigte „Prince of Wales“ wurde nach England umbeordert.
Verfolgt wurde die Bismarck jetzt noch von der „Force H“. Schlachtkreuzer „Renown“, Träger „Ark Royal“ und Kreuzer „Sheffield“.
Es folgt der nutzlose Angriff der 5 Zerstörer.
Der Rest ist ja bekannt.
Lütjens hat also geglaubt, die Briten wüßten, wo er steckt und hat damit alles verloren. Ohne seine Dummheit, hätte die Bismarck es wahrscheinlich bis Frankreich geschafft. Der Krieg wäre damit nicht gewonnen gewesen, aber 2200 Mann Besatzung hätten den Krieg vielleicht überlebt. Denn Deutschlands große Schiffe fuhren entweder raus, um gleich versenkt zu werden oder sie dienten als Wohnboot.
Noch etwas, über die Überlebenden der Großdeutschen Kriegsmarine : Als Angehöriger der Bundesmarine ab 1960(-1963, nicht länger!) wurden wir oft auf offener Straße von ehemaligen Kriegsmarineangehörigen angesprochen. „Mit Euch werden wir den nächsten Krieg ganz bestimmt nicht gewinnen!!“ Unsere Antwort : „Na, Opa, mit Euch haben wir zwei Weltkriege verloren, warum sollen ausgerechnet wir den nächsten gewinnen?“.
Das gehört nicht hierher, zeigt aber, dass auch die, denen es während der Zeit bei der Kriegsmarine wirklich nicht gut ging, nicht viel anders dachten, als Herr Lütjen es wünschte.
mfgConrad
Warum etwas sprengen, wenn man es viel schneller und sicherer
öffnen kann?(erklaerung Bodenventile)
Bodenventile ist vielleicht zu oder zu sehr spezifiziert. Ziehe mich auf den Oberbegriff „Seeventil“ zurueck.
Es wurde allerdings gesprengt, auf Befehl von KaLeu Junack. Sagte er zumindest nachher selbst.
Versenkt wurde die Bismark durch den Befehl des ältesten
überlebenden Offiziers. Er ließ die Munitionskammern sprengen.
Ne, laut ihm (Junack) nicht. Es war im uebrigen fast alle Munition verschossen. Und eine heftige Explosion wurde auch nicht beobachtet.
Noch etwas zu Zerstörern gegen Schlachtschiffe :
Der brit. Zerstörerverband (5 Zerstörer) unter Capt. Vian auf
der „Cossack“ fuhr nachts mehrere Angriffe auf die Bismarck,
um sie durch Torpedos zu beschädigen. Nicht einer gelang. Im
Gegenteil, sämtliche Angriffe wurden abgeschlagen. Sie kamen
gar nicht erst in die notwendige Nähe.
In dem Zusammenhang auch ganz interessant, dass man beim Angriff das Schiff mittels der Hauptgeschuetze (!) vernebelte. Und eine Fussnote ist auch noch, dass die Bismarck das bisher einzige Schlachtschiff war, das in wenigstens einem Fall die Hauptartillerie erfolgreich gegen Flugzeuge (!) eingesetzt hatte. War zwar trotz absichtlichen Zielens nur ein Glueckstreffer, aber interessant in dem Zusammenhang ist, dass die Schiffe der „Yamato“-(nicht Yamamoto) Klasse eigens entwickelte Flugabwehrgranaten (Hauptartillerie!) an Bord hatten, diese aber nicht zum Einsatz kamen.
Das sollte die irgendwo weiter oben gestellte Frage beantworten, ob man auf 5 oder mehr Kilometer noch bewegliche Ziele treffen kann.
Wem das zu zufaellig ist, der sei Verwiesen auf die Versenkung der Rawalpindi durch die Scharnhorst, deren erster (!) Treffer auf IIRC 8000m gleich die Bruecke war, und das trotz hohem Seegang bei Windstaerke 8-10.
Die Bismarck wurde nicht von den Engländern versenkt, sondern
von ihrem bornierten Kommandanten Lütjens, nach dem später
sogar ein Zerstörer der Bundesmarine benannt wurde. Borniert
und führergläubig. Aber, wer war das nicht!
Naja, ist halt nicht jeder ein „von Manteuffel“.
Und bekloppte Offiziere gab es auch bei den Briten, siehe Kapitaen der Rawalpindi.
mfg, Vera
Bodenventile ist vielleicht zu oder zu sehr spezifiziert.
Ziehe mich auf den Oberbegriff „Seeventil“ zurueck.
Du kannst Dich doch nicht auf eigene namen zurückziehen!
Es wurde allerdings gesprengt, auf Befehl von KaLeu Junack.
Sagte er zumindest nachher selbst.
Eine Sprengung von Ventilen ist fast unmöglich. Um so ein Schiff zu versenken, müssen zig Löcher ins Schiff.
Versenkt wurde die Bismark durch den Befehl des ältesten
überlebenden Offiziers. Er ließ die Munitionskammern sprengen.Ne, laut ihm (Junack) nicht. Es war im uebrigen fast alle
Munition verschossen.
Fast alle!
Und eine heftige Explosion wurde auch
nicht beobachtet.
Muß auch nicht. Der Druck ging nach unten, nicht zur seite oder oben.
In dem Zusammenhang auch ganz interessant, dass man beim
Angriff das Schiff mittels der Hauptgeschuetze (!) vernebelte.
Und eine Fussnote ist auch noch, dass die Bismarck das bisher
einzige Schlachtschiff war, das in wenigstens einem Fall die
Hauptartillerie erfolgreich gegen Flugzeuge (!) eingesetzt
hatte.
Die Hauptartillerie ganz sicher nicht.
War zwar trotz absichtlichen Zielens nur ein
Glueckstreffer, aber interessant in dem Zusammenhang ist, dass
die Schiffe der „Yamato“-(nicht Yamamoto) Klasse eigens
entwickelte Flugabwehrgranaten (Hauptartillerie!) an Bord
hatten, diese aber nicht zum Einsatz kamen.
Aber die Bismarck nicht.
Das sollte die irgendwo weiter oben gestellte Frage
beantworten, ob man auf 5 oder mehr Kilometer noch bewegliche
Ziele treffen kann.
Mit Torpedos, wie ich mich entsinne. Nicht mit Artillerie!!!
Wem das zu zufaellig ist, der sei Verwiesen auf die Versenkung
der Rawalpindi durch die Scharnhorst, deren erster (!) Treffer
auf IIRC 8000m gleich die Bruecke war, und das trotz hohem
Seegang bei Windstaerke 8-10.
Die Rawalpindi war kein kleines Schiff.
mfgConrad
Bodenventile ist vielleicht zu oder zu sehr spezifiziert.
Ziehe mich auf den Oberbegriff „Seeventil“ zurueck.Du kannst Dich doch nicht auf eigene namen zurückziehen!
Ich bin aber mal so frei.
Versenkt wurde die Bismark durch den Befehl des ältesten
überlebenden Offiziers. Er ließ die Munitionskammern sprengen.Ne, laut ihm (Junack) nicht. Es war im uebrigen fast alle
Munition verschossen.
Und eine heftige Explosion wurde auch
nicht beobachtet.Muß auch nicht. Der Druck ging nach unten, nicht zur seite
oder oben.
Erstmal: Eine Explosion dieser Art breitet sich in alle Richtungen aus, es war ja keine einzelne Hohlladung.
Zweitens, wenn es eine Exlosion dieser Art gegeben haette, und der Boden waere nach unten geplatzt, und darauf wolltest du wohl hinaus, dann haette es eine gewaltige Gischtfontaene gegeben, denn Wasser ist inkompressibel. Nichts dergleichen wurde beobachtet.
Drittens, wir beide reden vom selben aeltesten ueberlebenden Offizier, und das war eben KaLeu Junack. Ich kann auch nur das wiederholen, was Herr Junack selbst (!) gesagt hat.
Und ich glaube kaum, dass du damals mit an Bord warst und eine andere Geschichte gesehen hast.
In dem Zusammenhang auch ganz interessant, dass man beim
Angriff das Schiff mittels der Hauptgeschuetze (!) vernebelte.
Und eine Fussnote ist auch noch, dass die Bismarck das bisher
einzige Schlachtschiff war, das in wenigstens einem Fall die
Hauptartillerie erfolgreich gegen Flugzeuge (!) eingesetzt
hatte.Die Hauptartillerie ganz sicher nicht.
Ganz sicher doch. Ich suchs mal bei passender Gelegenheit ´raus, den entsprechenden Artikel habe ich als Backup von meiner verstorbenen Festplatte. Komisch, dass du davon nichts weisst, ist eigentlich Bekannt.
die Schiffe der „Yamato“-(nicht Yamamoto) Klasse eigens
entwickelte Flugabwehrgranaten (Hauptartillerie!) an Bord
hatten, diese aber nicht zum Einsatz kamen.Aber die Bismarck nicht.
Hat auch keiner behauptet, der Zufallstreffer von der Bismarck kam zustande, weil man sich mit Hilfe der enormen Rauchwolke einnebeln wollte, und der Richtschuetze aus Spass den tieffliegenden Schwarm Fairys ins Visier nahm.
Der Abschuss ist bestaetigt. Das Rohr war eh´ unten, passte also.
Das sollte die irgendwo weiter oben gestellte Frage
beantworten, ob man auf 5 oder mehr Kilometer noch bewegliche
Ziele treffen kann.Mit Torpedos, wie ich mich entsinne. Nicht mit Artillerie!!!
Da fehlt noch ein Ausrufezeichen.
Gut, Zitat Christof:
Hallo, ich als Laie gehe aber davon aus dass Treffer
über Reichweiten von mehr als 5 oder 10 km auf
kleinere bewegliche Ziele kaum möglich sind oder??
Zitat Ende.
Und in _deinem_ eigenen Beitrag _vorher_ war nicht vom Torpedo-, sondern vom Artillerieschiessen die Rede. Haettest ja selber nachgucken koennen.
der Rawalpindi durch die Scharnhorst, deren erster (!) Treffer
auf IIRC 8000m gleich die Bruecke war, und das trotz hohem
Seegang bei Windstaerke 8-10.Die Rawalpindi war kein kleines Schiff.
Hat auch keiner behauptet. Trotzdem sass der erste Treffer in der Bruecke. Und die ist ziemlich klein in Relation zum Rest des Schiffes. Kapitaen Hoffmann war wohl ziemlich genervt von Kennedy, der sein sein Schiff trotz mehrfacher Aufforderung nicht beidrehte bzw. aufgab. Stattdessen liess dieser Idiot auf dass deutsche Schiff feuern. (Dass muss man sich mal ueberlegen: Mit seinen paar aus dem ersten (!) WK stammenden 15-Zentimeter-Kanonen, montiert auf einem umgebauten, ungepanzerten Vergnuegungsdampfer, eroeffnet der das Feuer auf schwer gepanzerte Einheiten (die Gneisenau war auch noch da) mit zusammen 18 (!) 28-Zentimeter-Kanonen! Was fuer ein Idiot!)
Damit hatte der englische Kapitaen seine Mannschaft auf dem Gewissen.
mfg, Vera