Guten Abend,
ich hoffe, dass ich mit dem obigen Thema die richtige Rubrik gefunden habe. Wenn nicht bitte ich um Verschiebung des Beitrags. ^^
Erst einmal zu meiner Person.
Ich bin männlich, 18 Jahre und Abiturient.
Trotz meines Alters habe ich das schlimme Problem panische Angst im Dunkeln zu haben.
Das zeigt sich z.B. insofern, dass ich nachts niemals schlafen kann ohne komplett von meiner Decke umhüllt zu sein.
Dementsprechend dürfen niemals Kopf oder Füße unter der Decke hervorschauen.
Genauso habe ich große Angst davor abends in unsere erste Etage zu gehen.
Wir haben eine Raumspartreppe wodurch man ganz plötzlich in den Flur beim Hinaufsteigen blicken kann.
Ich drehe fast durch wenn ich ins dunkle Badezimmer schauen muss und mir einbilde dort Gesichter oder Figuren zu sehen.
Im Allgemeinen habe ich immer Angst vor irgendwelchen Kreaturen oder, wenn man es so nennen möchte, „Monster“.
Manche Leute, die von meinem Problem wissen, meinen, dass das darauf zurückzuführen ist, dass ich viele Horrorfilme gucke.
Jedoch habe ich während ich einen solchen Film schaue fast NIE Angst und habe auch nicht das Gefühl, dass mich dort gleich irgendetwas anspringt.
Seit ein paar Wochen habe ich auch merkwürdige Albträume, aus denen ich schweißgebadet aufwache und kurz vorher wie bekloppt schreie; wirklich schreien und nicht brüllen. Wenn nicht sogar kreischen.
Ich weiß einfach nicht mehr wie das weitergehen soll.
Wenn ich abends von ner Feier im Dunkeln nach Hause komme, muss ich immer rennen, habe nach dem Sport Angst mein Fahrrad in die dunkle Garage zu stellen und traue mich nicht abends Holz aus dem Wintergarten zu holen.
Jetzt nur noch 4 wochen vor dem Abi ist das wirklich sehr nervenaufreibend und ich habe keine Ahnung ob das irgendwann mal aufhören möchte.
Ich würde mich über Tipps und Hilfen sehr freuen.
Christian
Hallo
Ich kann als Nichtmediziner folgendes dazu sagen:
Es gibt zum einen die sogenannte Nachtblindheit.
Das gäbe einen guten Grund für die selbstdiagnostizierte Sowiesophopie.
Leute ohne Nachtblindheit sehen nach längerer Zeit auch in beinaher Dunkelheit (nach ein paar Minuten) relativ gut, allerdings ohne Farben.
Dann könnte man noch Tips geben, wie Taschenlampe oder Nachtlicht usw…
Ansonsten, wenn einfach nur irrationale Angst vorhanden ist, sehe ich die einzige Möglichkeit darin, einer rationale Kalkulation über eventuelle Gefahren Ihren Platz zu gewähren.
Und professionelle Hilfe bei einem Arzt könnte man ja auch noch versuchen, ich kenn mich da aber nicht aus.
MfG
Matthias
Hallo Christian,
Phobien sind ja recht verbreitet, man schätzt, dass 5 bis 10 von hundert Menschen davon betroffen sind. Gewöhnlich erreichen sie aber kein solches Ausmaß, dass man sie als krankhaft ansieht, sondern sie als charakterliche Eigenheiten wertet, mit denen man ganz gut leben kann, indem man den auslösenden Situationen aus dem Wege geht. (Bei der verhaltenstherapeutischen Behandlung tut man das Umgekehrte; man konfrontiert den Betroffenen mit der auslösenden Situation. Das jedoch sollte ärztlich begleiteter Behandlung vorbehalten bleiben.)
So wie du deine Nyktophobie beschreibst, geht sie über das akzeptable
Maß hinaus und hat eine schon unerträgliche Dimension. Was ihr zugrundeliegt, kann wohl nur der Fachmann erkennen. Deshalb scheint mir eine psychotherapeutische Beratung das Beste zu sein. Die Expositionsbehandlung hat sich als recht wirkungsvoll erwiesen. Es gibt auch ein tiefenpsychologisch orientiertes Vorgehen, das ebenfalls erfogreich sein kann.
Du solltest das mit deinem Hausarzt besprechen; er kennt die Therapeuten deiner Umgebung und kann dir entsprechend Vorschläge machen.
Gruß
Montanus
PS: Dein Artikel wäre besser im Psychologiebrett aufgehoben.
Hi!
So wie du deine Nyktophobie beschreibst, geht sie über das
akzeptable
Maß hinaus und hat eine schon unerträgliche Dimension.
Btw: So wie er die „Nyktophobie“ beschreibt, hat das mit einer Phobie vermutlich eher wenig zu tun.
Du solltest das mit deinem Hausarzt besprechen; er kennt die
Therapeuten deiner Umgebung und kann dir entsprechend
Vorschläge machen.
So ist es.
Du kannst, Christian, wenn dir das lieber ist, auch völlig problemlos direkt einen Termin bei jedwedem Psychotherapeuten vereinbaren. Der wird sich auch eine ganze Stunde Zeit für dich nehmen, und nicht nur -in der Regel- 5 Minuten wie der Hausarzt.
Mach es so, wie du dich dabei wohler fühlst.
PS: Dein Artikel wäre besser im Psychologiebrett aufgehoben.
Ich finde, er ist ganz richtig hier.
Es geht ja nicht um irgendwelche psychologischen Tipps&Tricks, sondern um ein medizinisches Problem.
E.T.
1 „Gefällt mir“
Hallo E.T.,
PS: Dein Artikel wäre besser im Psychologiebrett aufgehoben.
Ich finde, er ist ganz richtig hier.
Es geht ja nicht um irgendwelche psychologischen Tipps&Tricks,
sondern um ein medizinisches Problem.
im Psychologiebrett werden laut Brettbeschreibung auch die medizinischen Probleme abgehandelt, auch also Fälle der Psychatrie, nicht nur psychologische „Tipps und Tricks“, was immer damit gemeint ist.
VG
Montanus
Hi!
PS: Dein Artikel wäre besser im Psychologiebrett aufgehoben.
Ich finde, er ist ganz richtig hier.
Es geht ja nicht um irgendwelche psychologischen Tipps&Tricks,
sondern um ein medizinisches Problem.
im Psychologiebrett werden laut Brettbeschreibung auch die
medizinischen Probleme abgehandelt, auch also Fälle der
Psychatrie
Hier aber auch (und sogar „eigentlich“ mit mehr Berechtigung).
Darum sehe ich nicht, warum er im anderen Brett BESSER aufgehoben wäre.
Ist mit persönlich aber sowieso wurscht.
E.T.
Hallo,
b.t.w.
Horrorfilme würde ich mir in deiner Situation nicht mehr anschauen. Zumindest mal ein paar Monate nicht und schauen wie es wirkt. Wenn ICH Horrorfilme schaue, kann ich später auch nicht mehr schlafen oder wache auf.
VG
Bling