Oberon, der Mann von Titania

Das er seine Frau so blamierte, ist doch ein Schelmenstück. Titania
war zwar auch nicht zimperlich, aber gleich so?! Wie würdet ihr den
Elfenkönig charakterisieren.
Es grüßt in die Ferne Alexander

Hi Alexander,

er wollte sie ja nur kurzfristig ein bisschen necken.
Dass sie ausgerechnet dem Esel ueber den Weg laeuft,
ist eigentlich eher Pucks „Verdienst“.

Gruesse
Elke

Hallo Elke,

er wollte sie ja nur kurzfristig ein bisschen necken.

Ein wenig mehr muss da ja schon gelaufen sein. Wie’s bei Elfen so
üblich ist, wohnen sie im Wald. Als sie sich mal wieder treffen,
geraten sie sich prompt wieder in die Haare. Die englischen
Majestäten scheinen da gewisse Probleme zu haben. Die stärkere
Persöhnlichkeit scheint mir auch Titana gewesen zu sein. Daher wurde
auch der größte Uranusmond nach ihr benannt. King Oberon musste sich
mit dem etwas kleineren Mond zufrieden geben.
Gruß in die Wüste, Alexander

Hallo, Alexander!

Wie würdet ihr den Elfenkönig charakterisieren.

Ein Macho reinsten Wassers. Steht dem Petruccio aus „Der Widerspenstigen Zähmung“ in nichts nach!

Zu Shakespeare’s Zeiten war diese Haltung akzeptierter als heute. Die Verbreitung dürfte sich aber nicht verändert haben.

Gruß Fritz

HALT!
Fritz!

Steht dem Petruccio aus „Der
Widerspenstigen Zähmung“ in nichts nach!

Der Petruccio ist kein Macho. Im Geigentiel.
Das denkt man bloss. Ich hab mal eine Arbeit
geschrieben (nur wo ist die jetzt??), wo ich
mit Bezug auf das ausgehende 16. und angehende 17.
Jhd. naemlich beweise, dass er ziemlich aufgeklaert
war, was Gleichberechtigung angeht, und seine Kate viel mehr ge-
schaetzt hat, als die doofe Bianca von ihrem
Typ!

Gruesse
Elke

Oh, goodness me!
Folgendes Bild:
ich bin ein Gaul und ziehe einen Landauer. Darauf sitzen Elke und
Fritz, die ich übrigens beide, also nicht als Gaul bitteschön,
schätze. Daher möchte ich sie beide sicher ans Ziel bringen. Mein
Problem aber ist, ich muß nach dem rechten Weg fragen. Fritz war der
erste: Es geht nach Hü. Elke meint, es ginge nach Hot. Ja wo geht es
denn nun wirklich hin? Hü oder Hot?
Desorientiert, Alexander

Steht dem Petruccio aus „Der
Widerspenstigen Zähmung“ in nichts nach!

Der Petruccio ist kein Macho. Im Geigentiel.
Das denkt man bloss. Ich hab mal eine Arbeit
geschrieben (nur wo ist die jetzt??), wo ich
mit Bezug auf das ausgehende 16. und angehende 17.
Jhd. naemlich beweise, dass er ziemlich aufgeklaert
war, was Gleichberechtigung angeht, und seine Kate viel mehr
ge-
schaetzt hat, als die doofe Bianca von ihrem
Typ!

Gruesse
Elke

Der Petruccio ist kein Macho. Im Geigentiel.

Das erste, was ich höre! :wink:

Das denkt man bloss. Ich hab mal eine Arbeit
geschrieben (nur wo ist die jetzt??), wo ich
mit Bezug auf das ausgehende 16. und angehende 17.
Jhd. naemlich beweise,

Such sie und schick sie mir! Dafür verinteressiere ich mich sehr.

und seine Kate viel mehr geschaetzt hat, als die doofe Bianca von ihrem Typ!

Das ist unbestritten!

Ohja, Elke,

ich entsinne mich eine Inszenierung der Taming of the shrew" gesehen haben, mit Brandauer als Petruccio und der Ostermayr als Katharina, die genau diesen Ansatz zeigte. Da hat auch die Katharina aus Klugheit Pertruccions Launen mitgemacht, um ihn am Ende noch besser am Nasenring zu haben.

Aber ob der Willy das so geschrieben hat.

Gruß Fritz

Nein, Fritz, nicht so:

ich entsinne mich eine Inszenierung der Taming of the shrew"
gesehen haben, mit Brandauer als Petruccio und der Ostermayr
als Katharina, die genau diesen Ansatz zeigte. Da hat auch die
Katharina aus Klugheit Pertruccions Launen mitgemacht, um ihn
am Ende noch besser am Nasenring zu haben.

(verzeih mir das Schrein! Aber wenn mich schon
mal was leidenschaftlich packt!)

Ich werde einen Teufel tun und die Arbeit raussuchen,
das ist noch alles vom letzten Umzug gepackt (wenn es
da irgendwo drin ist) und es sieht ja noch immer so
aus, als stuende der naechste Umzug schon wieder unmittelbar
bevor.
Aber die ungefaehre Logik war diese: Petruccio glaubt an
die Moeglichkeit der Einsicht von Kathryne und war damit
seinen Zeitgenossen schon um vieles voraus. Und das „Gehorchen“
von ihr am Ende ist eine Einsicht, die auf einem ganz
modernen Verstaendnis von Emanzipation aufbaut: weil sie
eben sich nicht mehr gegen den uebermaechtigen Ehemann
(und Maenner!) wehren muss, kann sie ihm gehorchen ,weil es
auf der Praemisse der Liebe UND der Gleichwertigkeit geschieht.

Ganz tolller Film uebrigens: die Verfilmung mit Richard
Burton und Liz Taylor. Mhmmmm yumyum!

Liebe Gruesse
Elke

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Schön, Elke!

Aber die ungefaehre Logik war diese: Petruccio glaubt an
die Moeglichkeit der Einsicht von Kathryne und war damit
seinen Zeitgenossen schon um vieles voraus. Und das
„Gehorchen“
von ihr am Ende ist eine Einsicht, die auf einem ganz
modernen Verstaendnis von Emanzipation aufbaut: weil sie
eben sich nicht mehr gegen den uebermaechtigen Ehemann
(und Maenner!) wehren muss, kann sie ihm gehorchen ,weil es
auf der Praemisse der Liebe UND der Gleichwertigkeit
geschieht.

Das klingt einleuchtend. Ich werde das in meinem Herzen bewegen! :wink:

Aber wenn der nächste Umzug getan ist …, ja?!

Das klingt einleuchtend. Ich werde das in meinem Herzen
bewegen!

Also doch hot?

Hü!

Also doch hot?

Nein, hü!

Denn es geht ja um Oberon und nicht Petruccio.
Und wenn ich sage, ich bewege das in meinem Herzen, so meint das: Ich halte das für bedenkenswert.
Bleibe aber zunächst bei der Meinung, dass Petruccio ein Macho ist; aber eben vielleicht einer, der was einsieht. Wie ich manchmal auch.

Fritz