Oberwellen nach Analogisierung?

Hallo,

eine schwierige Frage: Wenn ich digitale Tonaufnahmen (die z.B. 24kHz als obere Frequenzgrenze besitzen) auf Kassette spiele, also analogisiere, sind dann beim Abspielen dieser Kassette Oberwellen über der ursprünglichen Frequenzgrenze möglich?

Gruß, Andreas

Hallo,

eine schwierige Frage: Wenn ich digitale Tonaufnahmen (die
z.B. 24kHz als obere Frequenzgrenze besitzen) auf Kassette
spiele, also analogisiere, sind dann beim Abspielen dieser
Kassette Oberwellen über der ursprünglichen Frequenzgrenze
möglich?

ich denke, theoretisch ist das möglich, praktisch aber
ohne Bedeutung.

  1. Beim Abspielen wird schon mal mit einem analogen Filter
    gefiltert, so daß keine Frequenzen oberhalb 20KHz durchkommen.
  2. Das Tonband wird sowieso keine so hohen Frequenzen
    aufzeichnen. Die Aufnahmeelektronik filtert auch.
  3. Frequenzen oberhalb 16KHz hörst Du eh nicht.

Ich denke, die prinzipiellen Schwächen der analogen
Bandaufzeichnung sind viel größer als evtl. Qualitäts-
einbußen durch Oberwellen aus dem digitalen Signal.
Gruß Uwi

Hallo Uwi,

>1. Beim Abspielen wird schon mal mit einem analogen Filter
>gefiltert, so daß keine Frequenzen oberhalb 20KHz durchkommen.
Was meinst du mit Filter?

>2. Das Tonband wird sowieso keine so hohen Frequenzen
>aufzeichnen. Die Aufnahmeelektronik filtert auch.
Aber gerade analoge Systeme KÖNNEN diese Frequenzen aufzeichnen!?

>3. Frequenzen oberhalb 16KHz hörst Du eh nicht.
Hören tu’ ich sie nicht, aber wahrnehmen bis ca. 96kHz. Diese Frequenzen sind extrem wichtig für die Klangqualität.

Dankeschön,
Andreas

>1. Beim Abspielen wird schon mal mit einem analogen Filter
>gefiltert, so daß keine Frequenzen oberhalb 20KHz
durchkommen.
Was meinst du mit Filter?

Elektrische/elektronische Schaltung, die bestimmte Frequenzbereiche mehr dämpft, als andere.

Bei digital-zu-analog-Umsetzung ist dem eigentlichen Umsetzer ein Tiefpassfilter (Antialiasingfilter) nachgeschaltet, der sämtliche Frequenzen oberhalb der Nutzsignalbandbreite abzuschneiden hat. Und bei 48 kHz Abtastfrequenz muss die Grenzfrequenz dieses Filters bei unterhalb von 24 kHz liegen. Ansonsten wäre das Nutzsignal von Aliasingkomponenten überlagert.

Diese Filterung findet auch bei der Digitalsierung statt. Denn das digitalisierte Signall MUSS frei von Frequenzen grösser halbe Abtastfrequenz sein, ansonsten wird das Ergebnis stark durch Aliasingkomponenten verzerrt.

>2. Das Tonband wird sowieso keine so hohen Frequenzen
>aufzeichnen. Die Aufnahmeelektronik filtert auch.
Aber gerade analoge Systeme KÖNNEN diese Frequenzen
aufzeichnen!?

Welche denn? Die Compactcasette etwa?
Eine schnellaufende Studio-Bandmaschine kann vielleicht oberhalb 20 kHz etwas sinnvolles aufzeichnen, aber nicht die in Deinem POst angesprochene Compactcasette. Es gibt nur wenige Casettendecks, die oberhalb von 16 kHz etwas mehr, als Rauschen produzieren.

>3. Frequenzen oberhalb 16KHz hörst Du eh nicht.
Hören tu’ ich sie nicht, aber wahrnehmen bis ca. 96kHz. Diese
Frequenzen sind extrem wichtig für die Klangqualität.

Schaue Dir mal ein Spektrum einer Analogaufnahme an. Bei naturbelassenen Aufnahmen akustischer Musik ist spätestens bei 14…18 kHz Funkstille. Und was nicht da ist, kann auch nicht aufgenommen werden :smile:

Und das trotz des Schwachsinns, welcher in der sog. special interest press (früher hiess sie mal Fachpresse) verbreitet wird :smile:

MfG

C.

Hallo,

>1. Beim Abspielen wird schon mal mit einem analogen Filter
>gefiltert, so daß keine Frequenzen oberhalb 20KHz
durchkommen.
Was meinst du mit Filter?

eben ganz normale elektronische Filter.

>2. Das Tonband wird sowieso keine so hohen Frequenzen
>aufzeichnen. Die Aufnahmeelektronik filtert auch.
Aber gerade analoge Systeme KÖNNEN diese Frequenzen
aufzeichnen!?

Meinst Du dass jetzt theoretisch oder soll das eine
praktische Bedeutung haben oder ist das Esoterik?

>3. Frequenzen oberhalb 16KHz hörst Du eh nicht.
Hören tu’ ich sie nicht, aber wahrnehmen bis ca. 96kHz. Diese
Frequenzen sind extrem wichtig für die Klangqualität.

Jaja, manche Leute hören auch das 36KHz-Raschen :wink:

Wie kommst Du auf 96KHz??? Bist Du eine Fledermaus?

Der menschliche Hörapparat ist auch ein Filter und mehr
als ca. 16KHz kommen da nicht durch.
Selbst wenn die höheren Frequenzen auch als Oberwellen
im Ton drin sein sollten (werden aber bei Tonaufzeichnungen
erst gar nicht aufgenommen), so werden sie denoch nicht
gehört, weil der Hörapp. keine höheren Frequenzen
übertragen kann.

Das Märchen von den extrem wichtigen Frequenzen
oberhalb 16KHz ist eine Einbildung von Audiofreaks, die
sowieso alles hören können, was sonst keiner Messen kann.
Gruß Uwi

Danke Danke Leute,

für eure impulsiven Antworten :wink:
Aber es ist wirklich so!!!
Diese Oberwellen, die wir nicht mehr HÖREN, aber WAHRNEHMEN, machen den Klang „natürlich weich“ - deswegen klingen auch CD-Aufnahmen so hart.
Man hat sogar raus gefunden, dass das Gehirn bei CD- oder MP3-Songs extrem stark belastet wird, weil es sich diese Oberwellen „dazu denkt“ - dies ist bei einer Platte nicht der Fall.

Aber zumindest habt ihr mich überzeugt - das analoge System rauscht mehr als es sinnvolle Sachen aufnimmt, da kann man auch drauf verzichten.

Gruß, Andreas

Man hat sogar raus gefunden, dass das Gehirn bei CD- oder
MP3-Songs extrem stark belastet wird, weil es sich diese
Oberwellen „dazu denkt“

Was ich neulich einmal gehört habe ist, dass die durch den MP3-Gebrauch natürliche Schutzfunktionen des Hörapparates nicht anspringen (weil die dafür zuständigen Frequenzen fehlen). Diese sind zwar nicht hörbar, bzw. werden verdeckt - und darum beim encodieren weggelassen - werden aber für die Schutzfunktionen gebraucht.

Hat mit deiner Frage nicht unbedingt etwas zu tun, ist aber mE. sehr interessant, da auch schon einige Radiosender ihre Musik aus MP3s erzeugen. (Wurde in diesem radio-Interview behauptet)

Faktische Aufklärung
Ihr Lieben!

Da ich auch beruflichen Gründen dem Thema TON geneigt bin (*ggg*), folgt hier mal der sachliche Überblick!

Man kann die obere Grenzfrequenz in der Analogtechnik nicht mit der Nyquistfrequnez in der Digitaltechnik vergleichen. Analoge Komponenten haben ab der oberen Grenzfrequenz einen Frequenzabfall von 3dB/Oktave (in aller Regel und laut Datenblatt). Ein Bandlaufwerk, welches seine obere Grenzfrequenz bei zB 16kHz hat, nimmt bei 32 kHz nur mit 3dB Verringerung auf. Dieses Frequenzspektrum ist dann natürlich (zumindest theoretisch) der Digitaltechnik überlegen.
Der hier vielgeobte „sanfte“ Abfall (3dB/Okt) soll ja SOO organisch und realistisch klingen. In der Realität gibt es keinen Abfall…
Die „Harte“ Methode der Digitaltechnik ist, zumindest in dem Frequenzfenster (20Hz bis 20kHz) „ehrlicher“. Allerdings macht die „Natur“ auch nicht bei 20 kHz „Feierabend“. Somit ist keine Aufnahmetechnik realitätsnah! Zumal es sich bei der Digitaltechnik, technisch streng betrachtet NICHT um ein Aufnahmeverfahren handelt… SCHWAMM drüber.
Das beim Ohr ab 16Khz Schluss ist, stimmt auch nur zu Hälfte. Bei meinen Eltern (knapp über 60) ist bei 14 oder 15 kHz Schluss, aber bei mir (mit Sinustönen gemessen) erst bei 20kHz (als Schüler sogar erst bei 22); allerdings glaube ich nicht, dass das die Norm ist.
Das mit der „Fühlbarkeit“ „höherer“ Frequenzen halte ich persönlich nach empirischer Betrachtung des „Problems“ für Esoterik! (Nach auführlichen Hörtests)
Was bei dieser Diskussion außer acht gelassen wird, ist die AUFLÖSUNG: Sprich Systemdynamik. Wer mit 16 Bit aufnimmt gehört ins Heim! Hier sollte unter 20Bit nicht geabrietet werden. Nach meiner reilichen Hörerfahrung ist das wichtiger als 199783634346887kHz Samplingfrequenz.
Wenn viele Nouncen feiner durch die höhere Auflösung schön feingezeichnet werden, erhöht das den Subjektiven Höheneindruck extrem!
Was wir hier total unbeachtet lassen: Was nehmen die Mikrofone überhaupt auf? Es gibt TOP-Mikros, die nur bis 19kHz aufnehmen! Mir ist im Markt derzeit nur EINES bekannt, welches bis 80 kHz aufnehmen kann: Sennheiser MKH80. Der Preis? Da reden wir nicht drüber… Wie gut sind meine Mikrofonvorverstärker? Mein Mischpult…

Übrigens: Das Radio und das TV (ja, auch die modernen Digitalkanäle!!!) sendet (per Standart) nur bis 15kHz! Das hat bis jetzt noch keiner gehört von den „Ohrenpäpsten“
Interessant: Im Radio sind MP2 d.h. Musicam Dateien angesagt!

Liebe Grüße vom

Florian

Hallo Florian!

Danke erst einmal für diese technische Auflärung - deiner Meinung nach ist also nicht die Grenzfrequenz nach oben, sondern die Auflösung der digitalen Aufnahme von größerer Bedeutung. Klar, wenn man sich eine Soundkarte anlegt, scheinen diese beiden Werte auch zusammen zu hängen (48kHz 16Bit oder 96kHz 24Bit).

Aber du sagst, dass die Digitaltechnik streng genommen keine Aufnahmetechnik sei - was meinst du damit? Theoretisch müsste man doch nur mit hoher Samplingfrequenz und 32Bit Auflösung arbeiten, dann kann das menschliche Ohr die Aufnahme doch sowieso nicht mehr vom Originalton unterscheiden…

Bei der Analogtechnik nimmt die Lautstärke in Richtung der hohen Frequenzen ab - klar, das Material kann nicht mehr so schnell schwingen, daher werden die Bässe bevorzugt und die Aufnahme klingt „warm“. Aber sag mal, kann ich deine Angabe (3dB/Oktave) realistisch einsetzen, um in einem digitalen Equalizer eine analoge Aufnahme zu verbessern? Denn da müsste ich doch nur die höheren Frequenzen anheben.

Liebe Grüße, Andreas

Hai!

Klar, wenn man sich eine Soundkarte anlegt,
scheinen diese beiden Werte auch zusammen zu hängen (48kHz
16Bit oder 96kHz 24Bit).

Jein! Meine „Soundkarte“ kann 24BIT/96kHz. Betrieben wird sie bei mir nur in 24BIT/44.1 kHz, wie in meinem ganzen Studio. Wenn ich für den Rundfunk arbeite ist leider 48kHz/16BIT angesagt. (Nur Sprachproduktion im Hörfunk!!!) Es gibt auch Soundkarten (wenige), die zum Beispiel 20BIt/48kHz maximal bieten…

Aber du sagst, dass die Digitaltechnik streng genommen keine
Aufnahmetechnik sei - was meinst du damit?

Es werden in festgeschriebenen zeitlichen Abständen (Samplingfrequenz) Proben (sog. Samples) mit einer festelegten Genauigkeit (Bittiefe) genommen; das ist nichts kontinuierliches! Das Signal wird nur beschrieben.

Theoretisch müsste
man doch nur mit hoher Samplingfrequenz und 32Bit Auflösung
arbeiten, dann kann das menschliche Ohr die Aufnahme doch
sowieso nicht mehr vom Originalton unterscheiden…

Das ist eben die Milchmädchenrechnung. Klar könnte man sagen, dass man mit 32Bit Float (nicht zu verwechseln mit „normalem“ 32BIT) eine Dynamik von 1500dB hat, und bei 192kHz alles in „trockenen Tüchern“ hat. Dabei werden aber, teilweise schon angesprochene Punkte, völlig außer acht gelassen:
-Mikrofone
-Mirkofonsignalverarbeitung
-Lautsprecher (!!!) & Verstärker
-Raum
Ich behaupte, dass man mit einer einfachen Anlage (so zwischen 100 und 200 Euro) zwischen 16Bit (was für die FERTIGE CD VÖLLIG ausreicht)/44.1kHz und 32Bit float/192kHz keinen Unterschied wahrnemhen kann.
Auf gut deutsch: Ich plädiere auf 16Bit/44.1kHz fürt Endprodukt (während der Produktion schauts anders aus)

Bei der Analogtechnik nimmt die Lautstärke in Richtung der
hohen Frequenzen ab - klar, das Material kann nicht mehr so
schnell schwingen, daher werden die Bässe bevorzugt und die
Aufnahme klingt „warm“.

Das ist Unfug! Bandmaschienen (also kein Tape-Deck, sondern Geräte die den Namen MASCHINE verdienen) haben einen rel. linearen Frequenzgang.

Aber sag mal, kann ich deine Angabe
(3dB/Oktave) realistisch einsetzen, um in einem digitalen
Equalizer eine analoge Aufnahme zu verbessern? Denn da müsste
ich doch nur die höheren Frequenzen anheben.

Wenn das so einfach wäre, hätte es diesen Thread von Dir wohl nie gegeben. Das „Problem“ analogen Sound in den Computer zu bringen wird wohl nie gelöst werden.
Und der liebe Gott weiß ob das wirklich immer ein Filter erster Ordnung (3db/Okt) ist! Ich befürchte, dass es durchaus (speziel ind er Consumertechnik) durchaus 9-12dB/okt gibt. Nachgemessen habe ich das noch nie, die drei dB habe ich mal als Wert gelernt (er macht aber Sinn, zumindest bei Mikros/Lautsprechern).

Denn: Auch bei Bässen hat die Analogtechnik Grenzen (Meist zwischen 20 und 40 Hz). Die Digitaltechnik hat nach unten KEINE Grenze! Digital kannst du Frequenzen bis 0 Hz erzeugen (Das „Dumme“ ist nur, dass die Analogen Komponenten der Wandler das nicht mitmachen…).

Ich würde das lieber so formulieren:

Analog wie digital sind ZWEI unterschiedliche Verfahren Töne aufzunehmen. Beide Herangehensweisen haben deutliche Vorteile und deutliche Nachteile. Ich habe bei mir auf 100% digital umgestellt. Warum?
1.) Digitaltechnik ist BILLIGER

2.) Kopieren, Routen (das Signal durchs Studio schicken)… geht ohne Klangverluste

3.) Offlinefähigkeiten

4.) Speicher-/Reproduzierbarkeit aller Parameter

5.) „Schlankere“ Technik

Und zum „gut klingen“ bringe ich meinen Gerätepark allemal :wink:

Liebe Grüße

Florian

Etwas Korintherkackerei

Hai!

Es werden in festgeschriebenen zeitlichen Abständen
(Samplingfrequenz) Proben (sog. Samples) mit einer
festelegten
Genauigkeit (Bittiefe) genommen; das ist nichts
kontinuierliches! Das Signal wird nur beschrieben.

Die sog. „analoge“ Verfahren arbeiten strikt betrachtet auch digital. Denn die (sowohl zeitliche, wie auch die umgerechnet spannungmässige) Auflösung z. B. einer Schallplatte ist nicht besser, als die Grösse eines PVC-Moleküls.

Wobei die systembedingten Dreckeffekte das Signal in dieser Grössenordnung eh schon längstens völlig verdeckt haben.

Bei Magnettonverfahren ist es ähnlich.

erster Ordnung (3db/Okt) ist! Ich befürchte, dass es
durchaus

Filter 1. Ordnung haben 6 dB/Okt. = 20 dB/Dek. Und halbe Ordnung geht AFIK nicht.

MfG

C.

…etwas viel will ich meinen :wink:
… aber wenn ich gefragt werde :wink:

Moin moin

Die sog. „analoge“ Verfahren arbeiten strikt betrachtet auch
digital. Denn die (sowohl zeitliche, wie auch die umgerechnet
spannungmässige) Auflösung z. B. einer Schallplatte ist nicht
besser, als die Grösse eines PVC-Moleküls.

Stimmt absolut! Jetzt müsste mann mal ausrechnen, wie fein diese Auflösung wäre…

Wobei die systembedingten Dreckeffekte das Signal in dieser
Grössenordnung eh schon längstens völlig verdeckt haben.

STIMMT! „Analog“ geht strenggenommen nicht, obwohl man die bekannten analogen Systeme (näherungsweise) gut und gerne analog nennen kann.

erster Ordnung (3db/Okt) ist! Ich befürchte, dass es
durchaus

Filter 1. Ordnung haben 6 dB/Okt. = 20 dB/Dek. Und halbe
Ordnung geht AFIK nicht.

Du hast ABSOLUT recht. Manchmal könnte ich mir… Nee stimmt 6 dB/Okt. Halbe Ordnung geht nur digital!

Liebe Grüße

Florian

OK, Florian,

da bin ich jedenfalls an den richtigen Mann geraten. Zur Information, warum ich mich mit so „kleinlichen“ Unterschieden beschäftige: Ich mache seit 15 Jahren Musik und habe glücklicherweise das „absolute Gehör“ mitbekommen, daher bin ich eben bei Sounds sehr genau.

Die letzte Frage an dich: Was ist der Unterschied zwischen 32-Bit normal und 32-Bit float? Denn es gibt heute erst sehr wenige Soundkarten (so um die 2000 Euro), die wirklich mit 32-Bit Auflösung aufnehmen können - die meisten können heute 24-Bit.

Gruß, Andreas

Hai!

da bin ich jedenfalls an den richtigen Mann geraten.

Wie er meinen ? :wink:

Zur
Information, warum ich mich mit so „kleinlichen“ Unterschieden
beschäftige: Ich mache seit 15 Jahren Musik und habe
glücklicherweise das „absolute Gehör“ mitbekommen, daher bin
ich eben bei Sounds sehr genau.

Hmm, ich mache seit über 20 Jahren Musik, beschäftige mich seit 10 Jahren mit dem guten Ton (seit fünf beruflich)…
Kleinigkeiten ist relativ… Mir kommt es ehrlichgesagt mehr auf den Ton als Erlebnis, als Wahrnehmung an (daher bin ich auch nicht Berufsmusiker gewroden, sondern Ton-Mann). Nich das Musik nichts mir wahrnehmen zu tun hätte, ich wollte nur immer den Ton als Fokus (rein aktustisch/technisch). Ob ich dabei auf 7 Bit oder 77 Bit oder WASAUCHIMMER aufnehme ist mir soweit egal, wie das Endergebniss stimmt.

Die letzte Frage an dich: Was ist der Unterschied zwischen
32-Bit normal und 32-Bit float? Denn es gibt heute erst sehr
wenige Soundkarten (so um die 2000 Euro), die wirklich mit
32-Bit Auflösung aufnehmen können - die meisten können heute
24-Bit.

Das ist etwas umständlich zu erklären (finde ich), aber leicht zu verstehen.
24Bit = 144dB (circa)
Rechenweg (Spannungspegelformel):
20*log(2^24) = 20*log (2^BITTIEFE)

32BIT = 192dB (circa)

Wie der name „float“ schon anklingen lässt, wird hier mit „Kommastelle“ gerechnet. Bei 32BIT float werden die ersten 24Bit fest zugeordnet, und die letzten 8 jeweils als „Nachkommastelle“. Somit wird jedes Bit der 24 nochmal in 8 Bit unterteilt. Ich habe auch daüfr den Begriff 24BIT Float gehört, allerdings habe ich 32Bit float „damals“ gelernt…

Ich hoffe ich konnte weiterhelfen!

Liebe Grüße

Florian

Hi!

Das heißt also, die Bittiefe entscheidet nur die Lautstärke-Bandbreite - aber wie ist das bei der automatischen Tonaussteuerung, welche die meisten Digitalkameras heute besitzen? Die regeln doch bei 0db (also 80db) automatisch ab - was bringt also 32-Bit und damit 192 dB? Oder verstehe ich da etwas falsch?

Du machst seit 20 Jahren Musik? Welche und welches Instrument?

Gruß aus Wettenberg, Andreas

Moin!

Das heißt also, die Bittiefe entscheidet nur die
Lautstärke-Bandbreite -

Ja!

aber wie ist das bei der automatischen
Tonaussteuerung, welche die meisten Digitalkameras heute
besitzen?

Keinen Dunst!

Die regeln doch bei 0db (also 80db) automatisch ab -

Alle? Das glaube ich eher NICHT! Und wie kommst du auf die 80dB/0dB Relation! Es ist gut möglich, dass Deine Digicam IHREN eigenen 0dB-Pukt bei 80dB(FS??) hat, aber das gillt nicht für alle Modelle. Zum Anderen ist bei einer DV-Cam (zumindest den „normalen“) bei 16BIT Feierabend! Viele betreiben diese DInger in der 12BIT-Auflösung…

was bringt also 32-Bit und damit 192 dB? Oder verstehe ich da
etwas falsch?

Ja, da die DV-Cams leider keine 24,24 oder 32Bit anbieten!

Du machst seit 20 Jahren Musik? Welche und welches Instrument?

Die ganze Kiste?
Naja Früherziehung, Blockflöte, Klarinette, Synthesizer, (wenig E-Drums) und Cubase SX :wink: (keines so richtig, leider)
Musik? Vieles… bin da offen :wink:

Und Du?

Liebe Grüße

Florian

Moin!

Ich spiele seit 14 Jahren Klavier, mit 4 Jahren habe ich mit Früherziehung angefangen (Rasseln und so was). Außerdem spiele ich seit 6 Jahren E-Orgel.

Ich habe daheim ein E-Piano von Yamaha (Clavinova). Bin zwar von Natur aus Jazzer und improvisiere am liebsten, habe aber auch 5 Jahre eine (knallharte japanische :wink:) klassische Ausbildung bei einem anderen Klavierlehrer gehabt.

Und alles was mit Ton zu tun hat, finde ich daher natürlich sehr interessant ;_)

Viele Grüße aus Wettenberg, Andreas

Analoge Komponenten haben ab der oberen Grenzfrequenz einen
Frequenzabfall von 3dB/Oktave (in aller Regel und laut
Datenblatt). Ein Bandlaufwerk, welches seine obere
Grenzfrequenz bei zB 16kHz hat, nimmt bei 32 kHz nur mit 3dB
Verringerung auf.

Entschuldige, dass ich widerspreche. Der Abfall des Pegels beträgt genau an der Grenzfrequenz 3 dB, danach bzw. weiter oben ist der Abfall nicht definiert und in der Praxis weitaus größer als 3 dB/Okt. Ich habe mir schon etliche Frequenzgänge von Bandmaschinen betrachtet, und ein solch geringer Abfall von 3 dB bei 32 kHz gegenüber bei 16 kHz ist mir noch nicht untergekommen. Vereinfacht gesprochen ist bei Hineinpassen einer kompletten Signalperiode in die Breite des Kopfspaltes sogar totale Auslöschung, und zu höheren Frequenzen hin steigt das Ganze sogar wieder etwas an, sofern dies bereits auf Band ist.

Ansonsten ist Dein Mail aber gut und findet meine Zustimmung.

Hi!

Entschuldige, dass ich widerspreche.

Och :wink:

Der Abfall des Pegels
beträgt genau an der Grenzfrequenz 3 dB

Ja, abe ich nie wiedersprochen!

danach bzw. weiter
oben ist der Abfall nicht definiert und in der Praxis weitaus
größer als 3 dB/Okt.

Da hätte ich wohl eindeutiger schreiben sollen.

1.) Sind es 6dB/Okt (bin da ja schon drauf hingewiesen worden… peinlich)
2.) Habe ich ja versucht rüberzubringen, dass es oft nicht definiert ist. Es ist eine _begründete_ Annahme meinerseits; und bezog sich im wesentlichen auf den theoretischen Hintergrund von Kondensatormikros.

Das der Abfall in der Praxis anders verläuft habe ich nie ernstlich bezweifelt. Allerdings habe ich mal (und das war das einzige mal, dass ich ein Bandsystem durchgemessen habe) an einem Achtspurer ein sehr interessantes Frequenzverhalten gemessen: Das Datenblatt meinte bei 16kHz wäre Schluss, aber bei 20kHz war der Frequenzverlauf immernoch kaum eingebrochen…

Ich habe mir schon etliche Frequenzgänge
von Bandmaschinen […] sofern dies bereits auf Band
ist.

Hätte ich bei obigem Beispiel von mir auch erwartet, aber da ist die Analogtechnik „unberechenbarer“ als die Digitaltechnik… Du weißt was ich meine!

Ansonsten ist Dein Mail aber gut und findet meine Zustimmung.

DITO! und *freu*

LG
Florian

Hallo,

Der Abfall des Pegels
beträgt genau an der Grenzfrequenz 3 dB

Ja, abe ich nie wiedersprochen!

Da habe ich eindeutig anderes gelesen in Deinem Artikel.

danach bzw. weiter
oben ist der Abfall nicht definiert und in der Praxis weitaus
größer als 3 dB/Okt.

Da hätte ich wohl eindeutiger schreiben sollen.

Ja, eben, Deine Sätze waren eindeutig.

1.) Sind es 6dB/Okt (bin da ja schon drauf hingewiesen
worden… peinlich)

Auch 6 dB/Okt sind es im allg. nicht. Das trifft nur für Tiefpässe 1. Ordnung, also einem einfachen RC-Glied, zu. Bandmaschinen unterliegen anderen Gesetzmäßigkeiten.

2.) Habe ich ja versucht rüberzubringen, dass es oft nicht
definiert ist. Es ist eine _begründete_ Annahme meinerseits;
und bezog sich im wesentlichen auf den theoretischen
Hintergrund von Kondensatormikros.

Kondensatormikros? Das ist aber nicht vergleichbar.

Das der Abfall in der Praxis anders verläuft habe ich nie
ernstlich bezweifelt. Allerdings habe ich mal (und das war das
einzige mal, dass ich ein Bandsystem durchgemessen habe) an
einem Achtspurer ein sehr interessantes Frequenzverhalten
gemessen: Das Datenblatt meinte bei 16kHz wäre Schluss, aber
bei 20kHz war der Frequenzverlauf immernoch kaum
eingebrochen…

Das war eben vom Hersteller eine Sicherheitsspezifikation, oder er gab keinen Abfall von 3 dB, sondern einen bei 1 dB an, könnte ja sein.

Ich habe mir schon etliche Frequenzgänge
von Bandmaschinen […] sofern dies bereits auf Band
ist.

Hätte ich bei obigem Beispiel von mir auch erwartet, aber da
ist die Analogtechnik „unberechenbarer“ als die
Digitaltechnik… Du weißt was ich meine!

Die Gesetze sind andere und vielleicht auch komplexere, aber grundsätzlich lässt es sich auch dann berechnen, sofern alle Parameter bekannt sind.

Gruß
Dieter