Guten Tag.
Ich lus in einer Tageszeitung vor einiger Zeit - ich kann die Quelle nicht mehr genau benennen - den Bericht über eine Strafverhandlung gegen einen Mann, der eine alte Frau in ihrer Wohnung überfiel, misshandelte und ausraubte.
Das Urteil lautete auf soundso lange Haft - ist für meine Frage irrelevant. Laut Zeitung sagte der Richter nach der Urteilsverkündung in etwa, er hoffe, dass dem Angeklagten die anderen Gefangenen in der Haft die eine oder andere Lektion erteilen würden.
Was stellt diese Bemerkung dar? Damnatio ad bestias, moderne Fassung? Kapituliert ein Rechtssystem nicht, wenn es die Bestrafung der Meute der anderen Bestrafung überlässt? Wie würde man als Jurist so eine Äußerung beurteilen?
Danke für Antwort.
Chief Bloody Beefsteak
das ist kein obiter dictum im rechtssinne, weil dieses immer niederschlag in den gründen findet und einen bezug zu rechtsfragen hat.
Das Urteil lautete auf soundso lange Haft - ist für meine
Frage irrelevant. Laut Zeitung sagte der Richter nach der
Urteilsverkündung in etwa, er hoffe, dass dem Angeklagten die
anderen Gefangenen in der Haft die eine oder andere Lektion
erteilen würden.
im gefängnis gibt es auch regeln. wenn man gegen sie verstößt, wird man bestraft. man kann die aussage des richters also auch so verstehen, dass er lernen wird, sich an regeln und gesetze zu halten.
Was stellt diese Bemerkung dar? Damnatio ad bestias, moderne
Fassung? Kapituliert ein Rechtssystem nicht, wenn es die
Bestrafung der Meute der anderen Bestrafung überlässt?
nach deiner argumentation müsste jeder verurteilte isoliert die strafe absitzen.
außerdem wird die bestrafung nicht der meute überlassen, derjenige wurde schließlich bestraft.
Wie
würde man als Jurist so eine Äußerung beurteilen?
unpassend.