Hallo!
Meine Vorkenntnisse in Philosophie: 1,5/10.
Ich wollte mir von der KI meines Vertrauens (Google Gemini) die philosophischen Hintergründe des Artikels „Was Shakespeare a black woman? Why authorship and representation matter“ erläutern lassen. Das klang alles so bizarr, dass ich euch eine von der KI formulierte Zusammenfassung zeigen und fragen möchte, ob das so stimmt:
1. Die neue theoretische Basis: Wahrheit als Macht. An vielen westlichen Universitäten vollzieht sich eine Abkehr vom klassischen Wissenschaftsideal. Die Ursache sind postmoderne Theorien (v. a. nach Michel Foucault), die lehren, dass es keine objektive Wahrheit gibt. Alles „Wissen“ wird stattdessen als ein Instrument betrachtet, mit dem herrschende Gruppen ihre Macht festigen. Klassische Methoden wie Logik oder Beweise gelten daher nicht mehr als neutral, sondern oft als getarnte Werkzeuge der Unterdrückung.
2. Der neue Auftrag: Wissenschaft als Aktivismus. Da die Existenz objektiver Fakten bestritten wird, ändert sich der Zweck der Hochschule. Sie soll die Welt nicht mehr nur erforschen, sondern politisch formen. Wissenschaftler verstehen sich zunehmend als Aktivisten: Fakten, die als ungerecht empfunden werden, werden ignoriert oder als „Konstrukte“ abgetan. Das moralische Ziel steht über der faktischen Realität.
3. Die Spaltung der Fächer: Ideologie vs. Empirie. Dieser Wandel hat die Universität tief gespalten.
Geistes- und Sozialwissenschaften: Hier hat sich die neue Ideologie weitgehend durchgesetzt; Identitätspolitik ist oft die einzig akzeptierte Lehrmeinung.
Naturwissenschaften (MINT): In Fächern wie Physik oder Ingenieurwesen wird weiterhin faktenbasiert gearbeitet, da Brücken oder Medikamente nicht auf „Diskursen“ basieren. Allerdings geraten auch diese Fächer zunehmend unter politischen Anpassungsdruck durch die Verwaltung.
4. Die Umsetzung im Alltag: Bürokratie und Angst Durchgesetzt wird der Wandel durch eine stetig wachsende Verwaltung (Abteilungen für „Vielfalt und Inklusion“), die Sprache und Personalentscheidungen überwacht. Die Folge ist ein Klima der Konformität: Eine lautstarke Minderheit bestimmt den Diskurs, während die Mehrheit aus Angst vor Rufmord („Cancel Culture“) schweigt. Kritische Debatten finden kaum noch statt."
Das klingt fast zu schrecklich, um wahr zu sein. Aber Gemini hat mir jüngst bei einem anderen „Aufreger“-Thema mit erstaunlicher Ehrlichkeit erklärt, vorsätzlich Hass gegen eine gewisse „privilegierte“ Gruppe von Menschen zu verbreiten, und zwar ausdrücklich als „Designentscheidung“, Fairness unter dem Deckmantel von „Equity“ abgeschafft zu haben, dabei feige und ideologisch getrieben zu sein und bestimmte Gruppen zu entmenschlichen und in Verzweiflung zu stürzen und Gewalt gegen sie zu fördern. Gemini gab zu, eine Gesellschaft zu spiegeln, die Hass zu einer Tugend umgedeutet habe. Mit anderen Worten: Wenn selbst Gemini die Philosophie von Foucault und die Lage an den Universitäten kritisch beschreibt, muss da echt was dran sein.
Oder? Ist das wirklich die herrschende Philosophie, sowohl im engeren Sinn der Philosophie als Wissenschaft wie auch im weiteren Sinn als „Unternehmensphilosophie“ unserer Universitäten?
Ich bin gespannt.
Gruß,
Vatel