..oder doch eher ins Geschichtebrett

Wißt Ihr noch, damals ?
Wir haben es tatsächlich geschafft.
Kaum zu glauben, aber es ist so.
Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft, speziell was der Gesetzgeber
und die Bürokraten, die Medien und die Informationsgesellschaft uns
täglich vorbeten und verbieten, müssten wir alle, die in den Sechzigern bis
Anfang der Achtziger aufgewachsen sind, längst tot sein.
Unsere Kinderbetten waren mit bleihaltigen Farben bemalt und
Formaldehyd sickerte aus jeder Pore. Ganz zu schweigen vom Tapetenleim, dem
Kleber
des Linoleums oder den PVC-Dämpfen des Stragula. Wasserfeste Filzstifte
hatten Ausdünstungen die benebelten und wer erinnert sich noch an den
leicht
salzigen Geschmack des abzuleckenden Tintenkillers? Steckdosen,
Medizinflaschen, Schranktüren und Schubladen waren noch nicht
kindersicher. Messer, Schere, Gabel und Licht wurden uns zwar verboten,
aber
meistens mussten wir uns erst einmal daran verletzten um es zu glauben.
Unsere
Fahrräder, Roller und Rollschuhe fuhren wir ohne Schützer und Helme…
Die Risiken per Anhalter in den nächsten Ort zu fahren waren uns
unbekannt!
Zum Thema Auto erinnere ich mich weder an einen Sicherheitsgurt, noch an
Airbags, ABS oder ähnliche Sicherheitsvorrichtungen im Wagen meines
Vaters.
Man saß zwar hinten, aber an einem heißen Sommertag gab es doch nichts
schöneres als seinen Kopf aus dem Fenster (das man damals noch
komplett runterkurbeln konnte) des fahrenden Autos zu stecken und sich den
Fahrtwind ins Gesicht blasen zu lassen, daß man kaum noch Luft bekam.
Wasser
haben wir direkt aus dem Gartenschlauch getrunken und nicht aus einer
Flasche.
Wahnsinn! Wir aßen fettige Schmalznudeln und frischgebackenes Brot mit
fingerdick Butter drauf, dazu gab es überzuckerte Limonaden oder
künstlich gefärbtes Tri Top. Fett geworden sind wir deswegen nie, weil wir
immer
draußen waren. Wir haben zu fünft aus einer Limoflasche getrunken und
es ist tatsächlich keiner daran gestorben. Wir haben stunden- und tagelang
an
Seifenkisten oder ähnlichen Gefährten geschraubt, die wir aus rostigem
Schrott und splitterigem Holz konstruiert hatten. Dann sind wir den
Hügel damit runtergebrettert nur um festzustellen, daß wir die Bremsen
vergessen hatten. Nachdem wir ein paar Mal in der Böschung gelandet waren,
haben
wir gelernt auch dieses Problem zu lösen. Wir gingen in der Früh raus und
haben den ganzen Tag gespielt, höchstens unterbrochen von Essenspausen und
kamen erst wieder rein, als es dunkel wurde und man den Fußball nicht mehr
richtig sehen konnte. Wir waren nicht zu erreichen. Keine Handys! Wenn es
regnete spielten wir bei Freunden Monopoly oder Mensch ärgere dich nicht,
Mühle oder Dame und bauten mit Matchbox Autos ganze Städte auf. Wir hatten
weder
Playstations oder Nintendo, X-Boxen oder Videospiele, keine PCs, keine
50 Fernsehkanäle oder Surround Anlagen. Ins Kino zu gehen war ein
Ereignis, für das man sich herausputzte und das einem vor Vorfreude den
Magen
kribbeln ließ. Es gab noch Vorfilme, die immer eine Überraschung waren,
weil
keiner wußte was zu erwarten war und wenn zufällig ein Donald Duck oder
Micky
Maus Film dabei war, hatte man das ganz große Los gezogen. Wir hatten
Freunde!
Wir gingen raus und haben uns diese Freunde gesucht. Wir haben Fußball
gespielt mit allem was sich kicken ließ und wenn einer einen echten
Lederball hatte war er der King und durfte immer mitspielen, egal wie
schlecht er war. Um im Verein mitspielen zu dürfen gab es
Aufnahmeprüfungen, die nicht jeder bestanden hat. Wer es nicht geschafft
hat, lernte mit
der Enttäuschung umzugehen.Wir spielten Völkerball bis zum Umfallen und
manchmal tat es weh, wenn man abgeworfen wurde. Wir sind von Bäumen und
Mauern
gestürzt, haben uns geschnitten, aufgeschürft und haben uns Knochen
gebrochen und Zähne ausgeschlagen. Wir hatten Unfälle! Es waren
einfach Unfälle an denen wir Schuld waren. Es gab niemanden, den man dafür
verantwortlich halten konnte und vielleicht sogar noch vor den Kadi
zerrte.
Wer erinnert sich noch an Unfälle? Unsere Knie und Knöchel waren von
Frühjahr bis Herbst lädiert und ein Schienbein ohne blaue Flecke gab
es nicht. Wenn wir uns an Brennesseln gebrannt haben, oder uns eine Mücke
gestochen hatte, haben wir entweder drauf gespuckt, oder den Nachbars
Hund drüber lecken lassen oder drauf gepinkelt. Geholfen hat alles. Wir
haben gestritten und gerauft, uns gegenseitig grün und blau geprügelt und
gelernt damit zu leben und darüber weg zu kommen. Wir haben Spiele erfunden
mit Stöcken und Bällen, haben mit Ästen gefochten und Würmer gegessen. Und
obwohl es uns immer wieder prophezeit wurde, haben wir kaum ein Auge
ausgestochen und die Würmer haben auch nicht ins uns überlebt. Wir
sind zu einem Freund geradelt, haben an der Tür geläutet und sind dort
geblieben nur um mit ihm zu reden. Manche Schüler waren nicht so schlau wie
andere,
also haben sie eine Klasse wiederholt. Sie sind nicht durchgefallen,
sondern wurden von den Lehrern einfach zurückgestuft. Zensuren bei Proben
wurden nie manipuliert, egal aus was für Gründen. Wir waren für unsere
Aktionen
selbst verantwortlich. Konsequenzen waren immer zu erwarten, wenn wir
Scheisse gebaut hatten. Der Gedanke, daß ein Elternteil uns rausklopft wenn
wir
mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren, war undenkbar. Im Gegenteil, die
Eltern stellten sich auf die Seite des Gesetzes. Stellen Sie sich das
einmal vor! Unsere Generation hat einige der größten Enterpreneure und
Erfinder hervorgebracht. Die letzten 50 Jahre waren eine wahre Explosion an
Innovationen und Ideen. Wir hatten Freiheit und Zwang, Erfolg und
Misserfolg, Verantwortung und Konsequenz. Und wir haben gelernt damit
umzugehen.
Erinnere Dich daran, wie Du aufgewachsen bist und Du wirst sehen, was
unseren Kindern heute fehlt. Als die Eltern einmal ein Auge
zudrückten, anstatt die Kinder mit übergroßer Vorsicht zu erdrücken. Unsere
Eltern
trauten uns zu die richtigen Entscheidungen zu treffen. Meistens hat
es geklappt. Die paar Mal, die daneben gingen zählen wir zu unseren
Lebenserfahrungen.
Schick diese Mail an alle weiter die du kennst, die sich auch zu
dieser glücklichen Generation zählen dürfen, als Kinder noch Kinder waren
und
noch keine Anwälte mit Schadensersatzklagen und Regierungen mit
kinderfeindlicher Politik unseren Alltag bestimmten.

Gruß
Harry

PS: Wer kennt noch Treets, Raider und Teletennis?

Hat sich wohl die Gegenseit wieder mal haarsträubende Argumente einfallen lassen?

und
noch keine Anwälte mit Schadensersatzklagen und Regierungen
mit
kinderfeindlicher Politik unseren Alltag bestimmten.

Gruß
Harry

PS: Wer kennt noch Treets (ja), Raider (ja) und Teletennis (zwei Balken weißer Ball, kenn ich nicht, wir hatten keine el. Spiele)?

g.i.S.d.R.a.PW (gilt im Sinne der Regeln als PW):
Wer kennt noch:

  • Knibbelbilder (es hat immer ein gefehlt)
  • Penny-Punkte (wo liegt dieses „Heusenstamm“?)
  • Frigo (für 5 Pfennig und einen Schluck aus der Wasserleitung hatte man eine halbe Stunde Spaß)

gerhard

Wißt Ihr noch, damals ?
Wir haben es tatsächlich geschafft.
Kaum zu glauben, aber es ist so.
Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft, speziell was der
Gesetzgeber
und die Bürokraten, die Medien und die
Informationsgesellschaft uns
täglich vorbeten und verbieten, müssten wir alle, die in den
Sechzigern bis
Anfang der Achtziger aufgewachsen sind, längst tot sein.

Das war der damals übliche ultimative Härtetest.
Merke: Onlie se fittest will sörweife.
oder so.

die heutigen weicheier kriegen ja nicht mal mehr ne zünftige demo hin.
wer regt sich heute schon noch so schön auf wie wir früher?
t.

overstolz geraucht, exibart, igelfrisur, ein bier kostete 0,35 DM bei drei bier warens nur noch 1,00 DM wer kann dazu schon nein sagen ?
mit sieben mann in vaters käfer …
und rückwerts rennfahrten in der einbahnstrasse …
dabei waren wir doch fast nüchtern …
und in den kohleofen der vermieterin gepiesel … man hat das gestunken!

Unsere Kinderbetten waren mit bleihaltigen Farben bemalt und
Formaldehyd sickerte aus jeder Pore. Ganz zu schweigen vom
Tapetenleim, dem
Kleber
des Linoleums oder den PVC-Dämpfen des Stragula. Wasserfeste
Filzstifte
hatten Ausdünstungen die benebelten und wer erinnert sich noch
an den
leicht
salzigen Geschmack des abzuleckenden Tintenkillers?
Steckdosen,
Medizinflaschen, Schranktüren und Schubladen waren noch nicht
kindersicher. Messer, Schere, Gabel und Licht wurden uns zwar
verboten,
aber
meistens mussten wir uns erst einmal daran verletzten um es zu
glauben.
Unsere
Fahrräder, Roller und Rollschuhe fuhren wir ohne Schützer und
Helme…
Die Risiken per Anhalter in den nächsten Ort zu fahren waren
uns
unbekannt!
Zum Thema Auto erinnere ich mich weder an einen
Sicherheitsgurt, noch an
Airbags, ABS oder ähnliche Sicherheitsvorrichtungen im Wagen
meines
Vaters.
Man saß zwar hinten, aber an einem heißen Sommertag gab es
doch nichts
schöneres als seinen Kopf aus dem Fenster (das man damals noch
komplett runterkurbeln konnte) des fahrenden Autos zu stecken
und sich den
Fahrtwind ins Gesicht blasen zu lassen, daß man kaum noch Luft
bekam.
Wasser
haben wir direkt aus dem Gartenschlauch getrunken und nicht
aus einer
Flasche.
Wahnsinn! Wir aßen fettige Schmalznudeln und frischgebackenes
Brot mit
fingerdick Butter drauf, dazu gab es überzuckerte Limonaden
oder
künstlich gefärbtes Tri Top. Fett geworden sind wir deswegen
nie, weil wir
immer
draußen waren. Wir haben zu fünft aus einer Limoflasche
getrunken und
es ist tatsächlich keiner daran gestorben. Wir haben stunden-
und tagelang
an
Seifenkisten oder ähnlichen Gefährten geschraubt, die wir aus
rostigem
Schrott und splitterigem Holz konstruiert hatten. Dann sind
wir den
Hügel damit runtergebrettert nur um festzustellen, daß wir die
Bremsen
vergessen hatten. Nachdem wir ein paar Mal in der Böschung
gelandet waren,
haben
wir gelernt auch dieses Problem zu lösen. Wir gingen in der
Früh raus und
haben den ganzen Tag gespielt, höchstens unterbrochen von
Essenspausen und
kamen erst wieder rein, als es dunkel wurde und man den
Fußball nicht mehr
richtig sehen konnte. Wir waren nicht zu erreichen. Keine
Handys! Wenn es
regnete spielten wir bei Freunden Monopoly oder Mensch ärgere
dich nicht,
Mühle oder Dame und bauten mit Matchbox Autos ganze Städte
auf. Wir hatten
weder
Playstations oder Nintendo, X-Boxen oder Videospiele, keine
PCs, keine
50 Fernsehkanäle oder Surround Anlagen. Ins Kino zu gehen war
ein
Ereignis, für das man sich herausputzte und das einem vor
Vorfreude den
Magen
kribbeln ließ. Es gab noch Vorfilme, die immer eine
Überraschung waren,
weil
keiner wußte was zu erwarten war und wenn zufällig ein Donald
Duck oder
Micky
Maus Film dabei war, hatte man das ganz große Los gezogen. Wir
hatten
Freunde!
Wir gingen raus und haben uns diese Freunde gesucht. Wir haben
Fußball
gespielt mit allem was sich kicken ließ und wenn einer einen
echten
Lederball hatte war er der King und durfte immer mitspielen,
egal wie
schlecht er war. Um im Verein mitspielen zu dürfen gab es
Aufnahmeprüfungen, die nicht jeder bestanden hat. Wer es nicht
geschafft
hat, lernte mit
der Enttäuschung umzugehen.Wir spielten Völkerball bis zum
Umfallen und
manchmal tat es weh, wenn man abgeworfen wurde. Wir sind von
Bäumen und
Mauern
gestürzt, haben uns geschnitten, aufgeschürft und haben uns
Knochen
gebrochen und Zähne ausgeschlagen. Wir hatten Unfälle! Es
waren
einfach Unfälle an denen wir Schuld waren. Es gab niemanden,
den man dafür
verantwortlich halten konnte und vielleicht sogar noch vor den
Kadi
zerrte.
Wer erinnert sich noch an Unfälle? Unsere Knie und Knöchel
waren von
Frühjahr bis Herbst lädiert und ein Schienbein ohne blaue
Flecke gab
es nicht. Wenn wir uns an Brennesseln gebrannt haben, oder uns
eine Mücke
gestochen hatte, haben wir entweder drauf gespuckt, oder den
Nachbars
Hund drüber lecken lassen oder drauf gepinkelt. Geholfen hat
alles. Wir
haben gestritten und gerauft, uns gegenseitig grün und blau
geprügelt und
gelernt damit zu leben und darüber weg zu kommen. Wir haben
Spiele erfunden
mit Stöcken und Bällen, haben mit Ästen gefochten und Würmer
gegessen. Und
obwohl es uns immer wieder prophezeit wurde, haben wir kaum
ein Auge
ausgestochen und die Würmer haben auch nicht ins uns überlebt.
Wir
sind zu einem Freund geradelt, haben an der Tür geläutet und
sind dort
geblieben nur um mit ihm zu reden. Manche Schüler waren nicht
so schlau wie
andere,
also haben sie eine Klasse wiederholt. Sie sind nicht
durchgefallen,
sondern wurden von den Lehrern einfach zurückgestuft. Zensuren
bei Proben
wurden nie manipuliert, egal aus was für Gründen. Wir waren
für unsere
Aktionen
selbst verantwortlich. Konsequenzen waren immer zu erwarten,
wenn wir
Scheisse gebaut hatten. Der Gedanke, daß ein Elternteil uns
rausklopft wenn
wir
mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren, war undenkbar. Im
Gegenteil, die
Eltern stellten sich auf die Seite des Gesetzes. Stellen Sie
sich das
einmal vor! Unsere Generation hat einige der größten
Enterpreneure und
Erfinder hervorgebracht. Die letzten 50 Jahre waren eine wahre
Explosion an
Innovationen und Ideen. Wir hatten Freiheit und Zwang, Erfolg
und
Misserfolg, Verantwortung und Konsequenz. Und wir haben
gelernt damit
umzugehen.
Erinnere Dich daran, wie Du aufgewachsen bist und Du wirst
sehen, was
unseren Kindern heute fehlt. Als die Eltern einmal ein Auge
zudrückten, anstatt die Kinder mit übergroßer Vorsicht zu
erdrücken. Unsere
Eltern
trauten uns zu die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Meistens hat
es geklappt. Die paar Mal, die daneben gingen zählen wir zu
unseren
Lebenserfahrungen.
Schick diese Mail an alle weiter die du kennst, die sich auch
zu
dieser glücklichen Generation zählen dürfen, als Kinder noch
Kinder waren
und
noch keine Anwälte mit Schadensersatzklagen und Regierungen
mit
kinderfeindlicher Politik unseren Alltag bestimmten.

Gruß
Harry

PS: Wer kennt noch Treets, Raider und Teletennis?

Wer kennt noch:

  • Knibbelbilder (es hat immer ein gefehlt)
  • Penny-Punkte (wo liegt dieses „Heusenstamm“?)
  • Frigo (für 5 Pfennig und einen Schluck aus der Wasserleitung
    hatte man eine halbe Stunde Spaß)

Bei ALDI gibt es nächste Woche FRIGEO-Brause, das Emblem vorne drauf sieht genauso aus:
http://www.aldi-sued.de/index_noflash.php3?choice=pr…

Gruß,
Daniela

Herrlich!!! Das waren noch zeiten, genau so war es, vom ersten bis zum letzten Wort.

…und wir wußten noch, daß man schnell rennen mußte, wenn man nach Sylvester einen Blindgänger angezündet und in eine Sektflasche gestopft hat…
…und daß Klicker wehtun können…

Hallo Harry

des Linoleums oder den PVC-Dämpfen des Stragula.

Was bitte ist ein Stragula? Den Begriff kenne ich nicht.

Unsere Fahrräder, Roller und Rollschuhe fuhren wir ohne Schützer und
Helme…

Also, beim Mofa-Fahren bestanden meine Eltern immer auf einen Helm. Und das war auch gut so.

Zum Thema Auto erinnere ich mich weder an einen Sicherheitsgurt,
noch an Airbags, ABS oder ähnliche Sicherheitsvorrichtungen im Wagen
meines Vaters.

Airbag etc. zwar nicht. Aber Sicherheitsgurte hat mein Vater schon sehr früh einbauen lassen. Er hat durch den Job, den er damals hatte, immer die neusten Modelle von Audi und hat sich dort z.B. Sicherheitsgurte auf den Rücksitzen einbauen lassen. Das musste er damals extra verlangen. Und die Typen in der Garage haben ihn angeschaut, als ob er ein grünes Männchen vom Mars wäre…

Wobei ich auch bei Sicherheitsgurten der Meinung bin, dass sie eine sehr gute Einrichtung sind. Mir sträubt sich regelmässig das Gefieder, wenn ich auf der Autobahn hinter einem fahre, dessen Nachwuchs wild zwischen den Sitzen rumturnt…

Wer erinnert sich noch an Unfälle? Unsere Knie und Knöchel
waren von Frühjahr bis Herbst lädiert und ein Schienbein ohne blaue
Flecke gab es nicht. Wenn wir uns an Brennesseln gebrannt haben, oder
uns eine Mücke gestochen hatte, haben wir entweder drauf gespuckt,
oder den Nachbars Hund drüber lecken lassen oder drauf gepinkelt.

Und keine Mutter kam auf die Idee, immer gleich alles mit Sagrotan zu desinfizieren. Meine Mutter zitierte ihre eigene Mutter immer mit den Worten ‚Ein Mensch braucht etwa 7 Pfund Dreck im Jahr. Nicht alles auf einmal, aber insgesamt…‘ -> gab es da irgendwelche Allergien?

PS: Wer kennt noch Treets, Raider und Teletennis?

Oder all die liebevoll gemachten Sendungen für Kinder? Statt all dem unsäglichen Power-Rangers-Müll…

CU
Peter

Eine Generation später…
…das hier:

Als ich noch ein Kind war, haben mich die Erwachsenen immer zu Tode gelangweilt mit ihren ätzenden Abhandlungen über ihre eigene ach so harte Jugend, und wie schwer sie es hatten auf dem fünfundzwanzig Kilometer langen Fußmarsch zur Schule jeden morgen, Hin- und Rückweg immer bergauf und barfuß in ganzjährigen Schneestürmen die jüngeren Geschwister huckepack zu den einräumigen Schulgebäuden tragend und trotzdem immer ein glattes einser Zeugnis gehabt trotz ihres Vollzeitjobs nach der Schule in der Fabrik für 35 Pfennig die Stunde um die Familie vor dem Hungertod zu bewahren!

Und ich hatte mir geschworen, wenn ich erwachsen würde, den Jugendlichen niemals so einen Bullshit aufzutischen wie schwer ich es hatte, und wie leicht die es haben.

Aber…

Nun, da ich das reife Alter von 25 überschritten habe, kann ich es nicht mehr verleugnen… Die Jugend von heute hat es so verdammt gut!

Ich meine, verglichen mit meiner Jugend lebt ihr im Traumland Utopia! Und ich hasse es zu sagen, aber ihr Kids von heute wisst gar nicht wie
gut Ihr es habt!

Ich mein, als Kinder hatten wir kein Internet. Wenn wir was wissen wollten, mussten wir in die Bücherei gehen und es uns verdammt noch mal selbst raussuchen!

Und es gab keine Email. Wir mussten tatsächlich Briefe schreiben, mit einem Stift auf Papier! Und dann mussten wir den ganzen Weg zum Briefkasten um die Ecke gehen und es dauerte manchmal eine ganze verdammte Woche, bis das Teil ankam!

Und da war kein MP3 oder Napster! Wenn du Musik klauen wolltest, musstest Du zum Plattenladen gehen und dir die Riesen-Platten selbst stehlen! Oder wir mussten den ganzen Tag am Radio warten um Lieder auf Kassetten aufzunehmen und dann hat der Moderator ins Ende reingelabert und es alles versaut!

Wollt ihr wirklich wissen, was hartes Leben ist? Man konnte nicht einfach Sex downloaden! Du musstest einen Penner mit ´ner Flasche Schnaps bestechen, um dir einen Playboy vom Kiosk zu besorgen! Entweder so, oder du musstest dich mit den Damenunterwäsche-Seiten aus dem Otto Katalog begnügen! Das waren deine Möglichkeiten.

Wir hatten nicht diesen ganzen technischen Kram wie Anklopfen beim Telefon. Wenn du telefoniert hattest und jemand wollte dich anrufen, war besetzt!

Und wir hatten nicht diese Display-Teile auf dem Telefon. Wenn’s klingelte, hattest Du nicht den blassesten Schimmer, wer dran war. Konnte Dein Boss sein, Deine Mutter, Dein Drogendealer oder ein Geldeintreiber, du hattest keine Ahnung, musstest abnehmen und das Risiko eingehen…

Und Handys hatten wir schon gar nicht! Um was mit Freunden zu besprechen, mußten wir da hinlatschen, damit unsere Eltern uns nicht
hören konnten. Wenn die Straßenlichter angingen, hatten wir zuhause zu sein, sonst gab’s den Arsch voll!

Gar nicht zu reden von den modernen Spielekonsolen mit hochauflösender 3D Grafik und 895 Megadings Sound und so. Wir hatten mit Glück einen Atari mit Spielen wie Space Invaders und Asteroids und die Grafiken waren schlicht Scheiße! Du warst ein kleines Quadrat auf der Scheibe und musstest deine Fantasie benutzen! Und nix mit verschiedenen Levels oder so. Immer und immer das gleiche Bild. Und du hast nie gewonnen, weil es immer nur schwieriger und schneller wurde bis Du starbst! Genau, wie im richtigen Leben!

Im Kino gab’s keine ansteigenden Sitzreihen. Alle Reihen waren auf einer Ebene und wenn vor Dir ein großer saß, hast Du nix mehr gesehen!

Klar, wir hatten dann auch Farbfernsehen. Aber da waren 3 Sender, das
Erste, das Zweite und das Dritte. Einige hatten auch DDR 1 oder ORF.
Aber wir hatten kein Kabel und keinen Videotext! Du hast in die Hörzu gesehen, wenn Du wissen wolltest, was es gibt.

Und es liefen schon gar nicht den ganzen Tag irgendwo Cartoons!
Vielleicht Sandmännchen oder Heinzelmännchen am Abend, und sonst mussten wir die ganze verdammte Woche bis Samstag morgens warten!

Versteht ihr kleinen Arschgesichter eigentlich, was ich sage?

Das ist genau, was ich meine. Ihr Kids von heute habt es so verdammt
gut. Ihr kleinen verweichlichten, verwöhnten, undankbaren Biester habt es viel zu einfach heute. Vor 20 Jahren hättet ihr keine 5 Minuten ausgehalten!

(per Mail erhalten)

PW:
http://www.die-80er-jahre.de/2/alben/sonstiges/sonst…

Wißt Ihr noch, damals ?

werden unsere Kinder auch über ihre Kindheit sagen - dereinst, genauso wie unsere Eltern ein viiiiiiiiiel bessere Kindheit hatten als wir und unsere Großeltern erst. Mann hatten es Adam und Eva gut.

Mal ehrlich, die Kindheit ist eine schöne Zeit (bzw. kann schön sein), aber vieles wird doch gerne durch die rosa Brille gesehen

War da nicht der brutale Kommisslehrer, der wegen jeder Kleinigkeit seine Gerte gezückt hat um uns den Hintern zu versohlen, hatten wir nicht schrecklich Angst vor den Eltern, weil es nach Übertretungen teilweise drastische Strafen gab, wären wir nicht gerne in die weite Welt gefahren …?

Schön wars sicher, aber es gab auch Schatten

Gandalf

P.S.
Wenn ich meine Jungs sehe, seh ich auch einen guten Teil dessen, was im Ursprungsartikel stand, anders zwar, aber doch auch ähnlich

Was bitte ist ein Stragula? Den Begriff kenne ich nicht.

Kann sein, dass es das in der Schweiz nicht gab: Stragula ist ein Bodenbelag (Linoleumersatz) aus bedruckter Bitumenpappe. Heute kennt man das nur noch als Kneipen- oder Bandnamen:smile:

Und - meine Erinnerungen reichen natürlich noch ein paar Jahre weiter zurück - Heiße Sommer wie 1947 wo wir zum Baden In das Stauwehr der Sägemühle hüpften - Badeanzüge? Badehosen? Die kamen viel später.
Radfahren lernen mit Opas Fahrrad, ein Bein unter der Stange durch. Auf der Dorfstraße mit den abgeschnittenen Felgenwülsten von LKW-Reifen gerollt. Fernsehen - das kam erst in den 50ern Radio hatte auch kaum jemand. Aber Lebensmittelmarken gab es und Magermilch. Was brauchte man im Sommer Schuhe! Dafür im Winter lange Strümpfe auch für uns Buben, hundertmal gestopft und an einem Leibchen festgemacht! Grauenhaft!!!
Grüße
Eckard.

Hi Peter

Was bitte ist ein Stragula? Den Begriff kenne ich nicht.

Bodenbelag, soweit ich weiß eine bedruckte Bitumenpappe.

Unsere Fahrräder, Roller und Rollschuhe fuhren wir ohne Schützer und
Helme…

Also, beim Mofa-Fahren bestanden meine Eltern immer auf einen
Helm. Und das war auch gut so.

Ja, wenn Dein Mofa 140 km/h fährt könnte ein Helm durchaus ratsam sein.
Aber Roller (nicht den Vespa-Roller, sondern den mit Muskelkraft, wobei die Vespa desöfteren auch Muskelkraft benötigte) und Rollschuhe fuhren wir schon ohne Helm und Handschuhe.

Bis denn
Harry

Fahrräder, Roller und Rollschuhe fuhren wir ohne Schützer und

Helme…Zum Thema Auto erinnere ich mich weder an einen
Sicherheitsgurt, noch an
Airbags, ABS oder ähnliche Sicherheitsvorrichtungen im Wagen

Wir sind von

Bäumen und
Mauern
gestürzt, haben uns geschnitten, aufgeschürft und haben uns
Knochen
gebrochen und Zähne ausgeschlagen.

Geschichtsbrett auf;
1980 kamen 2 ½ mal mehr Kindern bis zu 14 Jahren bei Unfällen ums Leben
http://www.medicalforum.ch/pdf_d/2001/2001-24/2001-2…
Gute alte Zeit!
Geschichtsbrett zu.

Witzbrett auf;
PW.
Alle Kinder kriegen Prügel, nur nicht Renate, die kann Karate.

Ich bin selber Ende der siebziger und Anfang der achziger groß
geworden und kann Euch nur dazu sagen:

Bei Eurem Gejammer vergesst Ihr zwei sachen:

  1. Die ganzen technischen Spielereien wie Internet etc. genießt Ihr
    ja heute auch und nicht nur die Jugend.

  2. Ihr seid jetzt langsam in dem Alter selber Kinder zu haben oder
    habt gar schon welche. Es ist also EURE AUFGABE, das Interesse Eurer
    Kinder für die Welt zu wecken. Kinder werden immer so, wie es vor
    allem die Eltern Ihnen vorleben. Wenn Ihr Euch also keine Zeit für
    Eure Kinder nehmt und Sie aus Schuldgefühlen mit Luxus,Geld und
    technischem Schnickschnack überhäuft, um Euer Gewissen zu beruhigen,
    dann ist das EURE Schuld. Die Jugend ist nie von selber so, wie sie
    ist, sie ist immer nur ein Spiegel der Gesellschaft.

Nehmt das bitte nicht persönlich, sondern denkt einfach nur mal bitte
darüber nach.

Grüße

Norman

P.S. Die alten Griechen haben sich aber auch schon über die
Verkommenheit ihrer Jugend aufgeregt.

Hi,

Geschichtsbrett auf;
1980 kamen 2 ½ mal mehr Kindern bis zu 14 Jahren bei Unfällen
ums Leben
http://www.medicalforum.ch/pdf_d/2001/2001-24/2001-2…
Gute alte Zeit!
Geschichtsbrett zu.

Welches Kind kann schon heute vor Playstation etc. ums Leben kommen?

Gruß
Harry

PW: Liebe Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen kommen überall…hin

Hallo erstmal,

Ich bin selber Ende der siebziger und Anfang der achziger groß
geworden und kann Euch nur dazu sagen:

Bei Eurem Gejammer vergesst Ihr zwei sachen:

  1. Die ganzen technischen Spielereien wie Internet etc.
    genießt Ihr
    ja heute auch und nicht nur die Jugend.

  2. Ihr seid jetzt langsam in dem Alter selber Kinder zu haben
    oder
    habt gar schon welche. Es ist also EURE AUFGABE, das Interesse
    Eurer
    Kinder für die Welt zu wecken. Kinder werden immer so, wie es
    vor
    allem die Eltern Ihnen vorleben. Wenn Ihr Euch also keine Zeit
    für
    Eure Kinder nehmt und Sie aus Schuldgefühlen mit Luxus,Geld
    und
    technischem Schnickschnack überhäuft, um Euer Gewissen zu
    beruhigen,
    dann ist das EURE Schuld. Die Jugend ist nie von selber so,
    wie sie
    ist, sie ist immer nur ein Spiegel der Gesellschaft.

Nehmt das bitte nicht persönlich, sondern denkt einfach nur
mal bitte
darüber nach.

Grüße

Norman

Schicke diese Beiträge an das Brett „Eltern-Kinder“ bzw „Erziehung“.
Kann nämlich nichts witziges dran erkennen, nicht mal einen PW weit und breit.

Hier meiner:
Der Tierarzt ruft bei Herrn Meier an:
„Ihre Frau ist mit Ihrer Katze da und bat mich, sie einzuschläfern. Ist das in Ordnung?“
"Klar, und die Katze können Sie raussetzen, sie kennt den Heimweg

AUFSCHREI!!!
Ich finde es äußerst faszinierend, das soo viele von euch der guten alten Zeit nachtrauern und euch wundert, wie verkorkst die heutige Jugend ist. Nur seid nicht ihr es, die uns so erzogen habt? Seit nicht ihr es, die den Kindern das spielen verbietet, bevor sie nicht die Hausaufgaben gemacht haben. Seit nicht ihr es, die nicht die Zeit für eure Kinder habt, um ihnen zu Zeigen, wie man mit einer Stichsäge umgeht. Seit nicht ihr es, die die Werkbank für einen „Hobbyraum“ geopfert habt. Ihr seit es doch, die nach einer Rangelei gleich zum anderen Elternpaar rennt oder sogar gleich zur Polizei? Wer darf denn heute noch in der Garage eine Seifenkiste bauen? Nein man könnte sich ja verletzen. Dafür bekommt man dann einen Computer vorgesetzt, mit dem man dann gefälligst kreativ sein soll.

Ich könnte noch Seitenweise so weiter machen. Das zeigt doch, das nicht wir so verkorkst sind, sondern, das ihr uns nichts mehr machen lasst.

Ulli
(der gerne mal im Regen durch Pfützen gesprungen wäre)

Soll ich Dich adoptieren?
Meine Kids dürfen das nämlich.Meistens.

Gruß
Harry

Also, ich fand den Text ziemlich gut - ich arbeite z.Z. in einem Kinderheim, und da dürfen die Kinder gar nichts, weil sonst die Erzieher/Verantwortlichen vor den Kadi gezerrt werden - und ich war einer von denen, die unten beschrieben sind.
(Mehr oder weniger - aber ich mich wiedererkannt.)

Und letztens war da ein 18-jähriger, der in Panik verfallen ist, weil er sich am Finger verbrannt hat, und sich sorgen machte, warum das denn nicht aufhört warm zu sein/zu brennen … und der hatte sich tatsächlich noch nie den Finger verbrannt.

Ich denke, das es heute immer noch Kinder gibt, die so aufwachsen wie in dem Text (Meine Geschwister, z.B.), und das es immer Kinder gab, die nicht so aufgewachsen sind - früher war es halt ein Fernseher, und keine X-Box, und davor vieleicht Blechspielzeug, oder was auch immer.

Meine Gedanken dazu.

Grüßlis!
Philipp aka Scrabz.

PW: Gute Jungen kommen im Internet, böse überall.

Ist der Witz an Deinem Text, daß Du „seid“ und „seit“ nicht unterscheiden kannst?

*zwinker*

Tibu