Öffentliche Mittel für kinderreiche Familien

Das ist ja ein Thema, bei dem „normale“ Bürger nicht durchblicken, oder ?

Das Ministerium für Bau und Verkehr NRW hatte verlauten lassen: „Förderung von selbstgenutztem Wohneigentum soll für kinderreiche Familien besonders gefördert werden.“ „Soviel Wohneigentum wie möglich und soviel Mietraum wie nötig“ - was für ein Satz ! Große Wohnungen gibt es kaum und wenn, dann sind sie zu teuer ! Ein Haus zur Miete mit WBS kostet fast so viel an Miete, wie gefördertes und selbstgenutztes Wohneigentum ! Wie kann so was familienfreundlich sein ?

Das absolut Konfuse: Welche „kinderreiche Familie“ ist finanziell in der Lage ca. 10 % Eigenkapital anzusparen. Bei den einzuhaltenen Einkommensgrenzen ist doch schon klar, daß diese Familien keine Großverdiener sind - wie soll da noch etwas angespart werden ?

Ein Beispiel:

Eine Familie, 2 Erw. unter 40, 3 Kinder im Alter von 11, 3 + 2 hat ein Jahresbrutto von ca. 32.000 EUR + Kindergeld. Die Kaltmiete, ein noch bestehendes Darlehen nebst Versicherung ergibt einen monatlichen Aufwand von ca. EUR 910 ! Würde diese Familie öffentliche Mittel erhalten und der Kredit mit in die Restfinanzierung bei der Bank übernommen, so wären der monatliche Aufwand sogar geringer als die zuvor genannten EUR 910 !! Die Familie hat einen Bausparvertrag und 2 fondsgebundene Versicherungen, da sie versucht etwas anzusparen. Eine Bank würde die restliche Summe so finanzieren, aber natürlich nur unter der Voraussetzung, daß öffentliche Mittel gewährt werden. Die Familie gerät aber, nur durch die Rate des Kredites, in eine minimale Unterdeckung und so wird keine Förderung gewährt !!???

Kann jemand über ähnliche Erfahrungen berichten, oder hat jemand eine Idee als Lösungsvorschlag ? Es kann doch nicht sein, daß alle kinderreichen Familien die bauen, oder gebaut haben, vollständig schuldenfrei waren und noch 10 % Eigenkapital auf der hohen Kante hatten ! Das vereinbart sich nicht mit den Einkommensgrenzen der öffentlichen Mittel bzw. ist sehr unglaubwürdig ! Küchen, Autos etc. werden doch auch mit in die Finanzierung genommen…

Kinderreiche und kinderlose Familien passen doch gar nicht in das Raster, oder ??

Bin mal auf die Antworten gespannt !!!

LG, „FamilienmanagerinMG“

Hallo,

Das ist ja ein Thema, bei dem „normale“ Bürger nicht
durchblicken, oder ?

Ja.

Kinderreiche und kinderlose Familien passen doch gar nicht in
das Raster, oder ??

Richtig.
Entweder verdient man soviel Geld, dass man keine Förderung bekommt.
Oder man verdient so wenig, dass man zwar die Einkommensgrenzen für die Förderung erfüllt, aber dafür wieder nicht kreditwürdig genug ist.
Dieses hatten wir auch schon einmal durchgerechnet.

Beatrix

Hallo Beatrix !

Ja, so sieht es aus !

Es ist doch nicht zu glauben, oder ?? Und dann schreien alle, was Deutschland alles für kinderreiche Familien macht !
*hahaha*-guter Witz ! Hauptsache man wird wieder in die berühmte Schublade gesteckt !!!

Der Hohn an der Sache: Eine Bank würde ja finanzieren !! Aber braucht die Bescheinigung, daß öffentliche Mittel gewährt werden ! So lange die Kreditrate aber da ist, kein Überschuß bei der Berechnung !!

…und täglich grüßt das Murmeltier :frowning: