Oel-beschiss ?

Hallo miteinander

Die liebe Werkstatt des Autos meiner Frau hat im Rahmen eines Services 3,2 Liter 0W30 für 55Euro in Rechnung gestellt. Auf meine Frage, warum ein einfacher 60PS Benziner Polo 6N dieses Qualitätsoel brauche, gab’s nur die Antwort, alle Wagen würden mit diesem Oel versehen, nur auf speziellen Wunsch werde „minderwertiges“ Oel eingefüllt.
Hoffe jetzt nicht von Euch gesteinigt zu werden: Normalerweise würde ich 15W40 nehmen, bin aber durch den Werkstattheini etwas verunsichert.
Würde gern wissen, welches Oel ich guten Gewissens reinkippen kann, ohne dem Motor zu schaden. Wird im Jahr 9000km gefahren, Kurzstrecken.
Gibt’s noch irgendwelche Spässe, die man den Werkstätten untersagen sollte? Abgewöhnt habe ich denen schon den nicht beauftragten Wechsel der Wischer und das unbeauftragte
Saugen des Innenraumes. Irgendwie nervig die Brüder… :wink:

Gruss spock

… 3,2 Liter 0W30 für 55Euro…

Guten Morgen!

Ein Schluck Öl für über 100 Mark ist heftig. Selbstverständlich tut es ein Mehrbereichsöl. Das ist preiswerter, aber deshalb keineswegs minderwertig.

Erteile den nächsten Auftrag schriftlich und detailliert. Dann bezahlst Du nur noch die beauftragten Arbeiten. Wenn die Werkstatt ohne Rücksprache mehr oder etwas anderes macht, brauchst Du solche Dinge nicht zu akzeptieren.

Welche ÖLsorten sind in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs aufgeführt und welche Ölsorte war auf dem Zettel des letzten Ölwechsels im Motorraum notiert? Wenn auf dem Wartungszettel ein normales Mehrbereichsöl stand, gibt es ohne Rücksprache keinen Anlaß für die Werkstatt, den teuren Saft einzufüllen. Daß dies hausüblich sei, halte ich für kein stichhaltiges Argument. Wenn es bei der Werkstatt plötzlich üblich wird, die Felgen zu vergolden und die Reifen mit Edelgas zu füllen, mag das hausüblich, aber technisch nicht erforderlich sein.

Gruß
Wolfgang

Hallo,
meine Werkstatt hat dies mit mir auch gemacht, aber nur einmal,
beim ersten Kundendienst. (habe einen AUDI A4 dort neu gekauft)
Danach habe ich das Öl immer mitgebracht, und dies dem Kundendienstmann bei der Anmeldung mitgeteilt. Die verlangen zwar
für selbstgebrachtes Öl eine Ensorgungsgebühr, aber die ist gering. ÖL Castrol GTX Mehrbereichsöl.

Gruß Wolfgang

Hallo Mr Spock,

Die liebe Werkstatt des Autos meiner Frau hat im Rahmen eines
Services 3,2 Liter 0W30 für 55Euro in Rechnung gestellt.

Unnötig. Für solch einen Kleinwagen auch noch 0W30er Öl einzufüllen, welcher bestimmt keinen Ölkühler hat halte ich gar bei einer schnellen sommerlichen Autobahnfahrt für gefährlich, da #W-30er Öl eigentlich nur in Fahrzeuge mit wassergekühltem Ölkreislauf gekippt wird. 10W-40 Teilsynthetisch wäre für den Kurzstreckenbetrieb (Kurzstrecke=erhöhte Anforderung lt. Hersteller) vollkommen ausreichend gewesen.

Auf
meine Frage, warum ein einfacher 60PS Benziner Polo 6N dieses
Qualitätsoel brauche, gab’s nur die Antwort, alle Wagen würden
mit diesem Oel versehen, nur auf speziellen Wunsch werde
„minderwertiges“ Oel eingefüllt.

Geldmacherei und faule Ausrede. Schaue mal in die Bedienungsanleitung ob diese Ölviskosität überhaupt für unsere Breitengrade freigegeben ist.

Hoffe jetzt nicht von Euch gesteinigt zu werden: Normalerweise
würde ich 15W40 nehmen, bin aber durch den Werkstattheini
etwas verunsichert.

s.o. 10W-40 Teilsynth. hätte ich genommen.

Würde gern wissen, welches Oel ich guten Gewissens reinkippen
kann, ohne dem Motor zu schaden. Wird im Jahr 9000km gefahren,
Kurzstrecken.

auch so.o.

Gibt’s noch irgendwelche Spässe, die man den Werkstätten
untersagen sollte? Abgewöhnt habe ich denen schon den nicht
beauftragten Wechsel der Wischer und das unbeauftragte
Saugen des Innenraumes. Irgendwie nervig die Brüder… :wink:

Ganz einfach: Auftrag schriftlich erteilen und alles unverlangte nicht bezahlen, dann werden die schnell kalt. Oder die Werkstatt wechseln.

Ein ehemaliger Kollege aus Ausbildungzeiten hat einen Focus TDCI. Das Auto so weit gut. Die Werkstätten asozial. Er hat absichtlich das Scheibenwasser aufgefüllt, bekam trotzdem 1,5l berechnet, bezahlte es aber nach Reklamation nicht. Die Tussi am Tresen wurde sogar pampig. Die Werkstätte hätte mich zum letzten Male gesehen.

Einer Umfrage des ADAC nach hatte bisher fast jeder zweite Autofahrer Probleme mit der Rechnung. Hingehen und meckern wenn was nicht stimmt oder gleich im Vorraus schriftlich ofder persönlich den Auftrag erteilen.

Wenn ich zu meinem TOYOTA-Händler gehe, setzen wir uns zusammen hin, sprechen alles durch und ich kann alles auf dem PC sehen, was er reinhackt, denn ich habe es schließlich diktiert. Es liegt alles in meiner Hand, da ich in solchen Dingen äußerst ungerne das Ruder hergebe…

gruß

dennis

Hallo,

meine Werkstatt hat dies mit mir auch gemacht, aber nur
einmal,
beim ersten Kundendienst. (habe einen AUDI A4 dort neu
gekauft)

interessant. Bei mir haben sie letztes Jahr auch 0W-40 eingefüllt, statt 5W-40, wie in der Betriebsanleitung vorgesehen.

Allerdings bilde ich mir ein, daß der Wagen danach irgendwie „besser lief“. Wohlgemerkt: Das Gefühl habe ich gehabt, bevor ich die Rechnung in aller Ausführlichkeit studierte. Kann aber auch sein, daß die an der Motorelektronik rumgefummelt haben.

Gruß
Christian

Hallo Chris,

interessant. Bei mir haben sie letztes Jahr auch 0W-40
eingefüllt, statt 5W-40, wie in der Betriebsanleitung
vorgesehen.

Das ist kein großer Unterschied und auch akzeptabel in der Viskosität.

Allerdings bilde ich mir ein, daß der Wagen danach irgendwie
„besser lief“. Wohlgemerkt: Das Gefühl habe ich gehabt, bevor
ich die Rechnung in aller Ausführlichkeit studierte. Kann aber
auch sein, daß die an der Motorelektronik rumgefummelt haben.

0W-40 hat bessere Kaltlaufeigenschaften als 5W-40, da kann es schon sein, daß Du sogar sofort nach dem Start ein besseres Motorverhalten feststellst.

Ich habe früher mal meinen alten Starlet von 15-40 Mineral auf 5-40 Vollsynth. umgeölt und das im Winter. Am nächsten Morgen spürtest Du sofort den leichteren Anlauf nach dem Starten…

gruß

dennis

Dank den Diskutanten…! Aber soll ich jetzt…
15W40 oder 10W40 nehmen?
Klar hat das 10er Vorteile…

Spass am Rande: Auf der Rechnung stand auch noch eine neue Batterie mit 100Euro . Motorhaube auf: sitzt immer noch die alte drin…
Nach Rücksprache mit der Werkstatt: „Ääääääääähh, da ist wohl eine Position auf die Rechnung „gerutscht“, die wir gar nicht geleistet haben.“

Gruss
irgendwie…

Hallo Mr Spock,

15W40 oder 10W40 nehmen?
Klar hat das 10er Vorteile…

Nimm das 10er. Ich schrieb bereits die „erhöhte Anforderung an die Kurzstrecke“ durch die vielen Kaltstarts bei nur 9’km Laufleistung p.a.

Spass am Rande: Auf der Rechnung stand auch noch eine neue
Batterie mit 100Euro . Motorhaube auf: sitzt immer noch die
alte drin…
Nach Rücksprache mit der Werkstatt: „Ääääääääähh, da ist wohl
eine Position auf die Rechnung „gerutscht“, die wir gar nicht
geleistet haben.“

So langsam wird es ZEit die Werkstatt zu wechseln…

gruß

dennis

hallo
10W30 ist ein Winteröl. Gedacht für extrem niedrige Themperaturen. = bedeutet, dass es im kaltem Zusatand die Konsitenz von Wasser hat. Dies soll verhindern, dass bei einem Kaltstart keine Schmierung vorhanden ist.
Hast Du schon mal rausbekommen, welches Öl die Rennautos verwenden? ein 1-Bereichsöl!
doch der Hinweis (Rennsporterprobt) ist sowieso Blödsinn: die Öle im Rennbetrieb sind ganz anderen Belastungen ausgesetzt und werden nicht eiskalt eingefüllt.
Eine Erweiterung nach oben (statt 30 hin richtung 60) hätte mehr Sinn. Denn dieser Wert sagt Dir, dass im Volllastbetreib (also wenn der Motor so richtig heiß wird), die Schmierung noch aufrecht erhalten wird.
Insofern hat das Castrolöl 10W60 seine Berechtigung.
Doch bei einem Polo, Golf, Opel… langen 15W45 massig.
Weil wir schon am Beschiss sind:
Kleinteile ist auch so ein Posten, der nie in Dein Auto reinkommt, sondern nur auf die Rechnung. Denn wenn Du ein Kleinteil brauchst (Dichtungsring) dann kommt das zusätzlich auf die Rechnung.
Gibt noch mehr solche Beutelschneidereien.
Grüße
Raimund

hallo Dennis,

macht aber nur im Winter Sinn!
Im Sommer ist die Schmierung auch bei einem 20W40 schon von Anfang an da.
Grüße
Raimund

hallo Raimund,

macht aber nur im Winter Sinn!
Im Sommer ist die Schmierung auch bei einem 20W40 schon von
Anfang an da.

Jo. Nur halte ich ##W-30 Öl für etwas zu dünn, wenn es in einen Nähmaschinenmotor gekippt wird, der kein wassergekühltes Öl hat. Bei einer strammen Autobahnfahrt kann es da eng werden mit der Heißlaufeigenschaft.

gruß

dennis

absolut richtig!
hallo Dennis,

wenn man sich vor augen hält, was die Zahlen bedeuten, braucht man eigentlich nichts mehr erklären:
die erste Zahl ist das Ausgangsöl und gibt die Fließfahigkeit dieses Öles an.
die zweite Zahl bedeutet: durch chemische Zusätze verdickt sich das Öl bei steigender Themperatur bis es die Fließfähigkeit des angebenen Öles hat: hier z.B. eines 30er Öles.
Drum meinte ich: im Sommer ist so ein 60er Öl (und bei goßer Hitze und Belastung) nicht von der Hand zu weisen.
Vor noch ca 25 Jahren waren die Zusätze nicht unbedingt die stabilsten. Da konnte schon mal passieren, dass die Fließfähigkeitszusätze ihren Geist aufgaben. Ergebnis: Motorfresser. Das dürfte heute eigentlich nicht mehr passieren.
Wer sein auto auch im Winter nur mit vorgewärmten Motor startet- da gibts spezielle Standheizgeräte, die das Wasser morgends aufwärmen, bevor man einsteigt - der braucht kein 0 W xx!
dem Reicht ein gutes Erstraffinat 20 W 40. Oder sogar nur ein Einbereichsöl in der Konsistenz von 40.
Ich habe früher mal mehrer Jahre an einer Tankstelle mit angeschlossenem Öl- und Spritgroßhandel gearbeitet. Es war herrlich, wie die Leute auf die kleinen „Betrügereien“ hereinfielen. So hat einer für seinen 2-Takter immer ein Spezialöl verlangt. Beim ersten Mal war ich ganz baff. Was für ein Spezialöl? Ich habe meinen Kollegen gefragt. Der ist mit eine fachmännischen Blick und toternst mit mir in die hinteren Lagerräume gegangen, hat dann gegrinst und das Öl vom ganz normalem Ölfass abgezapft. Das hat er dann in Gegenwart des Kunden mit dem Benzin gemischt (damals noch üblich) und für das Öl natürlich auch einen Spezialpreis verlangt. Und der Kunde? Er sagte mir, dass mein Kollege ein Superfachmann ist. Seit er dieses Öl verwendet, braucht er weniger Sprit.
Die Welt will betrogen sein!

Grüße
Raimund

hallo Raimund,

Wer sein auto auch im Winter nur mit vorgewärmten Motor
startet- da gibts spezielle Standheizgeräte, die das Wasser
morgends aufwärmen, bevor man einsteigt - der braucht kein 0
W xx!
dem Reicht ein gutes Erstraffinat 20 W 40. Oder sogar nur ein
Einbereichsöl in der Konsistenz von 40.

Hier irrst Du. Die Standheizung wärmt alleine den Wassermantel des Motors. Das Öl ist und bleibt kalt und dick, da die Ölwanne unten am Motor weit weg vom geschehen hängt. Habe es selbst „nachgefühlt“.

Vorteil der Standheizung:

  • Sofort heißes Wasser, Heizung greift sofort.
  • Motorblock vorgewärmt, kein Kaltstart mit „eiförmigen“ Kolben
  • Öl erwärmt sich viel schneller an den vorbeiströmenden Teilen (Kopf, Block, Ölkühler)

gruß

dennis

hallo Dennis,
Wenn ich richtig informieert bin, dann ist das Öl handwarm.
Und das reicht, mit so einem 20 W 40 zu starten.

Ich habe so was nicht. Kann also darüber nicht urteilen. Ein Freund von mir hatte es mal.
war recht zufrieden damit: Morgends sofort warmes Gebläse und die Scheiben waren ruckzuck frei.
Der sagte was von Öl wäre handwarm.
Grüße
Raimund

hallo Raimund,

Wenn ich richtig informieert bin, dann ist das Öl handwarm.

Kann ich nicht bestätigen. Ich habe in mehrfachen Selbstversuchen bei vorgeheiztem Motor morgens die Ölwanne abgetastet und die war sackkalt.

Und das reicht, mit so einem 20 W 40 zu starten.

Und wenn die SH nicht funktioniert, oder Du hast schlicht vergessen vorzuheizen, oder zuletzt Du mußt dringend weg ??

Morgends sofort warmes Gebläse und
die Scheiben waren ruckzuck frei.

Das stimmt und ist ein Vorteil, den ich nicht mehr missen möchte, erst recht seit ich den „kalten“ Diesel habe.

gruß
dennis

Auf jeden Fall die Werkstatt wechseln, wenn die nur durch beschiss überleben können und nicht durch gelieferte Qualität, dann schnell weg da.

Wir haben selbst eine Werkstatt, der Kunde bekommt auch nur das in Rechnung gestellt, was auch wirklich gemacht wurde, Jede Kleinteilsache hat geklärt zu werden und Innen und Außen komplett reinigen gehört auch dazu, aber als Service, also kostenfrei.

Und ausserdem bin ich der Meinung, lieber mal eine kleine Sache mitreparieren und nicht in Rechnung stellen, das sind die am sinnvollsten investierten Werbekosten, den der Kunde kommt auch wieder und erzählt es anderen.