Möchte mit meinem TDI ( kein PD ) 40000km von 10W40 auf
0W40 wechseln. Jetzt mein ein autobastelnder Kollege, ich
solle auf jeden Fall nach dem Ablassen des Öls 2mal mit
Benzin „durchspülen“. Ist das wirklich nötig, oder Humbug?
Bin für Richtigstellung und andere Tips dankbar.
Roy
Möchte mit meinem TDI ( kein PD ) 40000km von 10W40 auf
0W40 wechseln. Jetzt mein ein autobastelnder Kollege, ich
solle auf jeden Fall nach dem Ablassen des Öls 2mal mit
Benzin „durchspülen“. Ist das wirklich nötig, oder Humbug?
Mit Benzin durchspülen? Das hab ich ehrlich gesagt noch nie gehört. Wüsste auch nicht was dieser Unfug überhaupt soll. Oder verkauft dein Freund zufällig Motoren, die auch in deinen Wagen passen?
Hat er dir dazu denn auch eine Begründung genannt was der Unfug mit dem Bezin soll? Wenn du unbedingt den Motor reinigen willst, gibt es so Reinigungszusätze die dem alten Öl kurz vor dem Wechsel zugefügt werden sodaß der Motor gründlich gereinigt wird und der Dreck dann mitsamt dem alten Öl und Ölfilter gleich entsorgt wird.
so wie es Dein Kollege machen will, hat man vor 20 oder 30 Jahren versucht die Reste von Ölschlamm bei den damals gebauten Motoren rauszuspülen.
Die Zeiten sind endgültig vorbei, die Motoren haben heute sehr geringe Fertigungstoleranzen, die das „spülende entfernen“ von Schmieröl Dich (finanziell) spüren lassen können.
Ich habe vor 8 Wochen meinen Toyota Starlet bei 80 000km auf das Castrol RS 10-60 umgestellt und bin dabei genauso wie *Werner* es beschrieben hat vorgegangen, nur daß Ich für den Spülungslauf nicht Öl bis „min“ gefüllt habe, sondern nur ein Liter, was bei einem Fassungsvermögen der Ölwanne von 3l ausreicht. Da Ich den Ölfilter nicht gewechselt habe, weil er werst 5000km drin war, habe Ich den Zwischenspülgang druchgeführt um das alte Öl möglichst vollständig aus dem Motorkreislauf und dem Filter zu entfernen. Da der Kanister 5l Öl enthielt und mein Starlet nur knapp 3l braucht, hat alles gereicht…
Nochmals: Laß es !! Mach es so wie Werner aufgelistet hat.
Und: Es gibt auch noch einen „alten Trick“ Verbrennungsrückstände am Kolbenboden / Brennraum zu entfernen: Motor hochjagen, und alte Bremsflüssigkeit in den Ansaugtrakt leeren. Ob das das Maß der Dinge und der Ökologie ist, bezweifle Ich. Da sollte man lieber mal bei der Urlaubsfahrt über die Autobahn Vollgas fahren. Das putzt auch. Empfehlen kann Ich die Strecke Speyer-Marokko und zurück, sind 6000km… )
Nach Ablassen des alten Öls, das Filter abschrauben, leerlaufen lassen und wieder anschrauben.
Dann vor endgültigem Auffüllen mit neuem Öl, neues Filter anschrauben.
So wie Dennis das beschrieben hat, nämlich nur einen Liter neues Öl auffüllen und laufenlassen, ist es natürlich sparsamer, aber es muß dann schon mit sehr viel Vorsicht gemacht werden, damit der Motor auch wirklich mit aufgebautem Öldruck läuft. Wer es sich zutraut, sollte es so machen. Wer Angst um seinen Motor hat, sollte ihn auffüllen, bis das Öl gerade zu sehen ist.
Ich kenne mich mit meinen Autos sehr gut aus…
…aber wer wie Werner schreibt, es nicht so genau weiß, macht aber auch keinen Fehler soviel Öl aufzufüllen, bis gerade die Spitze des Peilstabes berührt wird. Das ist nicht zuviel zum verschwenden, aber auch nicht zu wenig, damit die Pumpe Luft saugt, was für die Lager tödlich wäre.
Man sollte auch Bedenken, daß der erste Liter den meisten Platz in der Ölwanne wegnimmt, weil die Ölwannen eine starke kleine Vertiefung zum Sammeln des Öles haben. Wenn der Motor bei dieser Aktion zudem Betriebswarm ist, fließt der eingefüllte Liter „Spülöl“ auch sehr schnell zurück, weil er sich sofort an die vorhandene Temperatur anpaßt.
es gibt Spülöle, die die alten Ablagerungen aus dem Motor entfernen. Das sollte man auch unbedingt machen, da die modernen Synthetik-Öle viel mehr Ablagerungen und Schmutz lösen; diese Ablagerungen könnten sonst die kleinen Kanäle usw. zusetzen.
Also entweder bei Teilsynthetik bleiben (reicht oft völlig aus) oder vor dem Wechsel auf Synthetik-Öl Spülung machen. Und den Ölfilter unbedingt mit wechseln.