Ich bin momentan am renovieren, dabei hab ich mir auch den speicher vorgenommen. Um das Dach zu stuetzen wurden beim bau einige Holzbalken eingesetzt, die habe ich jetzt abgeschliffen. (Sieht toll aus!). Allerdings weiss ich nicht, wie ich die behandeln soll. Als methoden wurde mir eben das wachsen und das oelen ans herz gelegt. Was bringt bessere ergebnisse? Was sind die vor- und nachteile der beiden methoden?
Hallo Perseus; deine "Speicher"frage klingt so, als wolltest du den Speicher als Wohnraum nutzen, in welchem diese Balken dann sichtbar sind.
Zum Thema ölen: Holz mit Halböl (50% Leinöl + 50 % Terpentinöl) einlassen dient in der Regel als Grundierung für Wachsoberflächen.
Ölgrundierung „feuert“ das Holz an, d.h., der Ton wird kräftiger, die dunklen Stellen im Holz wirken noch etwas dunkler.
Regel: Das Holz muß trocken sein; das Öl, wenn möglich, leicht anwärmen, dann ziehts besser ein; 20 min. warten, Überschuß wegnehmen mit Sägespänen oder Lappen, Behandlung tags drauf wiederholen.
Lappen im Freien austrocknen lassen oder in verschlossenem Gefäß aufgewahren - Selbstentzündungsgefahr.
Holz nur wachsen geht natürlich auch: je nach Farbe des Wachses verändert sich farblich fast nichts, aber das Holz fühlt sich besser an - je nachdem, wie fein du es geschliffen hast. Meine Erfahrung mit „nur wachsen“ ist: Du brauchst Unmengen Wachs.
Schöne Grüße
Werner Lauer, Hofheim
Hallo Perseus; deine "Speicher"frage klingt so, als wolltest
du den Speicher als Wohnraum nutzen, in welchem diese Balken
dann sichtbar sind.
Jepp, genau das (haette ich vielleicht dazusagen sollen)
Gefäß aufgewahren - Selbstentzündungsgefahr.
Holz nur wachsen geht natürlich auch: je nach Farbe des
Wachses verändert sich farblich fast nichts, aber das Holz
fühlt sich besser an
Gibt es da speziellen wachs? was meinst du mit „farben“?
1-2 mal ölen reicht völlig aus, da diese Balken keiner direkten Abnutzung (wie z.B. bei Möbeln)unterliegen. Das wachsen der Balken wäre nur Zeit-und Geldverschwendung. Als Öl würde ich Hartöle von Livos oder Auro empfehlen da sie rein pflanzlich sind und zudem noch gut riechen (nach Orangen). Ich selbst habe nur geölte und gewachste Möbel, Zimmertüren und Fachwerkbalken und kann keine Unterschiede bei der Abnutzung im Vergleich zu lackierten Möbeln feststellen. Man muß sie nur gelegentlich nachölen oder nachwachsen, was bei deinen Balken ja flachfällt.
Gruß Ole
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Ölen ist m.E. die Methode der Wahl. Auro- Produkte hab ich schon einige male verwendet und würde es immer wieder tun.
Auftragmethoden:
Pinsel:
geht schnell, aber der Verbrauch ist relativ hoch, da der Überstand nach einigen Minuten mit einem Lappen abgenommen werden muß, ansonsten gibts eine harzig/klebrige sehr(!) schnell verstaubende Oberfläche
Schaumstoffrolle:
geht auch sehr schnell und ist für größerer Flächen meine Methode (hab so ca. 50 m2 Boden geölt). Im Verbrauch deutlich niedriger als mit dem Pinsel und im Ergebniss eher besser. Außerdem entfällt der Arbeitsschritt der Überstandabnahme.
Lappen:
kleine hochbelastete Flächen wie Regalböden öle ich mit einem Baumwollappen. Mit kreisenden Bewegungen arbeite ich das Öl ein. Ist zwar eine Schweinearbeit und die Hand tut schnell weh, es lohnt sich aber. Regalböden, die vor über 10 Jahren so gehandelt hab, sehen immer noch sehr gut aus, bei regelmäßigem Benutz (Bücher).
Wie schon gesagt, gebrauchte Sachen an der freien Luft „trocknen“ lassen. Ist gleichzeitig ein guter Indikator, wann die Oberfläche so weit gehärtet ist, daß sie benutzt werden kann. Die Schaumstoffrollen sind leider auch Einwegartikel, weil das Reinigen keinen Zweck hat (selber ausprobiert).
Im Innenbereich ist eine solcher Anstrich weitestgehend wartungsfrei, wenn er nicht durch Benutz abgertagen wird.