Ölwechsel - ablassen oder auspumpen?

Hallo,

wenn man das Motoröl selbst wechselt, kann man es auspumpen statt abzulassen. Eine Pumpe dafür kostet nur rund 25 EU.

Nachteil des Abpumpens soll sein, dass Schlamm von ganz unten nicht abgesaugt würde.

Ist das wirklich so bedeutsam? Läuft Schlamm bei Ablassen wirklich aus, oder bleibt er, wenn er zäh ist, nicht so oder so zurück?

Bequemer und sauberer ist das Absaugen erheblich - da würde ich es vorziehen, wenn der dagegen stehende Nachteil nicht zu gravierend ist.

Grüße
Carsten

Hi.

Also ich würde immer das ablassen empfehlen, da die meisten heutigen Öle nicht nur eine Schmier- sondern auch eine Reinigungswirkung haben. Das heißt dann, wenn Du nur absaugst, bekommst Du eventuelle abgelöste Ölkohlestückchen nicht mit raus und wenn die sich irgendwo festsetzen kann das einen Motorschaden zur Folge haben.
Ich weiß, das es mittlerweile Fahrzeuge von einem deutschen Fahrzeughersteller, der mit M beginnt, gibt, bei denen man das Öl nur noch absaugen kann. Selbige Fahrzeuge sind aber auch dafür ausgelegt und dort liegt die tiefste Stelle genau dort, wo Du mit Deinem Absaugrüssel hin kommst.

Greetz
Benny

Hallo !

Der einzig wahre Ölwechsel :

Heiß ablassen und dann mit neuem Öl nachspülen, die Ablaßschraube dabei offen lassen.

mfgConrad

Hallo Carsten,

absaugen geht schneller und bequemer, ist aber nicht so gründlich.
Bei einem gründlichen Ölwechsel sollte das Öl wirklich heiss sein und man wartet auch eine Weile bis man die Ablassschraube wieder reindreht.
Allerdings gibts auch genügend Werkstätten die das Öl bei kaltem Motor wechseln. Wie gesagt, wenns ordentlich sein soll…

Gruss Jakob

Hallo!

Da brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen, wegen dem Schlamm.
Das war mal, vor 20 Jahren oder so.
In den heute üblichen Motorenölen sind Additive drin, welche 1. Ablagerungen lösen,
und 2. im Öl schwebend halten.
Damit die dann in den Ölfilter transportiert werden.

Solche zentimeterdicken Schlammkrusten in der Ölwanne, wie ich sie in meiner Lehrzeit gesehen habe,
gibt es schon lange nicht mehr.
Wenn man natürlich das billigste Baumarktöl benutzt, und dieses 5 Jahre lang benutzt, kann das anders aussehen.

Aber im Normalfall sehe ich keine Probleme mit dem Absaugen.
Motor vorher paar min. laufen lassen, damit das Öl etwas „umgerührt“ wird, und durch die Wärme bischen dünner wird, schadet nicht.

Bitte auch vermeiden, kaltes Öl in einen extrem heissen Motor einzufüllen.

Grüße, Steffen!

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Beim Ölwechsel wechselt man nicht nur das Öl. Läßt nicht nur den „in der Schwebe hängenden Dreck“ ab, sondern entfernt auch Wasser.

Und das geht nur durch Ablassen.

mfgConrad

Beim Ölwechsel wechselt man nicht nur das Öl. Läßt nicht nur
den „in der Schwebe hängenden Dreck“ ab, sondern entfernt auch
Wasser.

Verdunstet das Wasser beim Betrieb des Motors nicht? Und wenn viel Wasser darin enthalten ist (z.B. ZK Dichtung undicht) entsteht dann nicht ein heller Schmierfilm?

Gruß
HC

Hi HC,

Verdunstet das Wasser beim Betrieb des Motors nicht? Und wenn
viel Wasser darin enthalten ist (z.B. ZK Dichtung undicht)
entsteht dann nicht ein heller Schmierfilm?

Richtig. Es verdunstet und kondensiert am Ventildeckel. Wenn dort ein wenig von diesem gelblichen Schmierfilm vorhanden ist, so ist das noch nicht tragisch. Wenn unten schon senffarbene Pampe rausläuft wirds etwas aufwendiger :wink:

Gruss Jakob

Hi Steffen,

Da brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen, wegen dem Schlamm.
Das war mal, vor 20 Jahren oder so.

Klar, der berüchtigte Schwarzschlamm.

In den heute üblichen Motorenölen sind Additive drin, welche

  1. Ablagerungen lösen,
    und 2. im Öl schwebend halten.
    Damit die dann in den Ölfilter transportiert werden.

Bei all diesen Punkten würde ich das Wort „sollten“ dahintersetzen.
Bei gutem Öl ja, bei schlechtem nein.

Solche zentimeterdicken Schlammkrusten in der Ölwanne, wie ich
sie in meiner Lehrzeit gesehen habe,
gibt es schon lange nicht mehr.

Stimmt. Aber ich bin wahrscheinlich etwas altmodisch und hier und da zu gründlich. In der Regel wird in den Werkstätten das Öl ja trotzdem noch abgelassen. Ausserdem schaue ich immer neugierig auf den Magneten beim Ablassen, das ist beim Absaugen nicht drin.
Nebenbei schaut man bei der Gelegenheit mal unters Auto und sieht nach dem Rechten (und Linken).
Aber ich gebe zu, mir machts auch Spass und so ein Saugrohr ist mir zu unpersönlich :wink:

Wenn man natürlich das billigste Baumarktöl benutzt, und
dieses 5 Jahre lang benutzt, kann das anders aussehen.

Dann verstopft es dem „Schlürfi“ seinen Rüssel.

Ich schaue mir das Öl was raus kommt gern mal an. Wenn es so unsichtbar im Sauger verschwindet ist das nix für mich :wink:

Gruss Jakob

Hallo Du!

Ich gebe Dir ja in allen Punkten recht…
ist auch meine Meinung.
Ich selbst lasse bis jetzt auch immer das Öl ganz konservativ ab.

Aber in meiner Werkstatt kommt es langsam auf mich zu, dass ich auch bald so einen Ölabsauger brauche.
Bei einigen modernen Fahrzeugtypen geht es aber nur noch so.

Grüße, Steffen!

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Hallo,

hast ja nun zwei Lösungsvorschläge gehört.

Je nachdem wie Du es persönlich am bequemsten hälst, sauge es ab. Schlamm ist bei gutem Öl das man benutzt Geschichte, und das bißchen was unten noch stehen bleibt, steckt auch noch in den Ölkanälen drin, also komplett leer bekommt man einen Motor ohne auszubauen und zu zerlegen NIE.

gruß
dennis