was versteht man unter OEM-Versionen? Ich habe mir einen Nero-Brenner zum selber einbauen gekauft und jetzt wird mir angezeigt, daß ich eine Nero-Express-OEM-Version verwende und daß meine Version nicht Nero-Burning-ROM enthält. Desweiteren werde ich dazu aufgefordert, die Retail-Version (was ist das?) zu erwerben, falls ich Nero-Burning-ROM haben will. Bin ich vom Verkäufer geneppt worden? Ich will einfach nur persönliche Daten auf CD-ROM brennen, das ist alles. Danke für Infos.
OEM steht m.W. nach für „Original Equipped Manufacturer“ (oder so ähnlich). Also eine Programmversion, die leicht abgespeckt worden ist. „Retail“ ist fast genau dasselbe mit anderen Kastrationen.
Und die Vollverson hat i.A. die meiste Power…
Und zur Not fragt man google.de, aber das beim Händler war kein Betrug
Und zur Not fragt man google.de, aber das beim Händler war
kein Betrug
tja und eben da kommt es drauf an, was denn dem Brenner beiliegen sollte.
In 90% steht wohl auf der Packung, dass es sich um eine OEM - Version der Software handelt (also vor dem Kauf gucken) aber wenn als Software „Nero Burning Rom“ (und selbst wenn es „Nero Burning Rom OEM“ gewesen wäre) angegeben wurde und eben „Burning Rom“ nicht dabei ist fehlt eine zugesicherte Eigenschaft und dann sollte man mal fix zum Verkäufer gehen und um Nachbesserung bitten.
OEM steht m.W. nach für „Original Equipped Manufacturer“ (oder
so ähnlich). Also eine Programmversion, die leicht abgespeckt
worden ist.
Das kann man so allgemein nicht formulieren, denn es gibt durchaus OEM-Versionen die im Vergleich zur Retail-Version keine Funktionseinschränkungen aufweist. Oft beziehen sich die Einschränkungen ausschließlich auf fehlende Umverpackung, gedruckte Handbücher oder einfach auch nur auf fehlenden Herstellersupport, der dann vom Verkäufer übernommen werden muss. Die Bandbreite des Begriffs ist sehr weit und man muss sich in jedem einzelnen Fall vorher darüber informieren welche Einschränkungen ggf. vorliegen und ob der Preisvorteil es wert ist, diese zu akzeptieren.
„Retail“ ist fast genau dasselbe mit anderen
Kastrationen.
Nein, dass stimmt nicht. Als Retail wird die „normale“, für den Endkundenverkauf bestimmte, uneingeschränkte (Voll)-Version mit komplettem Zubehör und bunter Umverpackung bezeichnet.
Ursprünglich war es mal so, dass OEM-Ware nur an Weiterverarbeiter geliefert wurden, die z.B. auf einer Palette Grafikkarten nunmal nichts mit zig Umkartons und dem sonstigen Verpackungsmaterial anfangen konnten, sondern lieber die rohen Karten haben wollten, damit man diese dann mit einem Griff in den PC stecken konnte. Der Endkunde, der seinen PC selbst mit einer neuen Grafikkarte aufrüsten wollte bekam nur die bunt verpackte Retail-Version im Laden. Durch den Preisdruck in der Branche sind dann mehr und mehr Hersteller dazu übergegangen, ihre OEM-Produkte gegenüber der Retail-Version zu beschneiden (z.B. Grafikkarten mit weniger Speicher, langsamerem RAM-DAC, …). Solange jetzt der Weiterverarbeiter ohnehin keine Namen einzelner verbauter Komponenten nannte, und einfach nur die richtigen Werte in der Beschreibung seines PCs nannte, war dies so auch in Ordnung. Leider hat sich der Markt aber in den letzten Jahren zunehmend dahin entwickelt, dass man auch bei einem Fertiggerät mehr und mehr die Einzelkomponenten bezeichnet, und da heißt es dann aufpassen. Verschärft wurde die Sache dann noch dadurch, dass besonders schlaue Leute auf die Idee kamen zudem jetzt auch noch OEM-Ware in direkter Konkurrenz zur Retail-Ware in den Endkundenhandel zu bringen. Und schon hatten wir den Salat, dass man jetzt sehr genau aufpassen muss, was man kauft.
Eine Retail-Version ist für dich als Verbraucher die „normale“ kaufform eines Produktes. Also mit hübscher farbiger Verpackung, Handbuch, diversen Werbebeilagen, Service direkt vom Hersteller und was man sonst noch alles in so einer Schachtel finden kann.
Ein OEM ist ein grösserer Hersteller, z.B. von Computern. Wenn dieser jetzt Software mit seinem Computer ausliefern will, braucht er die Software nicht in einer hübschen Verpackung, da diese in seiner grossen Schachtel im Laden gar nicht zu sehen ist. Desweiteren übernimmt er auch den Support und druckt sogar die Handbücher selber und kann somit diese Software wesentlich günstiger einkaufen, da der Softwarehersteller weniger aufwand treiben muss. Oft ist dann diese Software noch speziell auf diesen hersteller zugeschnitten (die Treiber funktionieren nur mit der Hardware dieses OEM).
Anzumerken ist noch, dass sich OEM jetzt nicht nur auf Computer oder Software bezieht. Das kann auch irgendein Teil sein welches von einem Hersteller eingebaut wird. Als hersteller brauche ich dann nicht bei jedem Teil eine einzelne Garantie-Karte und eine ausführliche Einbauanleitung, zudem kostet mich eine aufwendige Verpackung nur Zeit in der Fabrikation und erzeugt mehr Abfall.
Dann gibt es noch Bulk-Versionen. Das können z.B. Netzwerkkarten für ein Rechenzentrum sein. hierbei bekommst du dann z.B. 100 Netzwerkkarten, gerade mal Transportfähig verpackt, eine Treiber CD und ein Handbuch, mehr benötigt man in einem RZ ja nicht.