Hi WWW-lers!
Heute ist der Nationalfeiertag bei unseren österreichischen Nachbarn.
Eine ganz simple Frage:
Was wird gefeiert? Was geschah am 26. Oktober? Und in welchem Jahr?
Vielen Dank für eure Antworten!
Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena
Hi WWW-lers!
Heute ist der Nationalfeiertag bei unseren österreichischen Nachbarn.
Eine ganz simple Frage:
Was wird gefeiert? Was geschah am 26. Oktober? Und in welchem Jahr?
Vielen Dank für eure Antworten!
Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena
Hallo Helena,
Eine ganz simple Frage:
Was wird gefeiert? Was geschah am 26. Oktober? Und in welchem
Jahr?
eine ganz simple Antwort:
Am 26. Oktober 1955 erklärte das Bundesparlament die „immerwährende Neutralität“ Österreichs.
http://2005.orf.at/heute/stories/66543
Gruss Harald
Servus, Helena:smile:
Was wird gefeiert? Was geschah am 26. Oktober? Und in welchem
Jahr?
Am 26. Oktober 1955 beschloss der Nationalrat die immerwährende Neutralität Östereichs.
Falsch ist die weitverbreitete Ansicht, dass der Abzug der letzten Soldaten der alliierten Befreiungsarmeen gefeiert würde. Die sind zum Teil bereits im September (Russen), zum Teil erst später abgezogen.
Lieben Gruß aus Wien, jenny
Vielen herzlichen Dank, Harald!
Jetzt weiß ich bescheid und hoffe, daß diese Neutralität tatsächlich „immerwährend“ auch bleibt! (Und das meine ich nicht als Hohn oder so. Nur die Geschichte hat uns gelehrt, daß diese Wörter immer nur begrenzt stimmen, leider. Und selbstverständlich nicht nur in Österreich sondern auf der ganzen Welt).
Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena
Hallo Helena!
Jetzt weiß ich bescheid und hoffe, daß diese Neutralität
tatsächlich „immerwährend“ auch bleibt!
ein Pessimist würde sagen, dass das immerwährend bereits Vergangenheit ist.
Durch den Beitritt zur EU ist es mit einer neutralen Haltung Österreichs im Falle eines Konfliktes eines anderen EU-Landes mit einem Nicht-EU-Land etwas schwierig.
Aber die im Staatsvertrag vorgesehene „Neutralität nach schweizer Vorbild“ haben wir ohnehin nie erreicht.
Hauptsache ist, Europa (und damit auch Österreich) bleibt vor einem weiteren Krieg verschont.
Gruss Harald
Heut’ ist Schüssel-Tag
Hallo Helena,
Für Wolfgang Schüssel ist die Neutralität eine
überflüssige Tradition wie Mozartkugeln oder
Lippizaner. Daß sein Feiertag (sechs Jahre
Regierungsbeteiligung einer rechtsextremen Partei
in Österreich, erstes Land mit rechtsextremer
Regierungsbeteiligung in der EU) ausgerechnet auf
den Jubeltag fällt, ist ihm so peinlich, daß er es
verschweigt.
Hinderlich wäre Schüssel die Neutralität beim
ersehnten NATO-Beitritt, der aber weitgehend
abgelehnt wird. (Daß uns die Neutralität im
Ernstfall nicht schützen kann, das wissen wir
selber. Warum sie also aufgeben?)
Militärisch wird Österreich derzeit nur von der
Schweiz und Lichtenstein bedroht, weil beide Länder
weder der EU noch der NATO angehören.
Der Österreichische Steuerzahler ist
Versuchskaninchen für den Eurofighter und wird auf
das Lüften der Geheimnisse, die im Kaufvertrag
schlummern, noch lange warten müssen.
Nach altem Vorbild (Felix austria nube) hat jetzt
Schüssels Finanzminister in die Waffendynastie
Swarovski eingeheiratet, ohne deren Präzisionsoptik
und Zielerfassungstechnologie heutzutage kein
Geschoß und keine Rakete auf den Weg geschickt
wird.
Gruß
J.
Hallo Harald!
Du hast völlig Recht, indem was du sagst.
Wir wollen hoffen, daß zumindest Europa von Kriege verschont bleibt (was mir aber sehr utopisch erscheint).
Jedenfalls ist die EU schon ein Garant dafür, daß es nicht so leicht sein wird, einen solchen mit einem Mitglied anzufangen. Oder das Gestalten wie der omniösen Adolf kein so leichtes spiel wie damals haben wird. Das ist immerhin schon was…
Also vielen Dank für Dein Beitrag!
Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena
VIELEN DANK a alle die s. beteiligt haben!
Hi!
Jetzt ist es mir alles klar.
Vielen Dank!
Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena
Schnell noch die Links zum Tag:
Österreichs Bundespräsident Heinz Fischer
http://www.orf.at/051025-92687/index.html
Historisches
http://2005.orf.at/heute/stories/66543
Es is a Hetz’ und kost recht viel…
http://www.orf.at/051025-92687/index.html
http://wien.orf.at/stories/66232/
Presse
http://derstandard.at/
http://www.kurier.at/
http://www.diepresse.at/
http://www.nachrichten.at/ (Oberösterreichische
Nachrichten)
http://www.salzburg.com/sn/ /Salzburger
Nachrichten)
http://www.wienerzeitung.at/ (Amtsblatt der
Republik)
Debatte
http://debatte2.orf.at/news/stories/66512/
Der Österreichische Nationalfeiertag
http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.n/n091836.htm
Gruß
J.
lol
Irgendwie erinnert mich dein Posting stark an den Film ‚Fletchers Visionen‘. Nicht der beste von Gibson aber ganz amüsant 
Gruß,
Christoph
Scheinneutralität
Liebe Historiker,
Helenas Frage hat mich daran erinnert, dass Österreich im Kalten Krieg recht billig (monetät gesehen) seine Neutralität ausgenutzt hat. Dass neutrale Staaten wie auch Schweden und die Schweiz kulturell und politisch dem Westen angehör(t)en, ist eh unbestritten. Nur Österreich hat das aber ausgenutzt, indem es die militärischen Planungen vor 1989 in der Gewissheit durchführte, dass im Notfall die Nato schon helfen würde. Das spart natürlich eine Menge Geld, das man andernfalls hätte aufbringen müssen. (Und dass die beiden anderen genannten auch ausgaben, wenngleich auch die Schweden heimlich auf die Nato zählten.)
Daher betrachte ich die immerwährende Neutralität etwas anders als diejenige der Schweizer. Jene war der Lage von 1955 geschuldet und hat niemals den Status und die Ernsthaftigkeit der Schweizer Neutralität erreicht. Sie hatte quasi etwas charmant-küss-die-hand-augenzwinckerndes.
Viele Grüße,
Andreas
Hallo Andreas,
nein, das kann man so nicht stehen lassen.
NATO uns helfen? Kicher… Ein Einmarsch der Warschauer Pakt Armeen in Österreich wäre wohl nur zu dem Zweck erfolgt, Westeuropa bis zum Atlantik zu erobern. Natürlich wusste das die NATO, sie war in diesem Fall bestrebt, den Bodenkrieg möglichst von Deutschlands und Intaliens Grenzen fern zu halten. Natürlich hätte sie alles dafür getan. Aber sicher nicht, um Österreich zu helfen. Österreich wäre in diesem Fall bloss der Kriegsschauplatz schlechthin gewesen. Das bringt mich jetzt zum Verteidigungs- Budget. Du hast Recht, das ist wohl der Realitätspolitik angepasst gewesen. Denn, glaubst Du wirklich, ein paar Panzer oder Flieger mehr hätte das obige Szenario verhindert?
Und von wegen glaubhafte Neutralität: Dass Österreich wirtschaftlich und politisch eher dem Westen zugeneigt ist, haben die Sowjets stets akzeptiert. Aber: Es ist nicht nur einmal passiert, dass sich NATO Flieger den Umweg über Frankreich ersparen wollten, um nach Italien zu kommen. Sie wurden identifiziert und dann hagelte es Protestnoten. Und auch österreichische Beitrittsverhandlungen zur EU wurden Mitte der 60er Jahre durch ein sowjetisches NJET gestoppt.
Das wurde alles sehr ernst genommen, es gibt unzählige Beispiele.
Daher: war sicher nicht bös gemeint, aber „charmant-küss-die-hand-augenzwinckerndes“ stimmt einfach nicht.
cu
Norbert
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