Hallo,
Eine 10-Tages-Vignette kostet 7,60, oder so, das macht 15,20.
Weshalb ich ja schrub: ich zahle. Ohne viel zu murren. Das
Murren bezieht sich vielleicht darauf, dass unsere Autobahnen
z.B. von Hollaendern benutzt werden, wenn sie in den
franzoesischen Sueden fahren, also einen Umweg in Kauf nehmen,
weil sie bei uns nicht zahlen muessen.
Das liesse sich aber ändern indem auch Deutschland eine Autobahngebühr einhebt. Mit der Gratis-Benützung der Autobahnen ist Deutschland inzwischen ohnehin mehr die Ausnahme denn die Regel. In welcher Form die Gebühren eingehoben werden ist natürlich verschieden.
Oder es bezieht sich
darauf, dass die Art, wie dann in Oe kassiert wird, die
Vokabeln „auflauern“ und „Schadenfreude“ einfallen lassen.
Wieso Schadenfreude? Ich bin auch für eine kilometerabhängige Maut, gebe aber zu, dass die für PKWs und Zweiräder schwierig einzuheben ist, weil es viel mehr Ab- und Auffahrten gibt, als etwa in Italien. Dort gibt es natürlich kein „Auflauern“, wie du es bezeichnest, weil ohnehin niemand an der Station vorbeifahren kann. Es sollte aber einleuchten, dass es in Ländern mit Vignettenpflicht (A, CZ, CH…) notwendig ist, um die Vignettenpflicht durchzusetzen, stichprobenartige Kontrollen durchzuführen. Das gilt auch für Fahrzeugpapiere, Warnwesten, Erste-Hilfe Ausrüstung etc. Hier wird uns genauso „aufgelauert“, wie Touristen, was aber keine österreichische Spezialität ist. Ich denke, dass das Risiko, in der Schweiz erwischt zu werden, wesentlich häher ist, als in Oesterreich - und die Schweizer Polizei ist nicht gerade für ihr Toleranz bekannt.
Italien ist billiger als Österreich? Das empfinde ich anders.
Das mag so sein, aber meine Erfahrung mit oesterreichischen
Gastwirten in Skigebieten haben nunmal viel mit Abzocken zu
tun. Aber ich akzeptiere gern, dass das individuelle
Erfahrungen sind.
Ich finde auch, dass Italien preiswerter ist, als Oesterreich. Wobei aber ein klares Ost-West-Gefälle besteht. Je weiter man in Richtung Arlberg und Bodensee kommt, desto mehr akzeptiere ich den Begriff Abzocke.
Dennoch: so sehr ich Italien liebe, von den Menschen über das Essen bis zur Kultur, für einen reinen Badeurlaub (wenn es denn sein muss…) fliege ich inzwischen nach Aegypten oder Tunesien. Dort bekomme ich mehr Wärme für weniger Geld.
Ist halt schwer mit Malle mitzuhalten.
Wenn ich sehe, dass ein Berggasthof (kein Hotel, kein
Wellness-Center, ein etwas aufgepeppter Berggasthof) in -
zugegeben - Oberlech 460 Euro pro Tag verlangt, dann wird
Mallorca zunehmend attraktiver.
Wie schon gesagt: Arlberg… Aber andererseits gibt es offensichtlich genug Leute die diesen Preis bezahlen und noch froh sind, sich nicht mit dem gemeinen Volk abgeben zu müssen, das solche Beträge ja nicht aufbringen kann/will. Wenn sich also die Zimmer in Oberlech zu diesem Preis vermieten lassen, wären die Vermieter ja blöd, sie billiger herzugeben. Wer sparen muss oder will kann ja in die DomRep. Oder in ein anderes Skigebiet: in anderen Teilen Oesterreichs bekommt man schon eine Woche Hotel für 420 Euro, in den französischen und italienischen Alpen auch. Also führe ich einfach dorthin. Ich bin jedenfalls im Februar 5 Tage in Kärnten…
Gruss,
Bernd