Ich hab grad eine Wohnung gefunden, die mir an sich gefällt. Der Nachteil nun: Sie hat Ofenheizung.
Ich hab überhaupt keine Ahnung, wie man da heizt (das könnte mir schon jemand zeigen und auch das Kohleschleppen ist kein Problem bzw. stört mich nicht großartig).
Ich zwei andere Bedenken:
A) Dass dann meine Klamotten immer nach kaltem Rauch und Feuer stinken im Winter
B) Dass, wenn ich beschließe, über Weihnachten mal zwei Wochen nicht da zu sein, die Wasserleitungen zufrieren. Irgendwie scheint es da ja Unterschiede zu geben, ich weiß nicht, ob der Ofen auch für Warmwasser ist oder nur für die Raumwärme. Im letzten Winter sind mir auch in der Wohnung bei -15 Grad und teilweise ständig geöffnetem Küchenfenster in der Küche nicht die Wasserleitungen zugefroren (in der Küche ist keine Heizung)
Ach ja, und eine Frage noch: Wieviel Kohle verheizt man denn so, wenn man täglich heizt, also quasi rund um die Uhr?
Bin so unschlüssig, die Wohnung hat eine perfekte Lage und sieht gut aus, aber ich hab keine Lust, im Winter ständig zu frieren oder dass alles nach Rauch riecht, oder ich nach Hause komme nach Weihnachten und die Wasserleitungen sich verabschiedet haben.
Ein paar Erfahrungen wären toll.
Viele Grüße,
Myrtana
Wie feuere ich einen Ofen mit Briketts an?
Hallo, hier mal eine Anleitung für einen Kachelofen:
Man säubere grob das Rost im Ofen, nimmt die angefallende Asche raus und stellt den Aschenapf unter das Rost. Dann auf das Rost bequemerweise Kohlenanzünder legen (3x3cm groß) und anzünden. Natürlich geht das auch mit Holz, lassen wir jetzt. Wenn der Kohlenanzünder brennt, dauert si 20 bis 40 Sekunden, dann die Briketts aufschichten, erstmal etwa 6 Stück. Die Tür unten am Ofen offen lassen, die Tür am Rost zumachen. Die Sache 15 Minuten vor sich hin braten lassen. Dann nachsehen, ob genügend Glut da ist (also fast alle der Briketts glühen). Nun kann man nachlegen, je nach Ofen bis einen Eimer Briketts. Wieder Luke oben dicht, unten angelehnt lassen (Luftzufuhr!). Nach ca. 45 Minuten dürften alle Briketts glühen (ab und zu nachsehen, die Zeit kann kürzer oder länger sein), dann den Ofen dicht machen, also alle Luken zu. Nun wirds warm. Das wars für die nächsten 24 Stunden.
LG Selorius
Hallo,
das sind ja nun Sachen, da muß ich in meiner Kindheit wühlen…
Wenns nach Rauch stinkt: Schornstein zu kalt
Wenn schwarzer Teer am Ofen ist: unvollständige Verbrennung
Wenn kein Feuer angeht: Feuer im Keller im Schornstein machen (Papier)
Gegen eingefrorene Leitungen hilft der tropfende Wasserhahn, nicht grade preiswert in Sachen Wasserverbrauch, aber ein kleines Rinnsal aus dem Hahn macht die Leitungen in gewisser Weise frostfest. Das Rinnsal natürlich dauerhaft, Tag und besonders Nacht.
Das alles hört sich nach uraltem Haus (denkmalgeschützt) und auf dem Lande an. Kann superschön sein, im Sommer. Im Winter ist da eher Durchhalten angesagt.
Ein durchschnittlicher Kachelofen braucht bei einem normalen Winter (wie grade) in Deutschland minimal 1 bis 1,5 Tonnen Briketts bei täglicher Benutzung. Allerdings kommts auf die Bauart an. Das kann bis 3 Tonnen Briketts ausarten (wenn man es warm haben will und draußen der Frost im zweistelligen Bereich klirrt, also 2x am Tag feuern).
LG Selorius
Hallo Selorius,
danke für deine ausführliche Antwort und die Anleitung. Ich hab mich jetzt dagegen entschieden, denn ich vermute, sobald es Winter wird, werde ich es täglich verfluchen. Nein, es ist eine Wohnung in einem Altbau mitten im Prenzlauer Berg, dritter Stock
Eigentlich schöne Wohnung, aber der Ofen vermiest es mir irgendwie. Hab zwar nicht vor, die nächsten 10 Jahre dort zu wohnen, aber schon zuviele Horrorstories mittlerweile gelesen über verstopfte Schornsteine, Vergiftungen im Schlaf und ewige Kohlenschlepperei.
Viele Grüße
Myrtana