Offene Biopsie

Nach Leitlinien ist bei einem tastbaren Brustknotenbefund, der weder in der mammo noch Sono, sondern nur im MRt zusehen ist, doch als erstes eine Stanzbiopsie erforderlich?

Wenn der Radiologe gleich eine offene OP vorschlägt, was könnte das bedeuten?

Hallo Susanne,
Ich bin kein Arzt, ich habe aber in punkto „Brust“ einige persönliche Erfahrungen.
Vielfältige. Immer wieder kehrende.

Ich greife hier anderen Antworten vor, vielleicht gibt es ja Mediziner, die etwas dazu wissen, die dürfen aber so von der Ferne ja - was ich durchaus verstehe - nicht diagnostizieren, mutmaßen oder sonstwas. Deshalb hier meine Laienmeinung, die dir hoffentlich hilft.

Wenn der Radiologe gleich eine offene OP vorschlägt, was
könnte das bedeuten?

Es könnte bedeuten, dass er aufgrund seiner Erfahrung erkennt, dass das, was da zu sehen ist, auf jeden Fall rausgehört!
Das muss nicht bedeuten, dass das, was da ist, bösartig ist.
Es könnte bedeuten, dass das, was zu sehen ist, evtl. bösartig werden könnte und deshalb lieber raus soll.
So z.B. ein Fibroadenom ab einer bestimmten Größe. Hier ist eine Stanzbiopsie unnötig, da sie nur ergeben würde, dass das Ding gutartig ist. Raus gehört es aber deshalb, weil Fibroadenome ab einer bestimmten Größe, oder wenn sie sich verändern, die Neigung haben, bösartig zu werden.
Und man will ja nicht darauf warten, bis sie endlich bösartig sind.
Man will ja nicht monatlich, vierteljährlich oder so Stanzen machen.
Und dann vielleicht irgendwann doch im bösartigen Bereich operieren oder den Zeitpunkt schlichtweg verpassen.
Das kann der Grund sein. Wenn es möglich ist, dann hole eine zweite, dritte oder vierte Meinung ein. Wenn du Vertrauen hast, dann lass dich operieren - ist in 2 Tagen vorbei - und genieße das Gefühl, dass dieses Ding nichts mehr anrichten kann!
lg, Irene