hallo alle zusammen,
ich habe nun endlich, nach einem halben jahr wartezeit,einen platz für meinen 4- jährigen im ev. kindergarten vor ort bekommen.
heute waren wir da und haben uns alles angeschaut und mit der kita-leitung gesprochen.
in dem kindergarten wird ds prinzip der „offenen gruppenarbeit“ praktiziert.
was habt ihr für erfahrungen damit gemacht?
noch stehe ich dem ganzen etwas kritisch gegenüber…
bei uns hat die offene Gruppen Arbeit so ausgesehen:
Morgens Stuhlkreis, danach durften sich die Kinder in den Räumlichkeiten frei bewegen. Keine festen Zeiten fürs Frühstuck. Kurz vor Schluss wurden die Kinder wieder in den Gruppen zum Stuhlkreis gerufen.
Ich hatte zwei ganz unterschiedliche Erfahrungen. Unser Sohn hatte eine sehr junge, unerfahrene Erzieherin mit Autoritätsproblemen. Sie hat sich nicht um die einzelnen Kinder gekümmert - kümmern können. Kontakt zu den Eltern vermieden. Der Knirps - immer bereit nur das zu tun, was ihm Spass macht - hat das voll ausgenutzt. Für seine Entwicklung war der Kindergarten nicht besser als das Spiel daheim mit Freunden. Für seinen Schulstart war es das Schlimmste, was ihm passiern konnte.
Unser Kleine war im selben Kindergarten. Hatte eine erfahrene Erzieherin, die Kontakt zu den Eltern hielt, darauf achtete, dass die Kinder nicht nur immer draußen rumtobten, sondern auch an anderen angbotenen Aktivitäten teilnahmen. Sie legte Wert auf feinmotorische Tätigkeiten und gutes Gruppenverhalten, achtete darauf, dass die Kinder frühstückten. War auch stets bemüht Entwicklungsdefizite zu erkennen und die Kinder entsprechend zu fördern. Hinzu kam, dass unsere Kleine vielseitig interessiert war und diese Erzieherin sehr mochte. Der Schulstart war kein Problem.
Im Grunde ist es immer gleich, wenn Aufmerksamkeit des Kindes, Erzieherinnenkompetenz und Elternmitarbeit harmonieren, ist jede Kindergartenform für die Kids akzeptabel. Es gibt immer Kinder, die mit dem einen System klar kommen und mit dem anderen nicht.
Wichtig ist nur, dass man selbst mit auf das Kind achtet und die Entwicklung beobachtet, mit den Erziehern guten Kontakt hält.
hallo alle zusammen,
ich habe nun endlich, nach einem halben jahr wartezeit,einen
platz für meinen 4- jährigen im ev. kindergarten vor ort
bekommen.
heute waren wir da und haben uns alles angeschaut und mit der
kita-leitung gesprochen.
in dem kindergarten wird ds prinzip der „offenen
gruppenarbeit“ praktiziert.
was habt ihr für erfahrungen damit gemacht?
noch stehe ich dem ganzen etwas kritisch gegenüber…
lg
Hallo,
ich habe einen Sohn (jetzt 5 1/2) der auch in so einem Kindergarten ist (es war der einzige der einen Platz freihatte und den mußte ich nehmen weil ich wieder mit arbeiten angefangen hab). Heute würde ich das nicht mehr tun.
Wenn Du ein Kind hast, daß Probleme hat auf andere zuzugehen, ist es mühsamer Anschluß zu finden. Es hängt auch ganz ganz viel von der Erzieherin ab. Wir haben die Erfahrung gemacht, daß sich viele Erzieherinnen in so einem KIGA einen schlauen Job haben (mache Erzieherinnen kenne ich nur mit einer Kaffeetasse in der Hand). Die Angebote die gemacht werden sind super, keine Frage, das Kind lernt viele Bereiche kennen (Musik, handwerkliches Geschick etc.) aber es gibt viel Leerlauf in denen die Kinder sich selbst überlassen werden und 3 bis 4 jährige kriegen da oft nix gescheites auf die Reihe. Mein Sohn war anfangs immer super aggressiv vom KIGA nachhause gekommen, inzwischen gehts besser obwohl er immer noch nicht sehr gerne geht. Was wirklich oft fehlt ist das schöne spielen der Kinder miteinander, bei uns gibts kaum Gesellschaftsspiele und wenn kein Angebot da ist langweilen sich die Kids auch oft. Wenn Du noch mehr wissen willst, kannst mich auch persönlich anmailen.
Liebe Grüße
Sabine