Ich habe seit ca. Mai 2011 eine offen Wunde zwischen dem 3.u 4. Zeh (oberhalb) infolge einer OP (Diagnose: Mortonsche Neuralgie).Infolge von Entzündungen(die i.d. Vergangenehit dann intravenös behandelt wurden) ist jetzt diese „Wunde“ offen gelassen worden. Die Ärzte sagten, es handel sich um eine Phlegmone.(somit kann die Wunde auch nicht wieder zugenäht werden) Versorgt wird sie nur durch Pflaster und Tamponaden, die denn Wundabfluss eindämmen sollen. Da die (offene)Wunde bis runter zum Knochen geht (der nicht entzündet ist), ist meine Frage, gibt es nicht ein „Heilmitel“ (Tabletten, Creme…was auch immer), das den Wundverschluss beschleunigen kann?
Für eine detaillierte Antwort wäre ich dankbar!
Hallo,
die Wundheilung dauert am Fuß oft sehr viel länger als an anderen Körperteilen, weil die Durchblutung dort schlechter ist und der Fuß beim Laufen ja auch belastet wird. Du kannst also versuchen, die Durchblutung am Fuß zu verbessern, indem Du zum Beispiel den Fuß nicht hochlagerst und schöne warm hältst. Förderlich für die Wundheilung ist auch eiweißreiche Kost, viel Flüssigkeit und kein Nikotin. Noch ein Extra-Tipp, den ich während meiner Krankenpflege-Ausbildung bekommen habe: Lass die Sonne auf die offene Wunde scheinen: Die Wärme fördert die Heilung und Sonnenlicht wirkt außerdem antibakteriell, beugt also Entzündungen vor. Das hat bei mir selbst funktioniert, als ich mal eine Brandverletzung am Fuß hatte, die sich entzündet hat und an der ich dann wochenlang herumgedoktert hatte (war allerdings nicht so tief wie bei Dir).
Ich habe auch gesehen, dass erfahrene Schwestern/Pfleger Zucker in offene Wunden streuten, weil das ebenfalls die Wundheilung fördert (als Nährstoff für das umliegende Gewebe, das dann schneller neues Gewebe bildet). Damit habe ich selbst allerdings keine Erfahrungen gesammelt.
Gruß, Norma.
Madentherapie
Hi,
vielleicht wäre das ja was für Dich?
http://www.br-online.de/ID1236094945436.xml
Therapie - Mit Maden heilen
In einer eitrigen Wunde winden sich Fliegenlarven - ein ekelerregender Anblick. Doch viele Ärzte sind sich einig: Maden sorgen für eine gute Heilung bei offenen Wunden. Dank der Maden kann auf Antibiotika verzichtet werden.
Viele Grüße
Stefanie
Danke für deinen Tipp.
Glaube aber kaum, dass die Chirurgen sich v. Marienhospital in WItten (wo meine Behandlungen stattfinden) darauf einlassen werden. Zumal, dass bestimmt auch nicht v.d. Krankenkassen bezahlt wird. Noch eine weiteres „Umgefusche“ in der Wunde, wäre dann für eine mögliche Weiterbehandlung „tödlich“ (wenns schief geht).Die WUnde ist ja momentan sauber. Es geht dabei nur um den Wundheilungsprozess. Da haben verschiedene Ärzte so ihre Meinungen.
Deshalb wollte ich mal eine „unabhängige“ Meinung hören.
Da solltest Du erstens nicht mit spaßen und zweitens auch nicht selber dran rumdoktorn, dafür ist die Wunde zu groß bzw. zu tief.
Es gibt die Möglichkeit, die Wunde z.B. mit Mepilex-Pflaster oder ähnlichem abzudecken, damit sie sich (und den Knochen) nicht infiziert.
Außerdem muss die Wunde sauber und feucht gehalten werden. Die Wundränder müssen alle 2-3 Tage mit spezieller Wunddesinfektions-Lösung (z.B. Octanisept) desinfiziert werden, zum Ausspülen und Reinigen der Wunde eignet sich z.B. Prontosan Wundspüllösung.
Die Verwendung von sterilen Tupfern solltest Du nicht vergessen. Unsterile Latex-Handschuhe tragen is auch nich schlecht und auch ein Fußbad mit Betaisodona (jodhaltiges Desinfektionsmittel) kann man machen.
Bei der Reinigung des Wundgrunds ist darauf zu achten, dass Beläge NICHT entfernt werden, d.h. den Boden der Wunde ausspülen, maximal leicht feucht abtupfen (steril), aber bloss kein Ablösen der fibrinösen (leicht gelblichen) Beläge. Das ist bei einer gesunden Wunde normal.
Wenn die Wunde anfängt, größere Mengen klebrig-flüssige / evtl. gelbliche, rötliche oder grünliche Sekrete abzusondern, solltest Du dringend in ein Krankenhaus, damit das mal gut versorgt, desinfiziert und Dir ggfls. eine Antibiose verabreicht wird.
Achte auch besonders auf Entzündungszeichen, wie Schmerzen, Wärmegefühl und Schwellungen / Verfärbungen und Veränderung der Hautbeschaffenheit der umliegenden Haut, des Fußes und des Unterschenkels.
Sowas gehört in Fachhände !
Gruß !
Ich war gestern im Marienhospital in Witten/Ruhr u.der behandelnde Chirurg sagte, dass es so ca. noch 3-4 Wochen dauern wird bis die Wunde zugeht. Reinigen, und…(das hat er mir mitgegeben)Instrastite Gel auf die Wunde auftragen und jeden 2. Tag das Pflaster wechseln.(u. natürlich reinigen)
Das war dann ein Akt von 5 Minuten. Das Gefühl unter dem Fuss (also, wie als wenn ich noch auf einem Ei gehen würde) würde auch noch eine Weile dauern. Ich solle mich halt in Geduld fassen. So seine Worte.