Offener Brief - Rechtslage

Hallo,

mich interessiert, welche Rechtsprechung es gibt zum Thema „Offener Brief“.

Ein konstruiertes Szenarium zur Deutlichmachung:

Person A und Person B treffen schriftlich eine Vereinbarung. B hält sie nicht ein.
A schreibt B einen offenen Brief, in dem er seinem Frust Ausdruck verleiht und B zum wiederholten Male auffordert, die Vereinbarung einzuhalten.
Er kopiert den Brief und wirft ihn in der Wohngegend von B in die Briefkästen.

Wie sieht das Gesetz das Verhalten von A?

Wunderfitzig auf die Antwort,

Amrita

Hallo,

nun, ohne jetzt eine Rechtsprechung zu „offenen Briefen“ zu kennen, sehe ich grundsätzlich in der Vorgehensweise kein Problem. A wäre es ja auch nicht untersagt, den entsprechenden Personen mündlich den Vorfall zu schildern, bzw. zu erzählen, was er B geschrieben hat. An dem Brief kann also nichts besonderes sein.

Je nach dem, ob das, was A schreibt, wahr ist oder nicht und A von einer eventuellen Unwahrheit Kenntnis hat, würde er sich aber ggf. in den strafbaren Bereich der üblen Nachrede begeben.

Gruß
Dea

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