mich interessiert, welche Rechtsprechung es gibt zum Thema „Offener Brief“.
Ein konstruiertes Szenarium zur Deutlichmachung:
Person A und Person B treffen schriftlich eine Vereinbarung. B hält sie nicht ein.
A schreibt B einen offenen Brief, in dem er seinem Frust Ausdruck verleiht und B zum wiederholten Male auffordert, die Vereinbarung einzuhalten.
Er kopiert den Brief und wirft ihn in der Wohngegend von B in die Briefkästen.
nun, ohne jetzt eine Rechtsprechung zu „offenen Briefen“ zu kennen, sehe ich grundsätzlich in der Vorgehensweise kein Problem. A wäre es ja auch nicht untersagt, den entsprechenden Personen mündlich den Vorfall zu schildern, bzw. zu erzählen, was er B geschrieben hat. An dem Brief kann also nichts besonderes sein.
Je nach dem, ob das, was A schreibt, wahr ist oder nicht und A von einer eventuellen Unwahrheit Kenntnis hat, würde er sich aber ggf. in den strafbaren Bereich der üblen Nachrede begeben.
Gruß
Dea
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