Offshore-Firmengründung

weitere einwaende…
rehi,

hier gestehe ich eine falsche formulierung ein. wollte sagen:
daß wenn eine firma eine ag werden soll (handfest und überlegt
und berechtigt), dann kann ich mir nicht vorstellen, daß hier
eine einzelfirma besser sein soll.

aha, das ist dann aber eine komplett andere formulierung, denn zu jeder geplanten unternehmung gibt es die passende rechtsform, welche man nicht mit dem dartpfeil findet sondern mit abwägung vieler dinge. da bei den existenzgründern, welche sich hier rumtreiben, wohl eher kaum diese tuemmeln werden, welche eine AG brauchen, sollte man hier im EF vorsichtig werden.

auch die angebrachte „offshore-gruendung“ ist wie wolfgang schon richtig sagte käse. ersteinmal muss ein gegründetes unternehmen gewinne machen, soviel gewinn, das expansion und steuersparmodelle die steuer- und abgabenlast nicht mehr weit mindern. dann sollte man über einen weggang ins ausland nachdenken. in der nachbarschaft haben wir einen dachdecker, der hat sich eine ltd. aufschwatzen lassen. für die hat er mal knappe 3.000 DM locker gemacht (an irgendeinen hai) und nun hat er auch nichts als ärger. die unternehmung laeuft wie ein einzelunternehmen. ware auf ziel kann er nur als natuerliche person kaufen, der ltd. verkaufen die leute nur bar. ist das die gewollte absicherung??? wohl kaum.

ich bitte meine fehlerhafte formulierung zu entschuldigen.

okay!

sieh dir doch nur mal an, wie nach dem
11.9. in deutschland alle leute das kaufen eingestellt haben!
bei der besten firma und dem ausgeklügelsten geschäft, kann
dich sowas in 8 wochen tatsächlich ruinieren!!!

nene, der 11.9. und die reaktionen gerade in D waren nur das i-tüpfelchen auf der krise (alles schon mal im finanz-wirtschaftspolitik EF erörtert). der schröder tut natuerlich gut dran, alles auf den 11.9. zu schieben, denn in wirklichkeit liegt es in D vor allem an den fundamental schlechten rahmendaten. dies zu erörtern gehört aber nicht hier her…

nunja, bleiben wir bei der realität. wieviele unternehmen hat die „krise“ nach dem 11.9. das leben gekostet? kenn ich keine. vielmehr ist es so, das man aus optischen gründen schnell im gleichen zug arbeitnehmer entlassen hat die schon lange fällig waren, nur hatte man gerade im banken und versicherungssektor nun auch einen „grund“ … also, wir betreuen ca. 300 KMU, von denen hat keiner das handtuch geworfen. vielmehr schimpfen aber alle auf den staat, da vieles zu kompliziert ist und alles in deutschland geregelt, beobachtet und vergebührt wird!

wovon haengt zu allererst der erfolg eines unternehmens ab?
vom benötigten umsatz und kundenkreis, der zu einem gewinn
bzw. einem guten geschaeftsführergehalt führt. wichtig ist,
das der laden laeuft, das geld reinkommt und das sich die
ganze unternehmung auch rechnet.

das ist ein satz für die wand!!! :wink:

genau, denn das sollte sich jeder erst durch den kopf gehen lassen bevor er loslegt. „kann ich davon auch leben? kann ich davon meine versicherungen, meine miete und andere lfd. kosten zahlen und obendrein mtl. auch noch etwas über haben?“. m.E. ist es aber vielmehr oft so, das mit ALH und sozialhilfe und arbeitszeit von 0 stunden die woche mehr unterm strich bleibt als mit arbeit!

wenn „gründen“ so einfach wäre und das die wesentlichen
kriterien, dann wären die firmeninsolvenzen im letzten jahr
nicht so hoch geklettert. und da traf es beileibe sehr viele
gute firmen, die die umsatzeinbrüche nach sept. einfach nicht
verkraften konnten, schau an die börse, die ganzen
firmennachrichten, daß die umsätze im IV. Quartal alle
einbrachen.

nun, nenne sie beim namen. ehrlich, ich kenne kein börsennotiertes unternehmen, welches AUFGRUND DES 11.9. insolvenz angemeldet hat! vielmehr waren es firmen der new economy, welche nur auf luft, zukunft, hoffnung und visionen bauten.

und im übrigen war dies genau die konstellation, in der ich
meine firma gegründet habe, mit exakt diesen zahlen. Also wenn
das konzept stimmt, dann gibt es solche banken.

ABER NEIN! eine bank reicht doch kein geld raus und hat sicherheiten gen null. das ist doch quatsch mit soße den du hier erzaehlst. einem solchen unternehmen wird, wenn es glück hat vielleicht ein 10.000 € dispo ohne sicherheiten eingerichtet, mehr nicht.

wenn du allerdings diese bank beim namen nennen könntest, würde ich mir eine AG gründen, ein darl. bei ebendieser aufnehmen, diese im rahmen schicker GF-gehaelter ausschuetten und dann nach 1 jahr insolvenz anmelden…

wirklich, niemand hat was zu verschenken und banken riskieren nicht einmal mehr ein „geschenk“. die sichern sich ab und eine bank die sich nicht absichert gehört m.E. dem BAKred gemeldet!!!

ja das sind gerade die ehemals so beliebten GmbH und Co KG.
gerade das würde ich, und mittlerweile wohl auch der Markt,
als steuerlich unsinnig ansehen. Zudem geht die KG pleite
folgt auf dem Fuße die GmbH.

ob eine rechtsformmischung/konstellation steuerlich unsinn ist haengt gerade heute mehr und mehr von den einzelheiten des ganz individuellen falles ab. es gibt unternehmen, da bringt diese konstellation nichts, es gibt konstellationen, da ist sie spitze, denn nicht immer muss ein kommanditist gleich eine natuerliche person sein…

wie sollen denn in den neuen ländern existenzgründungen
vonstatten gehen? 1990/91 waren die banken bereits so flexible
alle gründer zu fragen wieviel EK und wieviel Sicherheiten sie
hätten.
Jetzt mal ehrlich: WOHER???

tja, vielleicht ein fehler. in ostdeutschland gehts vielleicht auch deswegen nicht bergauf, da sich viele bis alle neu unternehmen verschuldet haben. diese müssen aus ihrem rohergebnis einen ganz anderen kapitaldienst in % leisten als die konkurrenz von „drüben“. da ist es vorprogrammiert, das die preise höher angesiedelt werden, da hilft auch das system von angebot und nachfrage nicht. wenn die angebote kostendeckend zu teuer sind für die nachfragenden, welche eben aus diesem grunde kaum gewinn/gehalt haben, dann gibt es keine harmonie zw. angeb. und nachfrage. dann kann schröder nochsooft jeden sommer 14 tage durch den osten reisen (ich hoffe nur noch einmal als kanzler!)… (ps. bin ein ossi und habe da so meine eigenen persönlichen erfahrungen!)

und wenn du dir basel II anschaust, dann wirst du sehen, daß
die banken eine EK-Unterlegung von 8% sicherstellen sollen.
sprich EK 50.000 dann kreditvolumen von ca. 600.000 maximal.

von 6-8% m.E. … aber bis basel II auch in der hinterwäldlerischten sparkasse einzug haelt werden noch viele monate bis jahre vergehen!

schönen gruss auch

vom showbee

hi showbee,

auch die angebrachte „offshore-gruendung“ ist wie wolfgang
schon richtig sagte käse.

mit verlaub: das habe ich gesagt, wolfgang fragte : was ist eine offshore…?

erstmal…

unternehmen gewinne machen, soviel gewinn, das expansion und
steuersparmodelle die steuer- und abgabenlast nicht mehr weit
mindern. dann sollte man über einen weggang ins ausland
nachdenken.

es gibt nur ausgesprochen wenig fälle, in denen sich eine auslandsfirmengründung lohnt, und das auf keinen fall für existenzgründungen und kleinfirmen! das habe ich immer hier gesagt.

in der nachbarschaft haben wir einen dachdecker,

der hat sich eine ltd. aufschwatzen lassen. für die hat er mal
knappe 3.000 DM locker gemacht (an irgendeinen hai) und nun
hat er auch nichts als ärger.

wenn du richtig nachliest, habe ich auch immer gesagt, daß in solchen fällen nur die vermittler verdienen! kann es sein daß du meine einträge nicht als meine zur kenntnis genommen hast?

nene, der 11.9. und die reaktionen gerade in D waren nur das
i-tüpfelchen auf der krise (alles schon mal im
finanz-wirtschaftspolitik EF erörtert). der schröder tut
natuerlich gut dran, alles auf den 11.9. zu schieben, denn in
wirklichkeit liegt es in D vor allem an den fundamental
schlechten rahmendaten. dies zu erörtern gehört aber nicht
hier her…

und kommen auf den politischen standpunkt an. nur soviel zu rahmenbedingungen: die deutsche bank macht den größten gewinn ihrer geschichte. Man könnte alos sagen hier geht die konjunktur aufwärts und die rahmenbedingungen stimmen, aber anstatt mehr leute einzustellen, (was nach dem gejaule der großindustrie, dann ja auch der fall wäre) werden von der db mehr als 2000 leute freigesetzt!!!

mein fazit: verbesserre die rahmenbedingungen und es gibt zum wohle der shareholder mehr entlassungen!!!

nunja, bleiben wir bei der realität. wieviele unternehmen hat
die „krise“ nach dem 11.9. das leben gekostet? kenn ich keine.

hier in owl sind eine ganze reihe von Firmen der öbelbranche insolvent geworden! und natürlich auch daranhängende zulieferer.
Ich wei nicht wo du wohnst, aber es gibt branchen, die nach dem 11.9. nicht nur die konjunkturelle flaute zu besiegen hatten, sondern denen brachen auch noch die letzten umsätze weg!

vielmehr ist es so, das man aus optischen gründen schnell im
gleichen zug arbeitnehmer entlassen hat die schon lange fällig
waren, nur hatte man gerade im banken und versicherungssektor
nun auch einen „grund“ … also, wir betreuen ca. 300 KMU, von
denen hat keiner das handtuch geworfen. vielmehr schimpfen
aber alle auf den staat, da vieles zu kompliziert ist und
alles in deutschland geregelt, beobachtet und vergebührt wird!

fordern aber flugs neue regelungen zur ankurbelung der konjunktur. ja was denn nu zuviel oder zuwenig, oder nur solche, die die unternehmen bremsen?

wenn „gründen“ so einfach wäre und das die wesentlichen
kriterien, dann wären die firmeninsolvenzen im letzten jahr
nicht so hoch geklettert. und da traf es beileibe sehr viele
gute firmen, die die umsatzeinbrüche nach sept. einfach nicht
verkraften konnten, schau an die börse, die ganzen
firmennachrichten, daß die umsätze im IV. Quartal alle
einbrachen.

nun, nenne sie beim namen. ehrlich, ich kenne kein
börsennotiertes unternehmen, welches AUFGRUND DES 11.9.
insolvenz angemeldet hat! vielmehr waren es firmen der new
economy, welche nur auf luft, zukunft, hoffnung und visionen
bauten.

wollte sagen: wenn schon die großen (nahezu nicht pleite-geh-baren Firmen so von Einbrüchen sprechen, dann der mittelstand doch wohl erst recht, oder?

und im übrigen war dies genau die konstellation, in der ich
meine firma gegründet habe, mit exakt diesen zahlen. Also wenn
das konzept stimmt, dann gibt es solche banken.

ABER NEIN! eine bank reicht doch kein geld raus und hat
sicherheiten gen null. das ist doch quatsch mit soße den du
hier erzaehlst. einem solchen unternehmen wird, wenn es glück
hat vielleicht ein 10.000 ? dispo ohne sicherheiten
eingerichtet, mehr nicht.

nein, da liegst du verkehrt:
50000 EK, 100000 kurzfristdarlehen von der hausbank und 400000 öffentliche mittel wie Existenzgründungsdarlehen, EK-hilfedarlehen, und zuschüsse für die gründung von 10 Arbeitsplätzen!

wenn du allerdings diese bank beim namen nennen könntest,
würde ich mir eine AG gründen, ein darl. bei ebendieser
aufnehmen, diese im rahmen schicker GF-gehaelter ausschuetten
und dann nach 1 jahr insolvenz anmelden…

ich sagte mit einem guten konzept!!!

ob eine rechtsformmischung/konstellation steuerlich unsinn ist
haengt gerade heute mehr und mehr von den einzelheiten des
ganz individuellen falles ab. es gibt unternehmen, da bringt
diese konstellation nichts, es gibt konstellationen, da ist
sie spitze, denn nicht immer muss ein kommanditist gleich eine
natuerliche person sein…

bei den landläufigen GmbH & Co KG sah es jedoch so aus, daß die gmbh mit ihrer einlage von DM 500000 als vollhafter fungierte und vielleicht auch noch die immobilien und das sonstige anlagvermögen besaß. und das hat sich überlebt.

da ist es vorprogrammiert, das

die preise höher angesiedelt werden,

ich frage mich, warum sich dieses gerücht, daß drüben alles teuerer ist, immer noch hält?

da hilft auch das system von angebot und nachfrage nicht. wenn
die angebote kostendeckend zu teuer sind für die nachfragenden, welche eben
aus diesem grunde kaum gewinn/gehalt haben, dann gibt es keine
harmonie zw. angeb. und nachfrage.

du meinst die ossis (entschuldige die wortwahl), die es dazu brachten, daß noch 1992 in MVP am samstag in den kleineren orten alle geschäfte geschlossen haben, weil die kunden eh nach kiel oder lübeck zum einkaufen fuhren? oder meinst du die ossis, die ihre cigaretten auf der straße kaufen, (also keine steuern zahlen) aber nach immer mehr steuern aus dem westen rufen? oder die ossis, die handwerker aus dem westen nach dresden holen, weil sie sagen, daß sie ihren eigenen leuten nicht trauen. da kann auch stoiber nach ossi-land fahren und zum zweiten mal „blühende landaschaften“ ausrufen!

dann kann schröder

nochsooft jeden sommer 14 tage durch den osten reisen (ich
hoffe nur noch einmal als kanzler!)… (ps. bin ein ossi und
habe da so meine eigenen persönlichen erfahrungen!)

und wenn du dir basel II anschaust, dann wirst du sehen, daß
die banken eine EK-Unterlegung von 8% sicherstellen sollen.
sprich EK 50.000 dann kreditvolumen von ca. 600.000 maximal.

von 6-8% m.E. … aber bis basel II auch in der
hinterwäldlerischten sparkasse einzug haelt werden noch viele
monate bis jahre vergehen!

gestern in nem bankgespräch in einer 10000 EW gemeinde war der einleitende satz: „Seitdem es basel II gibt, können wir nicht…“

gruß winkel

nein, da liegst du verkehrt:
50000 EK, 100000 kurzfristdarlehen von der hausbank und 400000
öffentliche mittel wie Existenzgründungsdarlehen,
EK-hilfedarlehen, und zuschüsse für die gründung von 10
Arbeitsplätzen!

Hallo,

es wurde nicht bezweifelt, daß ein Unternehmer Darlehen in der genannten Höhe erhalten kann. Der Juckepunkt ist: Der Unternehmer bekommt als Einzelunternehmer, Freiberufler oder GmbH-GF das Darlehen nur gegen bankübliche Sicherheiten. Und die selbstschuldnerische Bürschaft fehlt dabei eigentlich nie. Es sei denn, Du legst den Gegenwert des Darlehens z. B. in Form einer Lebensversicherung mit entsprechendem Rückkaufswert auf den Tisch des Hauses.

Es geht hier nicht um die Darlehensbeträge. Da kann es sein, daß 10 Mio leichter zu bekommen sind als 100.000. Es läßt sich aber keine Bank darauf ein, daß ein Betriebsinhaber mit Geld wirtschaftet, für das er nicht geradesteht. Davor schützt auch nicht die Haftungsbeschränkung einer Kapitalgesellschaft.

Vom Gegenteil bin ich nur durch Vorlage so eines Fabel-Darlehenvertrages zu überzeugen. Und dann hätte ich es sehr eilig. Über Nacht zimmere ich einen Geschäftsplan vom Feinsten, tags darauf bin ich beim Notar, gründe eine Kapitalgesellschaft, stelle mich selbst mit einem seeehr ordentlichen Gehalt als GF oder Vorstand ein, hole mir den Kredit und verfrühstücke denselben per monatlicher, üppiger Gehaltsüberweisung an mich. Was soll jemanden davon abhalten, wenn man für rein nichts haftet? Eine Bank, die so vorgeht, ist binnen kürzester Frist pleite und zudem ein Fall für den Staatsanwalt. Die Bank verbrät dabei nämlich nicht nur ihr eigenes Geld, sondern insbesondere Geld ihrer Refinanzierungsquelle, i. d. R. das Geld einer Landesbank.

Weil das alles so ist, ist die Haftungsbeschränkung als Motivation eines Gründers für die Wahl einer Kapitalgesellschaft in den meisten Fällen einfach nur Schmarrn. Darüber kann man auch nicht diskutieren. Das ist Fakt wie Ortsgeschwindigkeit 50 km/h.

Gruß
Wolfgang

nein, da liegst du verkehrt:
50000 EK, 100000 kurzfristdarlehen von der hausbank und 400000
öffentliche mittel wie Existenzgründungsdarlehen,
EK-hilfedarlehen, und zuschüsse für die gründung von 10
Arbeitsplätzen!

Hallo,

es wurde nicht bezweifelt, daß ein Unternehmer Darlehen in der
genannten Höhe erhalten kann. Der Juckepunkt ist: Der
Unternehmer bekommt als Einzelunternehmer, Freiberufler oder
GmbH-GF das Darlehen nur gegen bankübliche Sicherheiten. Und
die selbstschuldnerische Bürschaft fehlt dabei eigentlich nie.

hab ich nie bezweifelt oder bestritten!!!
Die Risikobeschränkung liegt doch wohl in der beschränkung der haftung gegen ale gläubiger, die o.g. Sicherheiten oder bürgschaften nicht besitzen.

Nochmal: geht ein Existenzgründer, weshalb auch immer, innerhalb der ersten 3-10 Jahre insolvent, so hat er oft enorme Lieferantenverbindlichkeiten. Bestehen diese gegenüber einer GmbH, so wird diese verwertet, bestehen diese jedoch gegen eine einzelne Person, so kommt dieser arme mensch nie mehr auf die beine. und davor sollte sich jeder existenzgründer schützen. (natürlich nicht, wenn er nen kiosk aufmacht, das ist mir schon klar)

Es geht hier nicht um die Darlehensbeträge. Da kann es sein,
daß 10 Mio leichter zu bekommen sind als 100.000. Es läßt sich
aber keine Bank darauf ein, daß ein Betriebsinhaber mit Geld
wirtschaftet, für das er nicht geradesteht. Davor schützt auch
nicht die Haftungsbeschränkung einer Kapitalgesellschaft.

war nie mein thema etwas anderes zu behaupten

Vom Gegenteil bin ich nur durch Vorlage so eines
Fabel-Darlehenvertrages zu überzeugen.

guck dir doch mal die verträge an, die schneider, balsam und andere gemacht haben!!!

Und dann hätte ich es

sehr eilig. Über Nacht zimmere ich einen Geschäftsplan vom
Feinsten, tags darauf bin ich beim Notar, gründe eine
Kapitalgesellschaft, stelle mich selbst mit einem seeehr
ordentlichen Gehalt als GF oder Vorstand ein, hole mir den
Kredit und verfrühstücke denselben per monatlicher, üppiger
Gehaltsüberweisung an mich. Was soll jemanden davon abhalten,
wenn man für rein nichts haftet? Eine Bank, die so vorgeht,
ist binnen kürzester Frist pleite und zudem ein Fall für den
Staatsanwalt. Die Bank verbrät dabei nämlich nicht nur ihr
eigenes Geld, sondern insbesondere Geld ihrer
Refinanzierungsquelle, i. d. R. das Geld einer Landesbank.

daß das ein schmarrn ist, den du da erzählst, ist dir doch wohl klar.

Weil das alles so ist, ist die Haftungsbeschränkung als
Motivation eines Gründers für die Wahl einer
Kapitalgesellschaft in den meisten Fällen einfach nur
Schmarrn.

NOCHMAL IN GROß: ES GEHT NICHT UM DIe HAFTUNG WG. DARLEHEN, SONDERN UM DIE VERBINDLICHKEITEN BEI EINEM EVTL. INSOLVENZFALL aus LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN!!!

winkel

nachträge…
rehi winkel,

mit verlaub: das habe ich gesagt, wolfgang fragte : was ist
eine offshore…?

okay, dann hatte ich das falsch in erinnerung…

und kommen auf den politischen standpunkt an. nur soviel zu
rahmenbedingungen: die deutsche bank macht den größten gewinn
ihrer geschichte. Man könnte alos sagen hier geht die
konjunktur aufwärts und die rahmenbedingungen stimmen, aber
anstatt mehr leute einzustellen, (was nach dem gejaule der
großindustrie, dann ja auch der fall wäre) werden von der db
mehr als 2000 leute freigesetzt!!!
mein fazit: verbesserre die rahmenbedingungen und es gibt zum
wohle der shareholder mehr entlassungen!!!

okay, ich finde das auch nicht korrekt, aber hier ist die regierung am zug. aber wir gehen mal davon aus, dass die empfänger der dividenden diese auch versteuern. bzw. nach neuem KSt-System diese schon versteuert sind. wenn es steuerlich interessant ist so hohe gewinne zu machen statt im inland zu expandieren, dann stimmt an den „rahmenbedingungen“ auch was nicht, oder? es ist in deutschland einfach uninteressant und zu kompliziert geworden leute billig zu beschäftigen. lieber wirft man die leute raus, gibt sich mit gewinn x zufrieden als mit einer unternehmenserweiterung ggf. gewinn z einzufahren… das ist m.E. erschreckend!

warum wohl sonst meckern alle verbaände über zu hohe überstunden???

hier in owl sind eine ganze reihe von Firmen der öbelbranche
insolvent geworden! und natürlich auch daranhängende
zulieferer.

okay, wo liegt OWL? mein wohnort kannst du meiner VIKA entnehmen. möbel ist typische branche und auch anfaellig. da in deutschland traditionell vor furcht die sparquote hoch. hast du dann auch noch solch ein ereignis in der welt, kauft keine omi mehr eine komode… wenn dann auch noch jeder idi in den medien zum sparen aufruft hast du das, was keiner braucht, eine hausgemachte rezession. viele nehmen das sparen des staates naemlich wörtlich. „BMF eichel muss sparen… na gott sei dank habe ich noch einen guten groschen auf der hohen kannte“ das nur 5-10% dieses geldes der wirtschaft aus der talsohle helfen würden, ist leider immer zu wenig propagiert worden!

im übrigen: sagen wir noch groschen oder nun auch dime?

wollte sagen: wenn schon die großen (nahezu nicht
pleite-geh-baren Firmen so von Einbrüchen sprechen, dann der
mittelstand doch wohl erst recht, oder?

nun ja, zum einen beruht die sache auf der mangelnden inlandsnachfrage zum anderen an exportdefiziten. die grossen leider eher an den gegebenheiten der USA und die kleinen eher an omas knausrigkeit! ich jedenfalls habe zur ankurbelung der wirtschaft meinen PC aufgerüstet und eine hifi-anlage vom „gesparten“ gekauft!

nein, da liegst du verkehrt:
50000 EK, 100000 kurzfristdarlehen von der hausbank und 400000
öffentliche mittel wie Existenzgründungsdarlehen,
EK-hilfedarlehen, und zuschüsse für die gründung von 10
Arbeitsplätzen!

*feix* - heutzutage 80% ERP und EKH bekommst du wohl kaum noch. zuschüsse für arbeitsplätze bekommt man auch nur noch, wenn man langzeitarbeitslose einstellt, also finde ersteinmal die mgl. kandidaten…

im übrigen: bei einer geplanten investition von 500.000 sollte man nicht 100.000 aus kurzfristigen verbindlichkeiten zahlen… wo sollen die summen denn nach kurzer zeit herkommen? aus den anlaufverlusten?

bei den landläufigen GmbH & Co KG sah es jedoch so aus, daß
die gmbh mit ihrer einlage von DM 500000 als vollhafter
fungierte und vielleicht auch noch die immobilien und das
sonstige anlagvermögen besaß. und das hat sich überlebt.

wohl eher umgedreht, die gmbh macht das geschäft, haftet voll und die KG ist eigentümer der wesentlichen betriebsgrundlagen… sonst kann man aus den kommanditisten auch gleich darlehensgläubiger der GmbH machen, oder?

ich frage mich, warum sich dieses gerücht, daß drüben alles
teuerer ist, immer noch hält?

ich habe das nicht gesagt. die preise sind optisch genauso. nur steckt in jeder mark umsatz weniger reinvestierbarer gewinn… dadurch fliesst ein grossteil des kapitals, welches im westen zurück in den konsum geht, im osten in die banken… das ist ein problem was sich erst in den naechsten 10-20 jahren langsamst geben wird…

du meinst die ossis (entschuldige die wortwahl), die es dazu
brachten, daß noch 1992 in MVP am samstag in den kleineren
orten alle geschäfte geschlossen haben, weil die kunden eh
nach kiel oder lübeck zum einkaufen fuhren? oder meinst du die
ossis, die ihre cigaretten auf der straße kaufen, (also keine
steuern zahlen) aber nach immer mehr steuern aus dem westen
rufen? oder die ossis, die handwerker aus dem westen nach
dresden holen, weil sie sagen, daß sie ihren eigenen leuten
nicht trauen. da kann auch stoiber nach ossi-land fahren und
zum zweiten mal „blühende landaschaften“ ausrufen!

na, wollen wir mal nicht beleidigend werden.

a) kaufen auch viele andere grenzansiedler in den NL, Frankreich, Luxemburg oder Dänemark ihr zeug und auch zigaretten billiger ein und zahlen keine steuern

b) ist es aus diesem grunde einfach nur unternehmerisch sinnvoll den laden lieber zu zu machen und eine schwarze NULL zu als mit angestelltem und beleuchtung ROTE zahlen zu schreiben…

c) zeige mir den dresdner einheimischen, der sein haus lieber von einem schwaben, denn von einem sagen wir mecklenburger bauen lässt. das ist genauso an den haaren herbeigezogen …

d) stoiber macht wahlkampf wie jeder andere auch. wahlkampf und leere versprechungen sind das eine, was dann in den 3,5 folgenden jahren rauskommt ist das andere… oder?

lassen wirs!

gestern in nem bankgespräch in einer 10000 EW gemeinde war der
einleitende satz: „Seitdem es basel II gibt, können wir
nicht…“

dann wohl eher als vorwand…

frage mal die experten im bänkerbrett!

gruss vom

showbee

hab ich nie bezweifelt oder bestritten!!!
Die Risikobeschränkung liegt doch wohl in der beschränkung der
haftung gegen ale gläubiger, die o.g. Sicherheiten oder
bürgschaften nicht besitzen.

[…]

Nochmal: geht ein Existenzgründer, weshalb auch immer,
innerhalb der ersten 3-10 Jahre insolvent, so hat er oft
enorme Lieferantenverbindlichkeiten. Bestehen diese gegenüber
einer GmbH, so wird diese verwertet, bestehen diese jedoch
gegen eine einzelne Person, so kommt dieser arme mensch nie
mehr auf die beine. und davor sollte sich jeder
existenzgründer schützen. (natürlich nicht, wenn er nen kiosk
aufmacht, das ist mir schon klar)

aha, moment:

hallo winkel,

ich zitiere dich (ca. 4-5 beitraege weiter oben!):

„Wer eine Firma gründet und mehr als EUR 50.000,-- an Eigenkapital investiert und zusätzlich privatschuldnerisch für weitere firmenkredite haftet, der sollte erschlagen werden, wenn er nicht eine GmbH gründet. Denn in der heutigen zeit, in der das wohl und wehe aeiner firma davon abhängt ob die kunden sich an der börse verzockt haben, schützt sich, seine Familie und seine bürgerliche existenz durch die Rechtsform.!!!“

NOCHMAL IN GROß: ES GEHT NICHT UM DIe HAFTUNG WG. DARLEHEN,
SONDERN UM DIE VERBINDLICHKEITEN BEI EINEM EVTL. INSOLVENZFALL
aus LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN!!!

achso, du bist nun anderer meinung, ein darlehen von der bank bekommt man doch also nur als privatier und nicht als GmbH, die ist also nur für die krzfr. verbindlichkeiten gut …

was denn nun? bist du also doch unserer meinung???

feixenderweise sich verdrückend

gruss vom

showbee

aha, moment:

hallo winkel,

ich zitiere dich (ca. 4-5 beitraege weiter oben!):

„Wer eine Firma gründet und mehr als EUR 50.000,-- an
Eigenkapital investiert und zusätzlich privatschuldnerisch für
weitere firmenkredite haftet, der sollte erschlagen werden,
wenn er nicht eine GmbH gründet. Denn in der heutigen zeit, in
der das wohl und wehe aeiner firma davon abhängt ob die kunden
sich an der börse verzockt haben, schützt sich, seine Familie
und seine bürgerliche existenz durch die
Rechtsform.!!!“

NOCHMAL IN GROß: ES GEHT NICHT UM DIe HAFTUNG WG. DARLEHEN,
SONDERN UM DIE VERBINDLICHKEITEN BEI EINEM EVTL. INSOLVENZFALL
aus LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN!!!

achso, du bist nun anderer meinung, ein darlehen von der bank
bekommt man doch also nur als privatier und nicht als GmbH,
die ist also nur für die krzfr. verbindlichkeiten gut …

nochmal, ich bin immer noch derselben meinung.

Ein existenzgründer sollte durchaus mal ne gmbh gründen (bedingungen siehe oben), um seine haftung auf die bankdarlehen und öffentlichen mittel zu begrenzen. Was die menschen für ihr leben ruiniert, ist, daß nach einer insolvenz einer einzelfirma oder gar personengesellschaft in der man vollhafter ist, man für immer und ewig privat ruiniert ist.
denn: mit einer oder 2 banken kann man sich einigen, mit 50 Lieferanten nicht!!!

zum anderen: dein eintrag nachträge:

das wort ossi hab ich von dir übernommen.

die besipiele, die ich nannte stammen aus der zeit von 1991 bis 1994, als ich in den neuen ländern als esistenzgründungsberater unterwegs war. Es gibt zu den beispielen städte und namen.

wenn du (oder andere Neue-Bundes-Länder-Einwohner) diese tatsachenberichte beleidigend finden, dann spricht das für sich.

winkel

letztes statement

Ein existenzgründer sollte durchaus mal ne gmbh gründen
(bedingungen siehe oben), um seine haftung auf die
bankdarlehen und öffentlichen mittel zu begrenzen. Was die
menschen für ihr leben ruiniert, ist, daß nach einer insolvenz
einer einzelfirma oder gar personengesellschaft in der man
vollhafter ist, man für immer und ewig privat ruiniert ist.
denn: mit einer oder 2 banken kann man sich einigen, mit 50
Lieferanten nicht!!!

rehi winkel,

also bist du doch der meinung, das eine gmbh kein bankdarlehen bekommt von der bank ohne fundierte persönliche sicherheiten der gesellschafter, oder? darum ging es doch die ganze zeit, du wolltest immer erzählen, das eine bank auch einer kap.ges. mit kapital von 50.000 ein ungesichertes darlehen von 450.000 gibt …

gruss vom nun leicht shizophrenen

showbee

p.s. ich denke idioten gibt es in ost wie in west wie in süd wie in nord!

hi showbee,

also bist du doch der meinung, das eine gmbh kein bankdarlehen
bekommt von der bank ohne fundierte persönliche sicherheiten
der gesellschafter, oder? darum ging es doch die ganze zeit,
du wolltest immer erzählen, das eine bank auch einer kap.ges.
mit kapital von 50.000 ein ungesichertes darlehen von 450.000
gibt …

darum gings eben nicht,es ging doch um den fakt, daß lt. unserem kollegen existenzgründer NIE eine kapitalgesellschaft gründen sollten, sondern nur einzelfirmen.

p.s. ich denke idioten gibt es in ost wie in west wie in süd
wie in nord!

hab ich jemand idiot gescholten?
oder du mich?

winkel

Hallo Leut,

das ist dann wirklich sinnvoll, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:
1.:du gründesdt sie als holding und erwartest wesentlich mehr als 1 mio jahreserlös.
2.:langfristigkeit dieser holding. das setzt eine sehr gründliche analyse und gründliches Projektmanagment voraus. die meisten firmen sind meist kurzlebig (bis 10 jahre)

Beachte: du kommst nie zu einer echten steuerersparnis für dich, die kosten sind nicht ohne.

Wenn dein ansinnen in diese richtung geht, empfehle ich dir eine größere kanzlei, die sich mit diesen dingen wesentlich besser auskennt als ich :smile:.
im übrigen fördert das finanzministerium diese art von gründung sogar indirekt.

Frank