Offshore-Firmengründung

Hallo Leute,
unter welchen Umständen ist es sinnvoll, eine Offshore-Firmengründung einer Herkömmlichen vorzuziehen?
Ist dies für Internet-Firmen, die kein festes Büro oder Filialsystem haben besonders einfach und unter steuerlichen Gesichtspunkten besonders sinnvoll?
Vielen Dank

thorsten

Hallo Thorsten,

was bitte ist eine Offshore-Firmengründung?

Gruß
Wolfgang

Hallo Leute,
unter welchen Umständen ist es sinnvoll, eine
Offshore-Firmengründung einer Herkömmlichen vorzuziehen?

ganz einfache antwort: NIE!!!

Es kassieren da nur die sogenannten Vermittler dieser dienstleistung.

Ist dies für Internet-Firmen, die kein festes Büro oder
Filialsystem haben besonders einfach und unter steuerlichen
Gesichtspunkten besonders sinnvoll?

es ist billiger und einfacher sich einen gewerbeschein beim zuständigen amt zu holen.

wenn du mit deiner firma in die lage kommst viele steuern bezahlen zu müssen, kannst du immer noch über mögliche Änderungen des firmensitzes oder der Rechtsform nachdenken.

Zum anfangen: gewerbeschein vom amt!!!

  1. Existenzgründungsberatung von der Kammer!!!
  2. Fördermittelberatung von Bank und/oder Kammer
  3. Gewerbeschein vom amt

winkel

Also herr dreyer,

wo sie doch so genau über die rechtsformen der firmen bescheid wissen, solch eine frage!!!

ich staune!

winkel

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Also herr dreyer,

wo sie doch so genau über die rechtsformen der firmen bescheid
wissen, solch eine frage!!!

ich staune!

Hallo,

es zeigt sich wieder einmal, daß es kaum dumme Fragen, aber sehr dumme Antworten gibt.

Eine Rechtsform „offshore“ ist mir tatsächlich nicht bekannt. Statt sich aufzublasen und in ziemlich bornierter Weise zu reagieren, wäre eine kurze Erklärung, was sich hinter dem Begriff verbirgt, hilfreicher.

Gruß
Wolfgang

Also herr dreyer,

wo sie doch so genau über die rechtsformen der firmen bescheid
wissen, solch eine frage!!!

sollte man dann nicht auch über rechtsformen von firmen im ausland bescheid wissen?

" daß es kaum dumme Fragen, aber

sehr dumme Antworten gibt.

das kommt wohl aus berufenem munde!

Eine Rechtsform „offshore“ ist mir tatsächlich nicht bekannt.

aber es sollte bekannt sein, daß es auch im ausland rechtsformen gibt! (offshore = außerhalb der Küste/ grenzen des eigenen landes)
hier gibt es dann die berühmten Ltd´s und amerikanischen formen der AG´s zu kaufen)

Statt sich aufzublasen und in ziemlich bornierter Weise zu
reagieren, wäre eine kurze Erklärung, was sich hinter dem
Begriff verbirgt, hilfreicher.

siehe vor, oder mr. check!

Gruß
winkel

Hallo,

zu derartigen Gründungsabsichten habe ich im Laufe von über 2 Jahren etwa ein Dutzend Antworten verfaßt, zuletzt angerissen unter der Überschrift „Kapitalgesellschaften ohne Kapital“.
Der Begriff „offshore“ war mir in dem Zusammenhang nicht geläufig.

Eine Frage mit „Was, das wissen Sie nicht?!“ zu beantworten, eine irgendwie zweckdienliche Antwort aber schuldig zu bleiben, ist im alltäglichen Umgang unter etwas einfacher gestrickten Gemütern, die auch einmal etwas auskosten möchten, des öfteren zu beobachten und erinnert mich an einen Vorfall in einer Lotto-Annahmestelle.

Mit dem Wissen um die gegen Null tendierende Wahrscheinlichkeit eines nennenswerten Gewinns, war ich nie empfänglich für derartige Spielchen. Ich hatte also noch nie im Leben einen Lottoschein ausgefüllt und hatte auch keine Ahnung über Sonderziehungen, Zusatzzahlen und was es da sonst noch anzukreuzen und auszuwählen gibt.

Vor ein paar Jahren herrschte unter meinen Mitarbeitern einige Aufregung wegen eines was-weiß-ich-wieviel-Millionen-Topfes, der zur Ausspielung kommen sollte. Meine völlige Teilnahmslosigkeit animierte Mitarbeiter, auf mich mit: „Das müssen Sie unbedingt auch machen“ einzureden. Klammheimlich ging ich tatsächlich in den nächsten Lotto-Laden und stellte mich dort am Ende der Glücksspiel-Infizierten an. Sechs Kreuze muß man machen - mehr wußte ich nicht. Deshalb beschlich mich leichte Panik, als ich den Ständer voller verschiedener Spielscheine sah. Blaue Scheine, rote Scheine, Wochenziehungen und weiß der Himmel, was für Ziehungen. Wieso überhaupt 6 Kreuze? Da waren so viele Felder und so viel Kleingedrucktes, sollte ich das etwa alles studieren? Das war ja noch weit schlimmer als die Spielautomaten, wo Leute mit Kippe im Mundwinkel und Bier in der Hand davor sitzen, Geld 'reinwerfen, es drehen sich Scheiben und danach ist das Geld einfach hinfort. Wird eben mehr Geld eingeworfen. Die ganze Front des Automaten ist mit einem furchtbar kompliziert aussehenden Spielplan bedruckt. Ob sich der davor hockende Mensch das je durchgelesen hat? Wie auch immer, die Regeln des Lottospielens erschienen mir jedenfalls kompliziert zu sein und so fragte ich die Dame hinter dem Tresen, welchen der vielen Scheine ich denn nehmen muß und wie ich denselben auszufüllen habe. Sie sah mich nur mit großen Augen an und gluckste:„Was? Das wissen Sie nicht?“ Auf meine Erwiderung, daß ich andernfalls wohl kaum gefragt hätte, konnte sie sich kaum noch einkriegen. Kichern, aber keine Antwort. Ich erfuhr also nicht, was ich wissen wollte.

Und so konnte ich also nichts gewinnen und muß bis zum heutigen Tage und wohl auch noch die kommenden Jahrzehnte arbeiten.

Gruß
Wolfgang

Hallo Winkel,

wo sie doch so genau über die rechtsformen der firmen bescheid
wissen, solch eine frage!!!

Abgesehen davon, dass ich solche Töne für ein derartiges Forum nicht als unbedingt angebracht erachte, war mir der Begriff auch nicht geläufig und das, obwohl ich mich auch einige Zeit mit Unternehmensgründungen beschäftigt habe(nicht nur solche Unternehmen zum Nebenerwerb, sondern KMU mit ca. 50 Mitarbeiter).

Allerdings scheint’s hier mal wieder in Richtung new economy zu gehen und damit verlässt man die Wege des Althergebrachten, also auch der üblichen Unternehmensformen. (Wäre ja auch zu banal, sich mit den altertümlichen Begriffen der deutschen Gesetze zu beschäftigen - offshore klingt einfach nach was…)

Manchmal ist es aber einfach sinnvoller, am Boden zu bleiben. Und das heisst bzgl. der Unternehmensform: Es muß nicht gleich eine AG oder sonst irgendein (zum Teil dubioses) Konstrukt sein, manchmal tut’s auch ein einfacher Gewerbeschein oder (und ich bin enttäuscht, dass Du im Posting weiter oben nicht darauf hingewiesen hast !): einfach eine freiberufliche Tätigkeit.

Ach ja, ich vergass: dazu muß man entweder Künstler sein oder einen akademischen Titel (hast Du es vielleicht mangels entsprechender Voraussetzungen nicht gewusst ?)

Grüsse

Sven

sehr geehrter herr dreyer,

ich wollte damit eigentlich folgendes ausdrücken:

wer, wie sie, mit solcher inbrunst, die einzelfirma als die einzig mögliche art der existenzgründung hält, und klein-gmbh´s als schlicht unprofessionell darstellt, kurz die überlegung zu gesellschaftsformen endgültig abgeschlossen zu haben scheint, derjenige sollte über Offshore-Gesellschaften ebenfalls beschied wissen!

Das mit dem lottoschein ist ne nette geschichte, aber als gegenbeispiel, sollte derjenige der über grippe schimpft auch wissen was eine influenza ist, oder?

winkel

wer, wie sie, mit solcher inbrunst, die einzelfirma als die
einzig mögliche art der existenzgründung hält, und
klein-gmbh´s als schlicht unprofessionell darstellt, kurz die
überlegung zu gesellschaftsformen endgültig abgeschlossen zu
haben scheint…

Hallo,

derartige Aussagen in solcher Allgemeinheit habe ich gewiß nicht von mir gegeben. Es ist aber leider so, daß viele Gründer „eine richtige Firma“ haben wollen und deshalb glauben, eine Kapitalgesellschaft gründen zu müssen. Es gibt Leute, die gründen eine GmbH, damit auf ihrer Visitenkarte „Geschäftsführer“ steht oder eine AG, um sich mit „Vorstand“ schmücken zu können. Viele dieser Leute wissen nicht, was sie tun, wissen nicht, wieviel einfacher und billiger die Gründung als Einzelunternehmen wäre und um wieviel vorteilhafter, wenn die Tätigkeit freiberuflich ausgeübt wird, sofern die Voraussetzungen vorliegen.

Daneben gibt es viele geschäftsführende Alleingesellschafter mit niedrigem Jahresumsatz, der sich aus viel Kleinkram zusammensetzt und der einzige nennenswerte Gläubiger ist eine Bank, die eine selbstschuldnerische Bürschaft des GF in Händen hält. Das gibt es nicht? Das sieht man an jeder Ecke und irgendein Steuerberater hat diese Konstellation einmal empfohlen. Dabei müssen es schon recht außergewöhnliche Umstände sein, die dabei eine Kapitalgesellschaft rechtfertigen. In aller Regel ist die Konstruktion einfach nur unsinnig.

Missionieren liegt mir fern. Mir ist es egal, welche Rechtsform die Leute wählen. Wenn jemand aber in diesem Forum eine Frage zur Rechtsform seines Vorhabens stellt, wird er von mir eine Antwort nach bestem Wissen erhalten. Aus der Mehrzahl der Antworten sind dabei keine Vorbehalte gegenüber Kapitalgesellschaften abzuleiten. Vielmehr ist in der Mehrzahl der Fälle das Einzelunternehmen die für den Gründer angepaßte Rechtsform. Einer späteren Umwandlung in eine beliebige andere Rechtsform steht dabei nichts im Wege.

In Deutschland ist der Fall einer Existenzgründung mit unternehmerischer Beteiligung durch haftendes Kapital im Vergleich zur (ohnehin niedrigen) Gesamtzahl der Existenzgründungen eher selten. Es fehlt eine Beteiligungskultur und die vorhandenen Beteiligungsgesellschaften träumen mehrheitlich vom „going public“, vom Kassemachen nach wenigen Jahren und von Größenordnungen, die dem auf solide Existenz für ein ganzes Leben bedachten Gründer verschlossen bleiben.

Oft wird eine GmbH gegründet, nicht etwa, weil sich Kapitalgeber und das Geschäft Ausführende zusammen tun, sondern weil sich der faktische Geschäftsinhaber aufgrund persönlicher Vorgeschichte z. B. hinter der Funktion als angestellter Geschäftsführer versteckt. Da gibt es manchmal kaum eine Alternative. Die gegründete GmbH wird dann zum letzten Notnagel.

Das Hauptproblem der vielen kleinen GmbHs ist das fehlende Kapital. Das zusammengekratzte Stammkapital ist schnell verfrühstückt. War es eine Sachgründung, verfrühstückt sich das Stammkapital per Abschreibung von ganz alleine. Dann stellen sich ganz normale Anlaufverluste ein, die Verlustphase dauert länger als geplant, das GF-Gehalt kann nicht mehr bezahlt werden, wird als Darlehen an die GmbH gebucht und ehe man sich versieht, ist das hoffnungsvolle Unternehmen reif für die Insolvenz. Der Schritt fällt schwer, also fällt im nächsten Schritt die Barriere zwischen Privat- und Firmenkasse. Das Unternehmen wäre als nicht besonders lukratives Einzelunternehmen haltbar und könnte auf gesunde Füße kommen, aber als Kapitalgesellschaft betrieben bewegt sich der GF im Bereich der Wirtschaftskriminalität.

Weil ich zu viele GmbHs kenne, wo es so oder ähnlich lief oder noch läuft, warne ich den Existenzgründer davor, sofort eine Kapitalgesellschaft zu gründen. Es müssen schon gute Gründe vorliegen. Handfestere Gründe als der Wunsch nach der Bezeichnung „Geschäftsführer“ auf der Visitenkarte.

Gruß
Wolfgang

.

Hey Supaman,

jetzt lass uns doch nicht so hängen und erkläre uns den Begriff „Offshore“ mal.

Die Frage war: „unter welchen Umständen ist es sinnvoll, eine Offshore-Firmengründung einer Herkömmlichen vorzuziehen?“

Aus dieser Frage entnehme ich als Laie dass eine „Offshore-Firmengründung“ ein feststehender Begriff ist. Diesen Begriff kenne ich nicht und würde ihn gerne erklärt haben (genauso wie Wolfgang).

Sollte es diesen Begriff in dieser Form nicht geben so implementiert die Fragestellung völlige Ahnungslosigkeit worauf Wolfgang mit seiner Rückfrage hinweist.

Bye
Rolf

offshore hat ich weiter oben schon mal übersetzt aber für dich nochmal: (wie war da mit pisa: texte lesen und informationen die enthalten sind erfassen? :wink: )

offshore ist englisch und heißt soviel wie vor der küste oder außerhalb der landesgrenzen.

Eine offshore-firmengründung ist also eine firmengründung (hier z.b. nicht in deutschland) in einem anderen land um so die gesetze des heimatlandes zu umgehen, oder steuern zu sparen.

typische Offshore-Länder sind die Cayman´s, Bahamas, Guernsey und sonstige exotische Geldwaschanlagen.

winkel

derartige Aussagen in solcher Allgemeinheit habe ich gewiß
nicht von mir gegeben. Es ist aber leider so, daß viele
Gründer „eine richtige Firma“ haben wollen und deshalb
glauben, eine Kapitalgesellschaft gründen zu müssen. Es gibt
Leute, die gründen eine GmbH, damit auf ihrer Visitenkarte
„Geschäftsführer“ steht oder eine AG, um sich mit „Vorstand“
schmücken zu können.

Also dieser Satz sagt schon viel: eine AG kann man nicht mal so eben gründen.

Viele dieser Leute wissen nicht, was sie

tun, wissen nicht, wieviel einfacher und billiger die Gründung
als Einzelunternehmen wäre und um wieviel vorteilhafter, wenn
die Tätigkeit freiberuflich ausgeübt wird, sofern die
Voraussetzungen vorliegen.

Und die stelle wo ein einzelunternehmen einer AG vorzuziehen ist, die kann ich mir nichtmal in allergrößter phantasie votrstellen.

Daneben gibt es viele geschäftsführende Alleingesellschafter
mit niedrigem Jahresumsatz, der sich aus viel Kleinkram
zusammensetzt und der einzige nennenswerte Gläubiger ist eine
Bank, die eine selbstschuldnerische Bürschaft des GF in Händen
hält. Das gibt es nicht? Das sieht man an jeder Ecke und
irgendein Steuerberater hat diese Konstellation einmal
empfohlen. Dabei müssen es schon recht außergewöhnliche
Umstände sein, die dabei eine Kapitalgesellschaft
rechtfertigen. In aller Regel ist die Konstruktion einfach nur
unsinnig.

Wer eine Firma gründet und mehr als EUR 50.000,-- an Eigenkapital investiert und zusätzlich privatschuldnerisch für weitere firmenkredite haftet, der sollte erschlagen werden, wenn er nicht eine GmbH gründet.

Denn in der heutigen zeit, in der das wohl und wehe aeiner firma davon abhängt ob die kunden sich an der börse verzockt haben, schützt sich, seine Familie und seine bürgerliche existenz durch die Rechtsform.!!!

Missionieren liegt mir fern. Mir ist es egal, welche
Rechtsform die Leute wählen. Wenn jemand aber in diesem Forum
eine Frage zur Rechtsform seines Vorhabens stellt, wird er von
mir eine Antwort nach bestem Wissen erhalten. Aus der Mehrzahl
der Antworten sind dabei keine Vorbehalte gegenüber
Kapitalgesellschaften abzuleiten. Vielmehr ist in der Mehrzahl
der Fälle das Einzelunternehmen die für den Gründer angepaßte
Rechtsform. Einer späteren Umwandlung in eine beliebige andere
Rechtsform steht dabei nichts im Wege.

eine spätere Umwandlung ist doch meist die von dir gerügte Sachgründung!!!

In Deutschland ist der Fall einer Existenzgründung mit
unternehmerischer Beteiligung durch haftendes Kapital im
Vergleich zur (ohnehin niedrigen) Gesamtzahl der
Existenzgründungen eher selten. Es fehlt eine
Beteiligungskultur und die vorhandenen
Beteiligungsgesellschaften träumen mehrheitlich vom „going
public“, vom Kassemachen nach wenigen Jahren und von
Größenordnungen, die dem auf solide Existenz für ein ganzes
Leben bedachten Gründer verschlossen bleiben.

Also ich gewinne mehr und mehr den eindruck du wechselst hier von Handwerksmeister zu Betrügerfirma-gründung zu New-Economy zu Handelsvertreter und dann wieder zurück zu Hi-Tech mit viel Kapitalbedarf.

Jede Gründung sollte natürlich die ihr nötige Rechtsform haben. Aber deine Erfahrungen in Ehren, solche firmen kenne ich zwar auch, aber die lösen sich selbst in wohlfgefallen auf. Jede ernsthafte firmengründung sollte immer mit entsprechendem Consulting vonstatten gehen, aber das gefällt dir ja auch nicht.

Oft wird eine GmbH gegründet, nicht etwa, weil sich
Kapitalgeber und das Geschäft Ausführende zusammen tun,
sondern weil sich der faktische Geschäftsinhaber aufgrund
persönlicher Vorgeschichte z. B. hinter der Funktion als
angestellter Geschäftsführer versteckt. Da gibt es manchmal
kaum eine Alternative. Die gegründete GmbH wird dann zum
letzten Notnagel.

Umgekehrt: sollte die GmbH geplatzt sein, kann man seine existenz noch als einzelunternehmer neu aufbauen. Wenn du als einzelunternehmer scheiterst bist du schflechter angesehen in deutschland als ein mörder: der kriegt noch wieder nene job, einer der auf der schwarzen schuldnerliste steht, kriegt werde konto noch telefon noch eine mietwohnung.

Das Hauptproblem der vielen kleinen GmbHs ist das fehlende
Kapital. Das zusammengekratzte Stammkapital ist schnell
verfrühstückt. War es eine Sachgründung, verfrühstückt sich
das Stammkapital per Abschreibung von ganz alleine. Dann
stellen sich ganz normale Anlaufverluste ein, die Verlustphase
dauert länger als geplant, das GF-Gehalt kann nicht mehr
bezahlt werden, wird als Darlehen an die GmbH gebucht und ehe
man sich versieht, ist das hoffnungsvolle Unternehmen reif für
die Insolvenz. Der Schritt fällt schwer, also fällt im
nächsten Schritt die Barriere zwischen Privat- und
Firmenkasse. Das Unternehmen wäre als nicht besonders
lukratives Einzelunternehmen haltbar und könnte auf gesunde
Füße kommen, aber als Kapitalgesellschaft betrieben bewegt
sich der GF im Bereich der Wirtschaftskriminalität.

Also diese Argumentationskette ist für mich nicht nachvollziehbar: die einzige möglichkeit ist, daß der gründer nen VHS-kurs für buchhaltung gemacht hat und seine bilanzen selber fälscht. mit nem guten RA und WP und StB und nem berater von der Kammer, kann sich auch so eine GmbH noch retten. ein Einzelunternehmer steht da ziemlich alleine da.

Weil ich zu viele GmbHs kenne, wo es so oder ähnlich lief oder
noch läuft, warne ich den Existenzgründer davor, sofort eine
Kapitalgesellschaft zu gründen. Es müssen schon gute Gründe
vorliegen. Handfestere Gründe als der Wunsch nach der
Bezeichnung „Geschäftsführer“ auf der Visitenkarte.

z.B. der Wunsch, das Risiko der Solidargemeinschaft der Unternehmer aufzubürden, anstatt nach dem Scheitern dem Sozialamt zur Last zu fallen.

Und wenn du leute kennst, die eine gmbh gründen, damit was auf der visitenkarte steht, denen hilft auch eine einzelfirma oder ag nicht, die sind einfach DOOF (nicht unbedingt dumm)

winkel

und nochmal für dich…
Moinmoin,

offshore ist englisch und heißt soviel wie vor der küste oder
außerhalb der landesgrenzen.

Die wörtliche Übersetzung kriege ich mit meinen Englischkenntnissen schon hin.

Meine Frage war dahingehend gemeint dass ich nicht weiss was diese „Offshore- Firmengründung“ sein soll.
Zuerst muss sich der Fragende doch einmal mit den Gesellschaftsformen auseinandersetzen.

Eine offshore-firmengründung ist also eine firmengründung
(hier z.b. nicht in deutschland) in einem anderen land um so
die gesetze des heimatlandes zu umgehen, oder steuern zu
sparen.

Aha, und welche Firma? Welche Gesellschaftsform? Welche Vorteile habe ich davon?

typische Offshore-Länder sind die Cayman´s, Bahamas, Guernsey
und sonstige exotische Geldwaschanlagen.

Machen wir uns nix vor. Du, Wolfgang und ich wissen schon worüber wir hier reden. Nur unterstelle ich Wolfgang dass er mit seiner einfachen Frage den Hinweis darauf geben wollte dass eine „Offshore-Firmengründung“ nicht so einfach ist wie es Danny vielleicht gemeint hat…

Rolf

Moinmoin,

Meine Frage war dahingehend gemeint dass ich nicht weiss was
diese „Offshore- Firmengründung“ sein soll.
Zuerst muss sich der Fragende doch einmal mit den
Gesellschaftsformen auseinandersetzen.

schrieb ich auch oben: dort werden von speziellen vermittlern, man kann meist in den ländern nur firmen gründen mit hilfe von dortigen Notaren/RA/ oder treuhändern, LTD oder amerikanisch AG angeboten. Jedenfalls meist firmen mit anonymen besitzverhältnissen.

Aha, und welche Firma? Welche Gesellschaftsform? Welche
Vorteile habe ich davon?

siehe vor und auch weiter oben sagte ich schon vorteile: keine
zur existenzgründung eine solche Gründung: NIE

Machen wir uns nix vor. Du, Wolfgang und ich wissen schon
worüber wir hier reden. Nur unterstelle ich Wolfgang dass er
mit seiner einfachen Frage den Hinweis darauf geben wollte
dass eine „Offshore-Firmengründung“ nicht so einfach ist wie
es Danny vielleicht gemeint hat…

Ich denke hier ist ein forum für fragen und antworten und nicht für antworten die dem orakel von delphi zur ehre gereichen, oder?

winkel

niemals :smile:
Huhu,

ich denke wir lassens :smile:

Wolfgang hat hier schon so oft Fragen zur Existenzgründung kompetent beantwortet und dann einen ziemlichen Senf nach dem Motto: „Danke, und was soll ich jetzt verkaufen wenn ich meinen Gewerbeschein habe“ oder „Dann kann ich mir ja jetzt gleich ein Auto kaufen und von der Steuer absetzen“ erhalten dass er vielleicht auf solche Fragen etwas allergisch reagiert.

Dieses Forum ist selbstverständlich zum Austausch von Wissen da. Nur, so meine ich, sollte man als Fragesteller vorab versucht haben, sich selbst etwas zu informieren.

Byebye
Rolf

einmischung!
hallo ihrs,

ich habe die diskussion schon von anfang an verfolgt, wollte mir eigentlich immer den senf verklemmen, nun muss ich aber wohl doch!

Es gibt
Leute, die gründen eine GmbH, damit auf ihrer Visitenkarte
„Geschäftsführer“ steht oder eine AG, um sich mit „Vorstand“
schmücken zu können.

Also dieser Satz sagt schon viel: eine AG kann man nicht mal
so eben gründen.

nein? die kann man genausoschnell gründen wie eine gmbh. man benötigt lediglich 50.000 €, einen notar und vielleicht 3 freunde der familie die den aufsichtsrat stellen. ich gehe schwer in der annahme, das du einfach gründung und börsengang verwechselst, oder?

das sind immer zwei paar schuhe, ersteinmal soll die AG gegründet sein, die aktien müssen übernommen sein (heisst das grundkapital ist eingezahlt), erst dann kann der bisherige aktieninhaber diese ggf. an der börse über pari ausgeben.

Und die stelle wo ein einzelunternehmen einer AG vorzuziehen
ist, die kann ich mir nichtmal in allergrößter phantasie
votrstellen.

achso? mensch, bist du so XXXX oder tust du nur so? stell dir mal den malermeister XY mit einem gesellen vor. der in der rechtsform GmbH ist schon fett, eine AG wäre der reinste geldrausschmiss, da die lfd. kosten solcher rechtsformen WAHNSINN sind. bei der AG kommen steuerberater- wirtschaftsprüfer- und publizitätskosten von leicht 5-10.000 € p.a. auf dich zu (ALS MINIMUM!).

Wer eine Firma gründet und mehr als EUR 50.000,-- an
Eigenkapital investiert und zusätzlich privatschuldnerisch für
weitere firmenkredite haftet, der sollte erschlagen werden,
wenn er nicht eine GmbH gründet.
Denn in der heutigen zeit, in der das wohl und wehe aeiner
firma davon abhängt ob die kunden sich an der börse verzockt
haben, schützt sich, seine Familie und seine bürgerliche
existenz durch die Rechtsform.!!!

boaaaaaaaaaah. der satz ist so gut, den muesste man sich rahmen und an die wand nageln *MEGAFEIX*

wovon haengt zu allererst der erfolg eines unternehmens ab? vom benötigten umsatz und kundenkreis, der zu einem gewinn bzw. einem guten geschaeftsführergehalt führt. wichtig ist, das der laden laeuft, das geld reinkommt und das sich die ganze unternehmung auch rechnet.

nun frag ich dich, was du machen würdest. du hast die geschäftsidee, dies wird dir von vielen bestätigt, das dein produkt/dienstleistung gebraucht wird. nun braucht diese idee eine anfangsinvestition von 500.000 €, du hast leider nur 50.000 €.

was machst du? gründest du nun eine AG mit den 50.000 € und hoffst, das dir eine bank die weiteren 450.000 € gibt? glaubst du echt, das es so eine bank gibt? die bank, die dann ggf. auch an deine idee glaubt und dir auch das kapital zur verfügung stellen will, wird sich absichern müssen. und nun verwette ich meinen a… drauf, das sie auch eine bürgschaft (eine selbstschuldnerische obendrein) von dir sehen will.

wäre es da nicht gleich sinnvoller auf die kapitalgesellschaft zu verzichten? ach nein, du willst natuerlich an die börse gehen und 90% der AG anteile aus der hand geben, da du auf einen börsenkurs von 1000% für die anteile beim börsengang hoffst, dann haettest du auch die 450.000 in der kasse, aber die ganze sache würde nicht mehr dir gehören, oder?

eine spätere Umwandlung ist doch meist die von dir gerügte
Sachgründung!!!

hmmm. vielleicht hast du auch schon mal was von einer betriebsaufspaltung gehört? da hast du ein betriebsunternehmen (kapitalgesellschaft) und ein besitzunternehmen mit den notwendigen betriebsgrundlagen als personenunternehmen…

ach, vielleicht lassen wirs einfach…

noch einen gruss vom

showbee

2 „Gefällt mir“

hey, wer hat mir hier *** gegeben???
hi,

das ist wirklich nicht lustig. soviel ahnungslosigkeit kann schon sehr gefährlich werden!

vielleicht nimmt ja der winkel auch mal stellung zu seinem gesagten… ???

gruss vom

showbee

vereehrter showbee,

!

Es gibt
Leute, die gründen eine GmbH, damit auf ihrer Visitenkarte
„Geschäftsführer“ steht oder eine AG, um sich mit „Vorstand“
schmücken zu können.

Also dieser Satz sagt schon viel: eine AG kann man nicht mal
so eben gründen.

nein? die kann man genausoschnell gründen wie eine gmbh. man
benötigt lediglich 50.000 €, einen notar und vielleicht 3
freunde der familie die den aufsichtsrat stellen. ich gehe
schwer in der annahme, das du einfach gründung und börsengang
verwechselst, oder?

nein das tu ich nicht. denn wie du richtig sagst, sollte jedem bei dem aufwand und den kosten der gründung ein licht aufgehen, daß ein titel nicht soviel kosten sollte!!

Und die stelle wo ein einzelunternehmen einer AG vorzuziehen
ist, die kann ich mir nichtmal in allergrößter phantasie
votrstellen.

hier gestehe ich eine falsche formulierung ein. wollte sagen:
daß wenn eine firma eine ag werden soll (handfest und überlegt und berechtigt), dann kann ich mir nicht vorstellen, daß hier eine einzelfirma besser sein soll.

ich bitte meine fehlerhafte formulierung zu entschuldigen.

Wer eine Firma gründet und mehr als EUR 50.000,-- an
Eigenkapital investiert und zusätzlich privatschuldnerisch für
weitere firmenkredite haftet, der sollte erschlagen werden,
wenn er nicht eine GmbH gründet.
Denn in der heutigen zeit, in der das wohl und wehe aeiner
firma davon abhängt ob die kunden sich an der börse verzockt
haben, schützt sich, seine Familie und seine bürgerliche
existenz durch die Rechtsform.!!!

boaaaaaaaaaah. der satz ist so gut, den muesste man sich
rahmen und an die wand nageln *MEGAFEIX*

was du was draußen in den einzelhandelsgeschäften läuft?
wie das verbraucherverhalten und die verbraucherreaktionen im real life aussehen? sieh dir doch nur mal an, wie nach dem 11.9. in deutschland alle leute das kaufen eingestellt haben! bei der besten firma und dem ausgeklügelsten geschäft, kann dich sowas in 8 wochen tatsächlich ruinieren!!!

wovon haengt zu allererst der erfolg eines unternehmens ab?
vom benötigten umsatz und kundenkreis, der zu einem gewinn
bzw. einem guten geschaeftsführergehalt führt. wichtig ist,
das der laden laeuft, das geld reinkommt und das sich die
ganze unternehmung auch rechnet.

das ist ein satz für die wand!!! :wink:
wenn „gründen“ so einfach wäre und das die wesentlichen kriterien, dann wären die firmeninsolvenzen im letzten jahr nicht so hoch geklettert. und da traf es beileibe sehr viele gute firmen, die die umsatzeinbrüche nach sept. einfach nicht verkraften konnten, schau an die börse, die ganzen firmennachrichten, daß die umsätze im IV. Quartal alle einbrachen.

nun frag ich dich, was du machen würdest. du hast die
geschäftsidee, dies wird dir von vielen bestätigt, das dein
produkt/dienstleistung gebraucht wird. nun braucht diese idee
eine anfangsinvestition von 500.000 €, du hast leider nur
50.000 €.

was machst du? gründest du nun eine AG mit den 50.000 € und

das mit der AG lassen wir mal weg wg. meiner falschen formulierung. aber ne gmbh wäre unumgänglich.

hoffst, das dir eine bank die weiteren 450.000 € gibt? glaubst
du echt, das es so eine bank gibt? die bank, die dann ggf.
auch an deine idee glaubt und dir auch das kapital zur
verfügung stellen will, wird sich absichern müssen. und nun
verwette ich meinen a… drauf, das sie auch eine bürgschaft
(eine selbstschuldnerische obendrein) von dir sehen will.

wenn du meinen text liest, habe ich das genau so gesagt: wer 50.000 EK einsetzt und darüberhinaus noch selbstschuldnerisch für Bankkredite haftet usw.

und im übrigen war dies genau die konstellation, in der ich meine firma gegründet habe, mit exakt diesen zahlen. Also wenn das konzept stimmt, dann gibt es solche banken.

eine spätere Umwandlung ist doch meist die von dir gerügte
Sachgründung!!!

hmmm. vielleicht hast du auch schon mal was von einer
betriebsaufspaltung gehört? da hast du ein betriebsunternehmen
(kapitalgesellschaft) und ein besitzunternehmen mit den
notwendigen betriebsgrundlagen als personenunternehmen…

ja das sind gerade die ehemals so beliebten GmbH und Co KG. gerade das würde ich, und mittlerweile wohl auch der Markt, als steuerlich unsinnig ansehen. Zudem geht die KG pleite folgt auf dem Fuße die GmbH.

und was ihr wohl vergesst:

wie sollen denn in den neuen ländern existenzgründungen vonstatten gehen? 1990/91 waren die banken bereits so flexible alle gründer zu fragen wieviel EK und wieviel Sicherheiten sie hätten.
Jetzt mal ehrlich: WOHER???

und ich denke in den letzten 12 Jahren hat sich sowohl bei den gründern als auch bei den banken nix geändert.

und wenn du dir basel II anschaust, dann wirst du sehen, daß die banken eine EK-Unterlegung von 8% sicherstellen sollen. sprich EK 50.000 dann kreditvolumen von ca. 600.000 maximal.

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