Hi!
Heute war ich mit meinen Kindern indem Film oh wie schön ist
panama, weil er als absolut gewaltfrei, nett und niedlich
angepriesen wurde. Für meinen Sohn mit knapp 4 Jahren war das
die Kinopremiere, meine Tochter ist knapp 6 Jahre.
Ich war am Sonntag in diesem film drin. Mein sohn ist ebenfalls 4. Und erst jetzt bei Dir erfahre ich daß es als gewaltfrei angepriesen wurde (wo???)
Ich muss sagen, wir waren sehr enttäuscht.
Wir dagegen sehr glücklich darüber!!!
Zum ersten war der Film im Kino viel zu laut;
Ds liegt nicht an dem Film, sondern an dem Kinobetreiber. Bei uns war auf normale Lautstärke.
es waren Szenen
darin, die ich für absolut kleinkinduntauglich halte.
So fällt der Tiger zum beispiel eine Hängebrücke hinunter, man
glaubt kurze Zeit, er sei tod.
Tod gehört zum Leben wie die Geburt oder das Erwachsenwerden. Mein Sohn war nicht im geringsten beängstigt, (wg. der Sturz) nur gespannt was als nächstes kommt. Und wenn er Angst bekommen hätte, dann hätte ich das als Anlaß genommen, mit ihm darüber zu reden.
Dann gibt es einen schlimmen Sturm, der meine Kinder sehr
verängstigt hat.
Ja, meins hatte auch ein bißcen Angst. Aber ich habe seine Hand genommen, sein Kopf an meine Brust gepresst und leise erzählt daß dies bald vorbei ist und daß dies zur Natur gehört, wie Blitz und Donner. Diese Szene hat aber keine 15 Sekunden gedauert! Also David hat kurz Angst bekommen aber ganz schnell hat sich das wieder gelegt. Und zwar auf eine sehr schöne Art, die uns beide was gebracht hat.
Dazu dann die laute dramatische Musik.
Nur während des Sturms. sonst nix. Und das eben ganze 15 sekunden, in etwa.
Meine Kinder haben bei der Hängebrückenszene verzweifelt
geweint und wollten aus dem Kino gehen.
Und was haben sie dann gemacht nachdem der Bär total glücklich und froh sein Freund wieder getroffen hat???
Ich finde es schade, dass es anscheinend keine Filme mehr in
die Kinos kommen, die wirklich für kleine Kinder geeignet
sind.
Ich fände es auch Schade wenn das so schlimm wäre. Ist es aber für uns nicht. Kinder, auch in diesem Alter, können aus viele Ereignissen was lernen. Aus einem lauten Sturm im Meer oder aus den Gefahren die so lauern („Hängebrücke“), ebenfalls. Und für mich, solche Szenen sind willkommene Gelegenheiten ihm das zu erklären und ein bißchen zu kuscheln. Hinterher kann man dem Kind erzählen was ein Sturm überhaupt ist, warum und wie zustandekommt, was muß man unbedingt machen in so einem Fall, usw…
Als Kind hat das mein Vater mit mir gemacht und seitdem habe ich nie wieder Angst vor Stürmen gehabt. Wobei ich sagen muß daß mein Vater als er mir das erzählte, ins Balkon brachte und nur mit einem kleinen Regenschirm unter dem Regen und den fürchterlichen Donner und Blitze das alles erklärte. Mit dem genannten Ergebnis.
Oder sind meine Kinder nicht der normale Durchschnitt???
Vermutlich schon. Aber man soll solche Sachen zu etwas Gutem nutzen und was daraus lernen. Ausserdem, leider Gottes wirst Du es nicht schaffen Deine Kindern vor allen lauernden Gefahren zu schützen. Vielmehr sind wir Eltern gefragt sie zu Erwachsenen zu erziehen, die sich vor Gefahren SELBST schützen müssen und sie verhindern. Das alles, selbstverständlich, altersgerecht. Und drin sehe ich eine meiner Aufgaben als Mutter.
Kann ja auch sein!
Stimmt. Kann sein. Alles kann sein. Und nix muß. Wenn sie angst vor solchen Naturgewalten haben, dann bringe sie mit Deiner ganzen Liebe bei, die Gefahren zu erkennen und die Ursachen. So machst du aus verängstigten Kindern, mütige Erwachsene, die wissen Gefahren zu vermeiden.
Schöne Grüße
Helena