Ohm-Zahl bei Verstärker

Hallo, ich muss wissen, wieviel Ohm mein Gitarrenverstärker hat. Auf den 2 Boxen im Gehäuse steht jeweils „8 Ohm“ drauf. Diese sind zusammengeschaltet und besitzen somit einen Ausgang (Klinkestecker). Reichen diese Angaben? ich hab davon keine Ahnung… Thanx 4 die Hilfe. Marc

Hallo Marc,
wenn man 2x 8Ohm parallel schaltet dann hat man 4 Ohm.

mann könnte aber auch die beiden 8Ohm Lautsprechern in Reihe schalten, dann hätte das Gesamtsystem 16Ohm.
(Glaub ich aber weniger)

Hallo Gerd, danke für die Antwort. Bleiben noch zwei Fragen offen:

  1. Wie kann ich von der Verkabelung erkennen, ob die Boxen in Reihe bzw. parallel geschaltet sind?
  2. ich will zwischen die Boxen und den Verstärker ein Gerät schalten, dass die genaue Ohmzahl benötigt (dieses Gerät gibt es in 2,4,8,16 Ohm-Versionen). Frage also: welches Ohm-Signal erhalten die Boxen vom Verstärker (oder ist diese Frage falsch?)
    Danke Marc

Hallo Marc,

wenn man 2x 8Ohm parallel schaltet dann hat man 4 Ohm.

mann könnte aber auch die beiden 8Ohm Lautsprechern in Reihe
schalten, dann hätte das Gesamtsystem 16Ohm.
(Glaub ich aber weniger)

Hi Marc!

  1. Wie kann ich von der Verkabelung erkennen, ob die Boxen in
    Reihe bzw. parallel geschaltet sind?

Vom Verstärker kommen zwei Adern. Führen die beide zu demselben Lautsprecher-Chassis (und ein zweites Paar entweder vo dort oder vom Verstärker zum anderen Chassis)? Dann sind die Lautsprecher parallel geschaltet, also 4 Ohm.
Oder führen die beiden Adern zu verschiedenen Chassis und die übrigen Anschlüsse der Lautsprecher sind untereinander verbunden? Dann liegen sie in Reihe, also 16 Ohm.

  1. ich will zwischen die Boxen und den Verstärker ein Gerät
    schalten, dass die genaue Ohmzahl benötigt (dieses Gerät gibt
    es in 2,4,8,16 Ohm-Versionen). Frage also: welches Ohm-Signal
    erhalten die Boxen vom Verstärker (oder ist diese Frage
    falsch?)

Hier war immer die Rede vom Widerstand der Lautsprecher. Das ist auch sicher die Angabe, die von Bedeutung ist.
Was ist das denn für ein seltsames Gerät?

Gruß
Arndt

Hi Arndt!

  1. ich will zwischen die Boxen und den Verstärker ein Gerät
    schalten, dass die genaue Ohmzahl benötigt (dieses Gerät gibt
    es in 2,4,8,16 Ohm-Versionen). Frage also: welches Ohm-Signal
    erhalten die Boxen vom Verstärker (oder ist diese Frage
    falsch?)

Ja, ist technisch falsch. Die Endstufe „fordert“ die jeweilige Impedanz, die Lautsprecher (bzw. der Lastwiderstand) liefern sie.

Hier war immer die Rede vom Widerstand der Lautsprecher. Das
ist auch sicher die Angabe, die von Bedeutung ist.
Was ist das denn für ein seltsames Gerät?

Ich nehme an, daß er einen Power Attenuator zwischen Endstufe und Lautsprecher schalten will. Das ist ein Lastwiderstand, der einen Teil der Leistung in Wärme umsetzt, damit einem bei voll aufgedrehtem Verstärker nicht die Ohren abfallen. Das macht man bei Röhren-Gitarren-Verstärkern, um bei erträglichen Pegeln in den Genuß der Endstufen-Verzerrung zu kommen.

Viele Grüße,
Christian

Der Mann ist gut! genau das ist es. Falls es interessiert: hier das Produkt auf der Homepage des Anbieters (mache ich somit irgendwelche verbotene Reklame in diesem Forum???). Ich habe jedenfalls nichts mit denen zu tun. Außerdem sind die mit ca. 400 USDollar viel zu überteuert. Egal, hier die Angabe: http://www.thdelectronics.com/products/index.html Ist der sog. Hot Plate…
Gruß Marc

Hi Arndt!

  1. ich will zwischen die Boxen und den Verstärker ein Gerät
    schalten, dass die genaue Ohmzahl benötigt (dieses Gerät gibt
    es in 2,4,8,16 Ohm-Versionen). Frage also: welches Ohm-Signal
    erhalten die Boxen vom Verstärker (oder ist diese Frage
    falsch?)

Ja, ist technisch falsch. Die Endstufe „fordert“ die jeweilige
Impedanz, die Lautsprecher (bzw. der Lastwiderstand) liefern
sie.

Hier war immer die Rede vom Widerstand der Lautsprecher. Das
ist auch sicher die Angabe, die von Bedeutung ist.
Was ist das denn für ein seltsames Gerät?

Ich nehme an, daß er einen Power Attenuator zwischen Endstufe
und Lautsprecher schalten will. Das ist ein Lastwiderstand,
der einen Teil der Leistung in Wärme umsetzt, damit einem bei
voll aufgedrehtem Verstärker nicht die Ohren abfallen. Das
macht man bei Röhren-Gitarren-Verstärkern, um bei erträglichen
Pegeln in den Genuß der Endstufen-Verzerrung zu kommen.

Viele Grüße,
Christian

Hallo Marc
Wenn die Speaker parallel geschaltet sind,schalt sie in Reihe
und spar dir die 400 $.
Im übrigen ist der Verzerrungsgrad bei den meisten Gitarrenamps
nicht unmittelbar mit der Lautstärke verbunden.Verzerrt wird in der Vorstufe und ob du nun den Volume-Regler runterdrehst oder
die Lautsprecher hinter dem Verstärker bedämpfst ist im Endeffekt
wurscht.
Gruß
Lenz

Endstufenverzerrung
Hallo Hans!

Wenn die Speaker parallel geschaltet sind,schalt sie in Reihe
und spar dir die 400 $.

Das würde ich nicht machen! Wenn sie parallel geschaltet sind, ist der Ausgangsübertrager (ich gehe jetzt mal davon aus, daß es ein Röhrenverstärker ist) für 4Ohm ausgelegt. Wenn die Last jetzt 16Ohm beträgt, geht man das Risiko eines Defektes des AÜ ein! Röhrenverstärker sollte man nicht stark über-angepaßt betreiben, schon gar nicht, wenn man die Endstufe übersteuern will.

Im übrigen ist der Verzerrungsgrad bei den meisten
Gitarrenamps nicht unmittelbar mit der Lautstärke verbunden.
Verzerrt wird in der Vorstufe

Es gibt solche und solche Verstärker. Die ganzen modernen Hi-Gain-Maschinen verzerren tatsächlich in der Vorstufe, und einem so stark verzerrten Klang würde in der Tat die zusätzliche Endstufen-Zerre einiges an Definition und Direktheit nehmen. ABER: Die Endstufen-Verzerrung klingt anders! Für klassischen Blues bis Rock ist das immer noch DER Sound, der Vox AC30 ist z.B. berühmt dafür. Und diesen Sound bekommt man nunmal nur aus einer aufgedrehten Röhrenendstufe.

und ob du nun den Volume-Regler runterdrehst oder die
Lautsprecher hinter dem Verstärker bedämpfst ist im Endeffekt
wurscht.

Wie gesagt, es kommt darauf an, welchen Sound man möchte. Bei alten Marshalls ohne Master-Volume oder einem alten Vox geht es nunmal nicht anders, wenn man DEN Sound möchte. Gitarristen sind da konservativ… :wink:

Viele Grüße,
Christian

Der Mann hat recht. Scheint ein Musiker zu sein. Das Ding ist ein Vox AC 120, eine Rarität aus den 70ern. Der Amp stand, nur so nebenbei zum angeben :wink: bei den Doors im Studio. No Shit. Auf alle Fälle ist der Amp noch träger als der AC 30, bedeutet: der zerrt noch nicht mal mit allem voll auf… Zusätzlich will der einen Booster zwischen Gitarre und Amp, um das Gitarrensignal soweit hochzufahren, damit der Amp überhaupt irgendetwas spürt und endlich seine 11 Röhren ‚hochfährt‘. Wenn also Amp ganz oben und Gitarrensignal verstärkt wird, haut es (ich denke selbst mit Speakern in Reihe) alles weg - auch das Trommelfell… Wie auch immer, wer noch kluge Tipps zu dem Ding hat (dem Amp) kann mich gerne kontaktieren. Bin gerade dabei den eingebauten Verzerrer zu richten…
Marc

Hallo Hans!

Wenn die Speaker parallel geschaltet sind,schalt sie in Reihe
und spar dir die 400 $.

Das würde ich nicht machen! Wenn sie parallel geschaltet sind,
ist der Ausgangsübertrager (ich gehe jetzt mal davon aus, daß
es ein Röhrenverstärker ist) für 4Ohm ausgelegt. Wenn die Last
jetzt 16Ohm beträgt, geht man das Risiko eines Defektes des AÜ
ein! Röhrenverstärker sollte man nicht stark über-angepaßt
betreiben, schon gar nicht, wenn man die Endstufe übersteuern
will.

Im übrigen ist der Verzerrungsgrad bei den meisten
Gitarrenamps nicht unmittelbar mit der Lautstärke verbunden.
Verzerrt wird in der Vorstufe

Es gibt solche und solche Verstärker. Die ganzen modernen
Hi-Gain-Maschinen verzerren tatsächlich in der Vorstufe, und
einem so stark verzerrten Klang würde in der Tat die
zusätzliche Endstufen-Zerre einiges an Definition und
Direktheit nehmen. ABER: Die Endstufen-Verzerrung klingt
anders! Für klassischen Blues bis Rock ist das immer noch DER
Sound, der Vox AC30 ist z.B. berühmt dafür. Und diesen Sound
bekommt man nunmal nur aus einer aufgedrehten Röhrenendstufe.

und ob du nun den Volume-Regler runterdrehst oder die
Lautsprecher hinter dem Verstärker bedämpfst ist im Endeffekt
wurscht.

Wie gesagt, es kommt darauf an, welchen Sound man möchte. Bei
alten Marshalls ohne Master-Volume oder einem alten Vox geht
es nunmal nicht anders, wenn man DEN Sound möchte. Gitarristen
sind da konservativ… :wink:

Viele Grüße,
Christian