Ohne Eigenkapital zum Eigenheim?

Hallo, liebe Wissenden,

nach vielen widersprüchlichen Meinungen hier mal meine aktuelle Lebensfrage an die Experten: Lohnt es sich, auch ohne Eigenkapital über einen Hauskauf nachzudenken? Und wenn ja - was wäre zu stemmen? Ich plane einen Umzug, näher an die Arbeitsstelle, doch die Mieten dort, sind ziemlich üppig (also, was so meiner Vorstellung entspricht) und bei 600 € monatlich (kalt) stellt sich ja schon die Frage, ob es sich da nicht „rechnet“…

Eckdaten:
Minuspunkte: allein erziehend, ein Kind (Bürgschaft über Familie wäre möglich)
Pluspunkte: unbefristet im öffentl. Dienst beschäftigt
Einkommen: 1600 € netto monatlich, plus 400 € Unterhalt/ Kindergeld
Immo- Angebote hier in der Gegend für entsprechende Größe ca. 60.000 bis 100.000 €.

Wäre schön, wenn ich ein paar nachdenkenswerte Hinweise bekomme.
Nicht nützlich ist der Hinweis auf Ansparen von Eigenkapital, da der Umzug bald sein sollte und ich bei den Mieten dort vor Ort nichts mehr angespart bekomme (sorry, aber bin leider nicht so sparsam…:wink: )

Herzliche Grüße und jetzt schon Dank für alle Antworten…
anna

nach vielen widersprüchlichen Meinungen hier mal meine
aktuelle Lebensfrage an die Experten: Lohnt es sich, auch ohne
Eigenkapital über einen Hauskauf nachzudenken?

Was heißt lohnen ? Es gibt durchaus ernstzunehmende Gründe dagegen. Andererseits möchte ich nicht zur Miete wohnen. Jedem Tierchen sein Pläsierchen.

(also, was so meiner Vorstellung entspricht) und bei 600 €
monatlich (kalt) stellt sich ja schon die Frage, ob es sich da
nicht „rechnet“…

Ob sich das rechnet, weißt Du in 30 Jahren.

Wäre schön, wenn ich ein paar nachdenkenswerte Hinweise bekomme.

Mit Deinen Eckdaten wäre eine Kaufpreisfinanzierung denkbar. Ob Du das machen solltest, kannst nur du entscheiden.

Hallo,
ganz ohne Eigenkapital wird es schlecht. Bei einem Hauskauf kommen neben dem Kaufpreis auf jeden Fall noch die Grunderwerbssteuer und Notarkosten dazu - ca. 5% vom Kaufpreis. Diese werden normalerweise auf keinen Fall finanziert und stellen die Mindestgröße des Eigenkapitals dar.
Weiterhin ist zu beachten, dass bei einem eigenen Haus meist die Nebenkosten höher sind als in einer Mietwohnung - Grundsteuer, Gebäudeversicherung, Schornsteinfeger, Reparaturen, die immer wieder unvorhergesehen auftauchen usw.

Beatrix

Kaufpreis. Diese werden normalerweise auf keinen Fall finanziert

Das ist eine kühne Behauptung. Wenn die Bonität stimmt, kann man alles finanzieren.

Kaufpreis. Diese werden normalerweise auf keinen Fall finanziert

Das ist eine kühne Behauptung. Wenn die Bonität stimmt, kann
man alles finanzieren.

Normalerweise finanzieren die meisten Banken Eigenheime nur, wenn ein gewisses Eigenkapital vorhanden ist. Ich glaube so um die 20% sollten vorhanden sein. In der derzeitigen Bankenkrise werden die Sicherheiten wahrscheinlich noch höher sein müssen.

Gruß
Tina

Hallo annabell,

Hallo, liebe Wissenden,

nach vielen widersprüchlichen Meinungen hier mal meine
aktuelle Lebensfrage an die Experten: Lohnt es sich, auch ohne
Eigenkapital über einen Hauskauf nachzudenken?

Wird schwierig. Da vielen Banken sehen wollen, dass man in der Lage ist einen gewissen Betrag monatlich für die Raten aufzubringen. Da ihr bis jetzt nichts sparen konntet, liegt die Vermutung nahe, dass ihr diesen Betrag nicht aufbringen könnt. Denn die Rate wird sicherlich über 600 Euro im Monat betragen. (Es sei denn ihr kauft euch ne Uralthütte).

Und wenn ja -
was wäre zu stemmen? Ich plane einen Umzug, näher an die
Arbeitsstelle, doch die Mieten dort, sind ziemlich üppig
(also, was so meiner Vorstellung entspricht) und bei 600 €
monatlich (kalt) stellt sich ja schon die Frage, ob es sich da
nicht „rechnet“…

Wie gesagt, falls ihr keine Uralthütte kauft, liegen die Raten mit Sicherheit höher als 600 € im Monat. Könnt ihr das stemmen?

Eckdaten:
Minuspunkte: allein erziehend, ein Kind (Bürgschaft über
Familie wäre möglich)

Würde ich niemals nie im Leben machen. Daran sind schon so viele Familien kaputt gegangen.

Pluspunkte: unbefristet im öffentl. Dienst beschäftigt

Was heißt das heutzutage schon. Falls du nur Angestellter bist, so gut wie nichts. Die Privatisierung winkt schneller als man manchmal ahnt. (War bei mir auch so - innerhalb von 5 Jahren war plötzlich eine ganze Abteilung privatisiert).

Einkommen: 1600 € netto monatlich, plus 400 € Unterhalt/
Kindergeld

Ist ehrlich gesagt nicht sonderlich viel.

Immo- Angebote hier in der Gegend für entsprechende Größe ca.
60.000 bis 100.000 €.

Ich glaube kaum, dass du für den Preis ein vernünftiges Haus bekommst. Vernünftig heißt für mich auf keinen Fall älter als 10 Jahre. Besser noch jünger. Warum, weil ältere Häuser dich in Zukfunft eine Menge Geld für Energiebeschaffung kosten. Ältere Häuser sind meist nicht so gut gedämmt, verfügen über eine rohstoffverbratende Heizungstechnik und und und.

Wäre schön, wenn ich ein paar nachdenkenswerte Hinweise
bekomme.

Ist hiermit erledigt.

Nicht nützlich ist der Hinweis auf Ansparen von Eigenkapital,
da der Umzug bald sein sollte und ich bei den Mieten dort vor
Ort nichts mehr angespart bekomme (sorry, aber bin leider
nicht so sparsam…:wink: )

Tja, daran wird es letztendlich scheitern. Denn als Hausbesitzer MUSST du sparen. Man sollte auf jeden Fall in der Lage sein jeden Monat ein Polster anzusparen, das für eventuelle größere Reperaturen benötigt.

Herzliche Grüße und jetzt schon Dank für alle Antworten…
anna

Gruß

Samira

persönliche K.O.-Kriterien
Hallo Anna,

bei 600 €
monatlich (kalt) stellt sich ja schon die Frage, ob es sich da
nicht „rechnet“…

Diese Überlegung ist eigentlich recht klug. Eine Überschlagsrechnung ergibt, dass Du mit diesen 600€ einen Kredit zwischen 70000 und 90000€ (je nach Tilgung) stemmen könntest. Könntest; denn jetzt kommt das „aber“.

Wenn Du einen 100% oder gar 105%-Finanzierung brauchst, kommst Du um eine überdurchschnittliche Tilgung nicht herum. Ich schätze mal so, unter 2,5% Tilgung geht nichts. Damit sinkt die zu finanzierende Summe aber gewaltig, bei 4% Tilgung (was zu empfehlen ist) wäre der mögliche Kaufpreis (nach Kostenabzug) ca. 70.000€. (Zins jeweils um die 5% angenommen). Dazu solltest Du aber parallel Rücklagen für Reparaturen ansparen.

(sorry, aber bin leider
nicht so sparsam…:wink: )

Die Abzahlung eines Immobilienkredits IST eine Art Sparvertrag. Und die Bank wird natürlich fragen, wohin Dein Geld bisher geflossen ist. Wenn Du bisher „nur“ konsumiert hast, stellt sich schon die Frage, warum Du die nächsten 15 Jahre auf einmal die 600€ + Rücklage sparen kannst.

Kannst Du Dir die Frage beantworten?

Andreas

Moin,
die Bank, die in der heutigen Zeit noch eine 110% Finanzierung macht, möchte ich sehen.

vnA

Normalerweise finanzieren die meisten Banken Eigenheime nur,
wenn ein gewisses Eigenkapital vorhanden ist. Ich glaube so um

Das ist schlicht und ergreifend falsch. Du kennst offenbar nur die falschen Banken.

Hallo,

Wenn Du einen 100% oder gar 105%-Finanzierung brauchst, kommst
Du um eine überdurchschnittliche Tilgung nicht herum. Ich
schätze mal so, unter 2,5% Tilgung geht nichts. Damit sinkt
die zu finanzierende Summe aber gewaltig, bei 4% Tilgung (was
zu empfehlen ist) wäre der mögliche Kaufpreis (nach
Kostenabzug) ca. 70.000€. (Zins jeweils um die 5% angenommen).

der Zins ist aber sehr optimistisch angenommen. Bei 110% wird man derzeit kaum unter 6% kommen (bei mindestens 10 Jahren Laufzeit)!

Gruß, Niels

Hallo,

die Bank, die in der heutigen Zeit noch eine 110% Finanzierung
macht, möchte ich sehen.

nach http://www.interhyp.de scheint es das noch zu geben. Die Anforderungen werden aber vermutlich ziemlich hoch liegen.

Gruß, Niels

Das ist schlicht und ergreifend falsch. Du kennst offenbar nur
die falschen Banken.

Ja, wahrscheinlich die, die keine faulen Kredite aus Amerika gekauft haben!

hi
also ich habe im letzten jahr meine immobilie mit 115% finanziert
bei der Bank mit dem großen S
entsprach kaufpreis +makler + steuer +notar + renovierung
es gab einen zinsaufschlag von 0,2 %
übrigens erst diese woche habe ich für eine pelletsheizung nachfinanziert.
mfg klaus

Hallo, liebe Wissenden,

nach vielen widersprüchlichen Meinungen hier mal meine
aktuelle Lebensfrage an die Experten: Lohnt es sich, auch ohne
Eigenkapital über einen Hauskauf nachzudenken?

Hallo Annabell,
Nein.

Eckdaten:
Minuspunkte: allein erziehend, ein Kind (Bürgschaft über
Familie wäre möglich)
Pluspunkte: unbefristet im öffentl. Dienst beschäftigt
Einkommen: 1600 € netto monatlich, plus 400 € Unterhalt/
Kindergeld
Immo- Angebote hier in der Gegend für entsprechende Größe ca.
60.000 bis 100.000 €.

Mach Deine Familie nicht unglücklich und lass von dem Kindergeld
auch noch was fürs Kind. Bleib auf dem Teppich, es ist nicht Jedem
vergönnt. Sonnst kommt noch Herr Zwegatt, auch zu Deiner Familie.

Wäre schön, wenn ich ein paar nachdenkenswerte Hinweise
bekomme.
Nicht nützlich ist der Hinweis auf Ansparen von Eigenkapital,
da der Umzug bald sein sollte und ich bei den Mieten dort vor
Ort nichts mehr angespart bekomme (sorry, aber bin leider
nicht so sparsam…:wink: )

Aber ganz schön witzig. Nachdenklich jedenfalls nicht.

Herzliche Grüße und jetzt schon Dank für alle Antworten…

Bitte.

Viele Grüße

Brain

Das ist schlicht und ergreifend falsch. Du kennst offenbar nur
die falschen Banken.

Ja, wahrscheinlich die, die keine faulen Kredite aus Amerika
gekauft haben!

Tsts,…

… wo lebst Du? Ich versicher Dir auch hier gibt es seriöse Banken die weit jenseits der Kaufpreise finanzieren. Die Namen der Banken sind jedem in der Branche bekannt. Und dabei haben die alles andere als einen schlechten Ruf… eher sogar das Gegenteil.

Wie Nordlicht sagte, wenn das Einkommen stimmt ist alles zu finanzieren. Ob es sinnig ist so zu finanzieren steht allerdings auf einem anderen Blatt!

In dem Fall würde m.E. eine Etw für bis 70.000 gehen. Allerdings nur wenn die Nebenkosten (Rücklagen ect.) nicht teuer sind. Ist aber so oder so eine enge Kiste!

Hi,
ich hab die anderen Antworten jetzt nicht gelesen, aber ich würde dir davon abraten. Du musst mit ca. 1000,- EUR Belastung mtl. rechnen (mind.), dann bleiben dir noch 1.000,- zum Leben, und was ist, wenn mal die Heizung oder das Dach kaputt geht oder sonstwelche teuren Reparaturen auf dich zukommen? Du bist für alles allein zuständig! Ich (ebenfalls alleinerziehend und im öD) hatte auch ein Haus und bin froh, dass ich es wieder los bin. Meine jetzige Wohnung ist zwar kaum billiger als was ich bei dem Haus bezahlt habe, dafür muss ich mich aber um nichts mehr kümmern, was Haus/Garten/Reparaturen betrifft.
Nimm lieber die Wohnung für 600,- EUR kalt, und du wirst weniger Sorgen haben!

LG
Nelly

Moin Tina,

Ich glaube so um
die 20% sollten vorhanden sein. In der derzeitigen Bankenkrise
werden die Sicherheiten wahrscheinlich noch höher sein müssen.

wie es momentan aussieht kann ich nicht sagen, aber vor etwa einem Jahr war es problemlos möglich, ohne einen Cent Eigenkapital bei seriösen Banken (ok, da kann man sich jetzt generell über seriös in Zusammenhang mit Banken streiten :wink: einen Immobilienkredit zu kriegen - wenn die Bonität stimmt! Seriöse Banken nenne ich mal die, die von einem Ackermann geführt werden, oder von einer Allianz gekauft wurden, oder sich Sparkassen nennen.

Das es Zinsaufschläge gibt und ev. andere Unbill ist jetzt eine andere Sache, aber kriegen tut man das Geld, auch eine 110 %-Finanzierung.

Gandalf