für viele Menschen gibt es Schlüsselerlebnisse bzw. Verletzungen, die sehr prägend sind und die durch bestimmte Verhaltensmuster wieder neu gefüttert werden können.
Wie ist es zu bewerten oder erklären wenn einem mittlerweile ExPartner mehrfach die Auswirkung eines solchen, durch ihn verursachten, Erlebnisses geschildert wurde und dieser dennoch mit schöner Regelmäßigkeit Details desselben preisgibt?
Ich bin bisher davon ausgegangen dass jeder Mensch ein gewisses Grundmaß an Empathie hat, bin mittlerweile aber im Zweifel darüber.
Schreiber(in) unterstellt Ex fehlendes Einfühlungsvermögen.
Ja? Und was war dann die Frage?
…lux
Ob es Menschen gibt denen sämtliches Einfühlvermögen fehlt und die keinerlei Empatie haben.
Wenn so ein ExEx Verhältnis besteht und unter der Asche der Beziehung noch soviel Glut ist, dass es gewaltig raucht, kommen immer wieder Dinge auf den Tisch die erneut und erneut und erneut verletzen.
Das hat aber IMHO mit fehlendem Einfühlungsvermögen nichts zu tun, sondern es werden gerade verheilte Wunden immer wieder aufgerissen. Der eine will wissen, wie das Messer funktioniert hat, der andere will erklären wie das Messer funktioniert hat und fasst den anderen dabei an die Narbe, die das besagte Messer geschnitten hat.
Das gibt einen Teufelskreislauf an Verletzungen und Wiederverletzungen, ohne dass einer dem anderen wirklich was böses will.
Wie ist es zu bewerten oder erklären wenn einem mittlerweile
ExPartner mehrfach die Auswirkung eines solchen, durch ihn
verursachten, Erlebnisses geschildert wurde und dieser dennoch
mit schöner Regelmäßigkeit Details desselben preisgibt?
Ich bin bisher davon ausgegangen dass jeder Mensch ein
gewisses Grundmaß an Empathie hat, bin mittlerweile aber im
Zweifel darüber.
so kann durchaus jemand verhalten, der Empathie hat.
Empathie bedeutet Einfühlungsvermögen - nicht, dieses zu Dingen zu nutzen, die dem anderen helfen.
Ein recht gutes Beispiel für Menschen, die sich so verhalten, sind u.a. Trickbetrüger und auch Mobber: Sie wissen oft recht genau, wie jemand fühlt, und nutzen dies für ihren Zweck aus.
Vergleichbares scheint auch bei dem von dir genannten Ex-Partner der Fall zu sein: Er weiß einfach genau, wie er am besten verletzend wirken kann.
Es gibt hier folgendes hierzu meiner Meinung gut passende Zitat von Paul Ekman:
„Kognitive Empathie lässt uns erkennen, was ein anderer fühlt. Emotionale Empathie lässt uns fühlen, was der andere fühlt, und das Mitleiden bringt uns dazu, dass wir dem anderen helfen wollen …“
Vergleichbares scheint auch bei dem von dir genannten
Ex-Partner der Fall zu sein: Er weiß einfach genau, wie er am
besten verletzend wirken kann.
Beim ersten Lesen wollte ich das erst abstreiten, aber ich
glaube, du hast Recht.
Grundsätzlich gut, wenn man die eigenen Überlegungen um neue Aspekte erweitert und als zusätzliche Möglichkeiten in Betracht zieht. Vielleicht sollte man den Gedankengang dann auch noch weiterführen, weil zwei Parteien beteiligt sind:
Verletzen und provozieren um bestimmte Reaktionen auszulösen.
Provozieren, ja. Verletzen? Jein.
Vielleicht sieht die betreffende Person nur keine andere Möglichkeit, überhaupt Reaktionen des Gegenüber hervorzurufen. Reaktionen oder Kontakt, die sie dringend sucht, erwartet, für sich braucht. Betreffende Person hat grundsätzlich positive Absichten und Erwartungen, muss aber vorübergehend und zwangsläufig negative Folgen für Gegenüber dafür in Kauf nehmen.
Diese Beurteilung kann man ohne nähere Kenntnis des Sachverhaltes aus Sicht der betreffenden Personen auch nur vermuten.
Ein recht gutes Beispiel für Menschen, die sich so verhalten,
sind u.a. Trickbetrüger und auch Mobber: Sie wissen oft recht
genau, wie jemand fühlt, und nutzen dies für ihren Zweck aus.
Hallo Nina, das sind die, die es aus Bosheit und Absicht, sich einen Vorteil zu erschaffen, tun.
Es gibt aber auch noch die Variante, wo sich ein Mensch eben nicht zu 100% darüber im Klaren ist, was das Gegenüber fühlt, wie es ihm damit ergeht.
für viele Menschen gibt es Schlüsselerlebnisse bzw.
Verletzungen, die sehr prägend sind und die durch bestimmte
Verhaltensmuster wieder neu gefüttert werden können.
Ja, das nennt man „Knöpfchen drücken“. Wichtig: Es sind deine Knöpfchen!
Wie ist es zu bewerten oder erklären wenn einem mittlerweile
ExPartner mehrfach die Auswirkung eines solchen, durch ihn
verursachten, Erlebnisses geschildert wurde und dieser dennoch
mit schöner Regelmäßigkeit Details desselben preisgibt?
Ich frage mich: Muss es überhaupt bewertet werden?
Sicherlich willst du Beistand, weil du dich durch sein Verhalten verletzt fühlst.
Aber die Entscheidung, ob du dich verletzt fühlst, triffst du, nicht er!
Nimm es doch mal als Gelegenheit, warum du da so verletzbar bist und probier doch mal aus, sein Verhalten an dir abprallen zu lassen!
Ich bin bisher davon ausgegangen dass jeder Mensch ein
gewisses Grundmaß an Empathie hat, bin mittlerweile aber im
Zweifel darüber.
Möglicherweise hat er ein Grundmaß an Empathie, nur kann er eben in diesem Punkt nicht nachvollziehen warum du da so empfindlich bist. Es ist dein Knöpfchen! Manchmal reizt es andere, dieses Knöpfchen zu drücken, gerade weil man merkt, dass es so wirkungsvoll ist.
Was sagen die Experten?
Ja, das wüsste ich auch gern. Ich bin nur Laie, aber kenne das aus eigener Erfahrung. Man kann lernen, nicht auf jede Provokation anzuspringen. Dann vergeht dem anderen ganz schnell die Lust, einen zu reizen.
ich stimme dir zu - und diese Einschränkung habe ich in meinem Posting ja auch zugelassen, da ich schrieb:
so kann sich durchaus jemand verhalten, der Empathie hat.
(es fehlte das „sich“ - sorry!)
Die Betonung liegt auf „durchaus“.
Sprich: Sein Verhalten bedeutet nicht, dass zwingend keine Empathie vorhanden ist. Selbstverständlich kann derjenige mitunter auch keinerlei Empathie besitzen; dies ist hier eingeschlossen.
ich stimme dir zu - und diese Einschränkung habe ich in meinem
Posting ja auch zugelassen, da ich schrieb:
so kann sich durchaus jemand verhalten, der Empathie hat.
(es fehlte das „sich“ - sorry!)
Die Betonung liegt auf „durchaus“.
Der Kern des Ganzen liegt darin, dass „Empathie“ gemeinhin positiv verstanden wird.
Also man sich das Verhalten eines Kaffeefahrtenconferenciers, der sich in die Herzen alter Omis schleimt, nicht unter Empathie vorstellt.
Aber darum, denk ich, gehts auch nicht in UPs Frage.
Sprich: Sein Verhalten bedeutet nicht, dass zwingend keine
Empathie vorhanden ist. Selbstverständlich kann derjenige
mitunter auch keinerlei Empathie besitzen; dies ist hier
eingeschlossen.
Der Schlüssel liegt darin, ob eine Verletzungsabsicht darin wohnt oder nicht, bzw. ist der Zweck des Ganzen zu hinterfragen.
Grundsätzlich gut, wenn man die eigenen Überlegungen um neue
Aspekte erweitert und als zusätzliche Möglichkeiten in
Betracht zieht.
Deshalb ja meine Anfrage hier. Das Ganze von A-Z zu schildern würde mich derzeit schlicht überfordern, daher habe ich versucht, die Quintessenz zu formulieren. Ist wohl nicht so ganz gelungen, aber dafür konnte Polweiler seinen Sternchenkonto aufpolieren
Vielleicht sieht die betreffende Person nur keine andere
Möglichkeit, überhaupt Reaktionen des Gegenüber hervorzurufen.
Reaktionen oder Kontakt, die sie dringend sucht, erwartet, für
sich braucht.
Für sich vielleicht, aber dabei kann ich nicht mehr behilflich sein.
Außerdem ist es zweifelhaft ob man mit genau solchen Dingen überhaupt eine gewünschte positive Reaktion hervorrufen kann.
Das Ganze hat eher was vom Teufel auf der Flucht vor dem Weihwasser.
Betreffende Person hat grundsätzlich positive Absichten und Erwartungen, muss aber vorübergehend
und zwangsläufig negative Folgen für Gegenüber dafür in Kauf nehmen.
Eher für sich selbst.
Diese Beurteilung kann man ohne nähere Kenntnis des Sachverhaltes aus Sicht der betreffenden Personen
auch nur vermuten.
Ich denke, so falsch sind deine Vermutungen nicht.