hallo allerseits,
folgenes szenario:
junge frau arbeitet seit 2 jahren in einer arztpraxis als arzthelferin, zunächst als schwangerschaftsvertretung, dann wird die ehemals schwangere nicht mehr länger nach der rückkehr beschäftigt (sie bekommt 3 monate gehalt und dann ist sie gekündigt).
die junge frau wird dann später selbst schwanger, zeigt sich ambitioniert, bleibt nur ein jahr in mutterschaft zu hause, besucht weiter die angebotenen fortbildungen ihrer praxis und stellt jetzt, da sie wieder anfangen möchte zu arbeiten fest, dass die schwangerschaftsvertretung dort weiter arbeiten soll. sie befürchtet, dass auch sie jetzt mit dem kleinen kind nicht mehr erwünscht ist und hat angst, dass ihr gekündigt wird.
was für rechte hat diese junge mutter? was kann sie tun?
lg
YVE
hallo,
junge frau arbeitet seit 2 jahren in einer arztpraxis als
arzthelferin,
Mit wie vielen Mitarbeiter|nnen? (+ jeweilige Arbeitsstundenzahl pro Woche, aber ohne Azubis)
was für rechte hat diese junge mutter?
Das kommt drauf an. (Frage dazu siehe oberhalb)
MfG
folgenes szenario:
(…)
was kann sie tun?
Ich denke, die junge Dame hat ja schon vorher gewusst, was für ein linker Vogel dieser Praxisinhaber ist. Er hat die gleiche Einstellung, die leider viele Inhaber kleinerer Firmen und Praxen haben, nämlich jeglich Abwesenheit der Mitarbeiter, sei es wegen Krankheit oder Schwangerschaft, als persönliche Beleidigung aufzufassen. Er hat einfach keine Lust, junge Mütter zu beschäftigen, weil er vor x-Jahren mal die Erfahrung gemacht hat, dass kleine Kinder oft krank sind und die Mutter dann wegen Krankheit des Kindes fehlt. In späteren Jahren kommen dann spontane Unfälle in Kindergarten oder Schule hinzu. Am liebsten würde er nur noch Praxishilfen einstellen, die entweder männlich sind oder sonstwie keine Kinder bekommen können. Ältere einzustellen, die schon erwachsene Kinder haben und wieder ungebunden sind, will er aber auch nicht, denn die haben gewisse Gehaltsansprüche und lassen sich nicht behandeln wie 25jährige.
Die kluge junge Frau sucht sich also jemanden als Arbeitgeber aus, der eine realistischere und gelassenere Einstellung zum Leben hat und wird damit sicher glücklicher, als einem sturen Arbeitgeber juristisch zu beweisen, dass er im Unrecht wäre. Das sowas prinzipiell geht, ist keine Frage. Aber danach würde ein Job sicherlich keinen Spaß mehr machen.
Gruß
Jens