Ohne Krankenversicherung

Hallo,
es gibt ja immer noch eine ganze Menge Leute, die aus den verschiedensten Gründen keine Krankenversicherung haben, z.B. geringverdienende Selbständige, die die Prämien einfach nicht aufbringen können.
Durch die Gesundheitsreform ist eine Krankenversicherung nun aber spätestens ab 1.1.2009 verpflichtend. Eine Haftpflichtversicherung ist fürs Autofahren ja auch verpflichtend, aber wer kein Geld hat dafür, kann sich eben kein Auto leisten. Dem kann man also entgehen. Anders bei der Verpflichtung, eine KV abzuschließen. Ein seltsames Gesetz, dass Menschen in Armut automatisch zum „Gesetzesbrecher“ macht! Ist das nicht sogar verfassungsrechtlich bedenklich?
Gut, man muss dann eben ALG II beantragen, so mühsam das für Selbständige auch ist, weil denen automatisch unterstellt wird, sie verdienten viel Geld und würden das nur verschleiern.
Krankenversicherungen sind dafür ja nun auf der Gegenseite auch verpflichtet zur Aufnahme, welche aber genau wozu?
Wenn z.B. ein nicht versicherter Selbständiger durch zeitweiligen ALG II- Bezug vor einem Jahr mal für 6 Monate in einer GKV (AOK) war, muss die ihn dann zum 1.1.09 aufnehmen? Und muss dann der Beitrag rückwirkend zum 1.4.2007 nachgezahlt werden?
Oder bleibt in solchem Fall nur eine PKV?
Wie ist es überhaupt, wenn man mit einer Krankenversicherung einen Vertrag abschließt, von dem man im Vorhinein weiß, dass man ihn nicht erfüllen (bezahlen) kann? Wenn ich ein Auto im Wissen um meine Zahlungsunfähigkeit kaufe, wäre das ja eigentlich ein Betrugsversuch.
Eine verfahrene Situation, wie ich finde.
Hat jemand einen Rat oder Informationen?
Leseratte.BS

Hallo,

wenn vor dem 01.04.2007 die letzte Kasse eine GKV-Kasse war, dann gilt
grundsätzlich die Pflicht zur Versicherung frühestens ab dem 01.04.2007
in der letzten GKV-Kasse.

War dagegen die letzte Krankenversicherung eine PKV-Kasse, dann gilt die
Pflicht zur Versicherung erst ab dem 01.01.2009.

Allgemein angemerkt, also bitte nicht persönlich nehmen.
Wer die monatlichen Beiträge ,als Selbständige, für eine Krankenversicherung nicht oder nicht mehr aufbringen kann muss sich den
Vorwurf gefallen lassen falsche Prioritäten bereits zu Beginn der Selbständigkeit oder beim Rückgang der Einnahmen gesetzt zu haben.
Sich darauf zu verlassen auf eine Krankenversicherung verzichten zu können, weil man ja ohnehin nicht krank wird, ist grob fahrlässig -
nicht nur sich selbst gegenüber sondern auch gegenüber der Gesellschaft. Wenn nämlich dann doch der Krankheitsfall eintritt -
wer bezahlt den die Kosten - der Kranke doch wohl nicht, wenn er schon nicht die Mittel hat um den Beitrag zu zahlen.
Je nach Schwere der Erkrankung kommen da ganz schnell 5stellige Summen zusammen.
Sorry, aber alle paar Monate muss ein solcher Text sein - wie gesagt, bitte nicht persönlich nehmen - ist bei dir bestimmt ganz
anders, aber die Fragestellung passte einfach.
Gruß

Czauderna

Einspruch!
Hallo:

Sich darauf zu verlassen auf eine Krankenversicherung
verzichten zu können, weil man ja ohnehin nicht krank wird,
ist grob fahrlässig -

Grob fahrlässig? Also bedeutet Leben für Sie = Krankheit? Wenn dies tatsächlich Ihre wohldurchdachte Anschauung ist, dann stimmt irgendetwas mit Ihrer Lebensführung nicht. Sie leben falsch! Sie essen vergiftete oder denaturierte Nahrung, oder Sie begeben sich in Gefahr, oder Sie haben zuviel Stress, oder Sie denken falsch, oder Sie befinden sich in schlechter Gesellschaft.

nicht nur sich selbst gegenüber sondern auch gegenüber der
Gesellschaft. Wenn nämlich dann doch der Krankheitsfall
eintritt -
wer bezahlt den die Kosten - der Kranke doch wohl nicht, wenn
er schon nicht die Mittel hat um den Beitrag zu zahlen.
Je nach Schwere der Erkrankung kommen da ganz schnell
5stellige Summen zusammen.

Diese Summen kommen nicht durch eine Krankheit zusammen, sondern dadurch, dass andere möglichst VIEL an dieser Erkrankung verdienen möchten.

Der Umsatz der Pahrmaindustrie in Deutschland an einem einzigen Tag entspricht dem Umsatz der deutschen Bundesbahn in einem Jahr (Quelle: Wiesendanger)

Sorry, aber alle paar Monate muss ein solcher Text sein - wie
gesagt, bitte nicht persönlich nehmen - ist bei dir bestimmt
ganz
anders, aber die Fragestellung passte einfach.
Gruß

Czauderna

Wenn jemand nicht die Mittel dazu hat seinen freiwilligen Pflichtbeitrag zur Krankenkasse zu bezahlen, muss er zwangsweise einen Offenbahrungseid leisten. Dann erhält er Unterstützung, bekommt sogar eine Arbeit für 1 Euro, darf sich nicht mehr von seinem Wohnort entfernen, ist sofort der Sklave und der Knecht des Staates.

Kann das tatsächlich im Interesse eines wohlmeinenden, sozial denkenden Wesens sein? Die Menschen zu entmündigen?

Wo gibt es im Netz Initiativen gegen die Pflichtversicherung bzw. Zwangsversicherung?

Ein besseres Neues ohne DDR Zukunft wünscht
Bastett

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Hallo,

es tut mir leid wenn Ihre Lebenssituation nicht diejenige ist welche Sie sich für sich vorgestellt haben.
Leider haben Sie nicht geschrieben wie Sie es denn gerne hätten -
keine Krankenversicherung ???
Alles zahlt der Staat ???
Wie wird das finanziert ???
Gegen ein System zu reden ist einfach - es besser zu machen oder zumindest machbare Alternativen aufzuzeigen die andere.
Es geht hier speziell um die Krankenversicherung und die Selbständigkeit.
Wer hier aus finanziellen Gründen auf seine eigene Absicherung verzichtet um die Selbständigkeit zu ermöglichen oder aufrecht zu erhalten der macht einen Fehler - dabei bleibe ich.
Ich kann das beurteilen, bin ich seit mehr als 40 Jahren bei einer
Krankenkasse beschäftigt und könnte unendlich viele Fälle dieser
Fehlplanungen aufführen.
Gruß und auch Ihnen einen guten Rutsch 2009
Czauderna

es tut mir leid wenn Ihre Lebenssituation nicht diejenige ist
welche Sie sich für sich vorgestellt haben.

Ich bin mit meiner persönlichen Lebenssituation sehr zufrieden.

Leider haben Sie nicht geschrieben wie Sie es denn gerne
hätten

Sich ein reibungslos funktionierendes Gesellschaftssystem vorzustellen ist nicht möglich. Schon Einstein sagte; „Das Universum und die Dummheit sind unendlich, beim Universum bin ich mir nicht mehr so sicher!“ Wobei ich Gier noch hinzu gefügt hätte.

keine Krankenversicherung ???

Hätte zumindest den einen Vorteil, dass die Menschen dazu angeregt würden eigenverantwortlicher mit der eigenen Gesundheit umzugehen.

Alles zahlt der Staat ???

Würde der Staat, das Geld, dass er dem Bürger zwangsweise aus der Tasche gezogen hat, im Bedarffall zurückgeben, wäre das eine andere Sache, so ist das meiner Meinung nach Diebstahl.

Wie wird das finanziert ???

Durch einen wirklich verantwortungsvollen Umgang mit den vielen Milliarden gäbe es keine finaziellen Engpässe und die Not die jetzt existiert und weiter auf die Bürger zukommt nicht! Ich sehe keine großen Unterschied zwischen früheren Leibeigenen und der Herrschaft bis auf den, dass die „Herrschaft“ nicht mehr namentlich dingbar zu machen ist und die Bürger deshalb noch eine Weile weiter in dem Wahn leben können sie seien frei. Aber zumindest die Zwangsversicherung wird dieser Täuschung nun ein jähes Ende bereiten.

Gegen ein System zu reden ist einfach - es besser zu machen
oder zumindest machbare Alternativen aufzuzeigen die andere.

Könnte ich machbare Alternativen aufzeigen und würde dies versuchen, so würde ich sehr wahrscheinlich nicht mehr lange leben! Keiner der dies könnte und tun würde, wäre erwünscht.

Es geht hier speziell um die Krankenversicherung und die
Selbständigkeit.
Wer hier aus finanziellen Gründen auf seine eigene
Absicherung verzichtet um die Selbständigkeit zu ermöglichen
oder aufrecht zu erhalten der macht einen Fehler - dabei
bleibe ich.

Was bedeutet in diesem Fall Selbständigkeit? Ohne Arbeitgeber sein Geld selbst zuverdienen, oder reden Sie hier von Freiheit?

Ich kann das beurteilen, bin ich seit mehr als 40 Jahren bei
einer
Krankenkasse beschäftigt und könnte unendlich viele Fälle
dieser
Fehlplanungen aufführen.

Eine Krankenversicherung sollte dazu dienen die Kosten der Wiederherstellung der Gesundheit zu decken. Einem Mißbrauch der Profitgier wird hier allerdings Tür und Tor geöffnet. Nicht notwendige Maßnahmen und teure Apparatemedizin treiben horrende Gelder in die Taschen derjenigen die eigentlich helfen sollten. Noch nicht mal in Würde sterben ist erlaubt.

Eine Alternative wäre insgesamt das Volk NICHT durch Fernsehmanipulation, durch Konsumterror, durch Zwangsmaßnahmen wie ein Bildungssystem welches Konkurrenzdenken und Feindschaft fördert zu verblöden.

Meine Alternative wäre es dem Menschen die Möglichkeit zu geben wirklich eigenverantwortlich zu handeln und ihn alle Früchte seiner persönlichen Entscheidungen selbst tragen zu lassen. Dem Menschen die Möglichkeit nicht zu verwehren sich selbst zu achten und zu respektieren. Wer leiden will darf leiden und wer zufrieden sein will, darf zufrieden sein.

Gruß und auch Ihnen einen guten Rutsch 2009
Czauderna

Danke bin gut gerutscht, Ihnen vor allem ein gesundes 2009
Grüße, Bastett