Ohne sie wird alles anders

hallöchen,

warum heisst es denn „ohne ihn wird alles anders“ und logischerweise nicht „ohne ihr wird alles anders“?

mfg, isa

Weil es (ohne wen?) ein Akkusativ ist.
:wink:
Rainer
Rettet dem Dativ*g*

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

tja, wenn das logisch wäre, müsste es ja heißen:

„ohne IHM wird alles anders…“

ne ne, Rainer hat schon recht, „ohne“ benötigt den Akkusativ (4. Fall, wen-Fall)

:wink:
Uschi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

ja schon…aber dann fehlt mir die verständnis für den akkusativ sie/ihn…

-0

ciao und happy christmas, isa

Weil es (ohne wen?) ein Akkusativ ist.
:wink:
Rainer
Rettet dem Dativ*g*

ja schon…aber dann fehlt mir die verständnis für den
akkusativ sie/ihn…

Hallo, Isa!

Ist ganz einfach:

Nominativ: er / sie (wer?)
Genitiv: seiner / ihrer (wessen?)
Dativ: ihm / ihr (wem?)
Akkusativ: ihn / sie (wen?)

„ohne“ steht mit Akkusativ…

Alles klar?

Vlado

ja, das ist mir ja auch alles soweit klar (studiere germanistik, muss also schon bescheid wissen wohl oder übel). die frage ist halt:

wieso um himmels willen hat es die deutsche sprache denn so eingerichtet, dass es heisst:

ohne sie
ohne ihn
im akusativ? schließlich wäre es logischer, von der sprachharmonie od. wortharmonie her, wenn man wie im englischen die jeweils entsprechenden vom wortbild/laut ähnlichen formen him/her und im deutschen ihr/ihn. einfach nur, weil es vom visuellen stimmt.

naja, gut, vielleicht war es auch eine frage, über die einfach nicht nachgedacht werden sollte…*nerv* :smile:

bye bye, isa

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

ja, das ist mir ja auch alles soweit klar (studiere
germanistik, muss also schon bescheid wissen wohl oder übel).
die frage ist halt:

wieso um himmels willen hat es die deutsche sprache denn so
eingerichtet, dass es heisst:

ohne sie
ohne ihn
im akusativ? schließlich wäre es logischer, von der
sprachharmonie od. wortharmonie her, wenn man wie im
englischen die jeweils entsprechenden vom wortbild/laut
ähnlichen formen him/her und im deutschen ihr/ihn. einfach
nur, weil es vom visuellen stimmt.

naja, gut, vielleicht war es auch eine frage, über die einfach
nicht nachgedacht werden sollte…*nerv* :smile:

bye bye, isa

ach du liebes bisschen…

mit Logik, glaube ich, darfst du wirklich nicht an die Regeln der deutschen Sprache rangehen, Isa

Wenn alles immer logisch wäre, wäre es sicher viel einfacher für Fremdsprachige, die deutsche Sprache zu erlernen. Davon kann ich echt ein Lied singen. Nimm nur zum Beispiel die Genus-Regeln:
DER Löffel
DIE Gabel
DAS Messer

Logik???..

einiges ist halt einfach so festgelegt (bzw. entstand im Laufe der Sprachentwicklung so) und dann hat es wirklich wenig Sinn, darüber zu diskutieren. Und vom Englischen her etwas ableiten zu wollen, geht schon gleich gar nicht.

Schöne Feiertage wünscht
Uschi

Und wo wir schon dabei sind…

ja schon…aber dann fehlt mir die verständnis für den
akkusativ sie/ihn…

…heißt es leider „DAS Verständnis“ …

Grüße von Dorli, die die Suche nach der Logik in der deutschen Sprache längst aufgegeben hat…

jaaaaaaaa, ist ja gut, hab mich nicht konzentrieren können…

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

schließlich wäre es logischer, von der

sprachharmonie od. wortharmonie her, wenn man wie im
englischen die jeweils entsprechenden vom wortbild/laut
ähnlichen formen him/her und im deutschen ihr/ihn. einfach
nur, weil es vom visuellen stimmt.

Hm, das finde ich ganz schön pfiffig gedacht. In der tat wäre zu fragen, warum „er“ im akkusativ sich zu „ihn“ verändert, „sie“ im akkusativ aber „sie“ bleibt. Da nur zu sagen, das ist halt so, basta, finde ich zu wenig.
Schaun wir mal: Beim artikel ist es genau so: „Der“ wird „den“, „die“ bleibt aber „die“. Die männlichen formen werden also stärker gebeugt als die weiblichen. Fallen jemand weitere oder gegenteilige fälle oder mögliche gründe ein?
Gruß von Jens

Hm, das finde ich ganz schön pfiffig gedacht. In der tat wäre
zu fragen, warum „er“ im akkusativ sich zu „ihn“ verändert,
„sie“ im akkusativ aber „sie“ bleibt. Da nur zu sagen, das ist
halt so, basta, finde ich zu wenig.
Schaun wir mal: Beim artikel ist es genau so: „Der“ wird
„den“, „die“ bleibt aber „die“. Die männlichen formen werden
also stärker gebeugt als die weiblichen. Fallen jemand weitere
oder gegenteilige fälle oder mögliche gründe ein?
Gruß von Jens

da müssen wir wohl sehr weit in der Sprachgeschichte zurückgehen, um eine Begründung dafür zu finden…ich versuche es mal mit Englisch:

die Grammatik der Altenglischen war der des althochdeutschen ziemlich ähnlich (die beiden Sprachen haben ja auch die gleichen Wurzeln)

es gab damals im Englischen sowohl Kasus-Endungen als auch z.B. Verbkonjugationsendungen.

für „he“ gab es folgende Formen:

he (Nominativ)
hine (Akkusativ)
him (Dativ)
his (Genitiv)

man beachte die Ähnlichkeit von „hine“ und „ihn“, und „him“ mit „ihm“

für „she“ gab es diese Formen:

heo (Nominativ)
hi (Akkusativ)
hire (Dat. und Gen.)

hier wieder die lautliche Ähnlichkeit „hi“ mit „sie“ und „hire“ mit „ihr“

im Zuge des skandinavischen Einflusses und des Great Vowel Shifts entstanden so nach und nach die heutigen Formen, wobei es wohl eher zufällig war, dass die Akkusativformen „verschwanden“ und die Dativformen übrig blieben.

Im Deutschen verhält es sich ähnlich: „sie“ im Nominativ entstand aus einer anderen althochdeutschen Form als das „sie“ im Akkusativ…die sehen so quasi heute nur gleich aus…

naja, als Magisterarbeit würde meine Erklärung hier jetzt nicht durchgehen, aber das erwartet hier wohl auch niemand, oder???

Gruß
Uschi