Ohne Worte

Hallo Nicole,

Jima hat ja schon das meiste geschrieben (danke und ein * dafür :smile:)

Nein, wie kommst Du darauf? Was denkst Du denn, wie die ganzen
vegetarisch und vegan lebenden Menschen überleben?

Sie gleichen ihre Mangelerscheinungen durch
Vitamin/Mineralstoff/Spurenelementzusätze aus?

Hierzu kann ich Dir nur noch mal den von mir verlinkten Artikel „Vegane Ernährung“ empfehlen. Klar nehme ich Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zu mir, und zwar, wie alle anderen Menschen auch, mit der täglichen Nahrung. :smile: Mangelerscheinungen hatte ich noch nie.

Man könnte die Schlachthöfe abschaffen.
Ich sehe immer das bemühen der „Verbraucher“, sich selbst als
Opfer der Umstände zu sehen.

Das gebe ich Dir Recht!
Wenn nur nicht der Luxus, billiges (minderwertiges) Fleisch zu
beziehen (Supermärkte) schon eingerissen wäre, wäre es um
vieles leichter…

Ich weiß, daß es schwer sein kann, wenn man nichts anderes kennt und sich zum Mittagessen auf einmal nur die Beilagen auf dem Teller vorstellt. Doch wenn man sich der Konsequenzen des eigenen Handelns für die anderen Tiere wirklich bewußt geworden ist, wird es sehr schnell zur Selbstverständlichkeit, seinen Einkauf anders zu gestalten.

Die Frage verstehe ich nicht.

Ich meinte damit, wenn man aus Not (Kriegszeiten) und von
klein auf damit vertraut war, dass gewisse Tiere geschlachtet
werden (lassen wir hier die Profitgier aussen vor) müssen,
mussten, dann ist man „abgehärtet“.

Ich war auch mal „abgehärtet“. Bis mir klar wurde, daß ich noch so „abgehärtet“ sein kann, doch es ja nicht primär um mich geht, sondern daß ich ganz massiv in das Leben anderer eingreife.

Glaube auch nicht, dass ich ein Tier häuten und ausnehmen
könnte.
Aber bin trotzdem kein vegetarisch lebender Mensch geworden.

Warum nicht? (Was nicht ist, kann ja noch werden. Du bist ja nicht Opfer eines Fluches. :wink:)

An wen hier noch? :wink:
Ich lebe vegan, genieße es und sehe es als die natürlichste
Sache der Welt an.

Hm, ich meine die Leute, die einem im Jutesack gekleidet auf
der Strasse das Wurstbrot aus der Hand schlagen, und einem die
grausamen Bilder aus dem Schlachthof unter die Augen halten.
Du weisst schon, militan :confused:

Im Jutesack habe ich auch noch nie jemanden rumlaufen sehen in unseren Breitengraden. :smile:
Nichtsdestotrotz habe auch ich schon den Menschen die Realität vor Augen gehalten, sehe ich nicht nur als legitim sondern auch als absolut notwendig an. Wenn ich z.B. in einer Fußgängerzone mit Hühner- oder Gänseleichen (die in Gefangenschaft gestorben sind) stehe, muß ich auf niemanden zugehen und ihm das Wurstbrot aus der Hand schlagen, die Leute kommen zu mir/uns, um Fragen zu stellen und zu diskutieren.

Aber ich frage mich, ob ich den umständlichen Lebensweg eines
Veganers gehen möchte, nur um ein reines Gewissen zu haben…

Nein, der Weg ist nicht umständlich. Es erscheint nur umständlich, wenn man es nicht kennt. Wenn Du konkretere Fragen dazu hast 8und sie es auch nur rein aus Interesse), kannst Du mir auch gern mailen oder wir diskutieren im „Kochen“-Brett weiter. :wink:
Das reine Gewissen ist natürlich ein angenehmer Nebeneffekt; doch habe ich mich primär für den Veganismus entschieden um anderen nicht zu schaden und nicht um ein reines Gewissen zu haben. Die Grenzen sind hier allerdings fließend.

Der Tropfen auf den heissen Stein? Sind es viele wird er kalt?
ich weiss es nicht…

Ich auch nicht. Doch wenn es nur einzelne Tropfen bleiben, werden wir es nicht herausfinden.

Um Himmels Willen, wie kannst Du nur so einen Vergleich
heranziehen?? Wir in der westlichen Hemisphäre essen doch
nicht unser eigen Fleisch und Blut?
Das musst Du mir mal erklären…

Hat Jima ja schon. :smile:

Viele Grüße,

Tanja

Hallo Nicole,

danke fuer deine Muehe, aber das ueberzeugt mich nicht.
Es gibt viele andere Studien, die belegen, dass vegan ernaehrte Kinder und Menschen keinerlei Mangelerscheinungen haben. Sondern im Gegenteil sehr gesund sind.
Wer behauptet Vegetarier wuerden durch ihre Ernaehrung Mangelerscheinungen bekommen ist voellig unglaubwuerdig.

Und der ultimative Beweis, dass vegetarische und vor allem vegane Ernaehrung gesund ist, ist der Check beim Arzt. Und da schneiden alle Veganer in der Regel gut ab.
Auch bei Menschen, die sich jahrzehntelang vegan ernaehrt haben sind keine Mangelerscheinungen nachgewiesen worden.
Wenn einer aber nur Karotten oder Weissbrot mit Kaese ist, wird er krank, das ist logisch.
Aber im Schnitt haben Fleischesser genauso oft Mangelerscheinungen und noch andere durch das uebermaessige Fleischessen bedingte Krankheiten, die oft zum fruehen Tode fuehren.
Eine vor kurzem in der Zeitung veroeffentlichte Studie hat gezeigt, dass eine der haeufigsten Todesursachen in unserer westlichen Welt die schlechte Ernaehrung mit zuviel Fett und tierischen Produkten ist.
Und dann willst du mir wirklich erzaehlen Vegetarier und Veganer lebten ungesund?

Du kannst nicht leugnen, was Du bist, nämlich ein Mensch, und
kein Pflanzenfresser.

Ich bin aber auch kein Carnivore! Und daher nicht auf Fleisch angewiesen.

-Nicole

gruss, jima

Hallo Nicole,

den Text, den Du hier reinkopiert hast, kenne ich.
Leider geht die DGE nicht konkreter darauf ein, was denn so problematisch sein soll, sich ausreichend mit den genanten Nährstoffen zu versorgen.
Habe gerade keinen anderen link parat als den zu einer Veganer-Seite (die beschäftigen sich naturgemäß ja auch mehr damit als die DGE :wink:), aber hier findest Du genauere Zahlen:
http://www.tierrechteportal.de/vegan/wirkstoffe.html

Wenn durch die Fülle an Nahrungsmitteln, die sich angeblich Leichenessenden Menschen bietet, alle so gesund wären, wäre mit Nahurungsergänzungsmitteln kaum so ein gutes Geschäft zu machen. Für die paar Veganer in Deutschland gibt es bestimmt nicht 1000 verschiedene Calcium-, Eisen- etc. Präparate.
Wie erklärst Du Dir das?

Calcium ist wichtig für den Knochenaufbau. Fallen die
Hauptlieferanten Milch und Milchprodukte weg, wird es in zu
geringen Mengen aufgenommen. Hinzu kommt, daß Calcium
pflanzlicher Lebensmittel vom Körper schlechter verwertet
wird.Es ist daher kaum möglich, die erforderliche Menge an
Calcium ohne Milch und Milchprodukte zu erreichen.

Hm, vielleicht sollte ich mal meine aktuellen Blutwerte hier rein kopieren? *g*
Eine Freundin von mir hat sogar einen leicht erhöhten Calciumspiegel. Wie gesagt, ich warte seit langem darauf, daß die DEG hier konkreter wird.
Interessant wäre auch, zu erfahren, wie die vielen Asiaten, die aufgrund einer Unverträglichkeit keine oder nur sehr wenig Kuhmilchprodukte zu sich nehmen, nicht alle einen Calciummangel bekommen.
Fragen über Fragen… :wink:

Besonders kritisch ist die Versorgung mit Vitamin B12, das
fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln enthalten ist.
Zudem konnten Kinder keinen ausreichenden Vitamin B12-Speicher
bilden. Bei Säuglingen, die von vegan ernährten Müttern voll
gestillt wurden, konnten schwere und zum Teil bleibende
Störungen der Nerven- und Hirnentwicklung beobachtet werden.

Die Versorgung mit B12 ist in der Tat kritisch, doch liegt das nicht an der veganen Ernährung an sich sondern an unserem gesteigerten Hygienebewußtsein. Wer B12 nicht in ausreichenden Mengen im Darm slebst bilden kann, hätte dieses früher ohne Probleme durch bakterielle Verunreinigungen an Pflanzen, Wurzeln usw. aufnehmen können. Das klappt heute nicht mehr. Gibt übrigens auch jede Menge Menschen, die sich omnivor ernähren und auch einen B12-Mangel haben (auch die Präparate können kaum alle für Veganer auf dem Markt sein).

Du kannst nicht leugnen, was Du bist, nämlich ein Mensch, und
kein Pflanzenfresser.

Und wieder machst Du Dich zum Opfer.
Es geht ohne tierl. Produkte und meiner Erfahrung nach geht es gut.
So, jetzt ist mein Essen fertig: Frankfurter Grüne Soße mit Kartoffeln und Bratlingen. :smile:

Tanja

Ergänzung
…ich wollte natürlich niemanden was weis machen, Ihr wisst doch selber, was für Euch gut ist!
Ich vertrete die Meinung, das zu essen, worauf man Lust (nicht: Heisshunger) verspürt, und ich könnte mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, ohne Fleisch zu leben.
Oder Fisch, und auf gar keinen Fall ohne Salz :smile:

Wie sooft: das Dosis bestimmt das Gift.
Wobei ich da immer an eine Zeichnung aus unserem Ernährungslehre Buch denken muss; ein Mann hatte ein fettes Eisbein vor sich und schwitze, während er es anschnitt.
Daneben war eine spindeldürre Frau, die „bald ihr Idealgewicht erreichen würde“ und einen Apfel schlotternd umklammerte.

@Tanja, ich finde es aber schon krass, wie Du die Leute, die Fleisch essen, extra als "Leichen"verzehrende Menschen bezeichnest, klar ist das legitim, aber es klingt irgendwie abwertend?
Korrigier mich, wenn ich mich irre, aber s.ä. betrachten Ex-Raucher Raucher :smile:

Grüsse, und Danke für eine sachliche Argumentation,
Nicole

Sie haben keine Nervenbahnen und „Streß“ haben sie sicher auch

nicht. Die Absonderung der Chemikalien ist einfach nur eine
Reaktion auf ihre Beschädigung. Sie leiden dabei nicht.

ach, Tanja. Das hab ich doch gar nicht gesagt. Ich glaub, du verstehst mich absichtlich miß, damit du einen Grund hast, mit Kontra zu geben. Ich sagte nicht, daß Pflanzen leiden. Ich find es nur unvollständig, zu behaupten, Pflanzen täten gar nichts. Ich sagte auch nicht, daß sie Organe besitzen (das, was du vermutlich mit Nervenbahnen meinst). Nur, daß sie auf Umwelteinflüsse reagieren, so wie jedes andere Lebewesen auch. Sie sind licht-, temperatur-, feuchtigkeits- und schwingungsempfindlich. Dazu braucht man keine Organe.
Abgesehen davon sind wir ja wohl alle nur eine Ansammlung chemischer Stoffe. Und die Angsthormone, die so ein Schweinchen bei der Schlachtung absondert, sind auch nix weiter als „eine Reaktion auf die Beschädigung“ (Zitat Tanja Ende).

Entschuldige, aber mit dem Apfel-Beispiel hast Du Dich echt
disqualifiziert. Denn mit seinem Verzehr tust Du keiner
Pflanze was.

Sag ich ja auch gar nicht (Obwohl: hast du mal beobachtet, wie tausende von Erntehelfern in die Plantagen einbrechen und die Früchte von den Bäumen reißen?)
Das Apfel-Beispiel hätt ich dir wohl erläutern sollen. Ich mein, daß in Obst und Gemüse, das ich nicht aus meinem Garten hole, auch jede Menge Zeug ist, von dem man gar nix wissen will. Alles, außer Vitaminen, denn das Obst wird unreif gepflückt und reift erst auf dem Transportweg nach. Dabei entsteht dummerweise kein einziges Vitamin. Ausnahme sidn Obstsorten, die direkt aus der Umgebung kommen.

Steroidverseuchtes Schweineschnitzel.

Ahja. Schweine leiden im Schlachthof wie Äpfel bei der Ernte.

ich sag’s ja: Du verstehst mich absichtlich miß.
Aber das ist dein Recht und wenn ich mir deine anderen Beiträge anschau, vermutlich auch dein Hobby. Also weiterhin viel Spaß beim Fleischfresser bekehren (das war nicht agressiv, nur sarkastisch).

In diesem Sinne: Mahlzeit.

Grüße vom Igel

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Hallo :smile:))

Ich sagte nicht, daß Pflanzen leiden. Ich
find es nur unvollständig, zu behaupten, Pflanzen täten gar
nichts.

Was hat das mit Nutztieren und ihren Qualen zu tun?

Ich sagte auch nicht, daß sie Organe besitzen (das,
was du vermutlich mit Nervenbahnen meinst).

Nervenbahnen sind keine Organe.

Nur, daß sie auf
Umwelteinflüsse reagieren, so wie jedes andere Lebewesen auch.
Sie sind licht-, temperatur-, feuchtigkeits- und
schwingungsempfindlich. Dazu braucht man keine Organe.

Ja, so ist es.

Abgesehen davon sind wir ja wohl alle nur eine Ansammlung
chemischer Stoffe. Und die Angsthormone, die so ein
Schweinchen bei der Schlachtung absondert, sind auch nix
weiter als „eine Reaktion auf die Beschädigung“ (Zitat Tanja
Ende).

und die Angsthormone die ein Mensch bei seiner Hinrichtung absondert sind daher auch nur eine chemische Reaktion auf bevorstehende Beschaedigung.
So kann man es natuerlich auch sehen.
Aber hier geht es doch gar nicht vorrangig um Chemie. Es geht darum, dass Tiere leidensfaehig sind, Schmerz und Angst empfinden koennen und Pflanzen nach heutigem Kenntnisstand nicht.

ich sag’s ja: Du verstehst mich absichtlich miß.
Aber das ist dein Recht und wenn ich mir deine anderen
Beiträge anschau, vermutlich auch dein Hobby. Also weiterhin
viel Spaß beim Fleischfresser bekehren (das war nicht
agressiv, nur sarkastisch).

Sowas kannst du dir echt sparen.

gruss, jima

eine ernste Frage an alle Veganer
Hallo,

mit großen Interesse habe ich die Diskussion gelesen. Auch auf den verlinkten Veganerseiten habe ich mich umgesehen (und auch wirklich gelesen).
Habe ich folgendes richtig verstanden:
Das Nutzen von Tieren ist ethisch nicht vertretbar, weil Tiere (ähnlich wie das Tier Mensch) Schmerzen und Angst verspüren (mit allem was da mitspielt, wie z.B. Freiheitsdrang)?
Das Nutzen von Pflanzen ist ethisch vertretbar, weil sie dieses Empfinden nicht haben (können)?

Wenn ihr diese Fragen bejaht, stellt sich mir die nächste (eigentliche) Frage:
Wie steht ein(e) Veganer(in) zu der Nutzung „niederer“ Tiere? Ich spreche hier z.B. von Insekten, Spinnentieren oder diversen Meeresbewohnern. Diese Tiere haben ein ausgesprochen primitives Nervensystem (Strickleitersystem) und keine dem Gehirn vergleichbare Struktur. Diese Tiere sind (ähnlich wie Pflanzen) unfähig Angst im menschlichen Sinn zu verspüren, u.a. deshalb, weil sie kein Ich-Gefühl haben können. Auch Schmerzen im menschlichen Sinn können diese Tiere nicht verspüren, da ihnen die zentrale Schaltstelle (das Gehirn) fehlt, die eine solche Information überhaupt verarbeiten kann.
Alle Argumente für die vegane Lebensweise die ich hier oder den verlinkten Seiten lesen konnte zielen in meinen Augen auf Wirbeltiere. Bei wirbellosen greifen diese Argumente irgendwie nicht richtig.

gespannt auf Antworten…

Gruß Stefan

Hallo Nicole,

@Tanja, ich finde es aber schon krass, wie Du die Leute, die
Fleisch essen, extra als "Leichen"verzehrende Menschen
bezeichnest, klar ist das legitim, aber es klingt irgendwie
abwertend?

Das meinen viele Leute. Doch da jedes tote Tier de facto eine Leiche ist (und erst dann gegebenenfalls zu „Schnitzel“, Steak" o.ä. verarbeitet wird, Wahrig schreibt: 'Lei·che toter menschl. od. tier. Körper) finde ich es notwendig, das auch so zu benennen. Ich meine das nicht abwertend, doch „Fleisch“ wächst nun mal nicht an Bäumen. :frowning:

Korrigier mich, wenn ich mich irre, aber s.ä. betrachten
Ex-Raucher Raucher :smile:

Bin selbst Ex-Raucherin und habe mit Rauchern keine Probleme. :smile:

Viele Grüße,

Tanja

Bei wirbellosen greifen diese Argumente irgendwie
nicht richtig.

hi stefan,

diese tiere können nur in extremer vergrößerung mit großen
traurigen augen in die welt schauen.
das „kindchenschema“ hat mit sicherheit einen einfluß auf die
anteilnahme.

gruß,
frank

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Hi jima,

Der Mensch braucht definitif kein Fleisch.

Wie definierst Du brauchen? Der Mensch entsprechend seiner biologischen ist ein Allesfresser und fühlt sich am besten, wenn er eine gute Abwechslung hat. Für das optimale Lebensgefühl ist halt ab und zu ein Leichenteil notwendig. Oder wie kannst Du Dir sonst erklären, daß Vegetarier in der Regel aggressiver und totalitärer argumentieren als die ausgeglicheneren sich natürlicher auch von Fleisch verpflegenden normalen Menschen?

Natürlich kann man ohne Fleisch leben. Aber, hat man Spaß dabei? Spaß ist etwas, daß ich brauche!

Ciao,

Uwe

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hallo.

Für das optimale
Lebensgefühl ist halt ab und zu ein Leichenteil notwendig.

das mag für dich zutreffen. aber ich glaub kaum, daß es dafür eine allgemeingültige, biologische grundlage gibt.

Oder wie kannst Du Dir sonst erklären, daß Vegetarier in der
Regel aggressiver und totalitärer argumentieren als die
ausgeglicheneren sich natürlicher auch von Fleisch
verpflegenden normalen Menschen?

wo hast du das denn her?

Natürlich kann man ohne Fleisch leben. Aber, hat man Spaß
dabei? Spaß ist etwas, daß ich brauche!

alles eine sache der überzeugung. ich meine, man kann auch ohne fleisch genug spaß am leben haben.

gruß

michael

der selbst mal ein jahr lang kein fleisch gegessen hat und weder agressiv noch trübsinnig geworden ist.

Grenzen bestimmen
Hallo,
es ist denke ich sehr schwer die Grenzen zu ziehen, ab wann ein Organismus ein Tier ist und ab wann er Leid empfindet (s.a. Bakterie: Leid? Glaube ich nicht).
Das kann in diesem Bereich nur jeder mit sich selbst ausmachen.
Fuer mich persoenlich sind Insekten auch Tiere, denen ich kein Leid zufuegen moechte. Also ich erschlage keine Muecken usw.
Ausserdem sind sie fuer mich faszinierend, ich denke da mal an Bienen und Ameisenstaaten, die doch sehr komplex aufgebaut sind.

Bei Laeusen, Floehen und Zecken kenne ich allerdings keine Gnade :frowning:
Die wollen mir an die Waesche und es gibt kaum eine andere Moeglichkeit sie loszuwerden als durch vernichten.

Die Frage, die du hier aufwirfst ist so aehnlich wie die Frage, wann das Leben beginnt oder wann ein Embryo ein Mensch ist usw.
Also sehr schwer zu beantworten oder auch gar nicht zu beantworten.

gruss, jima

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HaHaHa…
Hi :smile:)

Wie definierst Du brauchen? Der Mensch entsprechend seiner
biologischen ist ein Allesfresser und fühlt sich am besten,
wenn er eine gute Abwechslung hat.

So? Ich habe auch als Vegetarier einen sehr abwechslungsreichen Speiseplan. Wahrscheinlich abwechslungsreicher als der mancher Fleischesser, wo es jeden zweiten Tag Knoedel mit Wuerstchen gibt, oder einen Burger bei McDonalds.
Die verwertbaren Inhaltsstoffe, die in Fleisch sind kriegst du auch in pflanzlicher Form.
Schweine sind auch Allesfresser, aber vegetarisch ist null problemo.

Für das optimale
Lebensgefühl ist halt ab und zu ein Leichenteil notwendig.

Vielleicht fuer deines. Fuer mich ganz sicher nicht.

Oder wie kannst Du Dir sonst erklären, daß Vegetarier in der
Regel aggressiver und totalitärer argumentieren als die
ausgeglicheneren sich natürlicher auch von Fleisch
verpflegenden normalen Menschen?

Nee, das kann nicht sein. Wer fuehrt denn hier auf der Welt dauernd Kriege? Das sind doch zu 90 Prozent Fleischesser.
(Und sag jetzt nicht Hitler war ein Veggie, das stimmt naemlich nicht.)
Also deine Theorie scheint mir absolut aus der Luft gegriffen.
Ethisch motivierte Veganer sind eben wuetend darueber, wie man mit den Tieren umgeht, das ist alles.

Natürlich kann man ohne Fleisch leben. Aber, hat man Spaß
dabei? Spaß ist etwas, daß ich brauche!

Spass - na klar! Aber manchmal find ich es gar nicht mehr spassig in ein Restaurant zu gehen und alles was ich da essen kann ist der Salat.
Weil irgendwie fast jedes Menu mit Fleisch sein MUSS.

Noch eine Frage: Hast du eigentlich nur Spass beim Essen? Definierst du deinen Spass echt mit Fleischessen?
Also ich kann mir keinen Spass dabei vorstellen eine geschundene und hochgemaestete Kreatur zu verspeisen.

gruss, jima

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Hallo Goosi,

nun zum Abschluß auch noch eine Antwort von mir (wobei ich denke, daß das Thema „Empfindungsfähigkeit von Insekten“ in einem eigenen Thread durchaus eine Berechtigung hätte).

Habe ich folgendes richtig verstanden:
Das Nutzen von Tieren ist ethisch nicht vertretbar, weil Tiere
(ähnlich wie das Tier Mensch) Schmerzen und Angst verspüren
(mit allem was da mitspielt, wie z.B. Freiheitsdrang)?
Das Nutzen von Pflanzen ist ethisch vertretbar, weil sie
dieses Empfinden nicht haben (können)?

Ja, so kann man es formulieren.

Wenn ihr diese Fragen bejaht, stellt sich mir die nächste
(eigentliche) Frage:
Wie steht ein(e) Veganer(in) zu der Nutzung „niederer“ Tiere?
Ich spreche hier z.B. von Insekten, Spinnentieren oder
diversen Meeresbewohnern. Diese Tiere haben ein ausgesprochen
primitives Nervensystem (Strickleitersystem) und keine dem
Gehirn vergleichbare Struktur. Diese Tiere sind (ähnlich wie
Pflanzen) unfähig Angst im menschlichen Sinn zu verspüren,
u.a. deshalb, weil sie kein Ich-Gefühl haben können. Auch
Schmerzen im menschlichen Sinn können diese Tiere nicht
verspüren, da ihnen die zentrale Schaltstelle (das Gehirn)
fehlt, die eine solche Information überhaupt verarbeiten kann.

Es geht ja nicht darum, Angst oder Schmerzen „im menschlichen Sinn“ verspüren zu können, sondern ob prinzipiell eine Empfindungsfähigkeit besteht. Das kann man bei diesen Tieren nicht 100%ig verneinen. Nun ist es natürlich unmöglich, zu leben, ohne Insekten o.a. zu töten: beim Spazierengehen, beim Autofahren usw. usf.
Ich halte mich also wie wohl die meisten vegan lebenden Menschen an die Regel, Vermeidbares zu vermeiden. Es ist vermeidbar, Honig zu konsumieren (ein sehr guter Artikel dazu findet sich übrigens unter http://maqi.de/txt/bienenerbrochenes.html
oder Produkte aus Seide zu nutzen; doch eben nicht vermeidbar, im Alltag unbeabsichtig immer wieder das Leben von Insekten zu gefährden oder sie gar zu töten. Ich versuche also schon, diesen Tieren so wenig wie möglich zu schaden, weil man ihnen eben nicht mit 100%iger Sicherheit jegliche Empfindungsfähigkeit absprechen kann.

Alle Argumente für die vegane Lebensweise die ich hier oder
den verlinkten Seiten lesen konnte zielen in meinen Augen auf
Wirbeltiere. Bei wirbellosen greifen diese Argumente irgendwie
nicht richtig.

Ja, Du hast recht. Wirbeltiere sind ja aber auch diejenigen, die von der Ausbeutung durch Menschen (auch Menschen beuten Menschen in anderen Ländern ja noch oft aus) zum allergrößten Teil betroffen sind.

(Das war eine Premiere; diese Frage stellte mir noch niemals jemand um eine ernsthafte Antwort zu hören :wink:)

Gruß,

Tanja

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Hai, Tanja,

auch wenn laut MOD die Diskussion abgebrochen werden soll (ich bitte den MOD vielmals um Verzeihung), muß ich hier noch was loswerden…

Nein, wie kommst Du darauf? Was denkst Du denn, wie die ganzen
vegetarisch und vegan lebenden Menschen überleben?

Nicht alle Menschen können vegetarisch leben, wie ich selbst erleben durfte; auch ich bin irgendwann zum ethisch begründeten Vegetarier geworden (obwohl ich mit 3 zum ersten Mal von meinem Alten zum Schlachhof mitgenommen wurde) - dummerweise kann mein Alabasterleib irgendeinen Stoff nicht selbst produzieren, der aber in jeglichem Säugetier-Fleisch in Massen vorkommt. Nach ca. 'nem halben Jahr fing mein Körperchen an, wüste Ausfallerscheinungen zu produzieren (grundlos blutende Haut und so Scherze) und ich bekam mich vor lauter Heißhunger auf rohes! Fleisch nicht mehr ein. Mein Arzt hat mich dann lang und breit über eben dieses Problem aufgeklärt und mir mitgeteilt, daß ich nur weiter vegetarisch leben könnte, wenn ich eben diesen Stoff per Nahrungsergänzung aus der Apotheke zuführen würde - und jetzt darfst Du raten, woraus dieses Nahrungsergänzungsmittel (genauer: Medikament) hergestellt wird…

Da ich beim Kauf eines Steaks auf artgerechte Haltung achten kann, bei der Herstellung des Medikamentes aber keine Einfluß-Möglichkeit habe, habe ich mich selbstverständlich für das Steak entschieden.

… Man brauche Fleisch, das sei
gesund und (über)lebenswichtig; …Keiner zwingt sie, die Leichen anderer Tiere
zu essen und lebensnotwendig ist es ganz sicher auch nicht.

s.o.

Wie sehr müssen diese Leute bemüht sein, zu verdrängen, was
sie anrichten.

Ich weiß sehr genau, was ich da „anrichte“, mit drei war ich zwar das erste, nicht aber das letzte mal auf dem Schlachthof…

Ich lebe vegan, genieße es und sehe es als die natürlichste
Sache der Welt an.

Das ist völlig OK - nur geht es mir schlicht langsam auf den Geist, daß ich als Omnivore mir hier durch die Hintertür unethisches Verhalten vorwerfen lassen muß.
OK - ich gebe ja zu, daß es nicht sooo wahnsinnig viele Leute mit dem selben Webfehler, wie ich ihn habe, gibt, aber es gibt auch andere Personengruppen, die nicht vegetarisch leben können, z.B. die mit Soja-Allergie.
…und den endgültigen Kick geben mir ja die Veganer, die sogar ihre Katzen vegetarisch ernähren…

Nur als Gedankenspiel, um Dich auf die Absurdität dieser
Aussage aufmerksam zu machen: ersetze „Tier“ durch „Kind“.

Um Dich mal auf die Absurdität dieser Aussage aufmerksam zu machen, führ mal die Ersetzung bei diesem Satz durch:
„Im Kreislauf des Lebens bildet ein Tier die Nahrungsgrundlage eines anderen“

Gruß
Sibylle

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MOD: Ernährungsfragen für Menschen sind off-topic
Hi,

bitte verlegt die Diskussion ins Brett für Ernährungsfragen von Menschen. Danke

Nena

Konsequenz
Hallo Wolfang,

ich esse sehr selten Fleisch und kaufe schon seit langen nur das Fleisch von *glücklichen Tieren*.

Es gibt mittlerweile viele Höfe, die vor Ort schlachten.
Das Fleisch kostet dann sicher mehr als wenn man es beim Aldi kauft, dafür shcmeckt es besser und mir zumindest ist wohler zumute, wenn ich weiss dass die Tiere stressfrei gelebt haben, Auslauf hatten und keine mörderische Transportwege hinter sich hatten. Ist ja schlimm genug dass die als „Futter“ sterben müssen.

Es liegt an jedem von uns die Konsequenz aus dem Wissen, was mit den Tieren geschieht und wie sie leben und sterben, zu ziehen und dementsprechend zu handeln. Und damit meine ich nicht nur das Einkaufen. Die Gesetzgebung ermöglicht auch diese Quälerei.
Nicht immer ist der Nachfrage- und Angebotsprinzip gerechtfertigte Handlungsweise.

Hmmm…

Gruß,
Maja

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