Hallo Nicole,
Jima hat ja schon das meiste geschrieben (danke und ein * dafür
)
Nein, wie kommst Du darauf? Was denkst Du denn, wie die ganzen
vegetarisch und vegan lebenden Menschen überleben?Sie gleichen ihre Mangelerscheinungen durch
Vitamin/Mineralstoff/Spurenelementzusätze aus?
Hierzu kann ich Dir nur noch mal den von mir verlinkten Artikel „Vegane Ernährung“ empfehlen. Klar nehme ich Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zu mir, und zwar, wie alle anderen Menschen auch, mit der täglichen Nahrung.
Mangelerscheinungen hatte ich noch nie.
Man könnte die Schlachthöfe abschaffen.
Ich sehe immer das bemühen der „Verbraucher“, sich selbst als
Opfer der Umstände zu sehen.Das gebe ich Dir Recht!
Wenn nur nicht der Luxus, billiges (minderwertiges) Fleisch zu
beziehen (Supermärkte) schon eingerissen wäre, wäre es um
vieles leichter…
Ich weiß, daß es schwer sein kann, wenn man nichts anderes kennt und sich zum Mittagessen auf einmal nur die Beilagen auf dem Teller vorstellt. Doch wenn man sich der Konsequenzen des eigenen Handelns für die anderen Tiere wirklich bewußt geworden ist, wird es sehr schnell zur Selbstverständlichkeit, seinen Einkauf anders zu gestalten.
Die Frage verstehe ich nicht.
Ich meinte damit, wenn man aus Not (Kriegszeiten) und von
klein auf damit vertraut war, dass gewisse Tiere geschlachtet
werden (lassen wir hier die Profitgier aussen vor) müssen,
mussten, dann ist man „abgehärtet“.
Ich war auch mal „abgehärtet“. Bis mir klar wurde, daß ich noch so „abgehärtet“ sein kann, doch es ja nicht primär um mich geht, sondern daß ich ganz massiv in das Leben anderer eingreife.
Glaube auch nicht, dass ich ein Tier häuten und ausnehmen
könnte.
Aber bin trotzdem kein vegetarisch lebender Mensch geworden.
Warum nicht? (Was nicht ist, kann ja noch werden. Du bist ja nicht Opfer eines Fluches.
)
An wen hier noch?
Ich lebe vegan, genieße es und sehe es als die natürlichste
Sache der Welt an.Hm, ich meine die Leute, die einem im Jutesack gekleidet auf
der Strasse das Wurstbrot aus der Hand schlagen, und einem die
grausamen Bilder aus dem Schlachthof unter die Augen halten.
Du weisst schon, militan
Im Jutesack habe ich auch noch nie jemanden rumlaufen sehen in unseren Breitengraden. 
Nichtsdestotrotz habe auch ich schon den Menschen die Realität vor Augen gehalten, sehe ich nicht nur als legitim sondern auch als absolut notwendig an. Wenn ich z.B. in einer Fußgängerzone mit Hühner- oder Gänseleichen (die in Gefangenschaft gestorben sind) stehe, muß ich auf niemanden zugehen und ihm das Wurstbrot aus der Hand schlagen, die Leute kommen zu mir/uns, um Fragen zu stellen und zu diskutieren.
Aber ich frage mich, ob ich den umständlichen Lebensweg eines
Veganers gehen möchte, nur um ein reines Gewissen zu haben…
Nein, der Weg ist nicht umständlich. Es erscheint nur umständlich, wenn man es nicht kennt. Wenn Du konkretere Fragen dazu hast 8und sie es auch nur rein aus Interesse), kannst Du mir auch gern mailen oder wir diskutieren im „Kochen“-Brett weiter. 
Das reine Gewissen ist natürlich ein angenehmer Nebeneffekt; doch habe ich mich primär für den Veganismus entschieden um anderen nicht zu schaden und nicht um ein reines Gewissen zu haben. Die Grenzen sind hier allerdings fließend.
Der Tropfen auf den heissen Stein? Sind es viele wird er kalt?
ich weiss es nicht…
Ich auch nicht. Doch wenn es nur einzelne Tropfen bleiben, werden wir es nicht herausfinden.
Um Himmels Willen, wie kannst Du nur so einen Vergleich
heranziehen?? Wir in der westlichen Hemisphäre essen doch
nicht unser eigen Fleisch und Blut?
Das musst Du mir mal erklären…
Hat Jima ja schon. 
Viele Grüße,
Tanja

