Ich habe ein problem mit meinen ohren
… Ich finde sie sind sehr abstehend und eher groß. ich finde sie deshalb sehr peinlich und schäme mich dafür. ich trage schon selten zöpfe oder so das man die ohren nicht sieht weil ich angst habe das jemand sieht wie schlimm das aussieht. dies belastet mich sehr und ich wünschte mir echt schöne ohren zu haben die nicht so auffallend und abstehend sind. deshalb wollt ich mir die vielleicht anlegen lassen.habe die schon als kleines kind verkleinern lassen…aber die sind heute trotzdem noch sehr abstehend
trau mich aber nicht zum arzt zu gehen.erstens ist das richtig teuer und ob ich mir sowas leisten könnte? übernimmt die krankenkasse dabei die kosten? ich bin noch 17 würden die das durch eine ärztliche bescheinigung machen? außerdem hätte ich angst vor einer op. was ist wenn es danach schlimmer aussieht oder dies nicht hält? davor hätt ich angst
ich will das wohl unbedingt machen weil ich mich damit sehr unwohl fühle…und ich mich damit nicht hübsch fühle …was auch sehr an mein selbstbewusstsein nagt… kann man da denn etwas machen? wie ist es mit der kostenübernahme und hatte jemand dieselben probleme wie ich oder sogar erfahrungen mit solchen op´s? würde mich um schnelle antworten freuen bin sehr verzweifelt 
Als HNO-Arzt habe ich natürlich Erfahrung mit der Behandlung von abstehenden Ohren. Allgemein kann ich sagen, dass in der Hand des Spezialisten die Operation zumeist gelingt und es nachher also besser aussieht als vorher. Wundheilungsstörungen sind selten, gelegentlich kann es zu einer überschießenden Narbenbildung kommen. Der Schnitt wird daher immer hinter der Ohrmuschel gemacht, so dass die Narbe nicht sichtbar ist. Der Eingriff kann je nach persönlichem Wunsch in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose gemacht werden. Ich rate eher zur Vollnarkose, weil pro Seite schon eine Stunde Arbeitszeit zu rechnen ist und es lästig sein kann, so lange ruhig zu liegen.
Zur Kostenfrage: Bei Kindern zahlt die Krankenversicherung in aller Regel den Eingriff, wobei man am besten vor der Einschulung operiert. Später wird es dann mit der Kostenübernahme schwieriger - da kommt dann schnell das Argument „wenn es bislang ging, dann wird es auch in Zukunft gehen“. Am besten Du gehst mal persönlich zu einer Geschäftsstelle Deiner Krankenversicherung und lotest die Situation aus. Angesichts der zunehmenden Konkurrenz der Krankenkassen kann es durchaus sein, dass man Dir entgegenkommt. Wenn Du den Weg der psychischen Beeinträchtigung wählst (also mit einem Attest eines Psychiaters), dann musst Du bedenken, dass dies später ein Hindernis darstellen kann, wenn Du Dich z.B. privat versichern oder eine Lebensversicherung abschließen möchtest.
Wenn Du keine Kostenübernahme bei Deiner Krankenversicherung erreichen kannst, dann musst Du Dir überlegen, den Eingriff als Selbstzahler machen zu lassen. Realistisch sind hier Kosten von 1000-2000 Euro, ggf. zuzüglich Narkose. Bei den Top-Adressen kostet es natürlich mehr. Wäre doch auch ein Geschenk zum 18ten?Eventuell kannst Du Dich auch bei einem Operationskurs als „Model“ zur Verfügung stellen, dann kostet es weniger.
Hallo,
Sie brauchen eine schriftliche Bestätigung von einem Psychiater/Psychologen, dass Sie psychisch unter dem Aussehen Ihrer Ohrmuscheln leiden. Mit dieser schriftlichen Bescheinigung müssen Sie dann zu Ihrer Krankenkasse gehen und um Kostenübernahme bitten. Wenn Sie diese vorliegen haben, gehen Sie in eine HNO-Klinik, die viel Erfahrung mit Otoplastiken bzw. Ohrmuschelkorrekturen hat. Natürlich hat jede Operation Risiken, bspw. dass das spätere kosmetische Resultat nicht Ihren Wünschen entspricht. Meine Erfahrung ist jedoch, dass die Resultate in der überwiegenden Mehrheit gut sind und zumindest in unserer Klinik die Patienten sehr zufrieden danach sind. Wo wohnen Sie denn?
Freundliche Grüße, JCL
die Kostenübernahme regelt jede Kasse unterschiedlich.
Die Bescheinigung eines Arztes über eine psychische Belastung ist sehr hilfreich.
Es gibt Universitätskliniken,die das auf Krankenschein machen.Denn die jungen Ärzte müssen auch diese Operation lernen und üben.
R.W.