Hallo,
an manchen Tagen, an denen ich viel Gähnen muss, habe ich das Problem, dass meine Ohren danach zu sind. Bzw. habe ich das Gefühl, dass sie noch weiter „offen“ sind als zuvor (es ist auf jeden Fall ein anderes Gefühl und Hörgefühl als wenn man Druck auf den Ohren hat, z.B. im Flugzeug).
Ich höre mich selber dann ziemlich intensiv (ich höre sozusagen jeden Atemzug in den Ohren und sogar meinen Herzschlag). Das ist ziemlich nervig.
Weiß jemand, woher das kommt und was man dagegen tun kann?
Das hat natürlich mit der Ohrtrompete zu tun (siehe bei ggle:open_mouth:hrtrompete).
Beim Landen mit dem Flugzeug oder schnellem Runterfahren mit der Gondel merkt mans.Ist keine Krankheit.Du hast es nur jetzt entdeckt.Löst sich von selbst.
Das nennt sich „Syndrom der offenen Tube“ oder „klaffende Tube“ bzw. „Autophonie“. Es gibt keinen Knopf auf den man einfach draufdrücken kann, damit das weg geht. Es gehört zunächst einmal untersucht. Gehen Sie zum HNO-Arzt.
Dies sind typische Zeichen einer Tubenfunktionsstörung. Es geht hier um die Tube =
Ohrtrompete, die Nasenrachenraum und Mittelohrraum verbindet. Im Ruhezustand ist
diese Verbindung verschlossen. Durch Schlucken, Gähnen oder Pressen öffnet sich die
Verbindung, so dass ein Druckausgleich zwischen Mittelohr und Außenwelt stattfinden
kann.
Wenn sich die Tube z.B. nach dem Gähnen nicht mehr gleich schließt, kommt es zu
den geschilderten Mißempfindungen: man hört seine eigen Stimme doppelt, da der
Schall zum einen aus dem Kehlkopf über die Tube ins Mittelohr gelangt (schnellerer
Weg), zum anderen von außen an das Ohr (längerer Weg) - dies klingt dann wie ein
Echo und wird Autophonie genannt.
Die Ursache für diese Tubenfunktionsstörung sollte durch einen HNO-Arzt abgeklärt
werden. Kam es in letzter Zeit zu einer deutlichen Gewichtsabnahme?
Eine Behandlung ist möglich, indem im Nasenrachenraum das Ende der Tube mit
einem Füllstoff unterspritzen, um es „abzudichten“.